DE188280C - - Google Patents
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- DE188280C DE188280C DENDAT188280D DE188280DA DE188280C DE 188280 C DE188280 C DE 188280C DE NDAT188280 D DENDAT188280 D DE NDAT188280D DE 188280D A DE188280D A DE 188280DA DE 188280 C DE188280 C DE 188280C
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01M—PROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
- H01M6/00—Primary cells; Manufacture thereof
- H01M6/50—Methods or arrangements for servicing or maintenance, e.g. for maintaining operating temperature
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— M 188280 KLASSE 21 δ. GRUPPE
EDOUARD BUHOT in PARIS.
Die vorliegende Erfindung hat ein galvanisches Element zum Gegenstand, bei dem
Chlor in flüssiger Form zur Depolarisation verwendet wird. Die Depolarisation wird
dadurch begünstigt, daß sich die eine oder beide Elektroden drehen und so abwechselnd
durch eine Chloratmosphäre und den Elektrolyten hindurchgeführt werden. Letzterer besteht
aus einer ioprozentigen wässerigen Salzsäurelösung, doch kann man auch die
Lösung des Chlorids desjenigen Metalls verwenden, das als negative Polelektrode dient.
Das Element besteht im wesentlichen aus zwei geschlossenen, durch ein mit Hahn versehenes
Rohr verbundenen Behältern, die sich in Lagern drehen lassen. Der eine Behälter enthält das flüssige Chlor, während der
andere mit· dem Elektrolyten teilweise gefüllt ist. In diesen tauchen die Elektroden ein,
die beispielsweise aus senkrecht zur Drehungsachse angeordneten Scheiben bestehen können.
Die negative oder Lösungselektrode kann aus Eisen oder Zink oder einem anderen geeigneten
Metall bestehen, die positive aus beiderseits platiniertem Silber oder aus Kohle, deren
Masse man wenig angreifbare, aber gut leitende metallische Stoffe einverleibt hat.
In der Zeichnung ist Fig. 1 ein Längsschnitt durch das ganze Element, Fig. 2 die
Ansicht einer positiven Polelektrode, Fig. 3 ein Schnitt nach A-A der Fig. 2; Fig. 4 ist
ein Schnitt durch eine andere Ausführungsform, die unter sorgfältigerer Abdichtung
größere elektrische Energiemengen bei geringerem Gewicht und größerer Haltbarkeit er- >35
gibt.
Der Apparat besteht aus zwei Behältern in Form von Drehkörpern, deren einer a, aus
geeignetem Metall, das flüssige Chlor enthält. Der zweite b, aus Metall oder einem anderen
geeigneten Stoff, enthält die Elektroden und den Elektrolyten. Diese beiden Behälter
stehen durch eine auf der Drehachse angeordneten, mit einem Hahn d versehene Tubulierung
c miteinander in Verbindung. An den beiden Enden des so angeordneten Gesamtapparates
befinden sich zwei in geeigneten Lagern ruhende Drehzapfen e e'. Auf die Verlängerung des einen ist eine Scheibe /
aufgekeilt, die auch durch irgend ein anderes Kraftübertragungsmittel ersetzt werden kann.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 besteht der Behälter b aus zwei Kalotten g, h,
zwischen denen die angreifbare Elektrode i eingeklemmt ist. Diese teilt somit den Behälter
b in zwei Abteilungen, die durch öffnungen j der Elektrode miteinander in Verbindung
stehen. Zu beiden Seiten der Elek-
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trode ζ sind die unangreifbaren positiven Polelektroden k k' angeordnet, die miteinander
leitend verbunden sind. In den Scheiben k sind Schlitze Z angebracht, deren Ränder nach
entgegengesetzten Seiten ausgebogen sind, wie Fig. ι und 3 zeigen. Sie bilden auf diese
Weise Schaufeln, die eine Erneuerung der Flüssigkeit zwischen den Elektroden erleichtern.
ίο Der elektrische Strom wird von Leitern m, η abgenommen, die an den Elektroden i
und k befestigt sind und zu den von dem Behälter b in geeigneter Weise isolierten
Klemmen ο, ρ führen. Von diesen gehen außen Leitungen r, s nach den runden Scheiben
t, u, die auf dem Drehzapfen e sitzen und von ihm isoliert sind. Diese Scheiben tauchen
in mit Quecksilber gefüllte Wannen v, w, von denen dann der Strom abgenommen wird.
Selbstverständlich kann auch die Stromabnahme in irgend einer anderen geeigneten
Weise erfolgen.
Die Ausführungsform Fig. 4 ergibt, wie bereits bemerkt, bei vollkommener Abdichtung
eine beträchtlich größere elektrische Energie bei geringerem Gewicht und größerer Haltbarkeit.
Zu diesem Zweck ist der aus zwei Kalotten bestehende drehbare Behälter der vorbeschriebenen
Anordnung durch ein Rohr aus Metall — z. B. gezogenem Stahl — ersetzt.
Letztere verdient den Vorzug vor den beschriebenen Kalotten, die meist aus schwer
homogen erhältlichem Guß hergestellt und auf die negative Elektrode i montiert sind,
wobei man einen um so größeren Durchmesser zu wählen hat, je größer die gewünschte
wirksame Fläche ist. Nach Fig. 4 besteht jede Elektrode aus einer Reihe geeignet
geformter Platten, die durch die Stangen, von denen sie gehalten werden,
leitend miteinander verbunden ' sind.
