DE184647C - - Google Patents

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DE184647C
DE184647C DE1905184647D DE184647DA DE184647C DE 184647 C DE184647 C DE 184647C DE 1905184647 D DE1905184647 D DE 1905184647D DE 184647D A DE184647D A DE 184647DA DE 184647 C DE184647 C DE 184647C
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D11/00Control of flow ratio
    • G05D11/02Controlling ratio of two or more flows of fluid or fluent material
    • G05D11/03Controlling ratio of two or more flows of fluid or fluent material without auxiliary power

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Accessories For Mixers (AREA)

Description

KAISERLICHES
RENTAMT.
Die Erfindung betrifft einen Mischregler für Preßgasanlagen zur Erzeugung eines gleichbleibenden Gasluftgemisches für Beleuchtungszwecke unter Anwendung einer Schöpfvorrichtung, deren Schöpf wirkung abhängig vom Verbrauch geregelt wird und welche das Gemisch unter niedrigem Druck erzeugt und ansaugt und unter erhöhtem Druck in die Verbrauchsleitung fördert.
ίο Gemäß der Erfindung kommt es darauf an, daß die Querschnitte der Gas- und Lufteinlässe zwecks Gleicherhaltung einerseits des Druckunterschiedes zwischen der Gemischansaugleitung und der Zuleitung für Gas und andererseits des Druckunterschiedes zwischen der Gemischansaugleitung und der Luftzuleitung in zweifacher Hinsicht verändert werden. Ferner kommt es darauf an, daß die Regelungsvorrichtung abhängig von der Entnähme an .Gasluftgemisch aus der Verbrauchsleitung betrieben wird. Die neue Regelungsyorrichtung bietet neben der Möglichkeit einer einfachen Regelung des' Betriebes die Gewähr, daß auch bei starkem Wechsel der entnommenen Mengen des Gasluftgemisches immer ein konstantes Mischungsverhältnis zwischen Gas und Luft erzielt wird. Um dies zu erreichen, werden zunächst die Einlasse für Gas und Luft unter dem Einfluß einer Regelungsvorrichtung bei der Zunahme und Abnahme der Fördermengen entsprechend vergrößert und verkleinert. Dadurch wird der Druck im Ansaügraum auf bestimmter Höhe gehalten und eine ungleichartige Einwirkung des Saugdruckes auf die Einlaßvermieden. Allerdings ist im
Öffnungen
Saugraum die Erhaltung des Saugcjruckes auf bestimmter Höhe in dieser Weise nur mit Schwankungen in gewissen Grenzen erreichbar. Diese besonderen Druckschwankungen haben ihre Ursache in den Fehlerquellen des Reglers, z. B.· bei Schwimmerglocken in der Veränderung der Eintauchtiefe, bei Membranreglern in den auftretenden Spannungsunterschieden in der Membran usw. Es hat sich ferner gezeigt, daß selbst bei vollständiger Konstanterhaltung des Ansaugdruckes im Ansaugraum Veränderungen in der Zusammensetzung des Gasluftgemisches bei wechselnder Entnahme eintreten, wenn auch in der vorher beschriebenen Weise der Querschnitt der Einlasse abhängig vom Verbrauch geregelt wird. Der Grund hierfür scheint darin zu liegen, daß sich der Widerstandskoeffizient für Gase von verschiedenem spezi- fischen Gewicht, wie dies Leuchtgas und Luft sind, bei der Vergrößerung oder Verkleinerung der verschieden großen Öffnungen nicht proportional ändert. Je kleiner daher die'Einlaßquerschnitte werden, um so schneller und höher überschreitet die Widerstandskurve die Proportionalitätsgerade. Diese und jene anderen aus den Fehlerquellen der Vorrichtungen sich ergebenden Ursachen unerwünschter Gemischänderungen sollen durch eine zweite Veränderung des Querschnittes der Einlasse ausgeglichen werden. Diese zweite Querschnittsänderung findet in zwangläufiger Abhängigkeit von der ersten Veränderung der Einlaßquerschnitte statt, indem einzelne oder alle Querschnitte eine zusätzliche. Veränderung in dem Sinne erfahren, daß für jede
