DE188973C - - Google Patents

Info

Publication number
DE188973C
DE188973C DENDAT188973D DE188973DA DE188973C DE 188973 C DE188973 C DE 188973C DE NDAT188973 D DENDAT188973 D DE NDAT188973D DE 188973D A DE188973D A DE 188973DA DE 188973 C DE188973 C DE 188973C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
needles
plating
pattern
thread
thread guides
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT188973D
Other languages
English (en)
Publication of DE188973C publication Critical patent/DE188973C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B11/00Straight-bar knitting machines with fixed needles
    • D04B11/18Straight-bar knitting machines with fixed needles for producing patterned fabrics
    • D04B11/20Straight-bar knitting machines with fixed needles for producing patterned fabrics with colour patterns

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Of Fabric (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 25 a. GRUPPE
EUGEN LIEBERT und ANTON MARTIN in CHEMNITZ.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. April 1906 ab.
Die bekannten Plattiervorrichtungen arbeiten in der Weise, daß ihre Plattierfadenführer in Arbeitsstellung· geschaltet werden, wenn sie plattieren sollen. Von diesen Vorrichtungen unterscheidet sich die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Plattiervorrichtung dadurch, daß ihre über die ganze Fontur verteilten Fadenführer
Hch in Arbeitsstellung gehalten werden
für gewöhn- und
ίο daß nur diejenigen Fadenführer aus der Arbeitsstellung ausgeschaltet werden, die nicht arbeiten sollen.
Eine derartige Plattiervorrichtung ist in der Zeichnung in Verbindung mit einem flachen Wirkstuhl dargestellt. Fig. 1 ist eine Vorderansicht einer einzelnen Fontur mit den dazugehörigen hauptsächlichen Schalt- und Antriebsteilen. Fig. 2 ist eine Seitenansicht, teilweise im senkrechten Schnitt von links ge-
zo sehen. Fig. 3 wiederholt in größerem Maßstabe einige wichtige Teile aus Fig. 2, und Fig. 4 ist eine Vorderansicht dazu. Fig. 5 zeigt ein Wirkmuster, um die Wirkung der Vorrichtung beim Mindern zu veranschauliehen.
Von den ganz bekannten Arbeits\verkzeugen des flachen Wirkstuhles mögen hier nur die Stuhlnadeln 1, die Mindernadeln 2 und die Platinen 3 zur allgemeinen Orientierung kurz erwähnt werden. Auch von der Mustervorrichtung sind einige Teile bekannt, so z. B. die Lochnadeln 4, wenngleich dieselben hier in einer anderen Ausführungsform Verwendung finden. Die Mustervorrichtung ist in bekannter Weise aushebbar aus der Maschine und kann nach oben hin entfernt werden, indem man sie mittels einer Darmsaite 5, welche über eine Rolle 6 läuft, in Hochstellung aufhängt, wobei die Gegengewichte 7 unterstützend mitwirken. Wird die Mustervorrichtung in die aus Fig. 1 und 2 ersichtliche Arbeitsstellung hinabgelassen, so ruht sie mittels der Gabeln 8, 9 auf den Lenkstangen 10 auf, welche von der Hauptwelle 11 aus in bekannter Weise durch Exzenter bewegt werden, indem annähernd die senkrechten Bewegungen dadurch geregelt werden, daß auf dem Umfang des einen Exzenters die Rolle 12 läuft, die an dem freien Ende eines um die
■ feste Welle 13 schwingenden Hebels 14 sitzt, während auf der Welle 13 die Hebel 15 befestigt sind, in denen die Lenkstangen 10 ruhen. Die wagerechten Seitenbewegungen der Mustervorrichtung werden durch die Stange 16 und den zweiarmigen Hebel 17, i8 geregelt, indem letzterer gegen den Daumen 19 anliegt, welcher um die Welle 20 schwingt,
