DE187529C - - Google Patents

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DE187529C
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eccentric
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05C—EMBROIDERING; TUFTING
    • D05C3/00—General types of embroidering machines
    • D05C3/04—General types of embroidering machines with horizontal needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 187529 -. KLASSE 52 b. GRUPPE
Firma ADOLPH SAURER in ARBON, Schweiz.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Mai 1906 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Stichwechseleinrichtung an Schiffchen stickmaschinen, mit welcher die Schiffchenbewegung so geregelt werden kann, daß außer dem gewöhnlichen Steppstich und dem Plattstich ähnlichen Steppstich auch alle zwischen diesen beiden Sticharten liegenden Sticheffekte erzielt werden können; derselbe unterscheidet sich von bekannten derartigen Einrichtungen
ίο im wesentlichen dadurch, daß das zur Herbeiführung der Schiffchenbewegung vorgesehene Hubexzenter mit nur einer Kurvenprofilierung für die verschiedenartige Schiffchenbewegung bei den verschiedenen Sticharten vorgesehen ist, daß aber das an dem Hubexzenter anliegende Bewegungsübertragungsorgan derart verstellt werden kann, daß der die Abwärtsbewegung der Schiffchen bewirkende Kurventeil des Hubexzenters früher oder später auf das Bewegungsübertragungsorgan zur Einwirkung kommt.
Bei dieser Anordnung kann der Stichwechsel, wie dies bei bekannten Einrichtungen auch bereits der Fall ist, während des Arbeitsvorganges ohne weiteres, also ohne Abstellen der Maschine vorgenommen werden. Die Bauart der vorliegenden Einrichtung ist aber eine besonders einfache und bietet darum große Gewähr für regelmäßiges und sorgfältiges Arbeiten.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführung'sform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι dieselbe im Aufriß,
Fig. 2 im Grundriß,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. i,
Fig. 4 eine Seitenansicht eines Teiles der Fig. ι und
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie C-D der Fig. i.
Fig. 6 zeigt in größerem Maßstabe zwei Stickmuster in gewöhnlichem Steppstich und in Plattstich ähnlichem Steppstich von der Vorderseite des Stickgrundes aus gesehen,
Fig. 7 dieselben Stickmuster von der Rückseite des Stickgrundes aus gesehen.
.1 ist das Stickmaschinengestell, 2 sind die Schiffchen, 3 die schrägstehenden Schiffchenbahnen; 4 ist die Schiffchenhalterschiene, 5 die eine der geradlinig geführten, an die Schienen 4 angreifenden Schubstangen, 6 ist die Antriebwelle für die Schiffchen. Auf der Welle 6 sitzt ein Exzenter 7, welches zwei konzentrische Umfangsteile 71 und 7'' sowie zwei exzentrische Umfangsteile 73 und 7* besitzt. Neben dem Exzenter 7 ist eine Schubstange 8 angeordnet (Fig. 1, 2 und 5), welche vermittels einer rechteckigen Ausnehmung und eines in dieser hin- und herbeweglichen Steines um die Welle 6 greift und seitlich mit zwei Rollen 9 und 91 versehen ist, die gegen den Umfang des Exzenters 7 an zwei sich diametral gegenüberliegenden Stellen anliegen. Die Schubstange besitzt an ihrem den Rollen abgekehrten Ende eine segmentförmige Kulisse 10, deren Kreisbogenmittelpunkt in der ,Mitte der rechteckigen Ausnehmung des Schubstangenkopfes liegt, und in welcher ein Stein Ii geführt ist. Die Schubstange 8 ist'70
vermittels einer durch den Stein 11 gehenden Achse 12 mit dem einen Gabelende einer Stange 13 gekuppelt (Fig. 5), welche durch ihr anderes Gabelende mit einer Stange 14 verbunden ist. Mit der Stange 14 sind die einen Arme von Winkelhebeln 15 verbunden, deren andere Arme an die mit der Schiffchenhalterschiene 4 verbundenen Schubstangen 5 angreifen (auf der Zeichnung ist nur ein
ίο Winkelhebel 15 und nur eine Stange 5 dargestellt). Der Stein 11 und mit ihm die Stangen 13 und 14 sind vermittels einer um die Achse 12 greifenden Gelenkstange 16 (Fig. 1 und-5) am Gestell 1 aufgehängt; so daß der Stein und die Stangen sich bei der Bewegung der Schubstange 8 stets annähernd auf der Höhe der Welle 6 befinden.
