DE187745C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE187745C DE187745C DE1906187745D DE187745DA DE187745C DE 187745 C DE187745 C DE 187745C DE 1906187745 D DE1906187745 D DE 1906187745D DE 187745D A DE187745D A DE 187745DA DE 187745 C DE187745 C DE 187745C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- car
- spring
- friction
- discs
- absorbing device
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 239000000725 suspension Substances 0.000 claims description 13
- 230000035939 shock Effects 0.000 claims description 9
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 claims 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 3
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16F—SPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
- F16F7/00—Vibration-dampers; Shock-absorbers
- F16F7/02—Vibration-dampers; Shock-absorbers with relatively-rotatable friction surfaces that are pressed together
- F16F7/04—Vibration-dampers; Shock-absorbers with relatively-rotatable friction surfaces that are pressed together in the direction of the axis of rotation
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Vibration Dampers (AREA)
Description
3{afoctiicfy<yn Jotai i l'am-lb.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Man hat schon vielfach Vorrichtungen verwendet, welche bezwecken, die Stöße, die
durch die Unebenheiten des Weges auf die Wagenfedern ausgeübt werden, in der Weise
aufzuheben, daß eine Übertragung auf den Wagenkasten möglichst vermieden wird. Die
meisten derartigen Vorrichtungen besitzen aber den Nachteil, daß bei Verwendung derselben
die Wagenfedern noch stärker beanspracht werden, als wenn die Stoßfänger fehlen, oder aber daß die die Stöße auffangende
Vorrichtung auch bei geringen Schwankungen beansprucht wird, wodurch die für das bequeme Fahren erwünschte
weiche Federung des Wagenkastens verloren geht und die Pneumatiks unnötig beansprucht
werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Stoßdämpfvorrichtung, welche neben weicher
Federung die Hemmung der Schwankungen des Wagens durch entsprechend konstruierte
Reibkörper beim schnellen Fahren gewährleistet , indem die Stöße beim Fahren über
unebene Straßen nicht von den Tragfedern allein, sondern etwa zur Hälfte von der
Stoßdämpfvorrichtung aufgenommen werden. Die Tragfedern brauchen infolgedessen weniger
stark zu sein und können nahezu die doppelte Federung erhalten wie bisher.
Eine derartige Wirkung wird bei dem Erfindungsgegenstande
dadurch erreicht, daß in an sich bekannter Weise mehrere teils mit ebenen, teils mit unebenen Flächen aneinander
anliegende Scheiben, welche durch Federdruck zusammengepreßt werden, sich
gegeneinander beim Auftreten von Stößen verschieben, wobei aber die Anpressung der
Hauptreibflächen gegeneinander nicht wie bei den bisherigen Einrichtungen proportional den
Schwankungen' der Wagentragfeder, sondern von der Normallage aus anfänglich nur
wenig, nach den Endlagen hin aber stark anwachsend erfolgt.
Eine solche Stoßdämpfvorrichtung wird zweckmäßig in der Weise ausgeführt, daß
zwei durch Laschen und Zugstangen mit den Wagenfedern verbundene, federnd zusammengedrückte
Scheiben mit wellenförmigen Flächen aufeinander liegen, so daß sie bei konzentrischer
Verdrehung gegeneinander ,durch die Wellenflächen unter Überwindung der Federkraft
auseinandergedrückt werden und mit Hilfe der hierdurch entstehenden veränderlichen
Reibung die Übertragung der Stöße von den Wagenfedern auf den Wagenkasten verhindern. Um bei1 geringfügigen Schwingungen
des Wagens die Spannfeder der Stoßdämpfvorrichtung nur sehr wenig, beim Auftreten von stärkeren Stößen aber bedeutend
mehr, bezw. voll zu beanspruchen, wird die eine der beiden aufeinander liegenden
Reibungsflächen wellenförmig und die andere eben, aber mit Erhöhungen ausgeführt, welche
in der Normalstellung den Wellentälern der anderen Scheibe gegenüberliegen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Stoßdämpfvorrichtung dargestellt.
Fig. ι ist eine Ansicht derselben,
Fig. 2 ein wagerechter Schnitt durch die Reibscheiben.
Fig. 2 ein wagerechter Schnitt durch die Reibscheiben.
Fig. 3 veranschaulicht einen Teil der aneinander anliegenden Flächen der Reibscheiben
in der Abwicklung und
Fig. 4 das die Wirkungsweise des Apparates anzeigende Kräftediagramm.
Zwei aneinander liegende Reibscheiben a
ίο und b tragen seitliche Arme a' und b', welche
durch Zugstangen c und d mit der Tragfederlasche e gelenkig verbunden sind, während
die Drehachse derselben an dem Wagenkasten befestigt ist. Auf den Reibscheiben α und b
liegen zu beiden Seiten außerhalb zwei weitere Scheiben / und g, welche sich gegen erstere
unter Überwindung der Reibung um ein gewisses Maß konzentrisch verschieben können.