durch die erstere Querschnittsveränderung· der Einlasse herbeigeführte Einzelstellung die Fehler ausgeglichen werden. Zur Erreichung dieser Wirkung werden gemäß der Erfindung verschiedene Ausführungsformen von Mischreglern benutzt. Für den Gas- und Lufteinlaß kann ein gemeinsamer Verschlußkörper angebracht sein, der eine einfache Bewegung ausführt. Alsdann wird die zweite
ίο Verstellung durch die besondere Gestaltung und Stellung der Verschlußkanten und der Einlaßöffnungen erzielt. Es kann aber die zweite Verstellung der Einlasse auch dadurch erzielt werden, daß dem für beide Einlasse gemeinsamen Verschlußkörper außer der abhängig vom Verbrauch erfolgenden Bewegung eine weitere Sonderbewegung gegeben und somit die Doppelregelung durch die Lagenveränderung der Einlasse herbeigeführt wird. Diese Ausführung bietet den Vorteil, daß die zweite Verstellung einstellbar oder regelbar sein kann. Ferner können die Einlasse für Luft und Gas mit getrennten Verschlüssen versehen sein, die abhängig vom Verbrauch bezw. vom Betriebe der Schöpfvorrichtung vom Regler beeinflußt werden. Dabei können der eine oder beide \^erSchlüsse mit besonderen A^orrichtungen zur Hervorbringung der z\veiten Sonderverstellung versehen sein. Im übrigen richtet sich naturgemäß die Ausführung der Doppelregelung auch nach der Anzahl der Einlasse für Gas und Luft. Die Erfindung ist nicht auf die Anwendung zur A^ermischung von Gas und Luft beschränkt, sie kann auch für andere Gase angewendet werden, und es können auch mehr als ζλνεί Gasarten miteinander vermischt werden.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen von Mischreglern veranschaulicht, bei denen angenommen ist, daß der Einlaßregler abhängig vom Saugdruck eingestellt wird.
Fig.. ι bis 3 zeigen eine A^orrichtung mit umlaufender Fördervorrichtung und verstellbarem zylindrischen Verschlußkörper, wobei Fig. ι und 2 den Regler in zwei senkrechten Schnitten in ζλνεί zueinander senkrechten Ebenen und
Fig. 3 in wagerechtem Querschnitt zeigen. Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform mit verstellbarem Verschlußkörper.
Fig. 5 und 6 zeigen in Seitenansicht und wagerechtem Schnitt eine Vorrichtung, deren \^erschlußkörper kurvenartige Abschlußkanten hat.
Fig. 7 ist eine ähnliche Ausführungsform mit schrägen Abschlußkanten am Verschlußkörper.
Fig. 8 zeigt eine Vorrichtung mit getrennten Verschlüssen für Luft und Gas.
Bei der Vorrichtung gemäß Fig. ι bis 3. saugt die Schöpfvorrichtung, ζ. Β. eine beständig umlaufende Pumpe 1, deren Antrieb etwa mittels Riemens 2 erfolgt, aus der Saugleitung 5 und dem mit ihr verbundenen Saugraum 4 Gasluftgemisch an, um es in die Verbrauchsleitung· 3 weiter zu fördern, an die die A^erbrennungsstellen angeschlossen sind. In das hier zylindrische Gehäuse 4 des Saugraumes münden die Stutzen 6,7,8 (Fig. 3). Von diesen vermittelt der Stutzen 6 den Eintritt der Luft, während das Gas aus der Leitung 9, wie Fig. 2 zeigt, durch irgendeinen Druckregler 10 bekannter Ausführung und die Gaszuleitung 11 sowie den Stutzen 7 in den Saug- und Mischraum 4 gelangt. Der Ausfluß des unter .der Saugwirkung der Schöpfvorrichtung 1 sich bildenden Gasluftgemisches aus dem Saugraum 4 in die Gemischsaugleitung5 erfolgt durch den Stutzen 8 (Fig. 3). Der Saugraum steht durch im Boden des Gehäuses 4 vorgesehene Öffnungen 12 mit dem Raum 13 in Verbindung.