In der Mitte der Kulisse 10 greift eine Stange 17 an (Fig. 1, 4 und 5), welche mit dem einen Arm eines am Gestell 1 drehbar gelagerten Winkelhebels 18 verbunden ist, dessen anderer Arm durch eine Stange 19 mit einem Schlitten 20 gelenkig verbunden ist. Der Schlitten'20 ist längs einer segmentförmigen. Führung 21 verschiebbar, welche vermittels einer in deren Längsmitte vorgesehenen Nabe um eine am Gestell 1 befestigte Achse 22 schwingbar ist, wobei die Nabe der Führung 21 einen Arm aufweist, welcher durch eine Stange 23 mit einem am Gestell 1 drehbar gelagerten Hebel 24 verbunden ist. Der Hebel 24 trägt eine Rolle, welche in die seitliche Kurvennut einer neben dem Exzenter 7 auf der Welle 6 sitzenden Scheibe 25 eingreift. Die Kurvennut besitzt zwei sich diametral gegenüberliegende konzentrische Teile 251 und 252, von welchen der erstere radial weiter entfernt ist als der letztere, und welche durch gerade Teile miteinander verbunden sind (Fig. 1).
Zur Verschiebung des Schlittens 20 längs der Führung 21 dient ein mittels Handrad 26 zu bewegendes, am Gestell 1 gelagertes Schneckenradgetriebe 27, 28, dessen Rad 28 an seiner verlängerten Nabe einen Arm 29 aufweist, welcher durch eine Stange 30 mit dem Schlitten 20 gelenkig verbunden ist (Fig. i, 2 und 3).
In Fig. 6 und 7 bezeichnet III das Stickmuster in gewöhnlichem Steppstich und IV dasselbe Muster in Plattstich ähnlichem Steppstich, α den Nadelfaden und b den Schiffchenfaden.
Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen Vorrichtung ist nun die folgende, wobei angenommen ist, daß die Welle 6 sich in der in Fig. ι eingezeichneten Pfeilrichtung drehe und die Stellung I des Schlittens 20 und der Schubstange 8 der Herstellung von gewöhnlichem Steppstich und die Stellung II dieser Teile der Herstellung von Plattstich ähnlichem Steppstich auf der Maschine entsprechen, sowie daß die gezeichnete Stellung dieser Teile und ihrer Zwischenglieder 17 bis 19 eine Mittellage derselben zwischen den Stellungen I und II zeige'.
Bei jeder Umdrehung der Welle 6 erhält das Führungsstück 21 von der Scheibe 25· aus eine Hin- und Herschwingung um die Achse 22. Die Drehung der Welle 6 bewirkt zunächst durch Einwirkung der Umfangteile 7* und 7" des Exzenters 7 auf die Rollen 91 und 9 der Schubstange 8 durch diese letztere und die Teile 15, 5 und 4 eine Aufwärtsbewegung" der Schiffchen, darauf durch Einwirkung der Teile 71 und 72 auf die Rollen 91 und 9 einen Stillstand der Schiffchen in ihrer oberen Stellung, alsdann durch Einwirkung der Teile 74 und 73 auf die Rollen 9 und 91 die Abwärtsbewegung der Schiffchen und schließlieh durch Einwirkung der Teile 71 und 72 auf die Rollen 9 und 91 einen Stillstand der Schiffchen in ihrer unteren Stellung.
Solange die Teile 20 und 8 in der Stellung I verbleiben, wird mit der Maschine gewöhnlicher Steppstich erzeugt, d. h. die Nadelfäden α werden vor den Schiffchenfäden b angezogen. Dabei werden dann die Schiffchenfäden durch die Nadelfäden gegen die .Sticklöcher gezogen (Fig. 7), wodurch das Muster III der Fig. 6 und 7 entsteht, bei welchem der Schiffchenfaden b eine Zickzacklinie bildet.
Soll nun vom gewöhnlichen Steppstich zum Plattstich ähnlichen Steppstich übergegangen bezw. das Muster IV der Fig. 7 erzielt werden, so wird, zweckmäßig während der Aufwärtsbewegung· der Schiffchen und wenn dieselben in ihrer oberen Lage eine Zeitlang verbleiben, also wenn die Umfangsteile 74, 73 und 71, 72 nacheinander auf die Rollen 91, 9 wirken, vermittels des Handrades 26 der Schlitten 20 auf der Führung 21 gegen deren unteres Ende zu bezw. aus Stellung I in Stellung II (Fig. 1) verschoben. Währenddessen ist die Rolle des Hebels 24 vom Teil 252 in den Teil 251 der •Kurvennut der Scheibe 25 gelangt, wodurch die Führung 21 mit ihrem unteren, den Schlitten 20 tragenden Ende in der Richtung des punktierten Pfeiles (Fig. 1) geschwungen no wird. Infolge dieser Schwingung des Schlittens 20 wird durch die Organe 19, 18, 17 die Kulisse 10 nach oben gezogen und so die Schubstange 8 aus der Stellung I in die Stellung II (Fig. 1) gebracht.
