DE1815150C3 - Verfahren zur Herstellung von flexiblen, temperatur- und glimmbeständigen, isolierten elektrischen Leitern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von flexiblen, temperatur- und glimmbeständigen, isolierten elektrischen LeiternInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von biegsamen, temperatur- und glimmbeständigen,
isolierten elektrischen Leitern für Hochspannung und die Anwendung der hergestellten Leiter
bei rotierenden Hochspannungsmaschinen.
Die Umfangsverbindungen zwischen Spulen sowie die Ableitverbindungen zu den Klemmen rotierender
Hochspannungsmaschinen werden im allgemeinen mit Profilleitern ausgeführt, deren Isolation nach der
Montage und Formgebung von Hand aufgebracht wird. Diese Lösung ist aber arbeitsaufwendig und
dementsprechend teuer und befriedigt insofern nicht, da solche elektrischen Leiter sich nachträglich kaum
noch biegen lassen, was vor allem bei kleineren Maschinen nachteilig ist.
Es ist auch bekannt, solche elektrischen Leiter aus fertigen, handelsüblichen Kabeln, die mit einer
Kunststoffisolation versehen sind, herzustellen. Diese genügen jedoch nicht allen den zu stellenden Anforderungen;
so sind bsispielsweise die heute in Verteilnetzen zur Anwendung kommenden Hochspannungskabel
mit einer Polyäthylen-Isolation in thermischer Hinsicht ungenügend, auch läßt ihre Verformbarkeit
zu wünschen übrig, da der Biegeradius stets größer als 25 d (d = KabeldurchjResser) sein
muß. Diese Bedingung macht die Anwendung solcher Kabel in rotierenden Maschinen unmöglich, indem
hier wegen der ungünstigen Platzverhältnisse und der meist komplizierten Leitungsführung Biegeradien von
5 d üblich sind. Zwar sind auch thermisch höher belastbare Kabel auf der Basis einer Isolation von
reinen Silikonelastomeren erhältlich, die aber wegen ihres hohen Preises und vor allem ihrer unbefriedigenden
Glimmfestigkeit für Hochspannungsmaschinen nicht in Frage kommen.
Aus der DT-PS 9 55 067 ist ein elektrischer Leiter bekannt, der mit einem Silikonelastomeren in Verbindung
mit Isolierbändern isoliert ist. Die Isolierbänder sollen dabei mit dem Silikonelastomeren
imprägniert sein. Als verwendbarer Füllstoff wird Glimmer erwähnt. Dieser bekannte Leiter besitzt aber
eine unbefriedigende Glimmbeständigkeit für Hoch-Spannungsmaschinen.
Aus der DT-AS 10 23 806 ist eine Hochspannungsisolation für elektrische Leiter bekannt, die eine
innere Isolierschicht aus Silikonlack und eine äußere Isolierschicht aus mit Fasern gefülltem Silikongummi
enthält. Auch dieser bekannte Leiter kommt für Hochspannungsmaschinen nicht in Frage, da er eine
unbefriedigende Glimmbeständigkeit besitzt.
Der vorliegenden Anmeldung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von
biegsamen, temperatur- und glimmbeständigen, isolierten elektrischen Leitern zu schaffen, die für Hochspannung
geeignet sind und als Spulenumfangs- oder Klemmverbindung bei rotierenden Hochspannungsmaschinen
verwendet werden können.
as Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur
Hersteilung von biegsamen, temperatur- und glimmbeständigen, isolierten elektrischen Leitern für Hochspannung,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß auf einem biegsamen Kupferleiter des Leiters ein Uber-
zug aus Silikonelastomer aufgebracht wird, der mit mehreren Lagen eines mit einem flexibel bleibenden
Imprägniermittel vorbehandelten, glimmerhaltigen Isolierbandes umwickelt wird, worauf der so isolierte
Kupferleiter noch mit einer äußeren, aus Kunststoff
gebildeten Schrumpfschicht umgeben wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird als Imprägniermittel ein Silikonelastomer mit einem
Elastomergehalt von 25 bis 50°/o verwendet.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird für die äußere Schrumpfschicht
ein Silikonelastomer verwendet und die einzelnen Lagen des Isolierbandes werden hin- und hergehend
auf den Leiter aufgewickelt.
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin die Anwendung
des nach dem oben beschriebenen Verfahren hergestellten Leiters als Spulenumfangs- oder
Klemmverbindung bei rotierenden Hochspannungsmaschinen.
Anhand der Zeichnung sei ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert, und zwar zeigt die
Figur eine Verbindungsleitung im Querschnitt.