Die Regelungsvorrichtung· besteht bei der gewählten Ausführung in einer Membran 14, die mittels einer Platte 15 und der Stange 16 den für Gas- und Lufteinlaß gemeinsamen Verschlußkörper 17 trägt. Die Stange 16 ist um ihre Achse drehbar an dem Teil 14, 15 befestigt. Der Verschlußkörper 17 ist als Hohlkolben ausgebildet, dessen Wandungen mit den Öffnungen 18, 19, 23 für den Luft- und Gaseinlaß bezw. den Gemischauslaß versehen sind (Fig. 3). Der Verschlußkörper bewegt sich zwecks günstigerer Herstellung bei diesem Beispiel nicht unmittelbar vor den Einlaß- bezw. Auslaßstutzen des Saugraumgehäuses 4, vielmehr ist in letzteres ein zweiter Zylinderkörper 22 eingesetzt, dessen Öffnungen 20,21,24 vor den Öffnungen jener Stutzen liegen und mit den Öffnungen 18, 19, 23 des Verschlußkörpers zusammenwirken. Die Öffnungen 18, 19 sind gegeneinander versetzt in der Weise, daß bei einer Verdrehung des Verschlußkörpers eine der Einlaßöffnungen 18, 19 kleiner wird als die andere. Die Gemischauslaßöffnung 23 ist dagegen so groß, daß eine Verkleinerung des Auslaßquerschnittes 23,24 bei der Verdrehung des Ver- no schlußkörpers nicht erfolgt.
Sobald der Druck in der Verbrauchsleitung 3 über eine gewisse Grenze steigt oder fällt, verändert sich die Förderleistung der Schöpfvorrichtung 1. Diese Förderleistung beeinflußt die auf den Verschlußkörper 17 wirkende Regelungsvorrichtung 14, die gehoben oder gesenkt wird, je nachdem die Einlaßöffnungen für Luft und Gas vergrößert oder verkleinert werden sollen. Diese ausschließlich den Fördermengen proportionale ! Verstellung des Verschlußkörpers reicht aber
nicht aus, um ein durchaus konstantes Mischungsverhältnis für Gas und Luft auch bei wechselndem Verbrauch zu erzielen. Denn bei einer ausschließlich proportionalen Vergrößerung oder Verkleinerung der Einlaßquerschnitte ändern sich, wie bereits in der Einleitung erwähnt, die Widerstände für Gas und Luft nicht entsprechend proportional mit, nehmen vielmehr in stetigem Maße unproportional zu oder ab.
Bei der Ausführung nach Fig. ι bis 3 besteht nun die zweite Stellvorrichtung zur Ausgleichung jener besonderen Widerstände in einer schrägen Führung, durch die der Verschlußkörper 17 während seiner senkrechten Bewegung eine Verdrehung erfährt. Die schräge, \ron dem Regler 14 unabhängige Führung wird durch einen Bolzen 26 gebildet, der mittels eines Tragstückes 27 und der Befestigungsmutter 28 in beliebiger Schräglage an dem Schraubstück 29 eingestellt werden kann. Letzteres kann ebenfalls höher oder niedriger am Deckel 30 des Saugraumgehäuses 4 verstellt werden. Der Verschlußkörper 17 führt sich an dem schrägen Bolzen 26 mittels der Ansätze 31.
Durch die zweite Regelungsvorrichtung 26 wird folgendes bewirkt: ' Sobald bei vermehrtem Verbrauch ein stärkerer Zufluß von Gas und Luft eintritt und der Verschlußkörper 17 unter der Einwirkung des Reglers 14 angehoben wird, bewirkt die schräge Führung 26,31, daß der Körper 17 außer der senkrechten Bewegung eine \rerdrehüng um seine Achse erfährt, um so die Differenz auszugleichen, die sich bei einer ausschließlich durch die Regelungsvorrichtung 14 bewirkten Querschnittsänderung infolge der unproportionalen Widerstandsänderungen ergeben würde. Die in der Höhenrichtung erfolgende Veränderung der. Querschnitte entspricht ausschließlich der proportionalen Anpassung an den Verbrauch an Gasluftgemisch. Die Verdrehung des Verschlußkörpers dagegen bewirkt bei steigendem Verbrauch eine Verkleinerung des Lufteinlasses in der Querrichtung gegenüber einer Vergrößerung des Gaseinlaßquerschnittes in der Querabmessung, je nach der Höhenstellung des Verschlußkörpers.
