DE185997C - - Google Patents
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- DE185997C DE185997C DENDAT185997D DE185997DA DE185997C DE 185997 C DE185997 C DE 185997C DE NDAT185997 D DENDAT185997 D DE NDAT185997D DE 185997D A DE185997D A DE 185997DA DE 185997 C DE185997 C DE 185997C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D13/00—Machines for pulling-over the uppers when loosely laid upon the last and tacking the toe end
Landscapes
- Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 185997 KLASSE 71 c. GRUPPE
(V. St. A.).
Überholmaschine.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Juni 1904 ab.
Es sind bereits Maschinen zum Überholen des aufzuzwickenden Oberleders bekannt,
mittels welcher das Oberleder zum Aufzwicken auf dem Leisten vorbereitet wird, indem das lose über den Leisten geschobene
Oberleder von Greifervorrichtungen an verschiedenen Stellen erfaßt, angespannt und
über die Brandsohle gelegt wird, worauf das übergeholte Oberleder über der Brandsohle noch ■
ίο besonders ausgestrichen und angedrückt und
darauf durch einige wenige Zwecken an dem Leisten in zum Aufzwicken geeigneter Stellung
befestigt wird, vergl. die amerikanische Patentschrift 663777.
Bekannt ist es, wie gesagt, bei solchen Uberholmaschinen
das Oberleder durch die Greifer quer zum Leisten zu spannen. Bekannt ist es
auch, die Seitengreifer einzeln oder beide gleichzeitig, aber gegenläufig in der Längsrichtung
des Leistens zu bewegen. Nach vorliegender Erfindung werden nun die erwähnten Maschinen
in der Weise ausgebildet, daß die Seitengreifer eine gleichzeitige und gleichläufige Bewegung
in der Längsrichtung des Leistens erhalten, um das Oberleder an der Seite des Schuhes
in der Längsrichtung des Leistens zu spannen, wobei diese weitere Bewegung selbsttätig oder
von Hand erfolgen kann.
Diese Bewegung kann der Greifervorrichtung oder den Greifervorrichtungen entweder
vor, während oder nach der üblichen Aufwärtsbewegung derselben erteilt werden, und
zwar können die Greifervorrichtungen gleichzeitig gleich weit oder ungleich weit bewegt
werden. Die Größe der Bewegung ist beliebig regelbar und kann eine elastische oder zwangläufige
sein.
Durch dieses Spannen oder Anziehen des Oberleders an der Seite des Schuhes in der
Längsrichtung des Leistens, und zwar in der vorliegenden Ausführungsform der Erfindung
gegen die Spitze des Schuhes hin, wird das schlaffe Leder, welches .an der Fußbeuge und
dem Gelenkteil des Leistens entsteht, wenn das Oberleder den Leisten nur lose umgibt,
gegen die Spitze des Schuhes hingezogen, so daß eine bessere Verteilung des Oberleders und
ein besseres Anpassen desselben auf dem Leisten entsteht.
Das Anziehen des Oberleders nach oben geschieht bekanntlich dadurch, daß den Greifervorrichtungen,
welche das Oberleder an der Spitze und an den beiden Seiten erfaßt haben, sowie der Sohlenstütze eine relative Bewegung
erteilt wird.
In den beiliegenden Zeichnungen sind verschiedene Ausführungsformen der Erfindung
dargestellt.
Die erste Ausführungsform der Erfindung ist in den Fig. 1 bis 3 dargestellt. Der Mechanismus
zur Aufwärtsbewegung des Seitengreifers besteht, wie der in der amerikanischen Patentschrift 663777 behandelte, aus einer auf
der Hauptwelle D der Maschine angeordneten Kurvenscheibe X30 mit Kurvennut, in welche
eine Kammrolle 135 auf einem auf- und abwärts
fs. Auflage, ausgegeben am 5. Oktober jgoS.J
verschiebbaren Schieber 134 eingreift. Der Schieber 134 trägt eine Stange 136, auf welcher
zwei Kragen 141, 143 gelagert sind, zwischen
denen das gabelförmige Hinterende eines um Zapfen 152 drehbaren Hebels 154 eingreift.
