DE1801864C2 - Wälzlager für eine Pumpe für tiefkalte Flüssigkeiten - Google Patents
Wälzlager für eine Pumpe für tiefkalte FlüssigkeitenInfo
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Description
25
Die vorliegende Erfindung betraft ein Wälzlager nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei einer Pumpe far tiefkalte Flüssigkeiten Ist ein
Wälzlager mit einem Lagerkäfig vorgesehen, der von der
tiefkalten Flüssigkeit erreicht werden kann. (US-PS 24 68171). Die geförderte Flüssigkeit kann durch die
Spalte zwischen den Pumpenrad?™ und dem Gehäuse
zum Lager vordringen Um eine Strömung der Flüssigkeit
durch das Lager - von der Druck- zur Saugseite - zu verhindern. Ist der Lagerkäfig als Dichtungselement ausgebildet,
das gegenüber den Lagerringen nur sehr kleine Spalte freiläßt. Der Lagerkäfig ist aus einem mit Kunststoff
durchtränkten Gewebe gefertigt. Der Kunststoff ist wärmegehärtet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Wälzlager
der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, das bei kompakter Bauart eine hohe Standfestigkeit und lang?
Lebensdauer aufweist.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 genannten Merkmale gelöst.
Das polymerisierte Tetrafluorethylen 1st mit dem Bronzepulver Im Gewichtsverhältnis von etwa 40% PTFE und
60% Bronze gemischt.
Einer der wesentlichen Vorteile der Wälzlager besteht so
bekanntlich darin, daß sie die unerwünschte Gleitreibung zum weitaus größten Teil durch die wesentlich günstigere
»rollende« Reibung ersetzen. Ein geringer Teil an Gleitreibung Ist allerdings bei jedem Wälzlager unvermeidlich,
da die Rollkörper durch Käfige geführt werden müssen und gleitende Reibbewegungen zwischen den
Käfigen und den Rollen bzw. den Käfigen und den Laufringen zwangsläufig auftreten. Aus diesem Grunde müssen
auch die bisher bekannten Wälzlager Immer noch geschmiert werden. «·
Nun gibt es aber Anwendungsmiögllehkelten für Wälzlager,
bei welchen die Notwendigkeit einer regelmäßigen, wenn auch noch so geringfügigen Schmierung sehr stört.
So hat sich beispielsweise gezeigt, daß die konventionellen, zur Förderung tiefkalten Flüssigkelten verwendeten
Tauchpumpen unzuverlässig arbeiten, wenn deren Lager geschmiert und Infolgedessen auch mit Lagerdichtungen
versehen werden müssen. Durch die extrem tiefen Temperaturen der zu fördernden Flüssigkeiten können die
Lager der bekannten Pumpen stark beeinträchtigt werden, was in Anbetracht der Gefährlichkeit der geförderten
Medien (beispielsweise flüssiger Sauerstoff) zu sehr unliebsamen Zwischenfällen führen kann. Das Schmiermittel
wird unter dem Einfluß der tiefen Temperatur hSufig zum Erstarren gebracht, wobei es seine schmierenden
Eigenschaften zum größten Teil einbüßt; auch kann die Funktion der Dichtungen der Antriebswelle
durch die tiefen Temperaturen stark beeinträchtigt werden. Ferner treten aufgrund der extremen Temperaturschwankungen
Wärmedehnungen bzw. Kontraktionen auf, welche den bisher bekannten Lagerteilen solcher
Pumpen nicht ohne Risiken zugemutet werden können.
Die Merkmale des eingangs beschriebenen Lagers (FR-PS
14 37 690) kennzeichnen ein hochtouriges Wälzlager mit konventioneller Schmierung. Zur Verlängerung der
Lebensdauer sind darin einige Teile aus einem Material mit niedrigem Reibungskoeffizienten gefertigt. Der Käfig
selbst besteht aus Stahl. Ein solches Material ist bei tiefkalten Flüssigkeiten wegen der dann auftretenden Sprödbrüchlgkeit
nicht verwendbar. Die Durchleitung der tiefkalten geförderten Flüssigkeit durch ein solches Lager,
um die im Betrieb entstehende Wärme abzuleiten, ist daher nicht möglich. Außerdem muß der Lagerkäfig dieses
Lagers über die eigentliche Lagerbreiie hinausragen,
damit er von seitlich der Lagerringe aaseordneten Hllfs-Iagerrlngen
erfaßt werden kann. Das Lager baut daher sehr breit und ist in der Fertigung und Montage sehr aufwendig.