Bei entsprechender Ausführung kann durch die Verdrehung des Verschlußkörpers bei steigendem A^erbrauch eine Verkleinerung des Lufteinlasses in der Querrichtung gegenüber ■ einer geringeren Verkleinerung oder einer Konstanterhaltung· des Gaseinlaßquerschnittes in der Querabmessurig bewirkt werden. Umgekehrt findet bei einem Überdruck in der Verbrauchsleitung eine Vergrößerung der Querabmessung für den Lufteinlaß gegenüber der Querabmessung des Gaseinlasses statt. Das Maß der Veränderung der Querabmessungen der Einlasse ist abhängig von der rechnerisch oder empirisch festgestellten Größe der Zu- und Abnahme der Widerstände in den Einlassen.
Bei der Ausführung nach Fig. 4 erfolgt ebenfalls eine Sonderverstellung des zylindrischen Verschlußkörpers ij. Die zweite Stellvorrichtung besteht hier aus einer Gewindespindel 32, an der sich der Verschlußkörper mit seiner Gewindemuffe 33 auf- und abbewegt, wenn die von den Fördermengen beeinflußte Regelungsvorrichtung 14 in Wirkung tritt. Im übrigen ist die Wirkungsweise und die Sonderverstellung· der Gas- und Lufteinlässe dieselbe wie bei der vorher beschriebenen Ausführungsform.
Die Vorrichtung nach Fig. 5 und 6 unterscheidet sich von den bisher erläuterten durch die verschiedene Ausführung und Gestaltung des Verschlußkörpers. Der letztere ist als ein um einen Zapfen 36 drehbarer Schieber 37 ausgebildet, der mit der Gaseinlaßöffnung 34 und dem Lufteinlaß 35 versehen ist. Der Gaseinlaß 34 wirkt mit der Öffnung 38 der Gaskammer 40, die Luftöffnung 35 mit dem Auslaß 39 der Luftkammer 41 zusammen. Die Zuleitung des Gases in die Kammer 40 erfolgt mittels der Leitung 42. Das Gemisch wird in dem Raum 43 erzeugt, der durch eine Saugleitung 44 mit einer beliebig gestalteten Schöpfvorrichtung verbunden ist. Der Saug- und Gemischraum 43 steht durch eine Rohrleitung 52 mit dem Innern einer Schwimmerglocke 47 in Verbindung. Letztere greift mittels eines Gestänges 46 an einem Hebelarm 45 des Drehschiebers 37 an.
Die Wirkungsweise ist folgende: Ist der Verbrauch air Gasluftgemisch gleichbleibend, so ist. auch der Ansaugvorgang stetig, und es bildet sich in den Räumen 43, 47 ein gleichbleibender Ansaugdruck, dem eine bestimmte Stellung der Schwimmerglocke entspricht. Nimmt der Verbrauch ab, so würde dies, wenn keine Regelung vorhanden wäre, eine Erhöhung des Druckes in der Saugleitung 44 hervorrufen, weil die Zuströmung zu den Saugräumen der Fördervorrichtung mit geringerer Geschwindigkeit.erfolgen würde, entsprechend der Abnahme der Geschwindigkeit des Durchflusses durch die Saugleitungen nach dem Saugraum der Schöpfvorrichtung.' Die Erhöhung des Druckes in den Saugräumen wird nun dadurch verhindert, daß die Schwimmerglocke 47 steigt und eine Verminderung der Querschnitte für den Gas- und Lufteinlaß herbeiführt. Infolge dieser Drosselung der Einströmung von Luft und Gas wird der dem Saugvorgang sich bietende Arbeitswiderstand um so viel erhöht, daß der für gewohnlich herrschende Normaldruck wieder hergestellt ist. Nimmt umgekehrt die För-
derleistung" der Schöpfvorrichtung wieder zu, entsteht also ein geringer Saugdruck in der Ansaugleitung 44 und in den Räumen 43, 47, so muß die Schwimmerglocke wieder sinken, wodurch eine Vergrößerung der Einlaßquerschnitte für Luft und Gas erzielt wird.
