DE183191C - - Google Patents
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- DE183191C DE183191C DE1904183191D DE183191DA DE183191C DE 183191 C DE183191 C DE 183191C DE 1904183191 D DE1904183191 D DE 1904183191D DE 183191D A DE183191D A DE 183191DA DE 183191 C DE183191 C DE 183191C
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- flour
- dough
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- bread
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- Expired - Lifetime
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A21—BAKING; EDIBLE DOUGHS
- A21D—TREATMENT OF FLOUR OR DOUGH FOR BAKING, e.g. BY ADDITION OF MATERIALS; BAKING; BAKERY PRODUCTS
- A21D13/00—Finished or partly finished bakery products
- A21D13/02—Products made from whole meal; Products containing bran or rough-ground grain
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Bakery Products And Manufacturing Methods Therefor (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 183191 KLASSE Ic. GRUPPE
Verfahren zur Herstellung von Brot. Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Oktober 1904 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Brot aus
sämtlichen Bestandteilen des Getreidekornes durch gesonderte Behandlung der verschiedenen
durch den Mahlprozeß erhaltenen Bestandteile-des Getreides (Feinmehl, Nachmehl
und Kleie). Von ähnlichen Verfahren, bei denen eine gesonderte· Behandlung der Mehlbestandteile vor dem Teigmachen stattfindet,
unterscheidet sich das vorliegende erstlich dadurch, daß nicht sämtliche Bestandteile
gleichzeitig zur Teigbereitung (siehe britische Patentschrift 12567/1897) verwendet
werden, sondern vielmehr zunächst der Vorteig nur aus dem Feintnehl bereitet und
dann dem Vorteige erst kurz vor dem Aufmachen das aus der durch Hitze aufgeschlossenen
und getrockneten Kleie hergestellte Mehl zusammen mit dem Nachmehl zugesetzt wird. Hierdurch wird der wichtige
Vorteil erreicht, daß die Zeit und Gelegenheit zur Vergährung des Nachmehls und
maltosehaltigen Kleienmehls nur kurz ist. Zweitens unterscheidet sich das neue Veras
fahren von älteren Arbeitsverfahren durch die besondere Art der Aufschließung der
Kleie ohne chemische Stoffe bezw. Diastase lediglich durch Hitze in der bei Futtermitteln
bereits üblichen Weise. Die Trocknung der aufgeschlossenen Kleie geschieht zweckmäßig
bei hoher Anfangstemperatur, damit etwa aus der Luft oder durch irgendwelche Zufälle in den aufgeschlossenen Kleiebrei gelangte
Säurebakterien an der Entwickelung und Wirkung verhindert werden.
Das neue Verfahren gestaltet sich in der Praxis folgendermaßen:
Das Getreide wird durch Naß- oder Trockenreinigungsverfahren von dem ihm anhaftenden Schmutz, Staub und sonstigen
Beimischungen gereinigt; aus demselben werden vermittels geeigneter Vermahlungsmaschinen
zunächst zweckmäßig etwa 60 Prozent Feinmehl und dann weiter 5 bis 15 Prozent
Nachmehl ausgeschieden und von der Kleie getrennt beiseite gestellt. Es ist vorteilhaft,
daß bei der Vermahlung die Schalenteile so wenig wie möglich zerkleinert werden.
Die noch übrig gebliebenen Schalen und Überschläge werden in bekannter Weise dadurch
aufgeschlossen, daß sie entweder mit Wasser zu einem Brei eingerührt und im »Senckingschen« Kessel, d. h. in einem
im Wasserbade hängenden, geschlossenen Kochkessel »gar« gekocht werden, oder sie
werden mit so viel Wasser vermischt, wie sie in sich aufsaugen, ohne daß etwas abfließt,
und alsdann in mit Käfigen versehenen Autoklaven durch gespannten heißen Dampf erhitzt. Die so behandelten Schalen werden
nun in geeigneten Trockenöfen unter Zuleitung von Dampf, damit sie nicht brenzlich
werden, einer Hitze ausgesetzt, welche nahe der Backtemperatur liegt, so daß das in
ihnen enthaltene Wasser so weit verdunstet, daß sie in Trocken- und Darräumen vollständig
getrocknet werden können. Im Anschluß hieran erfolgt die Vermahlung zu vollständig feinem Mehl, was nach diesem
Vorbereitungsprozeß erst wirklich möglich
ist. Das so erhaltene Mehl wird mit dem erhaltenen Nachmehl vermischt.
Die Bereitung des Brotes erfolgt also aus zwei Mehlsorten, dem weißen, etwa 60 Prozent
S vom Getreidekorn ausmachenden Feinmehl,
und dem präparierten noch etwa 35 Prozent darstellenden Mehle' (etwa 5 Prozent gehen
verloren), und zwar in der Weise, daß aus dem weißen Mehle in einer solchen Menge,
wie es der Bäcker gewöhnt ist, wenn nicht alles verwendet werden soll, der Sauer- oder
ein Hefevorteig hergestellt wird, alles noch übrige Mehl, einschließlich des präparierten,
mit den nötigen Flüssigkeiten und sonstigen Zutaten dem reifen Vorteige zur Teigbereitung
zugefügt und das Brot wie gewöhnlich gebacken wird.
Beispiel: 100kg Getreide sollen verarbeitet
werden; der Bäcker erhält erstens 60 kg
ao weißes Mehl, das mit der nötigen Hefe oder Sauerteig und durchschnittlich 36 1 Wasser
oder Milch zum Vorteige gearbeitet wird, zweitens etwa 35 kg präpariertes Mehl, das
mit den nötigen Zutaten (Salz usw.) und durchschnittlich 42 1 Wasser oder Milch dem
reifen Vorteige beigefügt wird. Dann wird der Teig sogleich fertig gemacht und im
übrigen wie gewöhnlich verfahren.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Brot, bei welchem Feinmehl und Kleie für sich behandelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst aus dem Feinmehl allein der Vorteig gemacht, sodann erst die durch feuchte Hitze aufgeschlossene sowie zweckmäßig bei hoher Anfangstemperatur getrocknete, dann fein gemahlene Kleie mit dem Nachmehl zum reifen Vorteig zugesetzt wird, wonach sofort der Teig fertig bereitet, Brot aufgemacht und gebacken wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT31383D AT31383B (de) | 1904-10-03 | 1906-03-09 | Verfahren zur Herstellung von Brot. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE183191C true DE183191C (de) |
Family
ID=447216
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1904183191D Expired - Lifetime DE183191C (de) | 1904-10-03 | 1904-10-03 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE183191C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4542687A (en) * | 1985-02-04 | 1985-09-24 | Rjm, Inc. | Green peanut destemmer and washer |
-
1904
- 1904-10-03 DE DE1904183191D patent/DE183191C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4542687A (en) * | 1985-02-04 | 1985-09-24 | Rjm, Inc. | Green peanut destemmer and washer |
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