DE188434C - - Google Patents

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DE188434C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom

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Description

qerücit bee SaAW\-v\,\AW\a
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVs 188434 KLASSE 12o. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. März 1906 ab.
Es wurde gefunden, daß die bisher unbekannten Ester der hochmolekularen Monojodfettsäuren wertvolle therapeutische Eigenschaften besitzen. Sie können im Gegensatz zu den freien Jodfettsäuren zu subkutanen Einspritzungen benutzt werden. Vor den z. B. in der Patentschrift 96495 beschriebenen Produkten weisen sie den Vorzug der. geringeren Zähigkeit, größeren Haltbarkeit, Reinheit und der Abwesenheit von Chlor auf. Zur Darstellung der neuen Ester verfährt man in der Weise, daß man die hochmolekularen Jodfettsäuren mit esterifizierenden Mitteln behandelt. Die glatte Ausführbarkeit des Verfahrens ist überraschend, da man befürchten mußte, daß dabei durch die Einwirkung der Esterifizierungsmittel eine Jodabspaltung eintreten würde.
Aus der bekannten Esterifizierung der ß-Jodpropionsäure mit Hilfe von alkoholischer Salzsäure konnte kein Schluß auf die Möglichkeit der Esterifizierung der hochmolekularen Monojodfettsäuren gezogen werden. Der Unterschied zwischen den niedrig und den hochmolekularen Fettsäuren ist in vieler Beziehung so groß, daß man Reaktionen, die für erstere bekannt sind, nicht ohne weiteres auch als gültig für letztere ansehen darf. Es bedurfte der Ausführung des Experiments, um Sicherheit darüber zu erlangen, ob sich die jodhaltigen hochmolekularen Fettsäuren so leicht und glatt esterifizieren lassen wurden. In der britischen Patentschrift 11494/1902 ist ein Verfahren zur Darstellung .der Ester von hochmolekularen Jodfettsäuren durch Anlagerung von Jodwasserstoff an diese Ester beschrieben, also eine von der hier beschriebenen vollständig verschiedene Arbeitsweise. Die Angaben über die Eigenschaften dieser Produkte, die sich besonders im Beispiel 3 dieser Patentschrift befinden, beweisen, daß es sich hier gar nicht um chemische Individuen, sondern um undefinierbare Gemische handelt. Es wird dort z. B. angegeben, daß man aus dem Methylester der Fettsäuren des Olivenöls einen jodfettsauren Methylester mit einem Gehalt von 18 bis 19 Prozent Jod gewinnen kann. Die ungesättigte Säure des Olivenöls ist die Ölsäure, und der Methylester der daraus entstehenden Jodstearinsäure müßte 30 Prozent enthalten. Es folgt daraus" daß das Verfahren dieser britischen Patentschrift, deren Angaben auch schon in der Einleitung der deutschen Patentschrift 159748 als unrichtig bezeichnet wurden, nur zu unvollkommenen Resultaten führt. Sehr wahrscheinlich ist dieses unvollkommene Resultat auf den schädlichen Einfluß der vorhandenen freien Chlorwasserstoffsäure zurückzuführen.
Im Gegensatz zu dem Inhalt dieser britischen Patentschrift handelt es sich bei dem vorliegenden Verfahren um die Herstellung von chemisch reinen Substanzen, die den ihnen zukommenden theoretischen Jodgehalt besitzen. Diese Tatsache ist für die therapeutische Verwendbarkeit der Körper von großer Wichtigkeit, da für sie die Höhe des Jodgehalts von ausschlaggebender Bedeutung ist. Die reinen jodhaltigen Fettsäureester zeigen denn auch vor den in der britischen Patentschrift 11494/1902 beschriebenen ehe-
misch undefinierbaren Gemischen wesentliche Vorzüge bei ihrer therapeutischen Verwendung.
Beispiel I.
Äthylester der Jodbehensäure.
5 Teile Jodbehensäure werden mit 15 Teilen absolutem Alkohol und 1 Teil konzentrierter Schwefelsäure 4 Stunden am Rückflußkühler zum Sieden erhitzt. Das Gemisch wird dann in viel Wasser gegossen und das abgeschiedene öl mit Petroläther aufgenommen. Zur Entfernung etwa noch vorhandener freier Säure wird dann die Petrolätherlösung mit verdünnter Kaliumkarbonatlösung durchgeschüttelt, mit Wasser mehrmals gewaschen, der Petroläther-verdampft und die hinterbleibende hellgelbe ölige Flüssigkeit im Vakuum bei ioo° getrocknet. Der Ester kristallisiert beim Abkühlen auf o°. Er kann durch mehrmaliges Umkristallisieren aus Petroläther unter jedesmaliger guter Abkühlung in reinem Zustand in Form von weißen, etwas glänzenden Kriställchen, die unter dem Mikroskop als dünne Prismen erscheinen, erhalten werden. Schmelzpunkt 290. Jodgehalt 25,5 Prozent (Theorie 25,05 Prozent). Er ist fast geruch- und geschmacklos.
Genau ebenso wird der Methylester der Jodbehensäure bei Anwendung von Methylalkohol gewonnen. Er besitzt ganz ähnliche Eigenschaften.
Beispiel 2.
Äthylester der Jodstearinsäure.
Zur Darstellung des Äthylesters der Jodstearinsäure verfährt man genau wie in Beispiel ι angegeben unter Benutzung von Jodstearinsäure. Der Ester ist ein hellgelbes Öl von schwach obstartigem Geruch. Die Jodstearinsäure wurde durch Anlagerung von Jodwasserstoff an reinste Kahlbaumsche Ölsäure erhalten.
Das Verfahren verläuft in analoger Weise bei Verwendung von anderen hochmolekularen Jodfettsäuren, wie z. B. der durch die Einwirkung von Jodnatrium auf a-Brompalmitinsäure erhältlichen a-Jodpalmitinsäure. Der Äthylester dieser Säure stellt ein schwach rötlichgelb gefärbtes Öl von eigenartigem Geruch dar.
Selbstverständlich kann man auch andere Esterifizierungsmethoden anwenden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Alkylestern der hochmolekularen Monojodfettsäuren, darin bestehend, daß man hochmolekulare Monojodfettsäuren mit esterifizierenden Agenzien behandelt.
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