DE183152C - - Google Patents

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DE183152C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60MPOWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
    • B60M1/00Power supply lines for contact with collector on vehicle
    • B60M1/12Trolley lines; Accessories therefor
    • B60M1/20Arrangements for supporting or suspending trolley wires, e.g. from buildings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- M 183152 KLASSE 20 k. GRUPPE
KOLOMAN von KANDO in BUDAPEST.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. April 1906 ab.
In Kurven müssen die Fahrdrähte elektrischer Bahnen bekanntlich durch Spanndrähte, Stangen oder andere Mittel in der richtigen Lage festgehalten werden.
Wenn Stangen zu diesem Zwecke angewendet werden, so müssen, um eine in lotrechter Richtung nachgiebige Aufhängung zu erzielen, die Stangen gelenkig befestigt werden. Außerdem müssen diese Stangen bei
ίο Anwendung gewisser Stromabnehmer, z. B. Stromabnehmerwalzen, von der Befestigungsstelle am Fahrdrahte gegen ihr anderes Ende schief ansteigen, um das Anstoßen des Stromabnehmers an die Verspannvorrichtung zu vermeiden.
Diese Verspannvorrichtungen, bei denen an jeder Aufhängungsstelle eine gelenkige, schief nach unten gerichtete Stützstange angeordnet ist, besitzen den Nachteil, daß sie bei Änderungen der Spannung des Fahrdrahtes dessen Höhenlage ändern.
Fig. ι der Zeichnung zeigt schematisch eine solche ältere Anordnung.
ι, ι ist die Leitung, die an der Stelle 3 der Richtungsänderung mittels der um das Gelenk 2 drehbaren Stange 4 in der Richtung der wagerechten Spannkraft Sh gespannt werden soll. Zur Erzeugung dieser wagefechten Spannkraft Sh ist eine in der Richtung der Stange bezw. der Verbindungslinie 3-2 wirkende Spannkraft S erforderlich, die durch die Druck- bezw. Zugbeanspruchung der Stange 4 geliefert wird, und deren wagerechte Komponente die Zugkraft Sh ergibt.
Außer dieser wagerechten Komponente besitzt aber die Kraft S noch eine lotrechte Komponente Sv. Das System wird durch die in der Richtung des Leitungsdrahtes wirkenden Spannungen in Gleichgewicht gehalten. Sobald sich jedoch die Spannung des Leitungsdrahtes infolge von Temperaturschwankungen ändert, wird das Gleichgewicht gestört und das System wird sich in eine neue Gleichgewichtslage einstellen, in welcher sich die Richtung der Kraft S bezw. der Stange 4 der Wagerechten nähert oder von derselben entfernt und dementsprechend die Aufhängungsstelle 3 der Leitung gehoben oder gesenkt wird.
Dieser Nachteil wird gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß statt einer einzigen gedrückten oder gezogenen Gelenkstange gleichzeitig sowohl gezogene, als gedruckte, an derselben Aufhängungsstelle des Fahrdrahtes angreifende Gelenkstangen derart angeordnet sind, daß sie zur Erzielung der Nachgiebigkeit gegenüber dem Stromabnehmer eine lotrechte, annähernd oder genau geradlinige Verschiebung der Befestigungsstelle der Leitung gestatten.
Die Stangen werden hierbei — und dies ist das Hauptmerkmal der Erfindung.— derart angeordnet, daß die Resultante der drückenden Stangenkräfte die Resultante der ziehenden Stangenkräfte annähernd oder genau in der Höhe des Fahrdrahtes schneidet.
Durch die neue Verspannrichtung wird erreicht, daß die Kräfte der Spannvorrichtung stets eine wagerechte Resultante haben, so daß die Änderung der Spannkräfte nicht eine lotrechte Lageänderung des Fahrdrahtes zur Folge haben kann.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel der neuen Anordnung. Der Aufhängungspunkt 3
des Fahrdrahtes ι,ι ist mittels der gedrückten Gelenkstange 5 und mittels der gezogenen Gelenkstange 6 befestigt. Die erstere ist um das Gelenk 7, die letztere um das Gelenk 8 drehbar. Beide Stangen sind bei 9 bezw. 10 an einem Hebel 11 angelenkt, welcher die beiden Stangen 5 undo zu einem geschlossenen beweglichen System vereinigt. Die Befestigungsstelle 3 des Fahrdrahtes befindet sich an dem über das Gelenk 10 verlängerten Arm des Hebels 11. Die in der Stange 5 wirkende Druckkraft Sd und die in der Stange 6 wirkende Zugkraft S^ schneiden sich in einem Punkte o, der in der Höhe χ, χ des Aufhängungspunktes 3 liegt. Die Richtung der sich aus den Kräften Sd und S^ der Stangen ergebenden resultierenden Spannung S ist durch die beiden Punkte O und 3 gegeben und ist somit, unabhängig von der Spannung des Fahrdrahtes, stets wagerecht, so daß also die Änderungen der Drahtspannung keinen Einfluß auf die Höhenlage des Punktes 3 ausüben können.