Zwischen dem oberen, auf der Stange 136 verschiebbaren Kragen 143 und einer auf das OberendeN
der Stange 136 verstellbaren Schraubenmutter ist die Stange von einer Schraubenfeder
umgeben. Die Greiferstange 62 ist durch ein Kugelgelenk mit dem Vorderende des Hebels
154 verbunden. Unten ist die Greiferstange mit einer Nut 2401 versehen, in welche ein
Führungsstück 244 eingreift und den Greifer bei seiner Aufwärtsbewegung führt. Gemäß vorliegender
Erfindung ist diese Nut gegen die Längsachse der Greiferstange 62 geneigt und nicht zu dieser parallel wie in der obenerwähnten
Patentschrift, und zwar ist das Unterende der Nut von der Greiferstange weiter entfernt als
ihr Oberende, so daß bei der Aufwärtsbewegung des Greifers derselbe auch gleichzeitig vorwärts
gegen die Schuhspitze geschoben wird. Wie in der obenerwähnten Patentschrift bleibt
das Führungsstück 244 während der Aufwärtsbewegung des Greifers unbeweglich. Durch
diese Vorwärtsbewegung des Greifers, welcher das Oberleder vor seiner Aufwärtsbewegung
in der üblichen Weise erfaßt hat, wird das Oberleder gegen die Spitze des Leistens angezogen
bezw. · gespannt, wobei natürlich der Leisten in der üblichen Weise festgehalten wird. Der
Träger 256, auf welchem das Führungsstück 244 angeordnet ist, kann so eingerichtet sein,
daß er eventuell nachgeben könnte, so daß, wenn in einem gegebenen Falle das Anziehen
bezw. Anspannen des Oberleders gegen die Schuhspitze hin für unzweckmäßig gehalten
wird, die Vorwärtsbewegung des Greifers nicht stattzufinden braucht.
Es ist einleuchtend, daß die Nut 240 x auf dem
Träger 256 bezw. Maschinengestell und das Führungsstück 244 auf der Greiferstange angeordnet
sein könnten, ohne aus dem Bereich der Erfindung zu treten.
Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung, bei welcher die Vorwärtsbewegung
des Greifers durch einen Lenker e bewirkt' wird, dessen Enden durch Kugelgelenke
e1, e2 einerseits mit dem Maschinengestell
B und anderseits mit der Greiferstange 62 gelenkig verbunden sind. Beim Aufwärtsbewegen
der Greifervorrichtung wird letztere durch den Lenker gezwungen, sich gleichzeitig
vorwärts zu bewegen. Der Lenker besteht aus zwei Teilen ex, exx, die teleskopartig ineinandergreifen,
und von welchen jeder mit einem Kragen versehen ist, zwischen welchen
eine Schraubenfeder kx angeordnet ist, so daß die Vorwärtsbewegung des Greifers eine nachgiebige
wird.
Bei der auf Fig. 1, 2 und 3 veranschaulichten Ausführungsform wird die Größe der Vorwärtsbewegung
des Greifers durch die Neigung der Nut 2401 und durch die Größe der Aufwärtsbewegung
des Greifers bestimmt. In der auf Fig. 4 veranschaulichten Ausführungsform wird die Größe der Vorwärtsbewegung durch die
Länge des Lenkers e und der Winkel, welchen derselbe, wenn der Greifer in seiner niedrigsten
Stellung ist, mit den Teilen B und 62 bildet, bestimmt, abgesehen von dem Betrag, um
welchen die Feder kx nachgibt.
