DE188612C - - Google Patents

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DE188612C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27DWORKING VENEER OR PLYWOOD
    • B27D1/00Joining wood veneer with any material; Forming articles thereby; Preparatory processing of surfaces to be joined, e.g. scoring
    • B27D1/04Joining wood veneer with any material; Forming articles thereby; Preparatory processing of surfaces to be joined, e.g. scoring to produce plywood or articles made therefrom; Plywood sheets

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Veneer Processing And Manufacture Of Plywood (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ* 188612 -^ ■ KLASSE 38 c. GRUPPE
in ST. LOUIS, V. St. A.
furnierartige Platten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Oktober 1905 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf furnierartige Platten oder dergl., welche aus, einander überlappend, unter Druck verklebten Einzelstiicken aus Holz oder sonstigen Abfällen gebildet sind und in einer oder mehreren Schichten zur Herstellung aller möglichen Gebrauchsgegenstände beliebiger Form, z. B. Dielen, Schwellen, Kübel, Fässer, Röhren jeder Querschnittsform, Pfosten usw., Verwendung finden und besteht darin, daß die Berührungsfläche der zu vereinigenden Nachbarstücke nicht gerade, sondern ein- oder mehrfach geknickt verläuft. Hierdurch wird eine wesentlich größere Festigkeit den bisher bekannten, eine im Querschnitt geradlinige Berührungsstelle aufweisenden Überlappungen gegenüber erzielt, indem eine größere Berührungs- bezw. Klebfläche für die Verbindungsstelle geschaffen ist und diese in jeder Richtung ausgeübtem Druck besser widersteht.
Diese festere Verbindungsart gestattet, selbst die kleinsten Abfallstücke zu verwenden, da sie, die Festigkeit des vollen Materials erzielen läßt, während man infolge der bei der
bisherigen Überlappungsform nur erreichten geringen Haltbarkeit die Zahl der Verbindungsstellen möglichst einschränken, d. h. möglichst viel große Einzelstücke verwenden mußte.
Bei Verwendung mehrerer der solche Überlappungen aufweisenden Einzelschichten werden zur weiteren Erhöhung der Festigkeit der gebildeten Platten bezw. aus diesen hergestellten Körper die Überlappungsstellen der einen Schicht in bekannter Art über vollem Material der Nachbarschicht, d. h. versetzt angeordnet.
In der Zeichnung ist Fig. 1 eine aus Einzelstücken verschiedener Form und Abmessung mit der Überlappung nach vorliegender Erfindung hergestellte Schicht, Fig. 2 der Schnitt durch eine Überlappung und Fig. 3 der Schnitt durch eine aus mehreren derartigen Schichten gebildete gebogene Platte.
Die sich überlappenden Berührungsflächen der beiden zu verbindenden Einzelstücke sind, wie aus Fig. 2 hervorgeht, nicht, wie üblich, in einer ganz gerade verlaufenden, sondern in einer geknickten Fläche abgeschrägt, so daß sich an den abgeschrägten Teil -p ein flacher, federartiger Vorsprung 0 anschließt, der sich auf die Oberfläche des Nachbarstückes oder in eine entsprechende flache Nut q derselben legt. Auf diese Weise ist die Berührungsfläche wesentlich vergrößert und wird nach dem Verkleben unter starkem Druck ebenso fest wie das volle Material, da ihre verschieden gerichteten Flächen der Beanspruchung in verschiedenen Richtungen besser widerstehen.
