DE18106C - Doppelsteppstich-Nähmaschine mit oscillirendem Greifer - Google Patents
Doppelsteppstich-Nähmaschine mit oscillirendem GreiferInfo
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- DE18106C DE18106C DENDAT18106D DE18106DA DE18106C DE 18106 C DE18106 C DE 18106C DE NDAT18106 D DENDAT18106 D DE NDAT18106D DE 18106D A DE18106D A DE 18106DA DE 18106 C DE18106 C DE 18106C
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B57/00—Loop takers, e.g. loopers
- D05B57/08—Loop takers, e.g. loopers for lock-stitch sewing machines
- D05B57/10—Shuttles
- D05B57/14—Shuttles with rotary hooks
- D05B57/143—Vertical axis type
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- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE S2: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. März 1881 ab.
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Vorderansicht,
Fig. 3 eine Oberansicht der Maschine dar; die übrigen Figuren veranschaulichen Details derselben.
Die bei der Stichbildung im unteren Arm der Maschine thätigen Theile sind der Fadenbehälter
mit Spule und Hülse, der oscillirende Fadenhalter, der feststehende Teller, der obere
feste Körner, der untere bewegliche Körner und der gleichzeitig mit der Regulirung der Fadenspannung
verbundene Treibhebel für den letzteren.
Die Fig. 4, 5 und 6 zeigen diese Theile in ihrer Zusammenwirkung in verschiedenen Stellungen.
Dieselben sind in dem Kopfstück A gelagert, das mittelst Schrauben an dem Unterarm
befestigt wird.
Der Fadenbehälter besteht aus der Hülse a, Fig. 7, und der Spule b, Fig. 8. Die Hülse ist
unten offen und mit einem von dem oberen Boden in das Innere der Hülse hinabreichenden
Zapfen a' versehen, welcher der Spule b als Drehachse dient. Die obere Fläche des oberen
Bodens der Hülse besitzt eine centrale Vertiefung a" für den oberen festen Körner f.
Dieser Körner ist an dem um den Zapfen f drehbaren Blech f" befestigt, so dafs man,
nachdem letzteres sowie das Blech f" seitlich gedreht wird, den Fadenbehälter bequem herausnehmen
kann.
Die Hülse α ist aufserdem mit einer seitlichen
Abflachung α'", der Durchbohrung d und dem
Schlitz e für den Faden versehen. Die Spule besitzt einen durchbohrten Zapfen, mittelst dessen
sie auf den Zapfen a' der Hülse gesteckt wird, während der untere bewegliche Körner oder
Stift g in die etwas versenkte Bohrung des Spulenzapfens fafst und die Spule stützt. Auf
diese Weise findet der Fadenbehälter zwischen den beiden Körnern f und g seine Lagerung,
wie dies aus den Fig. 4 bis 6 ersichtlich ist.
Der untere Körner erhält seine Führung in dem hohlen Zapfen h' des festen Tellers h,
Fig. 9. Dieser Teller ist mit seinem Zapfen fest in den gegabelten Ansatz h" des Kopfstückes
A eingesetzt, wie dies aus dem Querschnitt, Fig. 4 a, ersichtlich ist, und besitzt drei bei
der Umschlingung des Fadens thätige Erhöhungen i, 2 und 3.
Der untere Körner oder Stift g erhält seine Bewegung durch einen schwingenden Hebel i
unter Vermittelung der Feder k. Zu diesem Zwecke ist der Körner mit zwei Ansätzen versehen,
zwischen welchen die gegabelten Enden des Hebels i und der Feder k spielen. Der
Schaft des Körners oder Stiftes g ist an dieser Stelle etwas abgeflacht, so dafs eine unbeabsichtigte
Drehung des Stiftes verhindert wird.
Der Hebel i \vird kraftschlüssig von der Hauptwelle
der Maschine in Oscillationen versetzt, wie in Fig. 1 punktirt angedeutet, während eine
Stellschraube / den Ausschlag des Hebels i begrenzt. Diese Schraube gestattet, wie später zu
beschreiben, eine Regulirung des unteren Fadens.