Das ganze Reibscheibensystem wird durch einen achsialen Bolzen h zusammengehalten,
dessen tellerförmiges Ende i einer Schraubenfeder k als Stützfläche dient. Die Schraubenfeder
k legt sich anderseits gegen die Scheibe/ an und bringt hierdurch die Scheiben / a, b, g
zum festen Anliegen aneinander. Die hierbei auftretende Erhöhung der Reibung zwischen
den Scheiben kann durch Einstellen der Mutter I geregelt werden.
Die Flächen der Scheiben /, α und b, g,
welche aneinander anliegen, sind eben, die gegeneinandergedrückten inneren Flächen der
Scheiben α und b aber wellenförmig gestaltet und verursachen, wenn sich die Scheiben α
und b konzentrisch gegeneinander verschieben, ein gegenseitiges Abheben derselben und damit
ein Anspannen der Feder k. Eine solche konzentrische Verschiebung der Scheiben a
und b gegeneinander findet statt, wenn die Federbundlasche e durch einen Stoß auf die
Laufräder nach oben gedruckt wird und diese Bewegung durch die Schubstangen c, d und
die Arme a', b' auf die Reibscheiben a, b überträgt. Die Verdrehung der Reibscheiben a
und b gegeneinander wird um so größer ausfallen, je größer der Stoß auf das Laufrad
ist, und in gleichem Maße wird auch die Anspannung der Feder k wachsen.
Damit nicht der Federdruck schon bei ge-■ ringen Schwingungen anwächst, besitzt die
eine Scheibe α eine gleichmäßig wellenförmige Innenfläche, während die Gegenscheibe b auf
der α zugekehrten Seite an sich eben ist, aber Vorsprünge, und zwar zweckmäßig
Wölbungen besitzt, welche bei normaler Stellung beider Scheiben den Wellentälern
der Scheibe α gegenüberliegen, während den Wellenbergen dieser Scheibe ebene Flächen
gegenüberstehen (s. Fig. 3). Bei normaler Stellung beider Scheiben brauchen sich die
Erhöhungen der Scheibe b und die Wellenflächen der Scheibe α nicht zu berühren. Bei
Verdrehung beider Scheiben gegeneinander legen sich diese Flächen aber aufeinander
auf, wobei bei geringer Verdrehung die beiden Flächen sich fast gar nicht voneinander
abheben, während bei stärkerem Ausschwingen der Arme a! und b' ein starkes Abheben der
Scheiben α und b voneinander und daher auch eine starke Vergrößerung der Spannung
der Feder k eintritt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist aus dem in Fig. 4 dargestellten Kräftediagramm
zu erkennen.
In diesem bezeichnet die Gerade m, η die Federung von ο bis zur Normalbelastung
und η, ο diejenige von der normalen bis zur maximalen Belastung, während η, ρ die normale
und 0, q die maximale Federbelastung wiedergeben.
Das Dreieck p, u, r stellt somit diejenige Arbeit dar, welche die Wagenfeder aufzunehmen
hat, wenn sie durch den stärksten Stoß aus ihrer Normallage gebracht wird, und die in Rede stehende Vorrichtung dient
dazu, diese Arbeit nicht zu groß ausfallen zu lassen.
Der dem Dreieck p, q, u entsprechende Teil der Arbeit wird nämlich durch den Stoßfänger
aufgenommen und ist in dem Diagramm durch die Fläche n, 0, s. wiedergegeben,
welche annähernd die Größe des Dreiecks p, q, r haben kann. Die gekrümmte Seite n, s
der Fläche n, o, s erhält die gezeichnete Form entsprechend der Bedingung, daß die Steigerung
des Drucks aus der Mittellage anfänglich langsam und dann erst schneller erfolgt,
damit man auf gutem Wege weich fährt, in der Mitte zwischen η und s die·
Spannung mehr wächst und am Ende wieder verhältnismäßig weniger, und zwar letzteres
zu dem Zweck, um die Endspannung s, q, welche gleichzeitig den auf die Pneumatiks
wirkenden Maximaldruck darstellt, für diese nicht zu groß werden zu lassen.
Da die Fläche n, o, s Reibungsarbeit darstellt, so wird sie auf dem Rückweg nicht
wieder zurückgegeben, dagegen wirkt die durch das Dreieck p, q, r wiedergegebene
Federarbeit wieder zurück, wird aber während der Rückbewegung von der gleichfalls rückwärts
wirkenden Reibungsarbeit der nahezu gleich großen Fläche n, 0, s aufgezehrt.
Bei einer plötzlichen Entlastung der Tragfeder wird auch deren Arbeit m, η, ρ durch
die Reibungsarbeit m, n, t sofort und in derselben Bewegungsrichtung absorbiert und umgekehrt
diejenige beim Zurückweichen der Feder in die Normallage.
Aus vorstehender Betrachtung geht hervor, daß die Tragfedern durch die Anordnung
der Stoßdämpfvorrichtung weder nach oben noch nach unten hin mehrfach ausschwingen
werden, sondern anstatt daß der durch einen Stoß erhaltene Impuls durch wiederholte
Schwingungen ausgetragen wird, erfolgt die Vernichtung der Stoßkräfte schon im Entstehen'.
