DE1808896U - Vorrichtung zur herstellung von abzweigungen an rohren aus thermoplastischen kunststoffen. - Google Patents
Vorrichtung zur herstellung von abzweigungen an rohren aus thermoplastischen kunststoffen.Info
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Description
RA. 0G7 761*30.1.
FARBWERKE HOECHST AG. vormals Meister Lucius & Briinlng
Frankfurt/Main-Hoechst,
den 28. Januar I960 Vo/k
ANLAGE I
zur Gebrauchsmusteranmeldung
Vorrichtung zur Herstellung von Abzweigungen an Rohren aus thermoplastischen Kunststoffen
■Es ist bekannt, Rohrverzweigungen an Kunststoff-Leitungen
mit Hilfe v©n Fittings herzustellen. In diese vorgefertigten Verzweigungen, Z0B. T-Stücke, werden die Rohrenden, in diesem
Falle drei, eingeschraubt, eingeklebt oder elngeschwelsst»
Wegen der einfachen Herstellung werden diese Fittings meist aus spritzgiessfählgen oder spritzpressfähigen Materialien
hergestellt, deren mechanische und thermische Festigkeit erheblich niedriger liegt als die des extrudlerten thermoplastischen
Kunststoffs. Die schwächsten Stellen der nach diesem bekannten Verfahren hergestellten Rohrverzweigungen
liegen daher in den normalerweise am stärksten beanspruchten Rohrleitungsteilen, nämlich in den Fittings. Die drei Verbindungsstellen
der Fittings sind Quellen für Undichtheiten. Die Kosten für Fittings grösserer Rohrweiten sind wegen der
wirtschaftlich aufwendigen Werkzeuge und der schweren Spritzmaschinen, die zur Herstellung notwendig sind, erheblich.
Es ist weiter bekannt, Rohrverzweigungen durch Verschweissen der Stossstellen herzustellen. Dieses Verfahren setzt eine
gründliche und je nach Art des Abzweigens auch zeitraubende
Vorbereitung der Nähte voraus. Aber auch dann bleibt bei
vielen schwerschweissbaren Thermoplasten der Stoss die
schwächste Stelle der Verzweigung.
Es wurde nun gefunden, dass man durch eine einfache Vorrichtung, ohne besonderen wirtschaftlichen Aufwand an Maschinen,
stabile Rohrverzweigungen herstellen kann, wenn man das Abzweigstück unter Verwendung einer um das Rohr gelegten,
geteilten Form und eines geteilten Kernes aus dem an der Abzweigstelle in der Form plastifizieren Rohrmaterial durch
Druck auf ein oder zwei nicht plastifizierte Rohrenden herauspresst.
Man ist dabei nicht an einen bestimmten Winkel und Formen des Abzweiges gebunden. Die Vorrichtung lässt sich bei allen
praktisch vorkommenden Verzweigungen anwenden. Auch in Bezug auf die Anschlussmasse und Welten des Abzweiges ist man so
weitgehend frei In der Wahl, wie man die Grenzen in der Lagerhaltung an Formen steckt". Es hat sich jedoch gezeigt, dass
man mit einer geringen, an ^eden Montageort mitzuführenden
Zahl von Formen auskommen kann, wenn man ein einmal gewähltes Montagesystem" konsequent beibehält.
Man kann bei der Herstellung der Rohrverzweigung auch so verfahren,
dass man das Abzweigstück aus zwei oder drei in der Form sich stossenden Rohrstücken presst. In federn Falle kann
man durch entsprechend weite und lange Aussparungen In der Form, unmittelbar an der Verzweigungs- oder Stossstelle, eine
Rohrverzweigung erzielen, die die gebräuchlichen Fittings an Festigkeit weit übertrifft.
Zur Plastiflzlerung des Rohrmaterials kann die Form und/oder
der Kern ganz oder teilweise beheizt werden» dabei ist es zweckmässig, die Wärmezufuhr bevorzugt auf die Stossstelle
und deren unmittelbare Umgebung zu richten.
Vorteilhaft ist zur Plaatifizierung ein Heizgas- oder
Heizluftstrom zu verwenden, der durch die Form um das Rohrmaterial
geführt wird.
Die neuerungsgemäß vorgeschlagene Torrichtung ist in den
Abbildungen 1 bia 3 in beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt. Sie besteht im wesentlichen aus einer geteilten Form 2, deren Hohlraum dem Äußeren des Abzweigstückes
entspricht, aus einem mehrteiligen Kern 3» der dem lichten Durchgang des Abzweigsttickes entspricht, aus einem oder
mehreren Druckstücken 4 und aus einer Heizeinrichtung 5.
Abb. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung im
Längsschnitt, der unmittelbar unter die leilungsebene gelegt
1st. Die Vorrichtung in dieser Ausführung ist zur Herstellung einer rechtwinkligen Rohrverzweigung geeignet«
Bei der Ausbildung der Form wurde die Verwendung in einem mit Bunden und loaen Planschen verbundenen Rohrleitungssystem
berücksichtigt» Die linke Hälfte der Vorrichtung ißt in Anwärmstellung, die rechte in Endstellung widergegeben.
