DE188593C - - Google Patents
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- DE188593C DE188593C DENDAT188593D DE188593DA DE188593C DE 188593 C DE188593 C DE 188593C DE NDAT188593 D DENDAT188593 D DE NDAT188593D DE 188593D A DE188593D A DE 188593DA DE 188593 C DE188593 C DE 188593C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B3/00—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
- D06B3/04—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of yarns, threads or filaments
- D06B3/08—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of yarns, threads or filaments as hanks
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 188593-KLASSE Sa. GRUPPE
GEORG BURKHARDT in ROSZWEIN i. S.
Vorrichtung zum Behandeln von Garnsträhnen mit Flüssigkeit.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung zum Behandeln von Garnsträhnen
mit Flüssigkeit. Die neue Vorrichtung hat mit ähnlichen bekannten Vorrichtungen das Merkmal gemein, daß die
Garnsträhne auf zwei Reihen von Stangen aufliegen, die unabhängig voneinander bewegt
werden können. Das Neue vorliegender Erfindung besteht darin, daß die eine Stangenreihe
mit einer besonderen Hebevorrichtung verbunden ist. Die Einrichtung dieser Hebevorrichtung
ist so getroffen, daß das eine System von Stangen abwechselnd mit dem anderen und unabhängig von demselben angehoben
und dann wieder gesenkt wird, wobei im letzteren Falle den angehobenen
Stangen während ihres Niederganges eine Drehbewegung erteilt wird. Durch das gemeinsame
Anheben der beiden Stangensysteme wird bezweckt, die Garnsträhne zu verheben (anzuheben) und eine Streckung
derselben dadurch zu bewirken, daß der untere, mit Flüssigkeit vollgesaugte Teil der
Garnsträhne auf den oberen einen Zug ausübt. Hierdurch werden etwaige unbeabsichtigte
Verschiebungen der Garnsträhne gegeneinander, welche durch die Dampfeinströmung in die Farbflotte und durch das
Verziehen der Garnsträhne verursacht sind, wieder rückgängig gemacht. Die Drehung
der angehobenen Stäbe wird erst während des Niederganges derselben bewirkt; hierdurch
soll ein sehr sicheres und behutsames Umziehen des Garnes erreicht werden.
Die neue Vorrichtung ist auf der beiliegenden Zeichnung zur Darstellung gebracht,
und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht derselben und Fig. 2 eine Draufsicht,
während Fig. 3 eine Seitenansicht nach Anhebung der die Garnsträhne tragenden Stangen
und Fig. 4 eine Seitenansicht nach Bewegung der Aufwindevorrichtung veranschaulichen.
Die Fig. 5 und 6 zeigen die bei dem Erfindungsgegenstand verwendete Ausrückvorrichtung,
um das eine System der Tragstangen unabhängig von dem anderen System bewegen zu können, und zwar vor bezw.
nach Bewegung der Ausrückvorrichtung. Fig. 7 zeigt einen Schnitt durch die Führung
der das Heben der Stangen besorgenden Traverse. Die Fig. 8 und 9 zeigen vertikale
Längsschnitte durch die Färbevorrichtung, aus welchen die Lage der Garnsträhne auf
den Garnträgern in zwei verschiedenen Stellungen erkannt werden kann. Fig. 10 zeigt
eine Draufsicht auf den Färbebottich.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, besteht der Erfindungsgegenstand aus dem
Färbebottich I, welcher zweckmäßig rechteckige Gestalt besitzt. An den beiden Längs-Seiten
des Färbebottichs sind je zwei Führungen 2, 3 angeordnet, in welchen je eine
Traverse 4 (Fig. 3 und 4) geführt ist. Die Traversen 4 stehen mit je zwei Stangen 5, 6
in Verbindung, welche oben in die Tragschienen 7, 8 (Fig. 1, 4 und 5) auslaufen.