■ mit dem Hebel 21 starr verbunden ist und seine Bewegungen dadurch erhält, daß die an seinem freien Ende drehbar gelagerte Rolle 22 auf dem Umfange eines .auf der Hauptwelle 11 sitzenden Exzenters wälzt.
In der so bewegten Mustervorrichtung ist eine über die ganze Maschinenlänge durchgehende Welle 23 drehbar gelagert, auf weleher bei jeder Fontur eine Musterwalze 24
88973
Und an einer oder an mehreren Stellen ein Schalträdchen 25 starr befestigt ist. In die Zähne des letzteren greift der Zahn einer Schaltklinke 26, welche durch irgendeinen auf- und niedergehenden Maschinenteil des Wirkstuhles bei jedem Arbeitsspiel einmal auf- und niedergeschwungen wird und dabei jedesmal die Welle 23 mit den Mustertrommeln 24 um eine Teilung weiterschaltet. Dabei geraten jedesmal die in einer Reihe aufgesteckten Musterknöpfe 27 ('s. auch besonders Fig. 3) gegen das Kopfende 28 der Plattierfadenführer 4 und bringen diese vor die Stuhlnadelreihe 1 außer Arbeitsstellung. Diejenigen Plattierfadenführer, deren Köpfe 28 nicht- .gegen aufgesteckte Musterknöpfe 27 auftreffen, bleiben in der Lage 28', 4' zurück und arbeiten fort. Sobald die Plattierfadenführer von den getroffenen Knöpfen abgclaufen sind, werden sie durch Federdruck in ihre alte Lage (Arbeitsstellung) gebracht.
Die Plattierfadenführer drehen sich um eine Achse 29, welche in einem Rahmenstück 30 befestigt ist. In diesen Rahmen 30 ist ein über die Breite einer Fontur durchgehender Längsschlitz 31 eingearbeitet, und in dessen Längsseiten sind Querschlitze 32, 33 eingefräst ,von solcher Breite und Teilung, daß in jedem Querschlitz ein Plattierfadenführer von der aus Fig. 3 deutlich erkennbaren Gestalt hineinpaßt. Unterhalb. der Platte 30 ist vor jedem Plattierfadenführer eine Stahldrahtfeder 34 befestigt, deren unteres Ende so gebogen ist, daß es, wenn der. Fadenführer bis in die Stellung 4" bewegt ist, unter die Nase 35 greift und nun den Fadenführer in dieser Lage so lange .festhält, bis man gegen seine untere Spitze mit dem Finger drückt, wobei dann die Feder 34. wieder von der Nase 35 abgleitet und den Plattierfadenführer entweder in die Stellung 4 oder in die Stellung 4' zurückdrängt. Um ein seitliches Abgleiten der Feder 34 zu \rerhindern, ist in die Feder an der Berührungsstelle eine kleine Rille, die in der Zeichnung nicht ersichtlich ist, eingefräst, und der" Plattierfadenführer, welcher aus dünnem Stahlblech hergestellt ist, legt sich mit seiner Vorderkante in diese Rille ein. Die nach vorn weisende Stellung 4" des Plattierfadenführers wird beispielsweise zum bequemen Einfädeln des Fadens durch die drei Fadenlöcher 36, 37, 38 gebraucht, aber auch dann, wenn der. eine oder der andere
. Fadenführer der Einwirkung der Musterknöpfe 2.J entzogen werden soll, wie später noch ausführlich erklärt werden \vird. , Die Musterknöpfe 27 sind auf Schienen 39 : (Fig. 3) auswechselbar befestigt, welche an dem Umfang der Mustertrommel 24 parallel:
zu deren Achse befestigt sind. ' ■ ;
Die Wirkungsweise der Plattiervorrichtung ■ ausgeschalteten
