DE188973C - - Google Patents
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- DE188973C DE188973C DENDAT188973D DE188973DA DE188973C DE 188973 C DE188973 C DE 188973C DE NDAT188973 D DENDAT188973 D DE NDAT188973D DE 188973D A DE188973D A DE 188973DA DE 188973 C DE188973 C DE 188973C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B11/00—Straight-bar knitting machines with fixed needles
- D04B11/18—Straight-bar knitting machines with fixed needles for producing patterned fabrics
- D04B11/20—Straight-bar knitting machines with fixed needles for producing patterned fabrics with colour patterns
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Knitting Of Fabric (AREA)
- Knitting Machines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 25 a. GRUPPE
EUGEN LIEBERT und ANTON MARTIN in CHEMNITZ.
Die bekannten Plattiervorrichtungen arbeiten in der Weise, daß ihre Plattierfadenführer
in Arbeitsstellung· geschaltet werden, wenn sie plattieren sollen. Von diesen Vorrichtungen
unterscheidet sich die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Plattiervorrichtung
dadurch, daß ihre über die ganze Fontur verteilten Fadenführer
Hch in Arbeitsstellung gehalten werden
für gewöhn- und
ίο daß nur diejenigen Fadenführer aus der Arbeitsstellung
ausgeschaltet werden, die nicht arbeiten sollen.
Eine derartige Plattiervorrichtung ist in der Zeichnung in Verbindung mit einem
flachen Wirkstuhl dargestellt. Fig. 1 ist eine Vorderansicht einer einzelnen Fontur mit den
dazugehörigen hauptsächlichen Schalt- und Antriebsteilen. Fig. 2 ist eine Seitenansicht,
teilweise im senkrechten Schnitt von links ge-
zo sehen. Fig. 3 wiederholt in größerem Maßstabe
einige wichtige Teile aus Fig. 2, und Fig. 4 ist eine Vorderansicht dazu. Fig. 5 zeigt
ein Wirkmuster, um die Wirkung der Vorrichtung beim Mindern zu veranschauliehen.
Von den ganz bekannten Arbeits\verkzeugen des flachen Wirkstuhles mögen hier
nur die Stuhlnadeln 1, die Mindernadeln 2 und die Platinen 3 zur allgemeinen Orientierung
kurz erwähnt werden. Auch von der Mustervorrichtung sind einige Teile bekannt, so z. B. die Lochnadeln 4, wenngleich dieselben
hier in einer anderen Ausführungsform Verwendung finden. Die Mustervorrichtung ist in bekannter Weise aushebbar aus der Maschine
und kann nach oben hin entfernt werden, indem man sie mittels einer Darmsaite 5,
welche über eine Rolle 6 läuft, in Hochstellung aufhängt, wobei die Gegengewichte 7
unterstützend mitwirken. Wird die Mustervorrichtung in die aus Fig. 1 und 2 ersichtliche
Arbeitsstellung hinabgelassen, so ruht sie mittels der Gabeln 8, 9 auf den Lenkstangen
10 auf, welche von der Hauptwelle 11 aus
in bekannter Weise durch Exzenter bewegt werden, indem annähernd die senkrechten Bewegungen
dadurch geregelt werden, daß auf dem Umfang des einen Exzenters die Rolle 12
läuft, die an dem freien Ende eines um die
■ feste Welle 13 schwingenden Hebels 14 sitzt,
während auf der Welle 13 die Hebel 15 befestigt sind, in denen die Lenkstangen 10
ruhen. Die wagerechten Seitenbewegungen der Mustervorrichtung werden durch die Stange 16 und den zweiarmigen Hebel 17, i8
geregelt, indem letzterer gegen den Daumen 19 anliegt, welcher um die Welle 20 schwingt,
■ mit dem Hebel 21 starr verbunden ist und seine Bewegungen dadurch erhält, daß die an
seinem freien Ende drehbar gelagerte Rolle 22 auf dem Umfange eines .auf der Hauptwelle
11 sitzenden Exzenters wälzt.
In der so bewegten Mustervorrichtung ist eine über die ganze Maschinenlänge durchgehende
Welle 23 drehbar gelagert, auf weleher bei jeder Fontur eine Musterwalze 24
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Und an einer oder an mehreren Stellen ein
Schalträdchen 25 starr befestigt ist. In die Zähne des letzteren greift der Zahn einer
Schaltklinke 26, welche durch irgendeinen auf- und niedergehenden Maschinenteil des
Wirkstuhles bei jedem Arbeitsspiel einmal auf- und niedergeschwungen wird und dabei
jedesmal die Welle 23 mit den Mustertrommeln 24 um eine Teilung weiterschaltet. Dabei
geraten jedesmal die in einer Reihe aufgesteckten Musterknöpfe 27 ('s. auch besonders
Fig. 3) gegen das Kopfende 28 der Plattierfadenführer 4 und bringen diese vor die
Stuhlnadelreihe 1 außer Arbeitsstellung. Diejenigen Plattierfadenführer, deren Köpfe 28
nicht- .gegen aufgesteckte Musterknöpfe 27 auftreffen, bleiben in der Lage 28', 4' zurück
und arbeiten fort. Sobald die Plattierfadenführer von den getroffenen Knöpfen abgclaufen
sind, werden sie durch Federdruck in ihre alte Lage (Arbeitsstellung) gebracht.