In der aus Einzelstücken mit so gestalteten Überlappungen gebildeten Schicht kann die Richtung der Überlappungen und ihre Zahl eine beliebige sein. So kann z. B. die Platte aus zwei kürzeren oder schmaleren Einzel- -65 stücken zu einer längeren oder breiteren ge-
macht werden. In Fig. ι ist g ein langer Streifen eines Furniers, während h und i nur halb so lang, aber gleichbreit sind, j ist ein Streifen, der ebenso breit ist als h und g zusammengenommen, aber nicht so lang wie jeder der letzteren. Es muß beachtet werden, daß die Faser des Holzes in dem Stück j senkrecht zu derjenigen in den Streifen g, h und i einerseits und in den Streifen k, I und m
ίο andererseits verläuft, jedoch in derselben Richtung wie in η gerichtet ist. Bevor die Furnierstreifen in der in Fig. ι dargestellten Richtung auf den endlosen Riemen gelegt werden, welcher sie in bekannter Art der Form- bezw. Preßvorrichtung zuführt, werden sie derart vorbereitet, daß sie an den Kanten, die an die nächsten Verbandstücke zu liegen kommen, abgeschrägt werden. Beispielsweise werden die Stücke j so abgeschrägt, daß sie in der unten beschriebenen Weise mit den Stücken g und h verbunden werden, die an ihren, an die Stücke j angrenzenden Enden ebenfalls abgeschrägt sind und in gleicher Weise auch an ihren benachbarten Kanten, wie durch die punktierten Linien in Fig. 1 angedeutet ist. Das Stück h ist wieder an dem Ende oder der Kante, die an das Stück j angrenzt, abgeschrägt und das Stück i an seinen, an die Stücke h und g angrenzenden Kanten.
Die Überlappungen können auch schräg zur Kante der Schicht liegen, doch empfiehlt es sich, zur Erleichterung des Verpassens gleichförmige und viereckige Einzelstücke zu verwenden, sofern die Art des zu verarbeitenden Abfalls dies zuläßt. Es kann auch eine mit solchen Überlappungen hergestellte Schicht oder ein aus einem Stück bestehendes Band in bekannter Art spiralförmig um einen Kern gewickelt werden, wobei die Nachbarkanten jeder Windung in gleicher Weise miteinander verbunden werden. Sollen mehrere Schichten miteinander vereinigt werden, so ist darauf zu achten, daß bei der Anordnung der verschiedenen Furnierstücke auf dem Riemen die Überlappungen der zweiten Lage, wie üblich, so gelegt werden, daß sie über vollem Material liegen, wobei das Stück in der zweiten Lage, beispielsweise das mit j bezeichnete Stück, entgegengesetzt gerichteten Strich haben kann. Überdies kann die zweite oder jede andere Lage, wenn gewünscht, aus Diagonalstreifen gebildet werden, um alle geradlinigen Teile zu verbinden und zu verstärken.
Die einzelnen Schichten werden ebenfalls untereinander unter Druck verklebt. Statt die Einzelstücke in mehreren Schichten vor dem Einbringen in die Presse aufeinander zu ordnen, kann man auch bei zu bildenden Hohlkörpern eine Schicht fortlaufend in die Presse führen, so daß sich über die eine Schicht selbsttätig eine zweite legt, wobei die erste Schicht einem erhöhten Druck unterworfen wird. Bei spiralförmiger Windung erhält die nächste Schicht zweckmäßig entgegengesetzt gerichtete Windung, so daß die Überlappungen sich kreuzen. Beim Formen von Körpern aus einer oder mehreren solcher Schichten werden die aufeinander stoßenden Endränder derselben in gleicher Weise verbunden.
Die durch die eigenartige Überlappungsform erzielte große Festigkeit gestattet es, auch Abfälle schwächeren Materials mit solchen stärkeren Materials zusammen zu verbinden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Aus Einzelstücken durch unter Druck verklebte Überlappung hergestellte furnierartige Platten, dadurch gekennzeichnet, daß die Berührungs- bezw. Klebefläc.he der aus Abfall jeglicher Art, insbesondere von Holz, und in beliebiger Abmessung bezw. Form bestehenden Einzelstücke im Schnitt nicht geradlinig schräg, sondern geknickt verläuft, um diese Fläche zu vergrößern und die Verbindung Widerstandsfähiger zu machen.
2. Ausführungsform der Überlappung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägfläche (p) zwischen einem federartigen Vorsprung (0) und einer entsprechenden flachen Nut (q) zur Aufnahme des Vorsprungs (0) des Nachbarstückes liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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