Der Fadenhaken m, Fig. 1 o, ist um den
hohlen Zapfen h' des Tellers h drehbar und
mit einem Zahnrade ;«' verbunden. Er führt, wie dies später erläutert wird, Oscillationen aus,
die sich auf ungefähr 2/3 eines Kreisumfanges
erstrecken. Diese Bewegung wird durch den mit Zahnsegment versehenen Hebel m" hervorgebracht,
der von der Hauptwelle durch eine Curvenscheibe in Oscillation versetzt wird, wie
dies aus den Fig. ι und 3 hervorgeht.
Endlich ist das Kopfstück A noch mit einem Kanal für die Nadel versehen, welcher Kanal
mit dem Innern des Kopfstückes durch einen Schlitz communicirt, wie dies Fig. 4 bis 6 zeigen.
Die Stichbildung geschieht bei dieser Maschine in folgender Weise: Nachdem die Nadel ihren
tiefsten Punkt erreicht hat, steigt sie um ein Geringes, so dafs sich eine Schlinge bildet, in
derselben Weise, wie dies bei den gewöhnlichen Schiffchennähmaschinen der Fall ist. In diese
Schlinge tritt der Haken m mit seiner Spitze in der Richtung des Pfeiles, Fig. 4, so weit ein,
dafs der Nadelfaden sich in den Haken einlegen kann, wenn der durch eine Daumenscheibe von
der Maschinenwelle bewegte Fadengeber n, Fig. ι und 2, ein Anziehen des Oberfadens vornimmt.
Auf diese Weise wird. die Schlinge des Nadelfadens von dem Haken gefafst, welcher sich
nunmehr in entgegengesetzter Richtung dreht, wie dies der Pfeil, Fig. 5, angiebt. Der Haken m
hat eine solche Höhe, dafs die Fadenschlinge, wie aus den Verticalschnitten, Fig. 5 und 6, hervorgeht,
um den Fadenbehälter sich schlingen kann. Während dieser Bewegung des Fadenhakens
senkt sich der untere Körner oder Stift g für einen kurzen Moment, und es legt
sich die Spule währenddessen auf die drei Erhöhungen des Tellers h. Diese momentane
Senkung des unteren Körners erfolgt in dem Augenblicke, wo sowohl der unterhalb als auch
der oberhalb des Fadenbehälters liegende Theil der Fadenschlinge im Begriff ist, mit den beiden
Körnern in Berührung zu kommen, d. h. bei der in Fig. 5 angedeuteten Stellung des Fadenhakens
m.
Die Erhöhungen des Tellers bieten dem Durchgang der Schlinge keine Schwierigkeit, da die
Spule b nur für den Augenblick mit den Erhöhungen in Berührung kommt, wo der Faden
bereits die beiden Erhöhungen 1, 2, Fig. 5, passirt hat, während beim Passiren der Erhöhung3
die Spule von dem unteren Körner wieder hochgehoben ist.
Ist der Fadenhaken in die Stellung Fig. 6 gelangt, so wird die Fadenschlinge beim Anziehen
des Fadens aus dem Haken gezogen werden können. Durch das Anziehen des Oberfadens
wird somit nunmehr die Verschlingung des Oberfadens mit dem aus dem Loch d der Hülse
reichenden Unterfaden vollendet.
Der von der Spule b kommende Unterfaden passirt zunächst den Schlitz e der Hülse α und
wird dann durch das Loch d gezogen; die Abflachung a'" bietet bei der Schlingenbildung
dem Oberfaden Platz.