Um nun die störenden Einflüsse der in der Einleitung" beschriebenen Veränderungen des Widerstandes für Gas und Luft auszugleichen, ist bei der Ausführung nach Fig. 5 die eine der beiden Einlaßöffnungen 34, 35 in bestimmter Weise zu den Öffnungen 38 oder 39 abgeändert, indem z. B. die Gaseinlaßöffnung 34 mit einer kurvenartigen Abschlußkante 34' versehen ist. Wie aus Fig. 5 erkennbar ist, ist bei der dargestellten Ausführung die Öffnung 35 für die Luftzuführung durch zwei radiale Linien und durch zwei Kreisbögen mit dem Zapfen 36 als Mittelpunkt begrenzt.
Die Gaseinlaßöffnung 34 ist in ähnlicher Weise gestaltet, nur ist der äußere Kreisbogen durch eine exzentrische Kurve 34' ersetzt. Wird ferner angenommen, daß die hinter dem Schieber liegenden Öffnungen 38 und 39 gleichen Querschnitt haben, so ist ohne weiteres erkennbar, daß bei einer Drehung des Schiebers in der Pfeilrichtung die öffnung 35 proportional zu dem Verdrehungswinkel, die Öffnung 34 dagegen in beschleu- nigtem Maße wegen der Abnahme der Radien entgegen der Schließrichtung verschlossen wird. Somit findet in diesem Falle die Ausgleichung der Widerstandsänderungen durch die gesetzmäßige A^eränderung der Breite der einen Öffnung statt. Die hier durch die abweichende Gestaltung der einen öffnung erzielte Regelung könnte natürlich bei, entsprechender Abänderung auch auf beide Öffnungen übertragen werden. Die genaue Gestaltung der hierbei anzuwendenden Kurven muß empirisch oder rechnerisch den je-■ weiligen A^erhältnissen der Vorrichtung angepaßt werden.
Je nach der Beschaffenheit der Gase, die geschöpft und vermischt werden sollen, wird eine Beschleunigung oder eine Verzögerung der Abschlußbewegung durch die zweite Verstellung gegenüber der ersten Proportionalverstellung stattfinden müssen. Die Formen der Einlaßöffnungen, wodurch diesen Verstellungen entsprochen werden kann, können naturgemäß sehr verschieden sein und auf eine oder mehrere Abschlußkanten über-. tragen werden.
Bei der Ausführung nach Fig. 7 ist an Stelle eines Drehschiebers ein mit einer Schwimmerglocke 51 verbundener, in achsialer Richtung verstellbarer Verschlußschieber 48 vorgesehen, der ebenfalls gemeinsam die Einlaßöffnungen 49, 50 für Gas und Luft enthält. Die Sonderverstellung· der Einlaßquerschnitte wird in diesem Falle ähnlich wie bei der Ausführung nach Fig. 5 dadurch erzielt, daß die Abschlußkanten der einen oder beider Einlaßöffnungen abgeschrägt sind. In dem gewählten Beispiel ist zu dem Zweck, wie aus der Zeichnung ersichtlich, die Einlaßöffnung .50 trapezförmig oder rhombisch gestaltet. Im übrigen ist die Wirkungsweise dieselbe wie bei der Vorrichtung nach Fig. 5. ■
Gemäß Fig. 8 wirkt eine Schwimmerglocke 53 mittels der Gestänge 54, 55 auf zwei besondere, als Hähne 56, 57 ausgebildete Verschlüsse für den Gas- und Lufteinlaß ein. Der Hahn 56 ist in die Gasleitung 58 und der Hahn 57 in die Luftzuleitung 59 eingeschaltet. In diesem Fall wird der Druck in der Ansaugleitung 60 durch eine Nebenleitung· 70 auf den Innenraum der Schwimmerglocke 53 übertragen. Bei Überdruck ' in der Verbrauchsleitung steigt die Schwimmerglocke 53 und bewirkt dabei durch die Hähne 56, 57 eine Verengung des Durchlaßquerschnittes für Gas und Luft so lange, bis der konstante Ansaugdruck wieder hergestellt ist. Umgekehrt findet bei gesteigertem Verbrauch eine Vergrößerung der Durchlaßquerschnitte statt. Um auch hierbei die besonderen, bereits mehrfach erwähnten Widerstandsänderungen