Die Form 2 besteht in einem Gehäuse, dessen Hohlraum entsprechend dem Äusseren einer rechtwinkligen Rohrverzweigung
ausgespart 1st. Die Form ist in der Symmetrie-Ebene geteilt und mittels Schrauben, die durch die Lappen 10
gestreckt werden, verschraubbar. Der abzweigende Ast der
Form enthält zusätzliche Aussparungen zum Anforraen eines Bundes 12 und zum Einlegen eines losen Flansches 13. An
der Stoßstelle der Verzweigungeäste ist eine weitere Verstärkung H ausgespart. Pur die beiden koaxial liegenden
Äste ist die Form durchgehend entsprechend dem Durchmesser der Verstärkung ausgeepart.
Der Kern 3 ist in den Durchdringungsebenen 15 geteilt. Die
Teile sind durch die Schraube 16 lösbar miteinander verbun-
den.Die Schraube 16 hält gleichzeitig die Deckplatte
An den horizontalen Ästen des Kernes sind Spindeln 18 starr befestigt, sie weisen Bohrungen 19 auf, die sich im
Kern fortsetzen.
Die Druckstücke 4 sind auf den Spindeln 18 verschiebbar angeordnet. Zur Verschiebung dienen die Speichenräder
Als Heizeinrichtung 5 ist ein Heissluftgerät vorgesehen,
es besteht aus einer mittels Brenner 21 beheizbaren Druckluftschlange
22, die mittels leitungen 23 über die Deckplatte 17 mit dem Hohlraum der Form verbunden ist.
In der Abbildung bezeichnen weiter« 24 in der Form 2 geführte,
verschiebbare Hülsen und 25 Bntlüftungsbohrungen.
Zur Herstellung einer rechtwinkligen Rohrverzweigung in einer Vorrichtung gemäß Abb. 1 legt man ein Rohrstück 1,
das durch eine radiale Bohrung von der Weite des lichten Durchgangs vorbereitet ist, in die geöffnete Form 2.
Sun schiebt man das mit Spindeln versehene Stück des Kernes 3 in das Rohr und bringt die radiale Bohrung des
Rohres mit den Durchdringungsebenen 15 zur Deckung. !fach Einlegen des Flansches in die Aussparung 13 und Isolieren
der zylindrischen Innenfläche, z.B. durch einen Kitt, setzt man den abzweigenden Ast des Kernes und den Deckel
17 samt Heizeinrichtung 5 an, zieht die Hülsen 24 auf und lässt dabei die Entlüftungslöcher 25 frei. Die Form wird
jetzt geschlossen und verschraubt, dann werden die Druckstücke 4 und die Räder 20 aufgesetzt.
Damit ist die Vorrichtung in den Zustand versetzt, der in Abb. 1 mit "Anwärmstellung" bezeichnet ist. Nach Ingangsetzung
der Heizvorrichtung 5 strömt heiase Luft über die Anschlüsse 23 durch den Deckel 17 in den freien Hohlraum
der Form, umstreicht das Rohr und tritt durch die öffnungen 25 aus. Auf diesem Wege versetzt die Luft das Rohr in
einen plastisch-teigigen Zustand. Dieser Vorgang kann durch
Yorwärmen der Form oder Unterstützung der Heizung von
ausaen "beschleunigt werden» Sobald das Rohr in der Form
ausreichend erweicht ist, waa an dem stark verminderten Wideretand beim Drehen an Rad 20 leicht festzustellen
ist, schiebt man die Druckstüeke 4 durch weiteres Drehen an den Speichenrädern 20 gegen den Kern 3. Dabei wird
das Rohr 1 in den freien Raum der Form 2 gepresst und der Abzweig ausgestülpt; die Hülsen 24- schieben sich dabei
ebenfalls weiter in die Form bis schließlich die "Endstellung" erreicht ist, die die rechte Hälfte der
Abb. 1 darstellt·
Nach dem Abkühlen, das man durch Besprühen der Form und
Durchleiten von Kühlflüssigkeit durch den Kern 3 über Bohrungen 19 abkürzen kann, wird die Vorrichtung zerlegt
und die Rohrverzweigung entnommen. Der Herstellungsgang dauert nicht länger als die Anbringung guter Nähte. Das
Stück ist jedoch wesentlich stabiler und auch von Hilfskräften nach kurzzeitiger Übung zu fertigen.
Anstelle eines Rohres 1 kann man auch zwei Rohrstücke zur Herstellung der Rohrverzweigung verwenden, dabei kann auf
das Anbringen der radialen Bohrungen verzeichnet werdtn. Weiter kann man die Rohrenden vor Einlegen in die Form mit
Bunden versehen? in diesem Fall müssen die Hülsen 24 jedoch geteilt ausgeführt werden.
