DE18537C - Neuerungen an Tiefbohrvorrichtungen - Google Patents

Neuerungen an Tiefbohrvorrichtungen

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DE18537C
DE18537C DENDAT18537D DE18537DA DE18537C DE 18537 C DE18537 C DE 18537C DE NDAT18537 D DENDAT18537 D DE NDAT18537D DE 18537D A DE18537D A DE 18537DA DE 18537 C DE18537 C DE 18537C
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drill
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G. L. brückmann in Dortmund
Publication of DE18537C publication Critical patent/DE18537C/de
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B1/00Percussion drilling
    • E21B1/02Surface drives for drop hammers or percussion drilling, e.g. with a cable

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  • Earth Drilling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 5: Bergbau.
G. L. BRÜCKMANN in DORTMUND. Neuerungen an Tiefbohrvorrichtungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. September 1881 ab.
Bekanntlich bildet das regelmäfsige Umsetzen des Bohrers beim Seilbetrieb die meisten Schwierigkeiten, welchen man zwar durch Anwendung complicirter Bohrer (Kronenbohrer) zu begegnen sucht, aber dafür den Nachtheil erntet, dafs das Eindringen derselben in das Gestein nicht so intensiv vor sich geht, als bei Verwendung gewöhnlicher zweiflügeliger Bohrer. Die Beseitigung dieser Schwierigkeiten sowohl, als auch die möglichst rasche Erledigung der einzelnen Functionen beim Bohren (Schlagen, Schlämmen, Verrohren), welches nicht allein die sichere Durchführung der Bohrung wahrscheinlicher macht, sondern auch die Bohrkosten wesentlich vermindert, ist der Zweck des Apparates.
Auf einem drehscheibenartig zu bewegenden Gerüst A befinden sich die zum Einhängen und Aufholen des Bohrzeuges dienenden Lokomocbilen B und C, wovon erstere das zum Bohren benutzte Seil aufzutrommeln vermag, letztere zur Hülfsleistung beim Verrohren des Bohrloches, zum Drehen des Gerüstes und zur Aushülfe bei Beseitigung etwaigen Einklemmens des Bohrzeuges dient.
In der Mitte des Gerüstes, genau in der Achse des Bohrloches D, steht die direct wirkende Schlagmaschine E in solcher Höhe über der Bohrlochshängebank, dafs zwischen dieser und jener genügender Arbeitsraum F zum Verrohren des Bohrloches, Nachpressen der Röhren in losem Gebirge und zur Ausübung etwaiger Fangarbeit verbleibt. Die lichte Weite der hohlen Kolbenstange der Schlagmaschine mufs demnach so bemessen sein, als zum ungehinderten Durchgang des geräumigsten Bohrzeuges (Röhrentour mit äufserer Armatur) nothwendig ist. Der auf dem Gerüst aufgebaute Bohrthurm trägt die Seilscheiben G und H. An der Drehung des Gerüstes nehmen sämmtliche Maschinen und Seilscheiben gleichmäfsigen Antheil, mithin auch das am Seil befestigte, im Bohrloch befindliche Bohrzeug (Freifall, Fallklotz und Bohrer), so dafs beim Schlagen, unter gleichzeitiger Drehung des Gerüstes, das Umsetzen des Bohrers erfolgen mufs.
Die Dampfräume beider Kessel communiciren mittelst der Rohrleitung X, aus welcher der Dampf für die Schlagmaschine entnommen wird. Diese gegenseitige Unterstützung der Kessel vermindert etwaigen Aufenthalt durch unzureichende Dampfentwickelung und gestattet schnellste Aufholung des Bohrzeuges aus nicht unbedeutenden Tiefen. Das Drehen des Bohrthurmes geschieht durch Eingreifen eines Zahnrades J in eine auf I-Eisen verlagerte Zahnstange i, Fig. 4, welches mittelst der Achse K mit der treibenden Maschine Y und dem Bohrgerüst in Verbindung steht. Zur Vermeidung seitlicher Verschiebungen dienen die am Gerüst befestigten Rollen Z1, Fig. 4, welche in der äufseren Kehle des I-Eisens gleiten.
Die Fig. 5 bis 12 enthalten Details der Schlagmaschine, von welchen Fig. 5 links Ansicht, rechts Längenschnitt derselben im Zustand der Entweichung des gebrauchten Dampfes, also mit niedergehendem Kolben äu darstellt. Der Dampf wirkt nur kolbenauftreibend. Der Niedergang des Kolbens erfolgt durch das Uebergewicht des Bohrseiles bezw. Gestänges. Die beiden Enden der hohlen Kolbenstange a sind mit Ringen b by versehen, welche mittelst