Bei einem Lager für eine Papiermaschine (FR-PS 14 82 349) wird flüssiges Schmiermittel bei Umgebungstemperatur
durch das Lager gedrückt. Für tiefkalte Flüssigkeiten ist dieses Lager nicht geeignet.
Bei einem anderen Wälzlager Ist ein Lagerkäfig aus
Graphit oder Kunststoff vorgesehen, (US-PS 31 62 493). Er Ist durch einen galvanisch aufgebrachten Metallüberzug
verstärkt. Trotz dieses Überzuges Ist dies Lagsr den
durch liefkalte Flüssigkeiten verursachten Beanspruchungen nicht gewachsen.
Um Reibungen In Wälzlagern zu vermindern, wurden der Gleitreibung ausgesetzte Flächen mit einem reibungsarmen
Kunststoff überzogen bzw. wurden einzelne Teile der Lagerkonstruktion ganz aus solchem Material
hergestellt (DE-GM 17 45 735). In der Druckschrift sind keine Hinweise enthalten, daß die beschriebene Konstruktion
zur Verwendung bei tiefkalten Flüssigkeiten besondere Vorteile aufweisen könnte.
Es wurden auch Lager zur Verwendung bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt und Im Vakuum
entwickelt (Paul H. Bowen: »Trockengeschmlerte TFE-Kugellagerrlnge
für die Verwendung im Vakuum«, 1963, S. 8 und 9). Die Frage der Eignung solcher Lager für tiefkalte Flüssigkeiten wird nicht behandelt.
Auf der belllegenden Zeichnung Ist ein Ausführungsbelsplel
des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
Flg. I Ist ein Teilschnitt einer Pumpe für tiefkalte
Flüssigkeiten,
Flg. 2 zeigt In vergrößerter Darstellung ein Lager der
Pumpe gemäß Flg. 1 und
FIg, 3 Ist ein Schnitt nach der Ebene 3-3 In Flg. 2.
Die In Flg. 1 der Zeichnung dargestellte Pumpe für
tiefkalte Flüssigkelten besitzt ein oberes Gehäuse 10 und
ein unteres Gehäuse 12, welche mittels ringförmig angeordneter
Schrauben 24 miteinander verbunden sind. Das untere Gehäuse 12 umfaßt ein Pumpengehause 22 mit
einer Einlaßöffnung 26, durch welche die zu fördernde Flüssigkeit In die Pumpe eintritt. Leitbleche 28, welche
an einem Flansch 30 »m unteren Ende einer öffnung 26
befestigt sind, verhindern das Auftreten von Turbulenzerscheinungen innerhalb der Öffnung 26, Diese Leitbleche
sind mit Ihren inneren Kanten an einer zentralen
Hülse 32 befestigt. Die äußeren Enden der Leitbleche 28 i
sind mit dem Flansch 30 verbunden.
Zwischen dem unteren Gehäuse und dem Teil 20 des
oberen Gehäuses ist ein Flügelrad 36 angeordnet. Dieses Flügelrad besitzt ein Paar Verschleißringe 38, 39, welche
In entsprechenden. Im Gehäuse befestigten Verschleiß- i<
> ringen mit geringem Spiel laufen. Die Verschleißringe begrenzen den Rückfluß des Fördermediums von der
Föiderseite zur Saugseite der Pumpe.
Das Flügelrad 36 Ist auf der Welle 44 mittels einer Feder 46 gesichert. Die Welle 44 ragt nach unten über
das Flügelrad 36 hinaus und an dem freien Ende dieser Welle ist ein Eintrittsrad 50 mittels einer Schraube 52
befestigt. Durch die Schraube 52 wird sowohl das Flügelrad
als auch das Eintrlltsrad auf der Welle gehalten. Am
Umfang des Eintrittsrades 50 ist eine spiralförmige For- 2u
derschaufel 56 angeordnet, welche mit der Nabe 50 aus einem Stück hergestellt ist und die FörderfWssigkelt
durch die Öffnung 26 nach oben in den Bereich des Flügelrades 36 bringen soll.
