DE17986C - Neuerungen an selbstthätigen Zeichengebern für elektrische Signalwerke - Google Patents
Neuerungen an selbstthätigen Zeichengebern für elektrische SignalwerkeInfo
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- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08B—SIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B25/00—Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems
- G08B25/12—Manually actuated calamity alarm transmitting arrangements emergency non-personal manually actuated alarm, activators, e.g. details of alarm push buttons mounted on an infrastructure
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Diese Neuerungen betreffen den selbstthätigen Zeichengeber für Pond's neues elektrisches
Signalwerk.
In beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι der Situationsplan der Leitung mit dem eingeschalteten Signalwerk oder Anzeiger B
und zwei Zeichengebern AA. G stellt den Elektromagneten des Signalwerks vor;
Fig. 2 die Vorderansicht des Zeichengebers mit theilweise angebrochener Vorderplatte des
Gehäuses, oder ein Schnitt nach der Linie 2-2 auf Fig. 4;
Fig. 3 ein Verticalschnitt nach der Linie 3-3, von hinten gesehen;
Fig. 4 ein Schnitt nach der Linie 4-4 auf Fig. 2, 3 und 5;
Fig. 5 ein Verticalschnitt nach der Linie 5-5 auf Fig. 4;
Fig. 6 eine Ansicht des Zahnrades R für den Zeichengeber No. 72.
Aus Fig. ι und 2 ersieht man den Zusammenhang
der Zeichengeber A, von welchen beliebig viele in eine Leitung eingeschaltet sein können,
mit dem Signalwerk oder Anzeiger (Indicator) B, und der Gegenstand der Neuerungen betrifft
die sichere, und rasche Uebermittelung von Signalen oder Zeichen durch irgend einen
Zeichengeber in der Leitung nach dem Anzeiger oder Indicator. Denkt man sich die Zeichengeber
in den Gastzimmern eines Hotels und in Verbindung mit dem Anzeiger im Bureau des
Hotels, so wird durch Drücken eines Knopfes und Aufziehen des Zeichengebers der Gast
seinen Wunsch nach dem Bureau übermitteln können, indem auf dem Anzeiger das betreffende,
den Wunsch des Gastes ausdrückende Wort, sowie auch die Zimmernummer erscheinen. Zu
demselben Zweck lassen sich z. B. auch die verschiedenen Feuermeldestellen oder Polizeireviere
einer Stadt durch die neuen Zeichengeber mit dem Anzeiger einer Centralstation verbinden und hierdurch bestimmte Wünsche,
Verlangen oder Mittheilungen zu gleicher Zeit mit der näheren Bezeichnung oder Nummer
des Zeichengebers der Centralstation übermitteln.
Die Knöpfe des Zeichengebers sind mit Worten versehen, für ein Hotel z. B. mit
»Kellner«, »Hausknecht«, »Handtuch« etc., welches Wort auch auf dem Anzeiger erscheint,
nebst der Nummer des Zeichengebers.
Auf der Zeichnung sind der Kürze halber die Knöpfe mit Ziffern anstatt mit Worten versehen,
welche Ziffern also besonders festgesetzte Bedeutungen haben, welche der den Anzeiger beobachtenden
Person bekannt sind.
Der Zeichengeber besteht aus einem Kasten A, welcher an der Wand der Uebermittelungsstation
befestigt wird.
PP sind die schon erwähnten, durch den Finger einzudrückenden Knöpfe. Auf jedem
Knopf steht ein Wort oder eine Ziffer, welche mit den Worten oder Ziffern der dritten Zeichenscheibe
des neuen Signalwerks oder Anzeigers von Pond übereinstimmen. Die erste und zweite
Ziffernscheibe dieses Signalwerks haben nur den Zweck, die Nummer der Zeichengeber, von welchen
die Signale ausgehen, auf dem Anzeiger darzustellen.
Um ein Zeichen zu geben, hat der Betreffende den entsprechenden Knopf des Apparates hineinzudrücken
und so lange eingedrückt zu halten, bis er die Schnur O heruntergezogen und wie-
der losgelassen hat, dann nimmt er den Finger vom Knopf weg.