In der auf Fig. 5, 6 und 7 veranschaulichten Ausführungsform der Erfindung kann die Größe
der Vorwärtsbewegung des Greifers mit Bezug auf dessen Aufwärtsbewegung nach Bedarf
geregelt werden. Der Teil 240 x, in welchem
die der Nut 2401 der ersten Ausführungsform entsprechende Nut 240 xx angeordnet ist, ist
um einen Zapfen f drehbar und trägt unten eine Nut 240 a, in welcher ein auf einem Zapfen g
angeordnetes Exzenter g1 (Fig. 7) drehbar ist. Der Zapfen g ist in Ohren 62 a der Greiferstange
62 drehbar. Durch Drehen des Zapfens kann die Größe der Vorwärtsbewegung des Greifers
geregelt werden. Das Exzenter kann so groß gewählt werden, daß mittels desselben die
Nut 240 xx parallel zur Längsachse des Greifers,
also zu der Richtung seiner Aufwärtsbewegung, eingestellt werden kann, wenn" keine
Vorwärtsbewegung des Greifers stattfinden soll. Am Rand des Zapfens g kann eine Skala
und auf dem einen Ohr 62 a kann eine Marke
eingeschnitten werden, um die Größe der Neigung des Teils 240 x anzugeben. Durch eine
Stellmutter g3 kann der Stift nach Einstellung .der Neigung des Teils 240* festgeschraubt
werden. Wo mehrere Greifer angewandt werden,, kann durch diese Ausführungsform
der Erfindung die Vorwärtsbewegung der einzelnen Greifer verschieden eingestellt werden.'
In der auf Fig. 8, 9'und 10 veranschaulichten
Ausführungsform der Erfindung ist auf einer im Maschinengestell B drehbaren Welle i ein
Gestell h angeordnet, derart, daß es sich mit derselben dreht. Auf der Welle i ist ferner ein
Arm j drehbar angeordnet, dessen freies Ende mit einer Kammrolle versehen ist, die in eine
Kurvennut einer auf der Hauptwelle D der Maschine festsitzenden Kurvenscheibe D1 eingreift.
Dieser Arm j trägt einen Ansatz j2, in welchem eine Spindel k angeordnet ist, die
durch ein Loch h1 eines am Gestell h angeordneten
Armes A2 frei hindurchgeht. Auf der Spindel k ist zwischen dem Arm A2 und einem auf
das Ende der Spindel. k aufgeschraubten Rädchen
k% eine Schraubenfeder k1 angeordnet.
In dem Gestell A ist eine Schaukelwelle I angeordnet (Fig. 9 und 10), mit welcher die Enden
zweier Lenker e mittels Kugelgelenken e1 verbunden
sind. "Das andere Ende des einen Len-
Claims (14)
1. Überholmaschine, bei der der Leisten und die Greifervorrichtung zum Erfassen
des Oberleders mit Bezug aufeinander beweglich sind, um das Oberleder quer zum Leisten zu spannen, dadurch gekennzeichnet,
daß, die Greifer (62) an den gegenübcrliegenden Seiten des Leistens von
Hand (A3, Fig. 8 und 9) oder selbsttätig (244, 2401, Fig. ι bis 3, bezw. 244, 240 Λ'Α",
Fig. 5 bis 7, bezw. e1, e, e2, Fig. 4, bezw.
D1, h, c, Fig. 8 bis 10) zusammen in derselben
Richtung bewegt werden können, zum Zwecke, das Oberleder an der Seite des Schuhes in der Längsrichtung des
Leistens zu spannen.
2. überholmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil
(Kurvenscheibe D1, Fig. 8) der Vorrichtung zur selbsttätigen Bewegung der Greifervorrichtung
zwecks Spannung des Oberleders in der Längsrichtung des Leistens derart verstellbar ist, daß die Bewegung
des Greifers in der Längsrichtung vor, während oder nach dem Anspannen des Oberleders in der Querrichtung geschehen
kann.
3. Eine Überholmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch
eine verstellbare Vorrichtung (240", g1,
Fig. 5, bezw. x2, h3x, Fig. 11) die Größe
der Bewegung des das Oberleder in der Längsrichtung des Leistens spannenden Mechanismus geregelt bezw. diese Be\vegung
ganz aufgehoben werden kann.
4. Überholmaschine nach Anspruch 3 mit je einer Greifervorrichtung auf beiden aao
Seiten des Leistens, dadurch gekennzeichnet, daß auf den beiden Maschinenseiten je eine
von der anderen unabhängige Einstellvorrichtung ' (240 ■', g1, Fig. 5) angeordnet ist,
so daß die. Greifervorrichtungen dasOberledei" in der Längsrichtung des Leistens auf den
beiden Seiten verschieden stark spannen.
5. Überholmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem das
Oberleder in der Längsrichtung des Leistens spannenden Mechanismus ein nachgiebiges
Glied (Feder kx, Fig. 4, bezw. k1, Fig. 8)
eingeschaltet ist, das die Spannung elastisch macht.
6. Überholmaschine nach Anspruch 1 mit je einer Greifervorrichtung auf jeder
Seite des Leistens, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine verstellbare Vorrichtung
(k, k2, Fig. 8) die Spannung des Oberleders in der Längsrichtung des Leistens
beliebig bestimmt werden kann.
7. Überholmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung
zur Spannung des Oberleders in der Längsrichtung des Leistens aus einem Maschinenteil (244) besteht, der während
der Aufwärtsbewegung der Greifervorrichtung mit Bezug auf das Maschinengestell unbeweglich ist und mit einer an der Greifervorrichtung
vorgesehenen und gegen die Richtung der Aufwärtsbewegung' der Greileitvorrichtung
geneigten Nut (2401) zusammen wirkt (Fig. 1, 2 und 3).
8. Überholmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Lenker (e)
an seinen Enden einerseits mit dem Maschinengestell (B) und anderseits mit der
Greifervorrichtung (62) gelenkig verbunden ist. so daß die Greifervorrichtung bei
ihrer Aufwärtsbewegung gleichzeitig an der Seite des Schuhes in der Längsrichtung
des Leistens bewegt wird (Fig. 4).
9. Überholmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Lenker (e)
aus zwei mit Bezug aufeinander verschiebbaren Teilen (ex, exx) besteht, zwischen
· welchen eine Feder (kx) eingeschaltet ist.
10. Überholmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung
der Nut (240") gegen die Richtung der Aufwärtsbewegung der Greifervorrichtung
durch eine Einstellvorrichtung (Exzenter »λ,
240ι1) geändert werden kann (Fig. 5, 6 und 7).
11. Überholmaschine nach Anspruch 1
mit einer Greifervorrichtung auf jeder Seite des Leistens, dadurch gekennzeichnet, daß
die Greif er vorrichtungen mittels Lenker (c) mit einem durch ein Kurvengetriebe (D1)
bewegten, schwingenden Gestell (h) verbunden sind.
12. Überholmaschine nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell (h) von dem Kurvengetriebe (D1) aus durch
Vermittelung einer nachgiebigen Verbindung (L k-, k1, h2, Fig. 8 bis 11) bewegt
wird.
13. Überholmaschine nach Anspruch 11,
bei der in dem Gestell (h) eine Welle (I)
gelagert ist, mit welcher die Lenker (c) auf entgegengesetzten Seiten ihrer Achse
verbunden sind, so daß durch Schwingung dieser Welle das Oberleder um den Leisten herum verschoben werden kann,
dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (I) geneigt ist, um die Verbindungspunkte
(c\ e1) der Lenker (e) mit der Welle (I)
in eine gleiche Entfernung von der Welle (i), um welche sie schwingen, zu bringen und
den Hub beider Lenker somit gleich groß werden zu lassen.
14. Überholmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell
(Ji) einen verstellbaren Anschlag (h3x)
führt, der mit einer einstellbaren Kurvenfläche fx°-) derart zusammenwirkt, daß
durch deren Verstellung ein höherer oder niedrigerer Teil derselben in die Bewegungsbahn
des Anschlages (h'ix) tritt und dadurch
die Größe und die Anfangszeit der Bewegung der Greifervorrichtung in der Längsrichtung
des Leistens verändert bezw. diese Bewegung überhaupt aufgehoben wird.
Ergänzungsblatt zur Patentschrift 185997, Klasse 71c.
Durch Entscheidung des Reichsgerichts vom 22. Januar 1910 ist der Anspruch 1
für nichtig erklärt worden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE185997C true DE185997C (de) |
Family
ID=449792
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT185997D Active DE185997C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE185997C (de) |
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0
- DE DENDAT185997D patent/DE185997C/de active Active
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