Letztere dienen vorübergehend als Träger für die beiden Latten 9, 10, auf welchen bei
Ii die Tragstangen 12 (Fig. 10) drehbar gelagert
sind. Auf den Stangen 5, 6 sind die Winkelhebel 13, 14 und 83, 86 drehbar gelagert
(Fig. 5 und 6). Die beiden Arme 14
bezw. 86 derselben sind durch die Lenkstange 15 gelenkig verbunden, während die
Arme 13 bezw. 83 in die Tragstücke 16 auslaufen. Wenn die Tragstücke 16 die in
Fig. 5 gekennzeichnete Lage besitzen, greifen dieselben unter die Latten 17, 18, auf welchen
bei 20 die Tragstangen 19 (Fig. 8, 9 und 10) abnehmbar gelagert sind. Die Latten 9, 10
sind mit zwei Stangen 91, 92 (Fig. 3) verbunden, welche in den zu beiden Seiten des
Bottichs angeordneten Führungen 95, 96 verschiebbar gelagert sind. Ebenso stehen die
Latten 17, 18 mit den Stangen 93, 94 (Fig. 4) in Verbindung, welche ihre Führung bei 97
bezw. 98 an jeder Seite des Bottichs besitzen. Auf den zu beiden Seiten des Bottichs angeordneten
Führungen 3 sitzt je ein Winkelhebel 21, 22. Jeder Arm 22 dieser beiden
Winkelhebel steht mit je einer Zugstange 23 in Verbindung, während jeder der beiden
Arme 21 in eine Gabel 24 (Fig. 4) ausläuft. Die Zugstange 23 auf der einen Seite des
Färbebottichs steht mit der Zugstange 23 auf der anderen Seite durch eine Traverse 90 in
Verbindung, so daß man durch einen Handgriff die auf beiden Seiten des Färbebottichs
angeordneten Winkelhebel 21, 22 bewegen kann.
Sobald beim Senken der Stangen 5, 6 und somit auch beim Senken der Gelenkstange 15
der Stift 25 derselben in die Gabel 24 eintritt, können durch einen Zug an den zu
beiden Seiten des Bottichs befindlichen Stangen 23 mittels der Traverse 90 die Winkelhebel
13, 14 und 83, 86 so gedreht werden, daß sie die Lage nach Fig. 6 einnehmen und
die Tragschienen 16 sich dann nicht mehr unter den Latten 17, 18 befinden (Fig. 6).
Die Traversen 4 stehen durch das Gelenkstück 26 mit den beiden Armen 28 des bei
27 schwingbar gelagerten Hebels 28, 29 in Verbindung. Die Arme 29 dieser Hebel sind
mit der Zugstange 30 verbunden. An die Querstange 30 ist mittels zweier Schrauben 31
die Gabel 32 befestigt (Fig. 1, 8 und 10). Letztere läuft in die Stange 36 aus, welche
oben die Gabel 35 besitzt. An diese ist der Zapfen 33 der Kurbel 34 angelenkt, zu
welchem Zweck die beiden Schrauben 37, 38 in entsprechende Vertiefungen des Zapfens 33
fassen. Auf der Welle 39 der Kurbel 34 ist das Zahnrad 40 befestigt, welches mit
dem Zahnrad 41 der Welle 42 kämmt. Auf der Welle 45 sitzt die Fest- bezw. Losscheibe
46, 47. Durch Drehung der Festscheibe können die Traversen 4 gehoben und gesenkt werden. Die Latten 9, 10 bezw.
17, 18 liegen in der in Fig. 4 dargestellten Lage auf den eisernen Stangen 48, 49, welche
auf je zwei Zahnstangen 71, 72, bezw. 73, 74 abnehmbar gelagert sind. Letztere sind in
den Führungen 50, 51 bezw. 52, 53 lotrecht verschiebbar geführt. In die Zahnstangen
71, 72 bezw. 73, 74 greifen die Stirnräder 54, 55 bezw. 56, 57 ein (Fig. 2), welche auf
den Wellen 58 bezw. 59 befestigt sind. Auf der Welle 58 ist das konische Rad 82 befestigt,
in welches das konische Rad 60 der Welle 61 eingreift. Auf der Welle 61 ist
das Stirnrad 62 befestigt, mit welchem das Stirnrad 63 der Kurbelwelle 64 kämmt. Auf
der Welle 58 ist ferner das konische Rad 65 befestigt. Dasselbe kämmt mit dem konischen
Rad 66 der Welle 67. Auf dem anderen Ende der Welle 67 sitzt das konische Rad 69,
welches in das konische Rad 70 der Welle 59 eingreift. Durch Drehung der Kurbelwelle 64
wird daher die Drehbewegung der Welle 58 durch die konischen Räder 65, 66, 69, 70 auf
die Welle 59 übertragen. Die Drehbewegung der beiden Wellen 58, 59 wird durch die
Stirnräder 54, 55 bezw. 56, 57 (Fig. 2) auf die Zahnstangen 71, 72 bezw. 73, 74 übertragen,
was zur Folge hat, daß letztere aus ihren Führungen 50, 51 bezw. 52, 53 herausgehoben
werden. Zu welchem Zwecke das Herausheben der Tragstangen der Garnsträhne in die Lage nach Fig. 4 erfolgt, wird unten
erläutert werden.
Die Stangen 12 sind an dem einen Ende mit je einem Kettenrad 76 versehen (Fig. 2).
Auf der Welle des vordersten Kettenrades ist die Kurbel 77 befestigt. Über sämtliche
Kettenräder läuft eine Gelenkkette 78, so daß, wenn das vorderste Kettenrad 76 durch die
Kurbel 77 gedreht wird, auch die anderen Kettenräder und somit auch sämtliche Stangen
12 in Drehung versetzt werden. Die Stangen 19 sind mit je einem abnehmbar
eingerichteten Rechen 80 versehen, dessen Querstäbe dazu dienen, ein Verfilzen der
verschiedenen Garnsträhne untereinander zu verhüten.
Die Wirkungsweise der soeben gekennzeichneten Vorrichtung ist folgende;
Nachdem der Färbebottich mit der Farbflüssigkeit gefüllt ist, die Stangen 12, 19 in
der Höhenlage nach Fig. 4 mit Garnsträhnen beschickt und alsdann die Stangen 48, 49 von
den Zahnstangen 73, 74 bezw. 71, 72 heruntergenommen worden sind, so daß die Latten
9, 10 und die Latten 17, 18 nicht mehr von
den Stangen 48, 49 am Niedersinken verhindert werden (vergl. Fig. 10), die Garnsträhne
also in eine Höhenlage nach Fig. 1 gelangen können, werden durch Hinüberschieben des
Riemens auf die Festscheibe 46 die Traversen 4 gehoben und hierdurch die Latten
9, 10 bezw. 17, 18 gemeinsam angehoben
(Fig. 8). Hierdurch wird erreicht, daß der untere, mit Flüssigkeit vollgesaugte Teil der
Garnsträhne auf den oberen einen Zug aus-
übt, so daß die Garnsträhne sich möglichst lang ziehen können, wodurch einem Verfilzen
derselben vorgebeugt wird.
Die Stangen 12, 19 erreichen ihre höchste
Lage, sobald der Kurbelarm 34 seine tiefste Stellung einnimmt. In dem Maße, als der
Arm 34 sich wieder hebt, werden die Traversen 4 gesenkt, was zur Folge hat, daß auch die Latten 9, 10 bezw. 17, 18 niedergehen
(Fig. 1). Sobald die Traversen 4 ihre tiefste Lage erreicht haben, wird von Hand
aus die Traverse 90 und durch diese auch die Zugstange 23 gezogen, was zur Folge
hat, daß der in der Gabel 24 befindliche Stift 25 der Stange 15 fortbewegt und mit
der Stange 15 die beiden Winkelhebel 13, 14
bezw. 83, 86 so gedreht werden, daß die Tragstücke 16 außerhalb des Bereiches der
Latten 17, 18 gelangen (Fig. 6). Die Folge davon ist, daß die wieder heraufgehenden
Traversen 4 nur die Latten 9, 10 zu heben vermögen. Die Latten 17, 18 bleiben dann
auf dem Rande des Bottichs liegen (vergl. Fig. 9). Nachdem die Latten 9, 10 ihre
höchste Stellung erreicht haben (Fig. 9), wird während des Niederganges derselben die
Kurbel 77 gedreht, hierdurch werden die Tragstangen 12 gedreht. Dieses Drehen der
Tragstangen 12 während ihres Niederganges hat ein sicheres und behutsames Umziehen
des Garnes zur Folge, und zwar derart, daß nach dem Senken der Stangen 9, 10 der vorher
aus der Farbflotte herausragende Teil des Garnes von Farbflüssigkeit benetzt wird.