für Gas und Luft auszuschalten, sind der eine oder beide Verschlüsse mit besonderen Vorrichtungen zur Sonderverstellung der Durchlaßquerschnitte versehen, die fest oder nach- und einstellbar sein können. Diese Sonderregelung der Durchlaßquerschnitte ist bei dem Beispiel der Fig. 8 von einer Veränderung der A^erschlußgeschwindigkeit der Hähne 56, 57 abhängig gemacht. Zu dem Zweck ist an dem Gestänge 55 eine schräge oder kurvenartige Fläche 61 vorgesehen, die bei dem Auf- und Niedergang der Schwimmerglocke 53 auf einer am Flüssigkeitsgefäß 62 befestigten Rolle 63 läuft. Dadurch wird das Gestänge 55 um seinen Aufhängepunkt 64 gedreht. Am unteren Ende ist das Gestänge 55 mit einem Stift 65 in dem Schlitz 66 des bei 67 schwingbar aufgehängten zweiarmigen Hebels 68 geführt, der am anderen Ende mittels der Stange 69 an dem Hahn 57 angreift. Durch diese Anordnung Avird erreicht, daß die Veränderung des Durchlaßquerschnittes bei 57 nicht gleichmäßig ausschließlich unter dem Einfluß der durch den Verbrauch beeinflußten Regelungsvorrichtung·, sondern mit Beschleunigung erfolgt, wodurch Unterschiede in den Widerständen vermieden werden.
In dem dargestellten Beispiel wirkt ' in dieser Weise nur das eine Gestänge 55 mit dem einen Verschluß 57 zusammen. Selbstverständlich ließe sich in gleicher Weise auch das Gestänge 54 ausführen. Die Kurvenfläche kann in ihrer Schräglage einstellbar an
ihrem Traggestänge befestigt sein und ferner an Stelle einer beschleunigten eine verzögerte Querschnittsveränderung veranlassen, wie dies gerade die jeweiligen Verhältnisse bedingen.
Aus vorstehendem geht hervor, daß die Erreichung des beabsichtigten Zweckes auf mannigfaltige Weise erfolgen kann. Es sind nicht nur Balg- oder Glockenregler, sondern
ίο noch andere Vorrichtungen zur Regelung der Einströmquerschnitte geeignet. Die Bewegung des Verschlußkörpers kann in beliebiger Weise, z. B. achsial, schräg oder schraubenförmig erfolgen. An Stelle eines zylindrisehen Verschlußkörpers gemäß Fig. 1 und 4 könnte ein halb- oder nahezu halbzylindrischer Verschlußkörper vorgesehen sein. Die Einrichtung zur Sonderverstellung kann beliebig abgeändert sein, indem z. B. bei der Ausführung nach Fig. 5 und 7 nicht die Einlasse des Verschlußkörpers, sondern die öffnungen der Gas- und Luftzuleitung die Umgestaltung zur Herbeiführung der zweiten Verstellung erfahren. Die .Einlaßkanten können beliebig, schräg oder kurvenartig, wie dargestellt ist, oder stufenförmig gestaltet sein. Die Regelung der Fördervorrichtung kann auch in der Weise erfolgen, daß abhängig vom Verbrauch ein schnellerer oder langsamerer Antrieb' stattfindet. Ferner könnte die Veränderung der Querschnitte der Gas- und Lufteinlässe durch einen Flüssigkeitsverschluß mit wechselndem Stande des Spiegels erfolgen, z. B. durch Anwendung zweier miteinander durch eine Leitung in Verbindung stehender Flüssigkeitsbehälter, wobei der Inhalt des einen teilweise durch die Wirkung des Saugvorganges in den anderen übergeführt wird. Wesentlich ist in jedem Fall, daß die Querschnitte der Gas- und Lufteinlässe zwecks Gleicherhaltung des Druckunterschiedes zwischen der Ansaugleitung einerseits und der Zuleitung für Gas und Luft andererseits in zweifacher Hinsicht verändert werden, wobei die Vorrichtung zur selbsttätigen Veränderung der Querschnitte der Einlaßöffnungen, der Einlaßregler, von der Druck- oder von der Saugleitung oder in irgendwelcher bekannten Art bewegt werden kann.