besteht nun einfach darin, daß bei dem taktmäßigen Vor- und Rückwärtsschwingen der ganzen Vorrichtung nur diejenigen Plattierfadenführer ihre Fäden um die Stuhlnadeln 1 herumlegen können, welche sich in der in Fig. 3 mit 4' bezeichneten Arbeitsstellung befinden. Die Plattierfadenführer, welche sich in der Stellung 4 befinden, weil ihre Köpfe 28 auf einen Musterknopf 27 auftreffen, gelangen bei dem Hin- und Herschwingen nicht bis in die Stuhlnadelreihe I hinein. Dasselbe gilt von den vollständig
Plattierfadcnführern in Stellung 4".
Mit 47 ist in Fig. 2 die Welle bezeichnet, auf welcher die Mindervorrichtungen hängen. 48 und 49 sind die beiden Minderschienen, an denen die Mindernadeln 2 abwechselnd rechts und links über jeder Fontur befestigt sind. An jedem der beiden Minderdecker nun ist ein Winkelstück 50 (Fig. 2, 3 und 4) so befestigt, daß die innere Nase 51 einer daran befestigten drehbaren Klinke gerade bis vor diejenige Lochnadel 4 reicht, welche dem Minderrand am nächsten steht. Schiebt sich also beispielswcise die Minderschiene 49 während des Minderns nach und nach in die Fontur hinein, so wird jedesmal, wenn sie wieder einen neuen Vorschub erhalten hat, ein Plattierfadenführer gegen die Nase 51 anstoßen und infolgedessen entgegen dem Federdrucke 34 zurückgestoßen werden, so daß er in die Stellung 4" (Fig. 3) geht, in der er auf oben erklärte Weise festgehalten, also von der Weiteren Teilnahme an dem Plattiervorgange ganz-Hch ausgeschaltet wird. Während des darauffolgenden Arbeitsspieles macht nun die Mustervorrichtung mit den Plattierfadenführern 4 eine seitliche Bewegung, welche den Zweck hat, die Plattierfäden um die Stuhlnadeln 1 herumzulegen. Hierbei wird die Nase 51 gegen die flache Seite der noch in Arbeitsstellung befindlichen Fadenführer stoßen. Um in diesem Falle einen Bruch zu verhindern, ist die Nase um den Stift 52 drehbar. Sie kann also ausweichen, bis die Gefahr vorüber ist. Das hintere schwerere Ende 53 sinkt später wieder hinab und führt die Nase 51 in die Grundstellung zurück.
In Fig. 5 ist ein Muster auf einem Gewirke dargestellt, um den Zusammenhang des Minderns mit der Arbeitsweise der Plattiervorrichtung und die Unterbrechung des Musters näher zu erläutern. Man sieht in Fig. 5 in den Musterabteilen x,y,z zwar in der Längsrichtung ein und dasselbe Plattiermuster wiederkehren, aber einerseits zwischen χ und 3;, andererseits zwischen y und s ist das Muster unterbrochen, die Plattiervorrichtung ist also in den entsprechenden Zeiträumen ausgeschaltet worden. Ferner sieht man in dem Musterabteil y, wie an den beiden Min-
herstellen das Muster stets in einer bestimmten Entfernung vom Rande aufhört. Dieser letztere Umstand ist bereits durch die Vorrichtung nach Fig. 4 erklärt worden. Es kann auch eine beliebige Unterbrechung des Plattiermusters dadurch stattfinden, daß in bekannter Weise die Mustervorrichtung ganz abgestellt wird.
Das Herumlegen des Plattierfadens um eine oder zwei Stiililnadeln geschieht in bekannter Weise.
Nicht unbemerkt soll bleiben, daß eine größere Verschiebung der Plattierfadenführer zu dem Zwecke der Erzeugung von Mustern in dem Sinne, wie bei bekannten Mustervorrichtungen hier zwar möglich, aber nicht notwendig ist. Denn will man einer bestimmten Farbe die dritte, vierte, fünfte Nachbarnadel bemustern, so braucht man nur die betreffenden Lochnadeln mit dem entsprechenden Faden zu versehen und kann jedes beliebige Muster mit jedem beliebigen Faden in der beschriebenen Weise erzeugen.