Die Herstellung der Verbindungsleitung erfolgt gemäß der Erfindung wie folgt:
Auf einem aus Kupferlitze bestehenden Leiter 1 von gewünschtem Querschnitt (z. B. 100 mm2) mit
zylinderförmigem Aufbau wird zuerst eine Isolierlage bzw. ein Überzug 2 aus Silikonelastomer durch
Tauchen, Anstreichen oder Besprühen aufgebracht, wobei die Hohlräume ausgefüllt werden und die
Außenfläche des Leiters möglichst glatt wird. Dieser Überzug 2 kann noch halbleitende Zusätze zwecks
Glimmschutz enthalten. Als zweite Stufe wird dann der Leiter mit einem vorimprägnierten Isolierband 3
umwickelt, welches aus einer Trägerfolie und einem Glimmerpapier besteht, wobei als Imprägniermittel
für das Isolierband ein flexibel bleibendes Kunstharz mit ca. 25 bis 5O°/o Bindemittelgehalt verwendet
wird. Als Imprägniermittel ist beispielsweise ein
Silikonelastomer sehr geeignet, wobei der Elastomer-Gehalt
des Bandes vorzugsweise 25 bis 3O°/o beträgt. Das Aufwickeln des Isolierbandes 3 auf den Leiter
erfolgt zweckmäßigerweise in einem kontinuierlichen Verfahren mittels einer Wickelmaschine, wie sie zur
Isolierung von papierisolierten Leitern für Transformatorspulen verwendet wird, wobei es vorteilhaft ist,
wenn die einzelnen Bandlagen abwechslungsweise hin- und hergehend gewickelt werden. Durch die dadurch
erzielbare, gegenläufige schraubenförmige Überdeckung erhält der Leiter eine größere mechanische
Festigkeit und es kann verhindert werden, daß bei kleinen Biegeradien die einzelnen Isolierlagen auf
der Außenseite schuppenförmig aufstehen und dadurch z. B. Feuchtigkeit eindringen kann. Die Dicke
der Isolation 3 richtet sich nach der Betriebsspannung gegen Erde und beträgt z. B. für —-- = 6 kV
ca. 3 mm. Zum mechanischen Schutz und zur Verfestigung der Isolation wird noch auf dem umbändelten
Leiter als letzte Lage 4 ein Schrumpfband oder Schrumpfschlauch aus Kunststoff aufgebracht,
der gegebenenfalls noch halbleitend sein kann, um auch als Glimmschutz zu wirken. Für die Herstellung
dieser äußeren Schutzschicht kann auch ein Silikonelastomer verwendet werden, der beim Durchlauf
durch eine geeignete Heizvorrichtung nach dem Bewickeln des Leiters zum Schrumpfen gebracht wird.
Je nach Art des verwendeten Silikonelastomers kann noch eine zusätzlich abschließende Wärmebehandlung
zwecks Vulkanisation erfolgen.
Eine nach dem beschriebenen Verfahren hergestellte Verbindungsleitung ist außerordentlich biegsam,
da auch beim Biegen der Leitung die einzelnen isolierlagen noch etwas aufeinander gleiten können.
Infolge der Verwendung von geeigneten Silikonelastomeren ist zudem eine hohe Temperalurbeständigkeit
der Leitung gewährleistet. Außerdem gibt die Vorimprägnierung der Isolierbänder, bei Wahl des
richtigen Bandzuges während des Auf wickel Vorganges, sowie wegen der Schrumpfwirkung der
äußeren Deckschicht eine nahezu hohlraumfreie Isolierung, wobei schon durch die Verwendung von
glimmerhaltigen Isolierbändern ein zusätzlicher Schutz gegen Glimmentladungen gewährleistet wird,
falls solche noch auftreten würden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung von '
temperatur- und glimmbeständigen ,olierten elektrischen Leitern für Hochspannung, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem biegsamen Kupferleiter des Leiters ein Überzug aus Silikonelastomer aufgebracht wird, der mit mehreren Lagen eines mit einem fltxibel bleibenden Imprägniermittel vorbehandelten, glimmerhaltigen Isolierbandes umwickelt wird, worauf der so isolierte Kupferleiter noch mit einer äußeren, aus Kunststoff gebildeten Schrumpfschicht umgeben wird.
temperatur- und glimmbeständigen ,olierten elektrischen Leitern für Hochspannung, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem biegsamen Kupferleiter des Leiters ein Überzug aus Silikonelastomer aufgebracht wird, der mit mehreren Lagen eines mit einem fltxibel bleibenden Imprägniermittel vorbehandelten, glimmerhaltigen Isolierbandes umwickelt wird, worauf der so isolierte Kupferleiter noch mit einer äußeren, aus Kunststoff gebildeten Schrumpfschicht umgeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Imprägniermittel ein Silikonelastomer
mit einem Elastomergehalt von 25 bis 50 % verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die äußere Schrumpfschicht
ein Silikonelastomer verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Lagen des Isolierbandes
hin- und hergehend auf den Leiter gewickelt werden.
5. Anwendung der nach dem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4 hergestellten Leiter
als Spulenumfangs- oder Klemmverbindung bei rotierenden Hochspannungsmaschinen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681815150 DE1815150C3 (de) | 1968-12-17 | Verfahren zur Herstellung von flexiblen, temperatur- und glimmbeständigen, isolierten elektrischen Leitern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681815150 DE1815150C3 (de) | 1968-12-17 | Verfahren zur Herstellung von flexiblen, temperatur- und glimmbeständigen, isolierten elektrischen Leitern |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1815150A1 DE1815150A1 (de) | 1970-06-25 |
| DE1815150B2 DE1815150B2 (de) | 1977-03-31 |
| DE1815150C3 true DE1815150C3 (de) | 1977-11-10 |
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