Q ist die Feder, durch welche die Leitung geschlossen wird, wenn dieselbe durch die
Zähne r des Rades R gegen die Contactfeder Q1 gedruckt wird, wie aus Fig. 2 zu ersehen
ist. Das Rad R wird durch ein Uhrwerk in der Richtung des Pfeiles 13 gedreht und macht
bei einem Zug der Schnur eine Umdrehung. R sitzt fest auf der Welle ,S mit dem Hemmungsrad
T, in dessen Zähne der hin- und herschwingende Anker t eingreift. Auf der Welle
sitzt ferner lose die Schnurtrommel U mit dem Zahn w auf ihrem Umfang, auf welchen der
am Hemmungsrad drehbar befestigte Sperrhaken s drückt.
Um die Trommel U ist die Schnur O aufgewunden,
welche, indem sie sich abwindet, die Trommel in der Richtung des Pfeiles 14
rotiren läfst, wobei sich der Sperrhaken s hebt und nach einer Umdrehung wieder hinter den
Zahn w einfällt. Hierdurch wurde die an einer Hülse der Trommel und dem Gehäuse A befestigte
Spiralfeder V aufgewunden, welche nun, indem Haken S gegen den Zahn w drückt,
das Rad T, die Spindel S und das Rad R in der Richtung des Pfeiles 13 (s. Fig. 2, 3 und 5)
dreht.
Das Rad R ist mit drei Gruppen von Zähnen rl r* rz versehen, entsprechend den drei
Ziffernrädern des neuen Pond'schen Indicators. Eine jede Seite eines jeden Zahnes entspricht
einem Zahn e e der Hemmung des betreffenden Ziffernrades (s. das Patent No. 17985 auf das
neue Pond'sche Signal werk oder Indicator) und einem Zeichen C dieser Ziffernräder 1, 2 und 3.
Bei dem Rad R des Zeichengebers, Fig. 2, veranlassen die Zähne rl und r2 bei der Umdrehung
desselben durch Schliefsen und Oeffnen des Contactes Q die Darstellung der No. 51 auf
dem Anzeiger, indem das erste Ziffernrad die Ziffer ι, das zweite Ziffernrad die Ziffer 5 erscheinen
läfst. Durch Einschaltung des Rades, Fig. 6, wird durch die Zähne rx und r2, dagegen
die No. »72« auf dem Anzeiger dargestellt.
Der Zwischenraum zwischen den beiden ersten Zahngruppen r1 und r2 in Fig. 2 und der lange
Zahnrücken in Fig. 6 sind nöthig, damit das Ziffernrad No. 1 des Anzeigers nach dem Erscheinen
der ersten Ziffer genügend Zeit zum Einhalten durch die Bremse findet. Auf Fig. 6
entspricht die Seite e1 des langen Zahnes zwischen
rl und ?-2 dem Zahn e1 der Hemmung
des zweiten Ziffernrades. Je nach der Nummer des Zeichengebers sind die Räder verschieden.
Das Ziffernrad No. 3 des Anzeigers hat auf seinem Umfange die Zeichen oder Knöpfe P
des Zeichengebers; diese Zeichen bestehen in den Figuren aus den Ziffern ο bis 9, zu deren
Darstellung durch den Anzeiger fünf Zähne des Rades R erforderlich sind, welche die Gruppe r3
bilden. Je nachdem man den einen oder anderen Knopf P drückt, läfst man mehr oder
weniger Zähne des Rades R auf den Contact G1, oder mehr oder weniger Schliefsungen
der Leitung auf das Ziffernrad No. 3 wirken, welche Anzahl Schliefsungen und Unterbrechungen
den Zähnen der Gruppe r3 des Rades R entspricht.
Die Knöpfe P drücken durch Stifte auf die Federn P1, welche die Knaggen u u tragen, die
je nach dem Knopf, welcher eingedrückt ist, sich vor die an dem Hemmungsrad T befindlichen
Anschläge vvl v2 legen und hierdurch
die Drehung dieses Rades mit derjenigen der Welle »S einhalten und mithin auch das Rad R
zum Stillstand bringen. Die Stellung der Knaggen tt u entspricht den Bahnen, welche die Anschläge
vv1 v2 des Rades T bei der Umdrehung
desselben zurücklegen, und welche auf Fig. 5 mit punktirten Linien gezeichnet sind. Ein
jeder Knopf P hält durch sein Eindrücken das Rad T und R an einem anderen Punkt seiner
Drehung auf, so zwar, dafs jeder eine andere Anzahl von Zähnen des Rades R auf die Contactfeder
Q wirken läfst.