Das Flügelrad 36 fördert die Flüssigkeit durch den DIf- 2;
fusor 60, welcher am oberen Gehäuse festgeschraubt und zwischen dem Teil 20 und dem Pumpengehäuse 22 des
unteren Gehäuses 12 angeordnet Ist. Die Flüssigkeit verläßt den Diffusor 60 durch einen ringförmigen Auslaß 62
und tritt in das Gehäuse 10 ein. Sie nimmt ihren Weg in
welter durch den oberen Teil des Gehäuses 10, von wo aus sie In ein entsprechendes Leitungsnetz gelangt.
Der Teil 20 besitzt eine Öffnung, durch welche die Welle 44 ragt, die einen Elektromotor 68 mit dem Flügelrad
36 verbindet. Die Welle 44 bildet ein einstückiges Jj
Teil mit einer Läuferwelle 70, die eine Bohrung 71 auweist, die mit Öffnungen 72, 72a versehen ist, durch
welche die tiefkalte Flüssigkeit zu den Lagern gelangt. Ein Teil der Flüssigkeit wird nämlich zu den Pumpenlagern
zurückgeleitet, wobei sie diese schmiert und gleich- ->u
zeltig kühlt. Dieser Teil der Flüssigkeit wird von der Föderleitung abgezapft und durch entsprechende Rohrleitungen
zu dem Anschlußstutzen 81 geführt. Durch geeignete Filter werden Verunreinigungen von den
Lagern ferngehalten. Die Filter können entweder in der >">
Pumpe selbst oder außerhalb derselben in dem Rohrleitungssystem montiert werden. Die durch den Anschlußstutzen
81 eintretende Flüssigkeit wird durch eine Leitung 83 In das obere Lager 80a geführt. Die Flüssigkeit
durchströmt dieses Lager und gelangt dann durch Öff- "*>
nungen 72a in die Bohrung 71 der Welle. Von hler aus strömt sie durch Öffnungen 72 zu dem unteren Lager 80
und dann über den Raum 85, eine Drosselhülse 87 und die öffnungen 88 zu dem geförderten Hauptstrom.
Der Innenring des oberen Lagers 80a Ist auf der Welle ■">■">
montiert und durch einen Arretierungsring und eine Mutter 89 gesichert. Der äußere Laufring stützt sich auf
ein Distanzstück 91 und ist durch eine Feder 93 vorgespannt. Die Feder 93 ruht In einer unteren Lagerkappe
95, welche am Pumpengehäuse angeschraubt Ist. Die Wl
Wellenbohrung Ist durch einen Stopfen 97 dicht ver= schlossen.
Das untere Lager 80 Ist In ähnlicher Welse montiert.
Die Feder stützt sich In diesem Falle gegen eine Lagerkappe
188 und deren Vorspannung wird durch einen *' Zwischenring 91a auf Jas Lager übertragen. Der innere
Laufring 82 Ist auf der Welle montiert und stützt sich
gegen eine Lippe 84. der äußere Laufring 86 ist in der
Lagerkappe 188 untergebracht, welche am Pumpengehäuse
mittels Schrauben 94 festgeschraubt ist. Die Lager sind durch die Federn In entgegengesetzter Richtung
vorgespannt, so daß die Axialkräfte der Pnmpenwelle in
beiden Richtungen ausgeglichen werden können.
Der Aufbau des selbstsehmlerenden Lagers ergibt sich
aus den FI g, 2 und 3. Der Innere Laufring 82 weist eine
Rille 96 auf, deren Krümmung etwas größer ist als die-Umfangskrümmung der zwischen den Ringen 82 und 86
angeordneten Kugeln 100. Femer ist eine Schulter 102
vorgesehen, deren Krümmung etwas größer ist als diejenige der Kugeln 100. Die Schulter 102 läßt einen Raum
104 für den Einbau der Kugeln 100 zwischen den Laufringen
82 und 86 frei.
