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Ankerführung mit Bgtätigungssteg r Flachrelais.
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Die Erfindung betrifft eine AnkerfUhrung mit Betätigüngssteg fUr Flachrelais,
die an der Arbeitsseite des Magnetsystems auf dem abgewinkelten Ende des Ankers
durch Schrauben befestigt ist, das aus der Wicklung herausragende Kernende umgreift
und oberhalb des Kernes mit einem Anschlag zur Begrenzung des Ankerhubes versehen
ist.
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Ein bekanntes Flachrelais weist eine Ankerfuhrung auf, die aus einem
gestanzten Anschlagwinkel aus Messing besteht, dessen waagerechter Schenkel an der
Arbeitsseite des Magnetsystems auf dem abgewinkelten Ende des Ankers durch zwei
Schrauben befestigt ist. Der senkrechte Schenkel des Anschlagwinkels ist mit zwei
gegen den Kern gerichteten Nasen versehen, die zur Begrenzung des Seitenspieles
des Ankers dienen. Ein oberhalb des Kernes in Richtung des Kernendes abgebogener
Lappen am senkrechten Schenkel des Anschlagwinkels begrenzt den Ankerhub. Da der
Anschlagwinkel allein keine ausreichende FUhrung des Ankers gewährleistet, ist am
entgegengesetzten Ende des Kernes oberhalb der Ankerlagerung ein Ankerhaltewinkel
angebracht, dessen nach unten abgewinkelter Schenkel in eine seitliche Nut des Ankers
eingreift und die Führung des Ankers unteratatzt
Der senkrechte
Schenkel des Anschlagwinkels trägt weiterhin den Betätigungssteg für den KontaktRedersatz.
Dieser Steg besteht aus Isolierstoff und ist durch zwei Schrauben und ein Druckblech
am Anschlagwinkel befestigt. An der Oberkahte des Steges liegen die Betätigungslappen
der beweglichen Kontaktfedern des Federsatzes auf.
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Diese bekannte Ankerführung weist verschiedene Nachteile auf.
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Die arbeitssei;tige Ankerführuüg besteht zusammen mit dem Betätigungssteg
aus sieben Einzelteilen. Hinzu kommt noch der Ankerhaltewinkel an der Ankerlagerung.
Diese Vielzahl der Teile, die alle zusammengebaut werden müssen, stellt schon einen
wesentlichen Kostenfaktor dar. Vielmehr fällt aber ins Gewicht, dass Seitenspiel,
Ankerhub und Stegluft bei Jedem einzelnen Flachrelais der bekannten Art einzeln
eingestellt werden müssen. Dies erfordert einen grossen Aufwand; beispielsweise
muss bei der Einstellung der Stegluft nicht nur auf das Abstandsmass zwischen Steg
und Betätigungslappen der Kontaktfedern geachtet werden, sondern auch auf die genau
waagerechte Befestigung des Steges am Anschlagwinkel. Diese zeitraubenden Arbeitsgänge
sind fUr eine zeitgemässe, weitgehend a:utomatisierte Massenfertigung nicht mehr
tragbar. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine AnkerfUhrung für
Flachrelais zu schaffen, bei der auf die Einstellung von Seitenspiel, Ankerhub und
Stegluft verzichtet werden kann. Erfindungsgemäss wird dies erreicht durch eine
GleitfUhrung aus einem Kunststoff mit guten Gleiteigenschaften> beispielsweise
einem Thermoplast, die sowohl eine der Breite des Kernes entsprechende, gegen den
Anker hin offene FUhrungsnut aufweist, deren senkrechte Kanten beim anziehen des
Ankers seitlich des Kernendes entlang gleiten und an deren Basis ein Anschlag zur
Begrenzung des Ankerhubes ausgebildet ist, als auch einen nach oben gerichteten,
stegförmigen Aufsatz zur Betätigung der Betätigungslappen der beweglichen Kontaktfedern
des Federsatzes trägt.
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Nach einer Ausbildung der Erfindung sind Gleitführung und stegförmiger
Aufsatz einteilig ausgebildet. Bei dieser Ausführung ergeben sich Seitenspiel, Ankerhub
und Stegluft von selb, so dass deren Einstellung entfallen kann.
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FUr Sonderfälle, bei denen eine einstellbare Stegluft erforderlich
ist, sind gemäss weiterer Ausbildung der Erfindung die Gleitführung und der stegförmige
Aufsatz zweiteilig ausgebildet und durch eine schiefe Ebene voneinander getrennt.
Dadurch lässt sich die Stegluft bei abgefallenem Anker durch Verschieben des Aufsatzes
auf der schiefen Ebene einstellen, wenn dies notwendig sein sollte.
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Um die Einstellung der Stegluft zu erleichtern und eine waagerechte
Lage des stegförmigen Aufsatzes sicherzustellen, ist in weiterer Ausgestaltung der
Erfindung die schiefe Ebene, d.h. die nach oben gerichtete Schräge der Gleitführung
und die nach unten gerichtete Schräge des stegförmigen Aufsatzes, mit einer Verzahnung
versehen.
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Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass
die FUhrungsnut in Richtung der Wicklung erweitert ist, so dass nur eine schmale
Kante der Gleitführung das Kernende seitlich berührt Auf Grund des geringen Reibungskoeffizienten
des Thermoplast kann die freischwingende Lagerung des Ankers durch den Ankerhaltewinkel
entfallen. Die magnetischen Anzugs- und Abfallwerte bleiben davon unbeeinflusst.
