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Es sind Anordnungen zur Kompensation des Bildstandfehlers bekannt,
bei denen aus einer Abtastung der Perforation des laufenden Films über eine senkrecht
zur Filmebene liegende Koppelstrecke ein Signal gewonnen wird, das zur Beeinflussung
des Lichtweges im Sinne einer Kompensation von auftretenden Abweichungen der tatsächlichen
Lage der Perforation von der erwarteten benutzt wird (deutsche Patentschrift 1 127
211, deutsche Auslegeschrift 1 018 303, USA.-Patentschrift 2 506 198).
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Bei den bekannten Anordnungen war zur Abtastung der Perforation eine
elektro-optische Einrichtung vor,nesehen, d. h., eine Lichtquelle war über die Perforation
mit einem lichtelektrischen Empfänger gekoppelt, und eine solche Einrichtung hat
einen vergleichsweise großen Platzbedarf, weil es zur Erzielung eines brauchbaren
Signals bei einer optischen Anordnung notwendig ist, einen erheblichen Aufwand zu
treiben, weil der Unterschied in den optischen Eigenschaften von Filmträger und
Luft nur sehr gering ist. Um bei einem geringen Unterschied auf Signale in auswertbarer
Stärke zu kommen, muß mit hoher Lichtleistung gearbeitet werden, also mit starken
Lichtquellen. Starke Lichtquellen benötigen einen beträchtlichen Raum, der am Filmfenster,
wo der Bildstand ja kontrolliert werden muß, nicht zur Verfügung steht. Der Raumbedarf
ist dabei nicht nur durch die Größe einer leistungsstarken Lampe gegeben, sondern
wird noch durch den Raumbedarf der Lüftung od. dgl. vergrößert, die zur Abfuhr der
zwangläufig von der Lichtquelle entwickelten Wärme benötigt wird. Die bekannten
Anordnungen haben sich deshalb in der Praxis auch nicht einführen können.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von einer der
eingangs als bekannt vorausgesetzten Anordnungen, eine Anordnung zur Kompensation
des Bildstandfehlers zu schaffen, bei der keine platz aufwendige und wärmeabgebende
Lichtquelle benötigt wird und deshalb der Raumbedarf am Bildfenster so gering ist,
daß ein Einbau ohne Anderung der Bildfensterkonstruktion möglich ist, d. h. auch
bei bereits bestehenden Projektoren und Filmabtastern, und bei der ein einwandfrei
verarbeitbares Signal erhalten wird.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Abtastung
der Perforation ein Ultraschall-Sender und -Empfänger vorgesehen sind, die über
die Perforation des Films im Rhythmus der Perforationslöcher des das Bildfenster
durchlaufenden Films miteinander gekoppelt sind. Wenn Sender und Empfänger über
einen Perforationssteg gekoppelt sind, ist die Kopplung schwach, der Empfänger liefert
also eine kleine Anzeige, wenn Sender und Empfänger über ein Perforationsloch gekoppelt
sind, ist die Kopplung stark und der Empfänger liefert eine große Anzeige. Im Gegensatz
zur lichtelektrischen Kopplung sind die Unterschiede zwischen starker und schwacher
Kopplung bei Ultraschallkopplung sehr groß, so daß auch die Unterschiede in der
Anzeige groß sind.
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Zur einwandfreien Auswertung eines Signalimpulses ist es erforderlich,
daß dieser steile Flanken hat, und zur Erzielung einwandfrei steiler Impulsflanken
hat es sich bei der erfindungsgemäßen Anordnung bewährt, daß die Koppelstrecke aus
einem Luftweg besteht, dessen Querschnittsfläche senderseitig von der Stelle, an
der der Luftweg die Filmbahn durch-
setzt, klein ist gegen die eines Perforationsloches,
und empfängerseitig von dieser Stelle ihr gleich oder kleiner ist. Durch die kleinen
Abmessungen des Luftweges auf der Senderseite wird dieser beim Vorbeilauf eines
Perforationsloches sehr schnell vollständig freigegeben bzw. abgedeckt, damit ändert
sich die Kopplung und also auch die Empfängeranzeige ebenfalls schnell, und das
bedeutet steile Flanken der entsprechenden Impulse. Empfängerseitig soll der Luftweg
dem Querschnitt des Perforationsloches mit einer gewissen Minustoleranz angepaßt
sein, damit ein möglichst großer Empfangsquerschnitt zur Verfügung steht, aber aufeinanderfolgende
Impulse auch einwandfrei getrennt gehalten werden.
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Um Schwingungen und stehende Wellen im Luftweg zu vermeiden, die
sich bei harter Begrenzung des Luftweg ergeben, hat es sich als zweckmäßig erwiesen,
den Sender mit der Filmbahn und die Filmbahn mit dem Empfänger mit Hilfe eines elastischen
Schlauches zu verbinden, so daß der Luftweg in diesem verläuft. Es ist dann auch
ohne weiteres möglich, die erforderlichen Krümmungen des Luftweges mit sehr großen
Krümmungsradien auszuführen, so daß keine Knicke auftreten, an denen sich Reflexionen
und eventuell störende Schwingungen ausbilden können.
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Bci den bekannten Anordnungen mit lichtelektrischer Abtastung wurde
das gewonnene Signal dazu verwendet, den Lichtweg im Sinne einer Kompensation zu
beeinflussen. Diese Beeinflussung bestand beispielsweise in der Verstellung eines
optischen Gliedes oder in der Beeinflussung des Leuchtrasters einer Röhre.