Der gegenseitige Abstand der Kugeln 100 wird durch einen Käfig 106 gewährleistet, welcher für jede Kugel 100
eine separate Kammer 108 aufweist. Jede Kammer 108 ist an ihren mit den Kugeln 100 in Berührung kommenden
Flächen mit einem Einsatz 110 versehen. Die Innenflächen
der Kammern 108 sind vorzugsweise zylindrisch und der Zylinderdurchmesser wird et-ts größer als der
Durchmesser der Kugein 100 gewählt, so d-iß die Kugeln
frei in dem Käfig 106 rotleren können.
Zur weiteren Verminderung der Reibung ist ein Ring 112 vorgesehen, welcher auf der dem Außenring 86 zugewandten
?Iäche des Käfigs 106 eingesetzt Ist.
Der Ring 112 ist vorzugsweise in einer Umfangsrille 114 des Käfigs 106 angebracht. Er besteht aus einem
Werkstoff mit niedrigem Reibungskoeffizienten. Am meisten hat sich für diesen Ring 112 das unter dem
Handelsnamen »Teflon 40-60« bekannte polymerlsferte Tetrailuoräthylen bewährt, das 40 bis 60 Gew.-% pulverisierte
Bronze enthält.
Der Käfig 106 wird vorzugsweise aus Aluminium hergestellt, da dieses eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit aufweist.
Der äußere Laufring, der innere Laufring und die Kugeln bestehen vorzugsweise aus härtbarem, rostfreiem
Stahl. Für die Einsatze 110 wird vorzugsweise das oben für den Ring 112 beschriebene Material gewählt. Di^ mit
Bronzezusatz versehene Teflon ist im Vergleich zu Aluminium ein relativ schlechter Wärmeleiter und die erforderliche
Werkstoffmenge kann somit auf ein Minimum beschränkt werden. So kann die Dicke der Einsätze 110
beispielsweise weniger als die Wandstärke des Käfigs 106 betragen. Das mit dem Bronzezusatz versehene Teflon
wird Im Lager überall dort verwendet, wo gleitende Reibung
auftritt und die selbstsehmlerenden Eigenschaften dieses Werkstoffes gewährleisten eine äußerst geringe
Reibung und lange Lebensdauer.
Wie bereits erwähnt wurde, besteht der Käfig aus Aluminium, welches leicht Ist und die Wärme rasch ableitet.
Dank der Kombination von Stahl, Aluminium und selbstschmierendem Werkstoff ergibt sich ein äußerst
zuverlr,slj arbeitendes Lager mit hoher Standzelt.
Mit dem Bezugszeichen 125 sind die elektrischen Zuleitungen für den Antriebsmotor bezeichnet. Der zum
Heben und Senken der Pumpe in bezug auf den Flüssigkeitsbehälter erforderliche Mechanismus Ist für den
Gegenstand der vorliegenden Erfindung unwesentlich und braucht daher nicht beschrieben zu werden.
Das gewählte Ausfuhrungsbeispiel bezieht sich speziell
auf eine Pumpe zur Förderung tlefkalter Flüssigkeiten,
bei welcher die Vorteile des beschriebenen Wälzlagers besonders In Erscheinung treten. Das Lager läßt sich aber
selbstverständlich auch für andere Pumpen sowie andere Maschinen und Vorrichtungen verwenden, die mit den
konventionellen Wälzlagern nicht In zufriedenstellender Weise arbeiten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Wälzlager for eine Pumpe for tiefkalte Flüssigkeiten
mit innerem und Süßerem Laufring, zwischen
denen Rollkörper und ein die Rollkörper In gegenseitigem, gleichmäßigen Abstand haltender Käfig aus
Metall, der die Rollkörper umgebenden Einsätze sowie einen den Käfig umgebenden Hllfslagerrlng aus reibungsarmen
Werkstoff aufweist, angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die tiefkalte Flüssigkeit
durch das Wälzlager (80, 80o) hindurchgeführt
wird und der Käfig (106) aus Aluminium besteht, und der Hllfslagerring im Käfig befestigt Ist und bis zur
neben einer Schulter (102) Hegenden Innenfläche des Süßeren Laufrings (86) reicht und aus selbstschmlerendem
polymerlslertem Tetrafluorethylen mit einem Zusatz von Bronze besteht.
2. Wälzlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das polymerisierte Tetrafluorethylen mit
Bronzepulyer Im Gewichtsverhältnis von etwa 40% PTFE und 6ΰ% Bronze gemischt ist.
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