Statt einer gezogenen und einer gedrückten Stange können mehrere solcher Stangen angeordnet werden. Fig. 3 zeigt z. B. den Grundriß einer der Fig. 2 ähnlichen Anordnung, mit dem Unterschiede, daß statt einer gedrückten Stange 5, zwei solche Stangen angeordnet sind. Die Lage des Punktes ο wird in diesem Falle durch den Schnittpunkt der Resultierenden der Druckkräfte der Stangen 5 mit der Zugkraft der Stange 6 bezw. wenn auch mehrere Stangen 6 angeordnet sind, mit der Resultierenden der Zugkräfte der Stangen 6, bestimmt.
Der Schnittpunkt O kann auch unendlich fern liegen, wobei dann, wie' dies Fig. 4 zeigt, die Stangen 5 und 6 parallel sind.
Durch geeignete Abmessung der Stangen und durch geeignete Wahl der Gelenkstellen 7, 8, 9, 10 und der Befestigungsstelle 3 der Leitung kann man, wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, erreichen, daß, wenn die Verspannvorrichtung dem Drucke des Stromabnehmers nachgibt, die Befestigungsstelle 3 sich längs einer lotrechten Linie bewegt und hierbei der Schnittpunkt ο der Stangenkräfte sich in jeder Stellung in der Höhenlage des Befestigungspunktes 3 befindet. Die mit gebrochenen Linien gezeichnete Stellung 3', 9', 10', o' zeigt das System in einer angehobenen Lage.
Die gedrückten und gezogenen Stangen 5 bezw. 6 können, wie in Fig. 6 und 7 veranschaulicht ist, auch auf andere Weise zu einem beweglichen geschlossenen System vereinigt werden. Hier sind die Stangen 5 bezw. 6 bei 13 bezw. 14 an die um die festen Zapfen bezw. 16 drehbaren Winkelhebel 17, 18 bezw. 19, 20 angelenkt, wobei die Arme 18 und 20 der Winkelhebel entweder mittels Zahnsegmente 21 oder mittels Schlitz 23 und Zapfen 22 ineinandergreifen.
Auch bei diesen Anordnungen bewegt sich der Punkt 3 lotrecht und die resultierende Spannkraft S ist stets wagerecht.
Wird die neue Verspannvorrichtung für doppelte Leitungen angewendet und gelangen hierbei z. B. Stromabnehmerwalzen 24 nach Fig. 8 zur Anwendung, bei welchen beim Eintritt eines Bruches der Rolle 24 die in aufrechte Lage gelangenden Stangen 25 die seitlich angeordneten Verspann vorrichtungen zerstören könnten, so ist es zweckmäßig, die für die beiden Leitungen 1, 1' dienenden Verspannvorrichtungen 26 und 27 gekreuzt anzuordnen, so daß die Verspannvorrichtungen sich zwischen den beiden Fahrdrähten 1 und 1' bezw. zwischen den beiden Stangen 25, 25 des Stromabnehmers befinden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Nachgiebige Aufhängung der Fahrdrähte elektrischer Bahnen in Kurven mit' gleichzeitig gedrückten und gezogenen, an derselben Aufhänguhgsstelle des Fahrdrahtes angreifenden Gelenkstangen, gekennzeichnet durch eine derartige Anordnung der Gelenkstangen, daß die Resultante der drückenden Stangenkräfte die Resultante der ziehenden Stangenkräfte annähernd oder genau in der Höhe des Aufhängungspunktes des Fahrdrahtes schneidet und eine annähernd oder genau lotrechte Bewegung des Aufhängungspunktes der Leitung ermöglicht wird.
2. Nachgiebige Aufhängung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden der beiden an einem Tragmaste oder anderen Tragteile gelenkig befestigten, schräg nach unten gerichteten Spannstangen (5, 6) mit einem Hebel (11) gelenkig verbunden sind, dessen über das untere Gelenk (10) ragender Arm den Leitungsdraht (1) trägt.
3. Nachgiebige Aufhängung nach Anspruch ι und 2 für doppelte Leitungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannstangen der beiden Leitungen (1, 1') sich kreuzen, so daß sich die Verspannvorrichtungen innerhalb der beiden Leitungen befinden (Fig. 8).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE183152C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE759730C (de) * 1940-03-27 1953-09-28 Elek Sche Anlagen A G Ges Fahrdrahtaufhaengung
DE921573C (de) * 1946-08-06 1954-12-20 Kummler & Matter Ag Fahrdrahtanlage

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE759730C (de) * 1940-03-27 1953-09-28 Elek Sche Anlagen A G Ges Fahrdrahtaufhaengung
DE921573C (de) * 1946-08-06 1954-12-20 Kummler & Matter Ag Fahrdrahtanlage

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