Die Regulirung der Spannung des Unterfadens wird mittelst der Schraube / bewirkt, welche
einen stellbaren Anschlag für den Hebel i bildet. Je nachdem die Schraube / hoch oder niedrig
geschraubt wird, vergröfsert oder verkleinert sich der Druck der Feder k auf den unteren
Körner oder Stift g und somit die Reibung zwischen unterem Körner und Spule einerseits,
sowie Spule und Hülse andererseits, so dafs auf diese Weise eine mehr oder minder starke
Bremsung der Spule beim Abwickeln des Unterfadens erzielt wird. Die Hülse α wird hierbei
durch den Unterfaden an einer Drehung verhindert. Es mufs noch bemerkt werden, dafs
man die Hülse α auch event, fortlassen kann.
Die Stofftransportirung erfolgt von oben, und ist an der Maschine die Einrichtung getroffen, dafs
der Stoff nach allen Richtungen hin transportirt werden kann. Diese Einrichtung ist aus den
Fig. i, 2, 3 und 11 und 12 ersichtlich.
An der Vorplatte B des Obertheiles ist ein nach unten reichender hohler Zapfen angebracht,
in welchem die Nadelstange C concentrisch sich führt. Um diesen Zapfen ist das Transporteürgehäuse
0 drehbar. Um eine Drehung desselben hervorbringen zu können, ist das Gehäuse mit
einem Zahnkranz ζ versehen, dessen Zähne mit denjenigen des Kegelrades z' im Eingriff stehen,
das durch eine Kurbel oder Kurbelscheibe von Hand in Umdrehung versetzt wird. Das Transporteurgehäuse
wird mit einem seitlichen Ansatz versehen, der zur Aufnahme des Stoffdrückers/
dient, in welchem wiederum der Transporteur q angebracht ist, Fig. 11.
Die Hebung des Stoffdrückers / behufs Entfernens des Stoffes erfolgt in bekannter Weise
mittelst eines Hebels /', wobei der Transporteur q mit hochgenommen wird. Die Bewegung
des Transporteurs wird durch die beiden Ringe r und s bewirkt. Diese Ringe sitzen an
Stangen t und u, welche in dem Armkopf verticale Führung finden und durch Hubscheiben t'
und u' bewegt werden. Der Ring ί bewirkt
die Verticalverschiebung des Transporteurs, der Ring r eine Horizontalverschiebung desselben.
Letztere wird durch den Hebel w vermittelt, dessen Construction aus Fig. 12 ersichtlich ist.
Dieser in seinem oberen Theil kreisförmig ausgebildete Hebel ist um den Zapfen χ drehbar
und wirkt mit dem Fufs y gegen den Transporteur q. Ferner ist derselbe mit einem in
dem oberen Ringtheil des Hebels- w verstellbaren Stellstück V versehen, auf welches der
Ring r wirkt.
Je nachdem man das Stellstück ϋ, Fig. 12,
in dem Schlitz des ringförmigen Theiles des Hebels w verstellt, wird der Angriffspunkt des
Ringes r verlegt und somit der Ausschlag des Hebels w bei gleicher Verticalver Schiebung des
Ringes r vergröfsert oder verkleinert, so dafs man auf diese Weise eine Stichstellung erzielt.
Der Stoffdrücker wird durch eine Spiralfeder auf den Stoff gedrückt und bleibt bei der Bewegung
des Transporteurs völlig in Ruhe.
Claims (1)
- Pate nt-An Sprüche:
Das zur Herstellung der Zweifadensteppnaht erforderliche Zusammenspiel der aus der Zeichnung ersichtlichen Nähwerkzeuge: Nadel a0, schwingenden Greifers m, Stoffdrückers /, Stoffrückers q mit Stofflage, oberen Nähfadens und des aus Spulengehäuse α entnommenen Unterfadens.Die aus der Zeichnung erkennbare Gesammtanordnung der hierzu dienenden Maschine.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE18106C true DE18106C (de) |
Family
ID=295005
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT18106D Active DE18106C (de) | Doppelsteppstich-Nähmaschine mit oscillirendem Greifer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE18106C (de) |
-
0
- DE DENDAT18106D patent/DE18106C/de active Active
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