DE18067C - Instrument zur Verwandlung von Coursen zum Gebrauch auf solchen Schiffen, deren Kompafs durch Lokalattraktion vom magnetischen Meridian abgelenkt wird - Google Patents
Instrument zur Verwandlung von Coursen zum Gebrauch auf solchen Schiffen, deren Kompafs durch Lokalattraktion vom magnetischen Meridian abgelenkt wirdInfo
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-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C17/00—Compasses; Devices for ascertaining true or magnetic north for navigation or surveying purposes
- G01C17/38—Testing, calibrating, or compensating of compasses
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Patentschrift;.
KLASSE 42: Instrumente,
FRD. CHRST. HEYLMANN in HAMBURG.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 20. März 1881 ab.
Das Instrument besteht aus einem äufseren ringförmigen Kranz a, auf dessen oberer Seite
eine Theilung nach Graden und Strichen aufgetragen ist; in diesen hinein legt sich von
unten eine volle Scheibe b, auf welche vorher ein Papiercarton c aufgelegt wird; die Scheibe
mit dem Carton wird in festen Zusammenhang mit dem äufseren Kranz gebracht, und zwar
durch Andrehen der mittleren Schraube d gegen den unterhalb in den Kranz einzuschiebenden
Arm e. Die genannte Scheibe besitzt oberhalb einen centralen Zapfen f, um welchen die
kleine volle Scheibe g, ebenfalls mit Grad- und Strichtheilung versehen, drehbar ist. Das alsdann
aufzulegende Lineal h dreht sich um einen an der kleinen Scheibe befindlichen,
centralen Zapfen i, die Seiten des Lineals sind Radien sämmtlicher Kreise; die kleine Scheibe g
wird durch die Schraubenmutter k festgesetzt, wobei das Lineal dennoch drehbar bleibt. (Das
Instrument besitzt volle Kreisform, in der Zeichnung ist dieselbe nicht ganz ausgeführt.)
Pie äufsere Theilung α stellt den magnetischen,
die kleine innere g den wahren Horizont dar; die dazwischen unbedeckt bleibende Cartonfläche
c ist zur Aufnahme der Compafscourse des betreffenden Schiffscompasses bestimmt,
dieselben werden nach der Deviationscurve Strich für Strich aufgetragen; will man genau
verfahren, so können auch die halben Striche auf dieselbe Weise, dagegen die Viertelstriche
genau genug nach Augenmafs aufgetragen werden. Die einmalige hierzu verwendete Zeit
wird reichlich durch das spätere einfache Ablesen wieder eingebracht. So lange man nun
mit der einmal bestimmten Deviation operiren kann, bleiben diese aufgetragenen Compafscourse
gegen den magnetischen Horizont a in derselben Lage, sind also während des Gebrauchs
in festen Zusammenhang zu belassen. Hat sich hingegen die Localatträction durch Ortsveränderung derart verändert, dafs neue
Deviationen bestimmt werden müssen, so erfordert dieses natürlich ebenfalls ein erneuertes Auftragen
der Compafscourse. Der wahre Horizont g ist stets nach der bekannten Variation einzustellen.
Ist das Instrument so in Ordnung gebracht, so ist man im Stande, durch Anlegung des
Lineals entweder für irgend einen Compafscours den betreffenden wahren bezw. magnetischen
oder umgekehrt für einen gegebenen wahren oder magnetischen den zu steuernden
Cours direct abzulesen.
Hat man Peilungen nach dem Compafs aufgenommen und wünscht dieselben in magnetische
oder wahre zu verwandeln, so benutze man die Scheibe g des wahren Horizonts vorerst als
Compafskarte, indem man den anliegenden Cours des Schiffes auf Carton und mittlere
Scheibe in Uebereinstimmung bringt, und erhält sodann die magnetischen Peilungen durch Ablesen
auf der äufseren Theilung; die wahren Peilungen wird man erhalten, wenn man die innere Scheibe durch Zurückstellen auf die
Variation wieder zum wahren Horizont macht.
Hat man durch Beobachtung die Gesammtabweichung des Compasses für einen bestimmten
Compafscours berechnet, so sind nach Ein-
Stellung des wahren Horizonts für die gefundene Abweichung gegen den betreffenden Compafscours
auf dem Carton auch die Abweichungen sämmtlicher anderen Course direct abzulesen.
Der Vortheil des Instruments, speciell für den praktischen Gebrauch auf See, liegt also
in der klaren, übersichtlichen Zusammenstellung des Ganzen, sowie im schnellen, einfachen,
genauen und sicheren Ablesen der verschiedenen Course, unter Vermeidung jeglichen
Irrthums, welcher möglicher Weise bei der gebräuchlichen Anbringung von Variation und
Deviation nach Tabellen und Curven hervorgerufen werden könnte.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:i. Die Zusammenstellung des wahren und magnetischen Horizonts mit einer Scheibe, auf welche die Compafscourse nach der auf irgend eine Art ermittelten Deviationscurve aufgetragen werden.
- 2. Die Construction des ganzen Instruments, welche gestattet:a) das Lineal um die ganze Peripherie der Kreise frei zu bewegen;b) die kleine Scheibe für den wahren Horizont je nach Bedarf zu lösen, zu bewegen und wieder festzusetzen, und zwar unabhängig von der mittleren Scheibe mit den Compafscoursen.
- 3. Das Ueberfassen des inneren Randes vom magnetischen Horizont über die Cartonscheibe, welches verhindert, dafs letztere sich beim Gebrauch aus ihrer Lage herauskrümmt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE18067C true DE18067C (de) |
Family
ID=294966
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT18067D Active DE18067C (de) | Instrument zur Verwandlung von Coursen zum Gebrauch auf solchen Schiffen, deren Kompafs durch Lokalattraktion vom magnetischen Meridian abgelenkt wird |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE18067C (de) |
-
0
- DE DENDAT18067D patent/DE18067C/de active Active
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