Durch diese Konstruktion wird mit verhältnismäßig
geringem Gewicht eine große Elektrodenfläche bei großer Widerstandskraft gegen inneren Druck geschaffen. Da ferner
der Anschluß der einzelnen Teile aneinander nach Kreisen von geringerem Durchmesser
erfolgt, so ist es leichter eine vollkommenere und haltbarere Abdichtung zu erzielen. Ferner
ist hier das das Element umschließende Metallrohr der direkten Berührung mit dem
Elektrolyten entzogen, der nebst den Elektroden in einem besonderen Behälter aus isolierendem
Stoff sich befindet. Dieser Behälter läßt sich leicht in die metallische Hülle einsetzen
und aus ihr herausnehmen.
Die negative Polelektrode i taucht ständig in den Elektrolyten ein, und nur die positive
Polelektrode geht durch die Gasatmosphäre. Diese Anordnung ist vorteilhaft, weil sie
einen geringen Verbrauch an den im Element in Reaktion tretenden Stoffen bedingt.
Nach Fig. 4 sind die Kalotten g, h nicht unmittelbar auf die Elektrode i festgeklemmt,
sie schließen vielmehr die beiden Enden eines langen Rohres x. Auf dieses ist die eine
Kalotte g mit Hilfe von Muttern und Bolzen oder dergl. unter Zwischenlage von zwei
elastischen isolierenden Dichtungen yy" aufgezogen,
während man die Kalotte h h direkt auf das Rohr aufschrauben kann.
Sollte eine größere Länge des Rohres χ es notwendig erscheinen lassen, so kann man es
außer in den Drehzapfen e e' auch noch in passend angebrachten Lunetten lagern lassen.
In dem Stahlrohr χ befindet sich ein zweites Rohr \ aus isolierendem Stoff, z. B.
aus Glas, das durch Deckel 1 und 2 geschlossen ist. Der der Tubulierung c zunächst
liegende Deckel ι ist mit einer Reihe von Bohrungen 3 versehen, durch die das
Chlorgas eintreten kann. Der hermetische Verschluß des Rohres \ wird durch eine
Metallstange 4 und durch Muttern bewirkt, durch die die Deckel 1 und 2 mit Gewalt
gegen die Dichtungen 5 und 6 gepreßt werden. Dieselbe Stange trägt eine Reihe von
Scheiben k aus unangreifbarem Metall oder aus Kohle, die durch die Stange miteinander
leitend verbunden sind und zusammen die positive Polelektrode bilden.
Die negative Polelektrode wird von Segmenten aus Zink, Eisen oder einem anderen
zweckdienlichen Metall gebildet. Sie sind durch einen mit ihnen aus einem Stück gegossenen
oder sonstwie an ihnen befestigten Bügel 8 untereinander leitend verbunden. Das eine zu einem Haken ausgebildete Ende 9
dieser Schiene hängt an einer kleinen Scheibe 10 aus Porzellan oder sonst einem isolierenden
Stoff, die auf der zentralen Stange 4 sitzt, während das andere Ende 11 des
Bügels 8 doppelt im rechten Winkel gebogen ist und am Rande einer kreisrunden, Quecksilber
enthaltenden isolierenden Rinne 12 hängt und mit seinem nach unten gebogenen
Schenkel 13 in das Quecksilber eintaucht. Diese Rinne 12 ist an dem Deckel 2 befestigt,
der auch eine kleine Metallscheibe 14 trägt. Diese ist in beständiger Berührung mit dem
Quecksilber 13 und an eine mit Gewinde versehene Stange ο befestigt, die durch den
Deckel 2 geht und mit ihren Muttern den negativen Pol bildet. Die positive Klemme
wird von der Schraube 15 gebildet, die den Deckel 2 mit der Stange 4 verbindet und auf
die eine Mutter 16 zum Festklemmen des Leitungsdrahtes aufgeschraubt ist.
Die beiden an die Klemmen ο und 15 angeschlossenen
Leitungen m, η gehen durch die beiden isolierenden Dichtungen yy' der Ka-
Claims (4)
1. Galvanisches Element, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksamen Teile
der positiven Polelektroden abwechselnd durch den Elektrolyten und eine durch flüssiges Chlor gesättigt erhaltene Chloratmosphäre
hindurchgeführt werden.
2. Galvanisches Element nach Anspruch i, bei dem die beweglichen Elektroden
mit Schlitzen für den Durchtritt des Elektrolyten versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ränder
jedes Schlitzes in entgegengesetzter Rich- go tung aus der Scheibe herausgebogen sind
und so Schaufeln bilden, die eine lebhaftere Zirkulation der zwischen den
festen und den beweglichen Elektroden befindlichen Flüssigkeitsschicht bewirken.
3. Galvanisches Element nach Anspruch ι und 2, gekennzeichnet durch
zwei sich gemeinsam drehende Behälter, von denen der eine zur Aufnahme des flüssigen Chlors und der andere zur Aufnähme
des Elektrolyten und der Elektroden dient, und die durch ein mit Hahn versehenes Rohr miteinander verbunden
sind.
4. Galvanisches Element nach Anspruch i, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die negativen Polelektroden derart aufgehängt sind, daß sie über ihre Halter gleiten und infolgedessen an der
Drehbewegung nicht teilnehmen. .
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE188280C true DE188280C (de) |
Family
ID=451908
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT188280D Active DE188280C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE188280C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1225723B (de) * | 1961-05-09 | 1966-09-29 | Siemens Ag | Verfahren zur elektrochemischen Aufloesung von Gasen mittels bewegter Elektroden in einem Brennstoffelement |
-
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- DE DENDAT188280D patent/DE188280C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1225723B (de) * | 1961-05-09 | 1966-09-29 | Siemens Ag | Verfahren zur elektrochemischen Aufloesung von Gasen mittels bewegter Elektroden in einem Brennstoffelement |
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