Die Schubstange 8 verbleibt in dieser letzteren Lage, solange die Rolle des Hebels 24 den Kurvennutteil 251 der Scheibe 25 durchläuft, und da in dieser Lage der Stange 8 ihre Rollen 9 und 91 sich über bezw. unter der durch die WTelle 6 und den Stein 11 gelegten Mittelebene befinden, so werden auch bei der
weiteren Drehung der Welle 6 die Umfangsteile 74 und 73 früher auf die Rollen 9 und 91 einwirken, als dies bei der für die Herstellung von gewöhnlichem Steppstich dienenden Stellung I der Stange 8 der Fall war; hierdurch wird auch eine frühere Abwärtsbewegung der Schiffchen und somit ein früheres Anziehen der Schiffchenfäden gegenüber den Nadelfäden erzielt, also das Muster IV der Fig. 6 und 7 erreicht, bei welchem der Nadelfaden a durch den gestreckten Schiffchenfaden b aus den Sticklöchern heraus nach der Längsmitte des Musters gezogen ist (Fig. 7).
Während die Schiffchen in ihrer unteren Lage eine Zeitlang verbleiben, d. h. während die Umfangsteile 71 und 72 auf die Rollen 9 und 91 wirken, fällt die Rolle des Hebels 24 aus dem Nutenteil 251 in den Teil 2ζ2, und die Führung 21 mit Schlitten 20 wird in ihre Anfangslage zurückgeschwungen, in welcher sie während der nächsten Aufwärtsbewegung der Schiffchen verbleibt,, um gegen das Ende derselben und während die Schiffchen in ihrer oberen Lage eine Zeitlang verbleiben, wieder in der Pfeilrichtumg ausgeschwungen zu werden. Es wird sich also mit jeder neuen Umdrehung der Welle 6 der vorbeschriebene Arbeitsvorgang wiederholen.
Soll vom Plattstich ähnlichen Steppstich wieder zum gewöhnlichen Steppstich zurückgegangen werden, so wird vermittels des Handrades 26 der Schlitten wieder aus der Stellung II in die Stellung I (Fig. 1) zurückgezogen.
Aus dem Vorstehenden geht hervor, daß, je nachdem der Schlitten mehr oder weniger längs der Führung 21 nach unten in der Richtung von I nach II verschoben wird, die Abwärtsbewegung der Schiffchen eine in größerem oder kleinerem Maße vorzeitige, ist; es kann daher das Anziehen der Schiffchenfäden nach Belieben reguliert und es können dadurch verschiedenartige, zwischen dem eigentlichen Steppstich und dem Plattstich ähnlichen Steppstich liegende Sticharten erzielt werden.
Zwecks Verstellung des Schlittens 20 kann die Maschine auch abgestellt werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Stichwechseleinrichtung für Schiffchenstickmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Herbeiführung der Schiffchenbewegung vorgesehene Hubexzenter (7) mit nur einer Kurvenprofilierung für die verschiedenartige Schiffchenbewegung bei den verschiedenen Sticharten versehen ist, daß aber das an dem Hubexzenter (7) anliegende Bewegungsübertragungsorgan (9, 8, 10) durch von Hand erfolgende Verstellung eines Schlittens (20) längs eines zwangläufig von dem Hubexzenter (7) aus hin- und herschwingenden ringssegmentförmigen Führungsstückes (21), bevor der die Abwärtsbewegung der Schiffchen bewirkende Kurventeil (74) des Hubexzenters (7) in Wirksamkeit tritt, derart gegen das Hubexzenter (7) verstellt werden kann, daß der die Abwärtsbewegung der Schiffchen bewirkende Kurven-
, teil (7*) des Hubexzenters (7) früher oder später auf das Bewegungsübertragungsorgan (20) zur Einwirkung kommt.
2. Stichwechseleinrichtung für Schiffchenstickmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das mit dem Hubexzenter (7) zwangläufig verbundene Bewegungsübertragungsorgan (9, 8, 10) auf der das Hubexzenter (7) tragenden Antriebswelle (6) drehbar und in seiner Längsrichtung verschiebbar gelagert, mit dem von Hand zu verstellenden Schlitten (20) durch ein Gestänge (17, 18, 19) und mit den an die Schiffchentreiber angeschlossenen Bewegungsgliedern (4, 5, 15, 14, 13, 12) durch Kulisse (10) und Stein (11) verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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