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Zur Erzielung einer optimalen Kompensation mit geringstem Aufwand
beim Erfindungsgegenstand, vor allem in dem Teil, in dem das aus der Perforation
gewonnene Signal ausgewertet wird, hat es sich als zweckmäßig erwiesen, nicht direkt
das gewonnene Signal zur Steuerung des Beeinflussungsgliedes zu verwenden, sondern
vielmehr das gewonnene Signal mit einem Bezugssignal zu vergleichen, das aus den
Impulsen des Fernsehsignals oder der Netzfrequenz abgeleitet ist, und das eventuell
gewonnene Signal, das die Abweichung vom Bezugswert darstellt, zur Steuerung des
Beeinflussungsgliedes zu verwenden.
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Die Erfindung soll an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert
werden, von dem in der Zeichnung ein Schnitt in Kombination mit einem Blockschaltbild
dargestellt ist.
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Vom Filmprojektor oder Filmabtaster ist in der Zeichnung lediglich
ein Filmbahneinsatzl und eine Andruckkufe 2 dargestellt, durch die ein Film 3 läuft;
der Filmbahneinsatz 1 und die Andruckkufe 2 sind auf Höhe der Perforation des Filmes
3 geschnitten dargestellt.
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Die Andruckkufe 2 weist eine Öffnung 4 auf, deren Querschnitt klein
gegen die Abmessungen eines Perforationsloches ist, beispielsweise ein Schlitz von
1 mm2 Querschnitt oder eine Bohrung von 1 mm Durchmesser. An diese Öffnung 4 ist
mit Hilfe eines elastischen Schlauches 5 ein Ultraschallsender 6 angeschlossen,
der aus einem Aufnahmetopf 7, einem in diesem verschiebbaren, hohlen Plunger 8 und
einem auf der Unterseite des Plungers 8 befestigten Ultraschallgenerators 9 besteht,
der an einen Oszillator 10 angeschlossen ist, der eine zum Antrieb des Generators
9 geeignete Wechselspannung von beispielsweise 27,3 kHz erzeugt.
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Der Öffnung 4 in der Andruckkufe 2 gegenüber ist im Filmbahneinsatz
1 eine Öffnung 11 vorgesehen, deren Querschnittsabmessungen mit Minustoleranz an
die Abmessungen eines Perforationsloches im Film 3 angepaßt ist. Diese Öffnung 11
ist mittels eines elastischen Schlauches 12. der dem Schlauch 5 gleich ist, an einen
Ultraschallempfänger 13 angeschlossen, der genauso aufgebaut ist wie der Sender
6 und der deshalb nicht näher dargestellt ist. Der Ausgang des Empfängers 13 ist
über einen Verstärker 14 an einen Frequenzumsetzer 15 angeschlossen. Eine Frequenzteilung
im Verhältnis 2:1 ist bei Normalfllm erwünscht, weil mit vier Perforationslöchern
pro Bildfeld bei der üblichen Vorführgeschwindigkeit von 25 Bildern pro Sekunde
eine Signalfrequenz von 100 Hz entsteht; wenn ein 16-mm-Abtaster verwendet wird,
ergibt sich eine Signalfrequenz von 25 Hz, weil bei 16-mm-Film nur ein Perforationsloch
pro Bildfeld vorgesehen ist, so daß in diesem Fall als Frequenzumsetzer ein Frequenzvervielfacher
im Verhältnis 1 : 2 vorgesehen sein müßte.
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Vom Frequenzumsetzer 15 läuft das Signal weiter zu einem phasenempfindlichen
Detektor 16, an dessen anderen Eingang ein Bezugssignal gelegt wird, vorzugsweise
der Vertikalimpuls des Fernsehsignals, oder aber auch ein aus der Netzfrequenz abgeleiteter
Impuls. Da der Vertikalimpuls beim Fernsehen beim Zeilensprungverfahren mit 25 Bildern
pro Sekunde eine Impulsfrequenz von 50 Hz hat, ist die soeben beschriebene Umwandlung
der Signalfrequenz vom Empfänger 13 auf den Wert von 50 Hz erwünscht, obwohl grundsätzlich
natürlich auch die Frequenz des Bezugssignals entsprechend verändert werden könnte.
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Das im phasenempfindlichen Detektor 16 aus dem Vergleich des Bezugssignals
mit dem Signal vom Empfängerl3 bei Abweichungen der Filmperforation von der erwarteten
Lage gewonnene Abweichungssignal wird über einen Verstärker 17 einem Ablenkgerät
18 zugeführt, das, wie bei den bekann-
ten lichtelektrischen Anordnungen, den Lichtweg
im Sinne einer Kompensation der Schwankungen der Lage des Perforationsloches beeinflußt,
sei es durch Beeinflussung entsprechender optischer Mittel, sei es durch Beeinflussung
der Rasterlage etwa der Röhre eines Filmabtasters.
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Patentansprüche: 1. Anordnung zur Kompensation des Bildstandfehlers,
bei der aus einer Abtastung der Perforation des laufenden Films über eine senkrecht
zur Filmebene liegende Koppelstrecke ein Signal gewonnen wird, das zur Beeinflussung
des Lichtweges im Sinne einer Kompensation von auftretenden Abweichungen der tatsächlichen
Lage der Perforation von der erwarteten benutzt wird, d a -durch ,oekennzeichnet,
daß zur Abtastung der Perforation ein Ultraschall-Sender und -Empfänger vorgesehen
sind, die über die Perforation des Films im Rhythmus der Perforationslöcher des
das Bildfenster durchlaufenden Films miteinander gekoppelt sind.
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2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Koppelstrecke
aus einem Luftweg besteht, dessen Querschnittsfläche senderseitig von der Stelle,
an der der Luftweg die Filmbahn durchsetzt, klein ist gegen die eines Perforationsloches,
und empfängerseitig von dieser Stelle ihr gleich oder kleiner ist.
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3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Luftweg zwischen Sender und Filmbahn und zwischen Filmbahn und Empfänger in
einem elastischen Schlauch verläuft.