Abb. 2 zeigt eine Aueßihrungsform der Vorrichtung mit der
die Rohrverzweigung aus zwei oder drei Rohrstücken 1 gepresst werden kann. Die Form 2 enthält nach Einlegen d es
Kernes 3 lediglich den die Verstärkung darstellenden Hohlraum und die Räume, die durch die nicht genau aufeinanderpassenden
Zuschnitte der Rohrenden bedingt sind. Ea ist nur ein Druckatück 4 vorgesehen. Die Heizung erfolgt mittels
elektrischer Widerstandsheizung, mit der die ganze Form erhitzt wird? zur unterstützung der Beheizung kann
über leitungen 6 ein flüssiger oder gasförmiger Wärmeträger
durch den Kern 3 geleitet werden.
Anstelle der Widerstandsheizung kann man jedoch auch
Induktionsspulen als Heizeinrichtung 5 anordnen. In diesem Falle kann die Wärme in den Kern 3 ijaduziert werden;
dazu ist es vorteilhaft, den mittleren Seil des
Kernes aus ferromagnetischem Material zu fertigen, z.B. aus Stahl, und die Enden des Kernes aus einem nicht
magnetischen Werkstoff, z.B. aus Kupfer. Man kann zur induktiven Erwärmung aber auch ohne weiteres die im
übrigen aus nicht ferromagnetischem Material gefertigte Form im Bereich der erforderlichen Erweichung des Rohrmaterials
mit Stahl plattieren.
Zur Durchführung der Pressung und Herstellung der Verzweigung wird der in der Abbildung vertikal stehende Ast
des Rohres gegen die Form 2 gedrückt, dabei werden die
Enden an der Stoßstelle verschweißt und die Hohlräume mit Kunststoff ausgefüllt. Durch Abstützen der beiden
freien Enden der Verzweigung kann man unter Anwendung hierzu bekannter Werkzeuge, z.B. Zwingen, ein Austreten
während des Presavorganges vermeiden.
Abb. 3 gibt eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung wieder. Das Druckstück 4- und das Rohr sind während des
Pressvorgangeβ in der Form 2 geführt. Die zur Plastifizierung
erforderliche Wärme wird in einer Heizeinrichtung 5 erzeugt, die als Widerstandsheizung ausgebildet und
im Kern 3 untergebrachte t. Die Stromzuführung erfolgt
durch einen Ast der Verzweigung, z.B. mittels Kabel 9.
Zur Verschiebung des Druckstückes 4 dient eine Stange 7, die mit einer hydraulischen oder pneumatischen, auf den
Sockel 8 aufgesetzten Presse verbunden ist.
Claims (8)
1. Vorrichtung zur Herstellung von Abzweigungen an Rohren aus thermoplastischen Kunststoffen,gekennzeichnet durch eine
geteilte Form (2), deren Hohlraum dem Äusseren des Abzweistückes entspricht, durch einen mehrteiligen Kern(3)>
der dem lichten Durchgang des Abzweigstückes entspricht, durch ein Druckstück oder mehrere Druckstücke (4) und durch eine
Heizeinrichtung (5).
2. Torrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Druckstück
(4), das mit einer mechanischen, hydraulischen oder pneumatischen Betätigungseinrichtung verbunden und in der
Form (2) oder entlang einer am Kern (3) befestigten Spindel geführt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Form
(2) und einen Kern (3), die ganz oder teilweise aus ferromagnetischem
Material hergestellt sind.
4«. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen
ausserhalb der Form angeordneten Heissluftgenerator (22), dessen Abgangsstutzen (23) mit dem Hohlraum der Form verbunden
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch in
der Form und in dem Kern angeordnete Heiz- und/oder Kühlkanäle
.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch um die Form und/oder in dem Kern angeordnete Induktionsspulen.
7p Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch Widerstandsheizkörper,
die auf und/oder in der Form angeordnet sind«
8. Vorrichtung naßh Anspruch 1 bis 7, gekennzeichnet durch zusätzliche
Flanschaussparungen (13) in der Form (2).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF14851U DE1808896U (de) | 1958-04-30 | 1958-04-30 | Vorrichtung zur herstellung von abzweigungen an rohren aus thermoplastischen kunststoffen. |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEF14851U DE1808896U (de) | 1958-04-30 | 1958-04-30 | Vorrichtung zur herstellung von abzweigungen an rohren aus thermoplastischen kunststoffen. |
Publications (1)
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| DE1808896U true DE1808896U (de) | 1960-03-31 |
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| DEF14851U Expired DE1808896U (de) | 1958-04-30 | 1958-04-30 | Vorrichtung zur herstellung von abzweigungen an rohren aus thermoplastischen kunststoffen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1808896U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1232332B (de) * | 1961-03-27 | 1967-01-12 | Smith & Sons Ltd S | Verfahren und Vorrichtung zum Anformen eines aeusseren Ringwulstes an ein elastisch verformbares Rohr aus Kunststoff |
-
1958
- 1958-04-30 DE DEF14851U patent/DE1808896U/de not_active Expired
Cited By (1)
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| DE1232332B (de) * | 1961-03-27 | 1967-01-12 | Smith & Sons Ltd S | Verfahren und Vorrichtung zum Anformen eines aeusseren Ringwulstes an ein elastisch verformbares Rohr aus Kunststoff |
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