Wenn z. B. der Knopf 1 gedrückt wird, so steht beim Einhalten des Rades R die Feder Q
mit ihrem Ende zwischen dem ersten und zweiten Zahn der Gruppe r3 des Rades R, die Leitung
ist folglich durch Eindrücken des Knopfes P1 nach dem Stillstand des Ziffernrades No. 2 des
Anzeigers einmal geschlossen und einmal unterbrochen worden, und auf dem Anzeiger erscheint
die Ziffer »1« mit der No. »51« des Zeichengebers.
Oder aber, wenn der Knopf 4 gedrückt wird, so steht beim Einhalten des Rades R die Feder
Q mit ihrem Ende auf dem dritten Zahn der Gruppe r3, Fig. 2, und die Leitung ist
zweimal geschlossen und unterbrochen und beim Stillstand des Rades R geschlossen, mithin die
Hemmstange des Ziffernrades No. 3 des Anzeigers um fünf Zwischenräume herabgesunken,
wodurch der Anzeiger die Ziffer »4« auf dem Ziffernrad No. 3 darstellt.
Die Mechanismen zum Drehen und Einhalten des Rades R können von den beschriebenen
verschieden sein, sowie auch der Umfang dieses Rades anstatt mit Zahnlücken und Zähnen mit
nicht leitenden und leitenden Flächen versehen sein kann, welche den Strom unterbrechen und
schliefsen, wobei dieses Rad, sowie die Feder in der Leitung liegen müssen. Das Rad R läfst
sich auch durch eine Zahnstange ersetzen.
Auch läfst sich dieser Zeichengeber, sowie das neue hierzu gehörige Signalwerk oder Anzeiger
für Arbeitsstrom anstatt für Ruhestrom einrichten.
Dieser Zeichengeber in Verbindung mit dem Signalwerk oder Anzeiger arbeitet infolge der
Neuerungen mit Schnelligkeit und Sicherheit, sein Gebrauch erfordert weder Uebung noch
Geschicklichkeit.
Claims (2)
1. Ein selbsttätiger Zeichengeber, welcher
durch das Ingangsetzen von in der Leitung angebrachten Vorrichtungen die bestimmte
Nummer des Zeichengebers mit einem anderen beliebigen Zeichen aus einer Reihe von Zeichen oder Ziffern an den Anzeiger
übermittelt.
2. Ein selbstthätiger Zeichengeber für elektrische Signalwerke oder Anzeiger, welcher
durch das Ingangsetzen von in der Leitung angebrachten Vorrichtungen auf einander
folgende Unterbrechungen und Schliefsungen der Leitung hervorbringt, durch welche auf
dem Anzeiger die Nummer des Zeichengebers gemeldet wird, und welcher ferner durch andere geeignete Vorrichtungen weiter
auf einander folgende Unterbrechungen und Schliefsungen der Leitung hervorbringt, die
von verschiedenen Zeichen oder Ziffern irgend ein beliebiges auf dem Anzeiger erscheinen
lassen.
An einem Zeichengeber die Verbindung der Feder Q und des Contacts Q1 der Leitung
mit dem Zahnrad JH, welches eine genügende Anzahl Zähne r auf seinem Umfang trägt,
um durch dieselben eine genügende Anzahl Unterbrechungen und Schliefsungen der Leitung
zu verursachen, durch welche auf dem Anzeiger das letzte der Zeichen dargestellt
wird und mit den Knöpfen P P, welche durch Niederdrücken das Zahnrad R einhalten,
sobald die Zähne desselben eine Anzahl von Unterbrechungen und Schliefsungen verursacht haben, die genügend ist, um
irgend ein beliebiges von verschiedenen Zeichen auf dem Anzeiger darzustellen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE17986C true DE17986C (de) |
Family
ID=294892
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT17986D Active DE17986C (de) | Neuerungen an selbstthätigen Zeichengebern für elektrische Signalwerke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE17986C (de) |
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0
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