Würde man die Stoßdämpfvorrichtung weglassen, so müßte die Tragfeder die Arbeit
n, o, s auch noch mit übernehmen, an das Dreieck p, q, r müßte also noch ein Dreieck
ίο p, q, u angesetzt werden, dessen Fläche derjenigen
von n, o, s entsprechen müßte, mit anderen Worten, ohne den Stoßfänger müßte
die Wagenfeder um so viel steifer gemacht werden.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:i. Stoßdämpfvorrichtung zur Entlastung der Wagenfederung, bei welcher mehrere teils mit ebenen, teils mit unebenen Flächen aneinander anliegende Scheiben unter durch Federdruck erhöhter Reibung sich gegeneinander verschieben, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpressung der Hauptreibflächen gegeneinander nicht proportional den Schwankungen der Wagentragfeder, sondern von der Normallage aus anfänglich nur wenig und erst nach den Endlagen zu stark anwachsend erfolgt, zum Zwecke weichen Fahrens bei normaler Beanspruchung des Wagens und wirksamen Abfangens der Stöße bei starken Wegeunebenheiten.
- 2. Stoßdämpfvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwei konzentrisch aufeinander gelegte Scheiben (a, b), die sich in wellenförmigen Flächen berühren, direkt oder unter Zwischenschaltung ebener Reibscheiben ff, g) durch Laschen (a', V) und Zugstangen (c, d) mit den Wagenfedern verbunden sind, während die Drehachse beider Scheiben an dem Wagenkasten befestigt ist.
- 3. Stoßdämpfvorrichtung nach Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die eine der beiden aufeinander gleitenden Reibungsflächen wellenförmig und die andere eben, aber mit Erhöhungen ausgeführt ist, die in der Normalstellung den Wellentälern der anderen Scheibe gegenüberstehen, zum Zweck, bei geringfügigen Schwingungen des Wagens die Spannfeder nur sehr wenig, beim Auftreten von stärkeren Stoßen aber wesentlich stärker, bezw. voll zu beanspruchen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT33956D AT33956B (de) | 1906-05-17 | 1907-02-16 | Stoßdämpfer zur Entlastung der Wagenfederung. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE187745T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE187745C true DE187745C (de) |
Family
ID=5720523
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1906187745D Expired - Lifetime DE187745C (de) | 1906-05-17 | 1906-05-17 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE187745C (de) |
| FR (1) | FR366548A (de) |
-
1906
- 1906-05-17 DE DE1906187745D patent/DE187745C/de not_active Expired - Lifetime
- 1906-05-23 FR FR366548A patent/FR366548A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR366548A (fr) | 1906-10-06 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1655299C3 (de) | Lastabhängig arbeitender Bremsdruckregler für eine druckmittetbetätigbare Fahrzeug-Bremsanlage, insbesondere eine Kraftfahrzeug-Bremsanlage | |
| EP0532860A1 (de) | Rolleneinrichtung für eine einer Backenschiene zugeordneten Zunge einer Weiche | |
| DE102006050977A1 (de) | Kettenfahrzeug | |
| DE834572C (de) | Bremsorgan fuer Gleisbremsprellboecke | |
| DE2503205A1 (de) | Reibungsdaempfer | |
| DE2802871A1 (de) | Einrichtung zum daempfen hin- und hergehender bewegungen eines an einem lenker aufgehaengten lastaufnahmemittels | |
| AT33956B (de) | Stoßdämpfer zur Entlastung der Wagenfederung. | |
| DE1206214B (de) | Elastisches Keillager | |
| EP1407954A1 (de) | Kuppelstange mit Richtgelenken in Eisenbahntragwageneinheiten | |
| DE2453223A1 (de) | Gleisbremsprellbock fuer hohe auflaufgeschwindigkeiten | |
| CH691374A5 (de) | Fliesslager - Separator. | |
| DE1064091B (de) | Aufhaengevorrichtung fuer eine Mittelpufferkupplung | |
| DE3425804C3 (de) | Fahrzeug-Anhängerkupplung mit Reibungsbremse | |
| DE2019412A1 (de) | Vorrichtung zum Unterstuetzen der Pedalkraft bei Kraftfahrzeugkupplungen,insbesondere fuer schwere Fahrzeuge | |
| DE2119331A1 (de) | Überladebrücke für Rampen oder dgl | |
| DE2222254B2 (de) | Aufhaengevorrichtung fuer das antriebsaggregat eines kraftwagens | |
| DE1132949B (de) | Lastabhaengig regelbare Gummifeder fuer Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge | |
| DE601537C (de) | Windkraftmaschine mit Pendelrahmen | |
| DE917952C (de) | Abfederung fuer Kraftfahrzeuge | |
| DE343305C (de) | Fahrgestell fuer Flugzeuge | |
| DE1938888A1 (de) | Spindel fuer Spinn- und Zwirnmaschinen | |
| DE2065670C3 (de) | Stein- und Überlastsicherung für Volldrehpflüge | |
| DE926589C (de) | Zwei- oder mehrachsiges Fahrzeug, z. B. Kraftfahrzeug, mit Raddruckausgleich | |
| AT236757B (de) | Walzwerk für die Hartzerkleinerung | |
| DE417310C (de) | Stossdaempfer, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |