DE188593C - - Google Patents

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DE188593C
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B3/00—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
    • D06B3/04—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of yarns, threads or filaments
    • D06B3/08—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of yarns, threads or filaments as hanks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 188593-KLASSE Sa. GRUPPE
GEORG BURKHARDT in ROSZWEIN i. S.
Vorrichtung zum Behandeln von Garnsträhnen mit Flüssigkeit.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Januar 1906 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung zum Behandeln von Garnsträhnen mit Flüssigkeit. Die neue Vorrichtung hat mit ähnlichen bekannten Vorrichtungen das Merkmal gemein, daß die Garnsträhne auf zwei Reihen von Stangen aufliegen, die unabhängig voneinander bewegt werden können. Das Neue vorliegender Erfindung besteht darin, daß die eine Stangenreihe mit einer besonderen Hebevorrichtung verbunden ist. Die Einrichtung dieser Hebevorrichtung ist so getroffen, daß das eine System von Stangen abwechselnd mit dem anderen und unabhängig von demselben angehoben und dann wieder gesenkt wird, wobei im letzteren Falle den angehobenen Stangen während ihres Niederganges eine Drehbewegung erteilt wird. Durch das gemeinsame Anheben der beiden Stangensysteme wird bezweckt, die Garnsträhne zu verheben (anzuheben) und eine Streckung derselben dadurch zu bewirken, daß der untere, mit Flüssigkeit vollgesaugte Teil der Garnsträhne auf den oberen einen Zug ausübt. Hierdurch werden etwaige unbeabsichtigte Verschiebungen der Garnsträhne gegeneinander, welche durch die Dampfeinströmung in die Farbflotte und durch das Verziehen der Garnsträhne verursacht sind, wieder rückgängig gemacht. Die Drehung der angehobenen Stäbe wird erst während des Niederganges derselben bewirkt; hierdurch soll ein sehr sicheres und behutsames Umziehen des Garnes erreicht werden.
Die neue Vorrichtung ist auf der beiliegenden Zeichnung zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht derselben und Fig. 2 eine Draufsicht, während Fig. 3 eine Seitenansicht nach Anhebung der die Garnsträhne tragenden Stangen und Fig. 4 eine Seitenansicht nach Bewegung der Aufwindevorrichtung veranschaulichen. Die Fig. 5 und 6 zeigen die bei dem Erfindungsgegenstand verwendete Ausrückvorrichtung, um das eine System der Tragstangen unabhängig von dem anderen System bewegen zu können, und zwar vor bezw. nach Bewegung der Ausrückvorrichtung. Fig. 7 zeigt einen Schnitt durch die Führung der das Heben der Stangen besorgenden Traverse. Die Fig. 8 und 9 zeigen vertikale Längsschnitte durch die Färbevorrichtung, aus welchen die Lage der Garnsträhne auf den Garnträgern in zwei verschiedenen Stellungen erkannt werden kann. Fig. 10 zeigt eine Draufsicht auf den Färbebottich.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, besteht der Erfindungsgegenstand aus dem Färbebottich I, welcher zweckmäßig rechteckige Gestalt besitzt. An den beiden Längs-Seiten des Färbebottichs sind je zwei Führungen 2, 3 angeordnet, in welchen je eine Traverse 4 (Fig. 3 und 4) geführt ist. Die Traversen 4 stehen mit je zwei Stangen 5, 6 in Verbindung, welche oben in die Tragschienen 7, 8 (Fig. 1, 4 und 5) auslaufen. Letztere dienen vorübergehend als Träger für die beiden Latten 9, 10, auf welchen bei Ii die Tragstangen 12 (Fig. 10) drehbar gelagert sind. Auf den Stangen 5, 6 sind die Winkelhebel 13, 14 und 83, 86 drehbar gelagert (Fig. 5 und 6). Die beiden Arme 14
bezw. 86 derselben sind durch die Lenkstange 15 gelenkig verbunden, während die Arme 13 bezw. 83 in die Tragstücke 16 auslaufen. Wenn die Tragstücke 16 die in Fig. 5 gekennzeichnete Lage besitzen, greifen dieselben unter die Latten 17, 18, auf welchen bei 20 die Tragstangen 19 (Fig. 8, 9 und 10) abnehmbar gelagert sind. Die Latten 9, 10 sind mit zwei Stangen 91, 92 (Fig. 3) verbunden, welche in den zu beiden Seiten des Bottichs angeordneten Führungen 95, 96 verschiebbar gelagert sind. Ebenso stehen die Latten 17, 18 mit den Stangen 93, 94 (Fig. 4) in Verbindung, welche ihre Führung bei 97 bezw. 98 an jeder Seite des Bottichs besitzen. Auf den zu beiden Seiten des Bottichs angeordneten Führungen 3 sitzt je ein Winkelhebel 21, 22. Jeder Arm 22 dieser beiden Winkelhebel steht mit je einer Zugstange 23 in Verbindung, während jeder der beiden Arme 21 in eine Gabel 24 (Fig. 4) ausläuft. Die Zugstange 23 auf der einen Seite des Färbebottichs steht mit der Zugstange 23 auf der anderen Seite durch eine Traverse 90 in Verbindung, so daß man durch einen Handgriff die auf beiden Seiten des Färbebottichs angeordneten Winkelhebel 21, 22 bewegen kann.
Sobald beim Senken der Stangen 5, 6 und somit auch beim Senken der Gelenkstange 15 der Stift 25 derselben in die Gabel 24 eintritt, können durch einen Zug an den zu beiden Seiten des Bottichs befindlichen Stangen 23 mittels der Traverse 90 die Winkelhebel 13, 14 und 83, 86 so gedreht werden, daß sie die Lage nach Fig. 6 einnehmen und die Tragschienen 16 sich dann nicht mehr unter den Latten 17, 18 befinden (Fig. 6).
Die Traversen 4 stehen durch das Gelenkstück 26 mit den beiden Armen 28 des bei 27 schwingbar gelagerten Hebels 28, 29 in Verbindung. Die Arme 29 dieser Hebel sind mit der Zugstange 30 verbunden. An die Querstange 30 ist mittels zweier Schrauben 31 die Gabel 32 befestigt (Fig. 1, 8 und 10). Letztere läuft in die Stange 36 aus, welche oben die Gabel 35 besitzt. An diese ist der Zapfen 33 der Kurbel 34 angelenkt, zu welchem Zweck die beiden Schrauben 37, 38 in entsprechende Vertiefungen des Zapfens 33 fassen. Auf der Welle 39 der Kurbel 34 ist das Zahnrad 40 befestigt, welches mit dem Zahnrad 41 der Welle 42 kämmt. Auf der Welle 45 sitzt die Fest- bezw. Losscheibe 46, 47. Durch Drehung der Festscheibe können die Traversen 4 gehoben und gesenkt werden. Die Latten 9, 10 bezw. 17, 18 liegen in der in Fig. 4 dargestellten Lage auf den eisernen Stangen 48, 49, welche auf je zwei Zahnstangen 71, 72, bezw. 73, 74 abnehmbar gelagert sind. Letztere sind in den Führungen 50, 51 bezw. 52, 53 lotrecht verschiebbar geführt. In die Zahnstangen 71, 72 bezw. 73, 74 greifen die Stirnräder 54, 55 bezw. 56, 57 ein (Fig. 2), welche auf den Wellen 58 bezw. 59 befestigt sind. Auf der Welle 58 ist das konische Rad 82 befestigt, in welches das konische Rad 60 der Welle 61 eingreift. Auf der Welle 61 ist das Stirnrad 62 befestigt, mit welchem das Stirnrad 63 der Kurbelwelle 64 kämmt. Auf der Welle 58 ist ferner das konische Rad 65 befestigt. Dasselbe kämmt mit dem konischen Rad 66 der Welle 67. Auf dem anderen Ende der Welle 67 sitzt das konische Rad 69, welches in das konische Rad 70 der Welle 59 eingreift. Durch Drehung der Kurbelwelle 64 wird daher die Drehbewegung der Welle 58 durch die konischen Räder 65, 66, 69, 70 auf die Welle 59 übertragen. Die Drehbewegung der beiden Wellen 58, 59 wird durch die Stirnräder 54, 55 bezw. 56, 57 (Fig. 2) auf die Zahnstangen 71, 72 bezw. 73, 74 übertragen, was zur Folge hat, daß letztere aus ihren Führungen 50, 51 bezw. 52, 53 herausgehoben werden. Zu welchem Zwecke das Herausheben der Tragstangen der Garnsträhne in die Lage nach Fig. 4 erfolgt, wird unten erläutert werden.
Die Stangen 12 sind an dem einen Ende mit je einem Kettenrad 76 versehen (Fig. 2). Auf der Welle des vordersten Kettenrades ist die Kurbel 77 befestigt. Über sämtliche Kettenräder läuft eine Gelenkkette 78, so daß, wenn das vorderste Kettenrad 76 durch die Kurbel 77 gedreht wird, auch die anderen Kettenräder und somit auch sämtliche Stangen 12 in Drehung versetzt werden. Die Stangen 19 sind mit je einem abnehmbar eingerichteten Rechen 80 versehen, dessen Querstäbe dazu dienen, ein Verfilzen der verschiedenen Garnsträhne untereinander zu verhüten.
Die Wirkungsweise der soeben gekennzeichneten Vorrichtung ist folgende;
Nachdem der Färbebottich mit der Farbflüssigkeit gefüllt ist, die Stangen 12, 19 in der Höhenlage nach Fig. 4 mit Garnsträhnen beschickt und alsdann die Stangen 48, 49 von den Zahnstangen 73, 74 bezw. 71, 72 heruntergenommen worden sind, so daß die Latten 9, 10 und die Latten 17, 18 nicht mehr von den Stangen 48, 49 am Niedersinken verhindert werden (vergl. Fig. 10), die Garnsträhne also in eine Höhenlage nach Fig. 1 gelangen können, werden durch Hinüberschieben des Riemens auf die Festscheibe 46 die Traversen 4 gehoben und hierdurch die Latten 9, 10 bezw. 17, 18 gemeinsam angehoben (Fig. 8). Hierdurch wird erreicht, daß der untere, mit Flüssigkeit vollgesaugte Teil der Garnsträhne auf den oberen einen Zug aus-
übt, so daß die Garnsträhne sich möglichst lang ziehen können, wodurch einem Verfilzen derselben vorgebeugt wird.
Die Stangen 12, 19 erreichen ihre höchste Lage, sobald der Kurbelarm 34 seine tiefste Stellung einnimmt. In dem Maße, als der Arm 34 sich wieder hebt, werden die Traversen 4 gesenkt, was zur Folge hat, daß auch die Latten 9, 10 bezw. 17, 18 niedergehen (Fig. 1). Sobald die Traversen 4 ihre tiefste Lage erreicht haben, wird von Hand aus die Traverse 90 und durch diese auch die Zugstange 23 gezogen, was zur Folge hat, daß der in der Gabel 24 befindliche Stift 25 der Stange 15 fortbewegt und mit der Stange 15 die beiden Winkelhebel 13, 14 bezw. 83, 86 so gedreht werden, daß die Tragstücke 16 außerhalb des Bereiches der Latten 17, 18 gelangen (Fig. 6). Die Folge davon ist, daß die wieder heraufgehenden Traversen 4 nur die Latten 9, 10 zu heben vermögen. Die Latten 17, 18 bleiben dann auf dem Rande des Bottichs liegen (vergl. Fig. 9). Nachdem die Latten 9, 10 ihre höchste Stellung erreicht haben (Fig. 9), wird während des Niederganges derselben die Kurbel 77 gedreht, hierdurch werden die Tragstangen 12 gedreht. Dieses Drehen der Tragstangen 12 während ihres Niederganges hat ein sicheres und behutsames Umziehen des Garnes zur Folge, und zwar derart, daß nach dem Senken der Stangen 9, 10 der vorher aus der Farbflotte herausragende Teil des Garnes von Farbflüssigkeit benetzt wird.
Nachdem die Latten 9, 10 wieder gesenkt sind, wird die Zugstange 23 in entgegengesetzter Richtung wie vorhin von Hand aus bewegt, wodurch die Tragstücke 16 in die in Fig. 5 und IO gekennzeichnete Lage zurückgelangen. Jetzt werden mit den Stangen 9, 10 wieder die Stangen 17, 18 angehoben, wodurch ein nochmaliges Strecken der Strähne erzielt wird. Sollten durch die Dampfeinströmung in die Farbflotte und durch das Verziehen des Garnes die Strähne mit ihren Fäden gegeneinandergefahren sein, so wird dies durch die zweite Streckung der Strähne wieder rückgängig gemacht. Nach dem Niedergehen der Traversen werden die Stangensysteme in ihre ursprüngliche Lage wieder zurückgeführt, worauf die Maschine einige Minuten stillstehen kann.
In allen denjenigen Fällen, in welchen es sich darum handelt, der Farbflotte weitere Farbstoffe zuzuführen oder einzelne Partien des Garnes durch andere zu ersetzen, werden in der vorhin angedeuteten Weise bei der in den Fig. 5 und 10 gekennzeichneten Lage der Tragstücke die Traversen mit den Latten 9, 10 und 17, ΐ 8 sowie den Stangen 12 bezw. 19 hochgehoben, hierauf die Stangen 48, 49 auf die zugehörigen Zahnstangen 73, 74 bezw. 71,72 gelegt (Fig. 4) und dann durch Drehung der Kurbelwelle 64 die Wellen 58, 59 in Drehung versetzt, was, wie bereits vorhin angedeutet wurde, zur Folge hat, daß die Zahnstangen 71,72. bezw. 73, 74 aus ihren Führungen nach oben treten und die Latten 9, 10 und 17, 18 sowie die Stangen 12, 19 noch weiter anheben, und zwar so weit, bis das Garn aus der Farbflotte heraustritt (Fig. 4). Jetzt kann man neue Farbe zugeben sowie die Garnsträhne durch neue ersetzen, worauf der Prozeß sich in der vorhin gekennzeichneten Weise weiter abspielen kann.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Behandeln von Garnsträhnen mit Flüssigkeit mit zwei Reihen unabhängig voneinander heb- und senkbarer Tragstangen für die Garnsträhne, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Reihen der Stangen (12, 19) mit einer Anhebevorrichtung ausgestattet sind, welche ermöglicht, die beiden Reihen von Stangen (12, 19) sowohl gemeinsam miteinander als auch die eine Reihe (12) unabhängig von der anderen Reihe (19) anzuheben und zu senken.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei von der Riemscheibenwelle (45) aus anhebbare Traversen (4) mit Stangen (5, 6), welche unterhalb der den Garnstangen (12, 19) als Träger dienenden Latten (9, 10 bezw. 17, 18) liegen und diese Latten bei ihrem Hochgange anheben.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Traversenstangen (5, 6) Winkelhebel (13, 14 bezw. 83, 86) gelagert sind, welche durch eine Zugstange (23) verbunden sind, bei deren Verschiebung die Trägerteile (16) für die eine .Garnstangenreihe (19) außerhalb des Bereiches der zugehörigen Latten (17, 18) gelangen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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