Nachdem die Latten 9, 10 wieder gesenkt sind, wird die Zugstange 23 in entgegengesetzter
Richtung wie vorhin von Hand aus bewegt, wodurch die Tragstücke 16 in die in
Fig. 5 und IO gekennzeichnete Lage zurückgelangen. Jetzt werden mit den Stangen 9, 10
wieder die Stangen 17, 18 angehoben, wodurch ein nochmaliges Strecken der Strähne
erzielt wird. Sollten durch die Dampfeinströmung in die Farbflotte und durch das
Verziehen des Garnes die Strähne mit ihren Fäden gegeneinandergefahren sein, so wird
dies durch die zweite Streckung der Strähne wieder rückgängig gemacht. Nach dem Niedergehen der Traversen werden die
Stangensysteme in ihre ursprüngliche Lage wieder zurückgeführt, worauf die Maschine
einige Minuten stillstehen kann.
In allen denjenigen Fällen, in welchen es sich darum handelt, der Farbflotte weitere
Farbstoffe zuzuführen oder einzelne Partien des Garnes durch andere zu ersetzen, werden
in der vorhin angedeuteten Weise bei der in den Fig. 5 und 10 gekennzeichneten Lage der
Tragstücke die Traversen mit den Latten 9, 10 und 17, ΐ 8 sowie den Stangen 12 bezw. 19
hochgehoben, hierauf die Stangen 48, 49 auf die zugehörigen Zahnstangen 73, 74 bezw.
71,72 gelegt (Fig. 4) und dann durch Drehung der Kurbelwelle 64 die Wellen 58, 59 in
Drehung versetzt, was, wie bereits vorhin angedeutet wurde, zur Folge hat, daß die
Zahnstangen 71,72. bezw. 73, 74 aus ihren Führungen nach oben treten und die Latten
9, 10 und 17, 18 sowie die Stangen 12, 19
noch weiter anheben, und zwar so weit, bis das Garn aus der Farbflotte heraustritt (Fig. 4).
Jetzt kann man neue Farbe zugeben sowie die Garnsträhne durch neue ersetzen, worauf
der Prozeß sich in der vorhin gekennzeichneten Weise weiter abspielen kann.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Behandeln von Garnsträhnen mit Flüssigkeit mit zwei
Reihen unabhängig voneinander heb- und senkbarer Tragstangen für die Garnsträhne,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Reihen der Stangen (12, 19) mit
einer Anhebevorrichtung ausgestattet sind, welche ermöglicht, die beiden Reihen von
Stangen (12, 19) sowohl gemeinsam miteinander als auch die eine Reihe (12)
unabhängig von der anderen Reihe (19) anzuheben und zu senken.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei von der Riemscheibenwelle
(45) aus anhebbare Traversen (4) mit Stangen (5, 6), welche unterhalb der den Garnstangen (12, 19)
als Träger dienenden Latten (9, 10 bezw. 17, 18) liegen und diese Latten bei ihrem
Hochgange anheben.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Traversenstangen
(5, 6) Winkelhebel (13, 14 bezw. 83, 86) gelagert sind, welche durch
eine Zugstange (23) verbunden sind, bei deren Verschiebung die Trägerteile (16)
für die eine .Garnstangenreihe (19) außerhalb des Bereiches der zugehörigen Latten
(17, 18) gelangen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE188593C true DE188593C (de) |
Family
ID=452201
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT188593D Active DE188593C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE188593C (de) |
-
0
- DE DENDAT188593D patent/DE188593C/de active Active
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