DE182441C - - Google Patents
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- DE182441C DE182441C DENDAT182441D DE182441DA DE182441C DE 182441 C DE182441 C DE 182441C DE NDAT182441 D DENDAT182441 D DE NDAT182441D DE 182441D A DE182441D A DE 182441DA DE 182441 C DE182441 C DE 182441C
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- indanthrene
- chlorine
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06P—DYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
- D06P1/00—General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
- D06P1/22—General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using vat dyestuffs including indigo
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 182441 KLASSE 8 m. GRUPPE
FRANZ ERBAN in NACHOD, Böhmen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. März 1904 ab.
Die Aufgabe, für die Herstellung der in der Färberei als sogenannte Bleichware bekannten
Industrieprodukte ein besseres und echteres Blau als Indigo zu finden, ist bekanntlich
bisher durch die in den Handel gelangenden »Indanthrene« nicht in befriedigender
Weise gelöst worden, insofern diese in direkter Färbung wohl eine hervorragende Wasch- und Kochechtheit zeigen, aber den
ίο Nachteil besitzen, daß ihre Nuance schon in
verhältnismäßig schwachen Chlorlösungen vergrünt. Dieser Nachteil wird zwar durch das
bekannte einstündige Dämpfen der geseiften Färbung bei 0,5 Atm. etwas vermindert, es
gelingt aber weder durch langer fortgesetztes, noch auch durch öfter wiederholtes Dämpfen
unter Einhaltung der angeführten Arbeitsbedingung eine weitergehende Erhöhung der
Widerstandsfähigkeit der Färbungen gegen Chlor zu erreichen. Ebensowenig zeigte eine
Erhöhung des Dampfdruckes auf 2 bis 3 Atm. irgendwelche nennenswerte Vorteile in der
genannten Richtung.
Es wurde nun auf Grund eingehender Versuche festgestellt, daß sich ein überraschender
Effekt nicht nur in bezug auf Lebhaftigkeit der Nuance, sondern auch hinsichtlich der
Bleich- bezw. Chlorechtheit der mit Indanthrenen hergestellten Färbungen erzielen läßt,
wenn man den Druck beim Dämpfen über das in der einschlägigen Industrie übliche
Höchstmaß von 2 Atm. hinaus auf 4 bis 5 Atm. erhöht. Bei Einhaltung dieser Arbeitsbedingung
bezw. bei der einem solchen Drucke entsprechenden Reaktionstemperatur scheint eine chemische Veränderung des Farbstoffs
einzutreten, die durch gesättigten Dampf unterhalb 4 Atm. nicht zustande kommt und
sich nicht nur in der erhöhten Frische der erzeugten Nuance, sondern auch darin zu
erkennen gibt, daß der Farbstoff nunmehr der Einwirkung selbst verhältnismäßig starker
Chlorlösungen länger standhält als die Baumwollfaser, so daß man solcherart in der Lage
ist, Hellblau und Mittelblau von einer für die Zwecke der Textilindustrie entsprechenden
Echtheit herzustellen.
Das Verfahren läßt sich selbstverständlich mit dem gleichen Erfolge auch auf solche
Färbungen anwenden, bei deren Herstellung Indanthren in Verbindung mit geeigneten
anderen Farbstoffen in Anwendung gebracht
So ermöglicht es z. B. in einfacher Weise ein bleich- bezw. chlorechtes Dunkelblau aus
Indanthren zu erzeugen, indem man dieses mit dem außerordentlich echten Alizarineisenlack
(Lila) kombiniert und bei 4 bis 5 Atm. dämpft. Zur praktischen Durchführung des Färbeprozesses wird in diesem Falle die zu
färbende Ware in bekannter Weise mit Indanthren grundiert und dann entweder nach
erfolgtem Ölen und Trocknen oder unmittelbar mit einer Eisenbeize versehen, die sowohl
mit Gerbstoff fixiert, als auch in Form einer alkalischen Beize angewendet werden
kann. Hierauf wird mit blaustichigem Alizarin ausgefärbt, von welchem hierzu ungefähr
die halbe Menge des angewendeten Indanthrens erforderlich ist. Schließlich wird
Claims (1)
- die so behandelte Ware, nachdem sie nötigenfalls noch' geölt und getrocknet wurde, ι bis 2 Stunden hindurch bei 4 bis 5 Atm. gedämpft, wodurch das Indanthren vollständig chlorecht gemacht und gleichzeitig der gebildete Alizarinlack endgültig fixiert wird.Das solcherart erzeugte Dunkelblau ist vollständig durchgefärbt, reib- und mangelecht und zeichnet sich durch einen bisher unerreichten Grad von Bleich- bezw. Chlorechtheit aus.Pa 'J- κ ν τ - A ν s ρ r υ c ii :
Verfahren zur Erzielung chlor- und bleichechter Färbungen mittels Indanthren, darin bestehend, daß man die in bekannter Weise hergestellten reinen oder mit geeigneten Mischfarbstoffen z. B. behufs Erzeugung von Dunkelblau mit Alizarineisenviolett kombinierten Indanthrenfärbungen bei einem Dampfdruck von 4 bis '5 Atm. bezw. der entsprechenden Temperatur dämpft.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE182441C true DE182441C (de) |
Family
ID=446541
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT182441D Active DE182441C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE182441C (de) |
-
0
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