seitlicher Ohren mit den aufserhalb des Schlagcylinders d sich bewegenden Zugstangen c C1 verbunden sind. Die Verlängerungen Z der Ohren des unteren Ringes bx gleiten in Führungen (e, Fig. 7, Ober-, Fig. 8 Seitenansicht; die conforme linke Hälfte fehlt) und verursachen bei Erreichung der Stellschraube f die plötzliche Hemmung des Kolbenaufganges. Sie dienen also nicht allein zur Verhinderung der Kolbendrehung, sondern auch zur Herbeiführung der Reaction des aufgehenden Bohrseiles oder Gestänges, welche zur Wirksamkeit der meisten Freifallstücke für Maschinenbohrungen erforderlich ist.
Zur Bewegung des Schiebers g dient aufser einem hier nicht gezeichneten Handhebel der Hebel h, welcher abwechselnd durch die an einer der Zugstangen Cc1 befestigten Knaggen H1 erfafst wird und dadurch die passende Schieberstellung herbeiführt. Soll der Hub verändert, z. B. verkürzt werden, so wird der Knaggen I1 weiter nach oben, also näher nach i hin, befestigt. Mit der Verkürzung des Hubes bedarf es auch des Niederschraubens der Stellschraube/, Fig. 8, damit dieselbe von den Armen Z behufs Hemmung des Kolbenhubes erreicht wird. Die Befestigung des Bohrseiles an der Kolbenstange α erfolgt mittelst der Vorrichtung Fig. io, Ii und 12, wovon Fig. io Oberansicht, Fig. 12 Seitenansicht unter Andeutung der hohlen Kolbenstange α mit dem Ring b in punktirten Linien, und Fig. 11 einen Horizontalschnitt p-pi innerhalb der hohlen Kolbenstange darstellt. In dem Deckel m, Fig. 10 und 12, befindet sich ein Schlitz /, durch welchen die Vorrichtung an das Bohrseil ί so weit geschoben werden kann, dafs letzteres von der an den Schraubenspindeln p px hängenden geöffneten Klammer k umfafst werden kann. Durch Schliefsen der Klammer, deren innere Fläche den Seilunebenheiten angepafst ist, mittelst der Schrauben 11, Fig. 11, wird das Seil an geeigneter Stelle fest mit der Vorrichtung verbunden und diese alsdann so weit in das hohle Kolbenrohr gehängt, bis der Deckel m den oberen Rand des Kolbenrohres bezw. des Ringes b erreicht. Eine Befestigung des Deckels m mit der hohlen Kolbenstange findet nur in so weit statt, als der Schlitz / und die Aussparung I1 im Deckel um Nasen w, Fig. 6, greifen, welche auf dem Ring b angebracht sind und dadurch ein conformes Drehen der Vorrichtung bezw. des daran befestigten Seiles mit der Kolbenstange bezw. der ganzen Einrichtung veranlassen. Durch Aufwickelung des Bohrseiles auf die Seiltrommel kann die Vorrichtung ohne weitere Umstände aus der hohlen Kolbenstange herausgeholt und durch Oeffnen der Klammer k und durch seitliches Abschieben vom Seile entfernt werden. Die Last des im Bohrloch hängenden Seiles giebt dem Deckel genügende Befestigung auf dem Kolbenrohr. Auf dem Deckel befinden sich zwei Schraubenmuttern 0 O1 befestigt, in welchen die in der Klammer k sich drehenden Spindeln Pp1 auf- und abwärts bewegt werden. Zur Bewegung dieser Spindeln dienen die Schneckenräder q qx nebst Schnecke und Kurbel rx. Mit dem Tieferwerden des Bohrloches werden die Spindeln niedergeschraubt. Nach vollständigem Ausschrauben derselben wird die Klammer k gelöst, um nach erfolgtem Zurückschrauben der Spindeln an einer geeigneten höheren Stelle des Seiles befestigt zu werden. Die erforderliche Ausgleichung des Bohrseil-(Gestänge-) Uebergewichtes wird durch den in Fig. 9 in Oberansicht dargestellten und in Fig. s punktirt angedeuteten Gegenbalancier bewerkstelligt. Derselbe bewegt sich an Zapfen des Ringes ^1 um den Bolzen ß, welcher sich in einem um die Achse t schwingenden Hängelager u befindet. Das Gegengewicht ν ist verschiebbar. Der hier beschriebene Bohrapparat ist nicht allein für Flach- und Rundseilbohrungen geeignet, sondern findet auch zweckmäfsige Verwendung bei drehenden Bohrungen mittelst Gestänge und Schappe (halbrundem Erdbohrer) oder Schneckenbohrer, sowie stofsenden Bohrungen mit und ohne Freifall, mit oder ohne Anwendung hydraulischer Schlammspülung. Eine Combination von Seil und Gestänge ist ebenfalls möglich.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Anordnung eines drehbaren Bohrthurmes zum Zweck der Drehung der Bohrer mit einer auf demselben in der Achse des Bohrloches stehenden Schlagmaschine, deren hohle Kolbenstange den Durchgang des Bohrzeuges gestattet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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