Claims (4)

  1. 2_ Patent-Ansprüche:
    i. Plattiervorrichtung für flache Wirkstühle mit einzeln schwingbaren, durch eine Mustervorrichtung einstellbaren Plattierfadenführern, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattierfadenführer derart aufgehängt sind, daß die Führungsschnäbel für die Plattierfäden in der Ruhestellung ihrer Fadenführer im Bereiche der Arbeitsnadeln stehen, in der durch die Mustervorrichtung bewirkten Stellung der Fadenführer dagegen vorübergehend außerhalb des Bereiches der Arbeitsnadeln liegen, aus welcher Stellung die Fadenführer in eine dritte Lage durch die Mindervorrichtung oder von Hand übergeführt werden können, in welcher die Fadenführer dem Wirkungsbereiche der Arbeitsnadeln und der Mustervorrichtung entzogen sind.
  2. 2. Plattiervorrichtung gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die in einer Reihe schwingbar gelagerten Lochnadeln durch Federn (34) in der Arbeitsstellung (4') gehalten werden.
  3. 3. Plattiervorrichtung gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochnadeln mit einer Rast (35) versehen sind, in welche die Federn (34), welche die Lochnadeln in der Arbeitsstellung halten, einschnappen, wenn die Lochnadeln beim Mindern oder beim Fadeneinlegen aus dem Bereiche der Stuhlnadeln und der Mustervorrichtung gedreht sind.
  4. 4. Plattiervorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (51,52,53), welcher in bekannter Weise die Lochnadeln am Minderrande ausrückt, drehbar an der Minderschiene (49) gelagert ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT188973D Active DE188973C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE188973C true DE188973C (de)

Family

ID=452552

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT188973D Active DE188973C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE188973C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2400722B2 (de) Vorrichtung zum Umrüsten einer Rechts-Rechts- oder Interlok-Rundstrickmaschine auf Plüschherstellung
DE188973C (de)
DE1585489C3 (de) Nadelsteuereinrichtung für eine flache Ränderkulierwirkmaschine
DE656095C (de) Verfahren zum Herstellen einer auf der Cottonwirkmaschine formgerecht gearbeiteten Plueschwirkware und Cottonwirkmaschine zur Ausfuehrung des Verfahrens
DE523827C (de) Rundstrickmaschine zum Wendeplattieren
DE607027C (de) Flache Kulierwirkmaschine mit Vorrichtung zum selbsttaetigen Aufstossen des Doppelrandes
DE709509C (de) Vorrichtung zum selbsttaetigen Einlegen von Doppelrandstaeben an flachen Kulierwirkmaschinen
DE623775C (de)
DE602886C (de) Flache Kulierwirkmaschine mit Hilfspresse
DE488294C (de) Vorrichtung fuer Raschelmaschinen zum Schneiden von Schlingenpluesch glatt oder in Mustern
DE961740C (de) Abschlagkamm fuer Handstrickapparate
DE15996C (de) Buntmuster • Strickmaschine
DE222714C (de)
DE483463C (de) Flachstrickmaschine mit einer Hilfsvorrichtung am Schloss zur Herstellung langgestreifter oder anders gemusterter Ware
DE854985C (de) Wirk- oder Strickmaschine mit gerader Nadelbarre
DE490603C (de) Kettenwirkmaschine zum Verstaerken eines Vlieses durch ein Gewirke
DE586101C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Filetware auf flachen Kulierwirkmaschinen
DE227652C (de)
DE431347C (de) Gewebesengmaschine
DE634214C (de) Flache Kulierwirkmaschine zur Herstellung maschenfester Struempfe u. dgl.
DE944028C (de) Handstrickapparat
DE356626C (de) Links-Links-Strickmaschine
DE252289C (de)
DE555843C (de) Nadelbarre fuer flache Kulierwirkmaschinen
DE164806C (de)