.

Claims (8)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Mischregler zur Erzeugung eines gleichbleibenden Gasluftgemisches unter Anwendung einer das Gemisch unter erhöhtem Druck weiterfördernden Schöpfvorrichtung mit vom Verbrauch abhängiger Betriebsregelung, dadurch gekennzeichnet, daß außer einer in proportionaler Abhängigkeit vom Verbrauch sich vollziehenden Vergrößerung oder Verkleinerung der Einlasse im Regelüngsventil für Gas und Luft noch eine zweite ■Regelung in der Weise stattfindet, daß durch eine zweite, von der ersten Querschnittsänderung der Einlasse abhängige \^erkleinerung oder Vergrößerung jener Einlasse diejenigen zu- bezw. abnehmenden Widerstände für Gas und Luft, welche bei der ersten ausschließlich den Fördermengen entsprechenden Querschnittsänderung entstehen, sowie die Unvollkommenheiten der ersten Regelung ausgeglichen werden.
  2. 2. Mischregler gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußkörper für die Einlasse unter dem Einfluß der Saugwirkung der Schöpfvorrichtung bewegt wird.
  3. 3. Mischregler gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Regelung der Gas- und Luftzufuhr ein abhängig vom Druck in der Saugleitung (5) angehobener oder gesenkter Hohlzylinder (17) dient, dessen Einlasse. (18, 19) sich mit entsprechenden Durchtrittsöffnungen (20,21) in der Wandung des Reglergehäuses decken, und der gleichzeitig mittels einer Führung im Reglergehäuse um seine Achse gedreht wird, wodurch die Sonderverstellung des Regelungsventils zwecks Ausgleichung der wechselnden Widerstände der zu mischenden Gase veranlaßt wird.
  4. 4. Mischregler gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlzylinder (17) durch Ansätze (31) auf einem schrägen Bolzen (26) im Regler gehäuse geführt und um seine Achse gedreht wird.
  5. . 5. Mischregler gemäß Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen (26) sowohl in der Schräglage mittels eines Zapfens (27) und einer Befestigungsmutter (28) als auch in der Höhe mittels eines Schraubenbolzens (29) im Reglergehäuse einstellbar angeordnet ist.
  6. 6. Mischregler gemäß Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlzylinder (17) auf einer Gewindespindel (32) um seine Achse drehbar geführt wird.
  7. 7. Eine Regelungsvorrichtung gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Regelungsventil für das Gas und die Luft aus einem abhängig von den Bewegungen einer Schwimmerglocke (47) einstellbaren Drehschieber (37) besteht, dessen Durchtrittsöffnungen (34, 35) sich mehr oder weniger mit entsprechenden Einlassen (38,39) in der Wandung der Zuleitungskammern (40,41) decken, wobei die Querschnittsänderung der. Durch-
    trittsöffnungen zwecks Ausgleichung der wechselnden Widerstände der Gase dadurch bewirkt wird, daß die Durchtrittsöffnungen (34,35) des Schiebers durch verschiedene schräge, kurvenartige oder stufenförmige Abschlußkanten begrenzt werden.
  8. 8. Regelungsvorrichtung gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Zufluß für Gas und Luft in den Mischxaum durch getrennte, abhängig vom Verbrauch durch eine Schwimmerglocke (53) umgeschaltete Hahnverschlüsse (56, 57) bewirkt wird, von denen entweder der eine oder beide Verschlüsse mit besonderen Vorrichtungen (61) zur Einleitung der Sonderverstellungen der Hähne zwecks Ausgleichung der nicht proportionalen Widerstände der zu mischenden Gase versehen sind, wobei diese Vorrichtungen gegebenenfalls nachstellbar oder einstellbar sein können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1905184647D 1905-10-07 1905-10-07 Expired - Lifetime DE184647C (de)

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