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Ausser der mit der beschriebenen Ankerführung erreichten Kostensenkung
durch Verzicht auf die Einstellung von Seitenspiel,Ankerhub und Stegluft ergibt
der Erfindungsgegenstand gegenüber dem bekannten Flachrelais den weiteren Vorteil,
dass Ankerhaltewinkel, Anschlagwinkel, Steg, Druckblech und zwei Schrauben entfallen
und lediglich durch eine ein- bzw. zweiteilige F5hrung aus Kunststoff ersetzt werden.
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Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen beschrieben, in denen zeigen:
Fig. 1 ein Flachrelais mit der beschriebenen Ankerführung, von der Seite gesehen;
Fig. 2 die Ankerführung, gesehen in Richtung der Arbeitsseite des Magnetsystems;
Fig. 3 die Ankerführung nach Fig. 2, von der Seite gesehen und geschnitten; Fig,
4 eine weitere Ausführung der Ankerführung, gesehen in Richtung der Arbeitsseite
des Magnetsystems; Fig. 5 und Fig. 6 die Ankerführung nach Fig. 4, von der Seite
gesehen und geschnitten.
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Das in Fig. 1 dargestellte Flachrelais besteht im wesentlichen aus
dem Kern 15, der Wicklung 16, dem Anker 17 und dem Kontaktfedersatz 18. An der Arbeitsseite
des Magnetsystems ist auf dem abgewinkelten Ende 19 des Ankers 17 eine Gleitführung
lo durch zwei Schrauben 14 befestigt. Die Gieitführung ;lobesteht aus Thermoplast
und ist mit einer Führungsnut 11 versehen, durch die das Kernende 20 hindurchragt.
Weiterhin trägt die GleitfUhrung lo einen stegförmigen Aufsatz 12 zur Betätigung
des Kontaktfedersatzes 18. Der Pfeil 13 zeigt auf die Stelle der Ankerlagerung,
an der bei einer bekannten Ausführung eines Flachrelais ein Ankerhaltewinkel zur
Unterstützung der Ankerführung angeordnet ist. Dieser Ankerhaltewinkel entfällt
bei dem beschriebenen Flachrelais.
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Gemäss Fig. 2 ist die Führungsnut 11 gegen den Anker 17 hin offen
und weist im wesentlichen die Breite des Kernes 15 auf.
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Ein geringes Seitenspiel 21 des Ankers 17 ist bei der Breite der Führungsnut
11 berücksichtigt. Die senkrechten Kanten 22 der Führungsnut 11 gleiten beim Anziehen
des Ankers 17 seitlich des Kernendes 20 entlang und vermitteln so dem Anker 17 eine
ausreichende Führung. An der Basis der Führungsnut 11 ist ein Anschlag 23 ausgebildet,
der den Ankerhub 24 begrenzt, was in Fig. 3 im Schnitt dargestellt ist. In an sich
bekannter Weise ist zwischen Kern 15 und Anker 17 bzw. zwischen dem Kernende 20
und dem Ankerende l9 ein Trennblech 25 angeordnet, das mit den gleichen Schrauben
14 wie die Gleitführung lo auf dem Ankerende 19 befestigt ist. Die)Fuhrungsnut 11
der Gleitführung 1o ist in Richtung der WidLung 16 erweitert, so dass nur die schmale
hintere Kante 22 das Kernende 20 seitlich berührt. Bei der in den Fig. 2 und 3 gezeigten
Ankerführung sind Gleitführung 10 und stegförmiger Aufsatz 12 einteilig ausgebildet;
Seitenspiel 21, Ankerhub 24 und Stegluft ergeben sich von selbst, so dass deren
Einstellung entfällt.
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Wird für besondere Anwendungsfälle ein Flachrelais mit einstellbarer
Stegluft gewünscht, so kann dies mit einer Ankerführung nach den Fig. 4 bis 6 verwirklicht
werden. Hierbei sind die Gleitführung lo' und der stegförmige Aufsatz 12' zweiteilig
ausgebildet und durch eine schiefe Ebene 27 voneinander getrennt, so dass der stegförmige
Aufsatz 12' zur Einstellung der Stegluft 26 bei abgefallenem Anker 17~verstellt
werden kann. Dies geschieht durch Verschieben des stegförmigen Aufsatzes 12' auf
der schiefen Ebene 27 in Richtung der in Fig. 5 gezeigten Pfeile. Hierzu sind die
Durchgangsbohrungen für die Schrauben 14 im stegförmigen Aufsatz 12' als Langlöcher
28 ausgebildet. Die nach oben gerichtete Schräge der Gle'itführung -jlo' und die
nach unten gerichtete Schräge des steg£drmigen Aursatzeç 12' sind jeweils mit einer
Verzahnung 29 versehen. Dadurch'wird die Einstellung
der Stegluft
26 zwischen der Oberkante des stegförmigen Aufsatzes 12' und den Betätigungslappen
30 der beweglichen Kontakt federn erleichtert und die waagerechte Lage des stegförmigen
Aufsatzes 12' sichergestellt. Die übrigen Bezugszeichen der Fig. 4 bis 6 entsprechen-denen
der Fig. 1 bis 3 und sind dort naher erläutert.
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5 Patentansprüche 1 Blatt Zeichnungen, 6 Figuren