Die Plattierfadenführer drehen sich um eine Achse 29, welche in einem Rahmenstück 30
befestigt ist. In diesen Rahmen 30 ist ein über die Breite einer Fontur durchgehender
Längsschlitz 31 eingearbeitet, und in dessen Längsseiten sind Querschlitze 32, 33 eingefräst
,von solcher Breite und Teilung, daß in jedem Querschlitz ein Plattierfadenführer von
der aus Fig. 3 deutlich erkennbaren Gestalt hineinpaßt. Unterhalb. der Platte 30 ist vor
jedem Plattierfadenführer eine Stahldrahtfeder 34 befestigt, deren unteres Ende so gebogen
ist, daß es, wenn der. Fadenführer bis in die Stellung 4" bewegt ist, unter die Nase
35 greift und nun den Fadenführer in dieser Lage so lange .festhält, bis man gegen seine
untere Spitze mit dem Finger drückt, wobei dann die Feder 34. wieder von der Nase 35
abgleitet und den Plattierfadenführer entweder in die Stellung 4 oder in die Stellung 4'
zurückdrängt. Um ein seitliches Abgleiten der Feder 34 zu \rerhindern, ist in die Feder
an der Berührungsstelle eine kleine Rille, die in der Zeichnung nicht ersichtlich ist, eingefräst,
und der" Plattierfadenführer, welcher aus dünnem Stahlblech hergestellt ist, legt
sich mit seiner Vorderkante in diese Rille ein. Die nach vorn weisende Stellung 4" des
Plattierfadenführers wird beispielsweise zum bequemen Einfädeln des Fadens durch die
drei Fadenlöcher 36, 37, 38 gebraucht, aber auch dann, wenn der. eine oder der andere
. Fadenführer der Einwirkung der Musterknöpfe 2.J entzogen werden soll, wie später
noch ausführlich erklärt werden \vird. , Die Musterknöpfe 27 sind auf Schienen 39 :
(Fig. 3) auswechselbar befestigt, welche an dem Umfang der Mustertrommel 24 parallel:
zu deren Achse befestigt sind. ' ■ ;
Die Wirkungsweise der Plattiervorrichtung ■ ausgeschalteten
besteht nun einfach darin, daß bei dem taktmäßigen Vor- und Rückwärtsschwingen der
ganzen Vorrichtung nur diejenigen Plattierfadenführer ihre Fäden um die Stuhlnadeln 1
herumlegen können, welche sich in der in Fig. 3 mit 4' bezeichneten Arbeitsstellung befinden.
Die Plattierfadenführer, welche sich in der Stellung 4 befinden, weil ihre Köpfe 28
auf einen Musterknopf 27 auftreffen, gelangen bei dem Hin- und Herschwingen nicht
bis in die Stuhlnadelreihe I hinein. Dasselbe gilt von den vollständig
Plattierfadcnführern in Stellung 4".
Plattierfadcnführern in Stellung 4".
Mit 47 ist in Fig. 2 die Welle bezeichnet, auf welcher die Mindervorrichtungen hängen.
48 und 49 sind die beiden Minderschienen, an denen die Mindernadeln 2 abwechselnd rechts
und links über jeder Fontur befestigt sind. An jedem der beiden Minderdecker nun ist
ein Winkelstück 50 (Fig. 2, 3 und 4) so befestigt, daß die innere Nase 51 einer daran befestigten
drehbaren Klinke gerade bis vor diejenige Lochnadel 4 reicht, welche dem Minderrand
am nächsten steht. Schiebt sich also beispielswcise die Minderschiene 49 während des
Minderns nach und nach in die Fontur hinein, so wird jedesmal, wenn sie wieder einen neuen
Vorschub erhalten hat, ein Plattierfadenführer gegen die Nase 51 anstoßen und infolgedessen
entgegen dem Federdrucke 34 zurückgestoßen werden, so daß er in die Stellung 4" (Fig. 3) geht, in der er auf oben erklärte
Weise festgehalten, also von der Weiteren Teilnahme an dem Plattiervorgange ganz-Hch
ausgeschaltet wird. Während des darauffolgenden Arbeitsspieles macht nun die Mustervorrichtung mit den Plattierfadenführern
4 eine seitliche Bewegung, welche den Zweck hat, die Plattierfäden um die Stuhlnadeln
1 herumzulegen. Hierbei wird die Nase 51 gegen die flache Seite der noch in
Arbeitsstellung befindlichen Fadenführer stoßen. Um in diesem Falle einen Bruch zu
verhindern, ist die Nase um den Stift 52 drehbar. Sie kann also ausweichen, bis die Gefahr
vorüber ist. Das hintere schwerere Ende 53 sinkt später wieder hinab und führt die Nase
51 in die Grundstellung zurück.
In Fig. 5 ist ein Muster auf einem Gewirke dargestellt, um den Zusammenhang des Minderns
mit der Arbeitsweise der Plattiervorrichtung und die Unterbrechung des Musters
näher zu erläutern. Man sieht in Fig. 5 in den Musterabteilen x,y,z zwar in der Längsrichtung
ein und dasselbe Plattiermuster wiederkehren, aber einerseits zwischen χ
und 3;, andererseits zwischen y und s ist das Muster unterbrochen, die Plattiervorrichtung
ist also in den entsprechenden Zeiträumen ausgeschaltet worden. Ferner sieht man in
dem Musterabteil y, wie an den beiden Min-
herstellen das Muster stets in einer bestimmten Entfernung vom Rande aufhört. Dieser
letztere Umstand ist bereits durch die Vorrichtung nach Fig. 4 erklärt worden. Es kann
auch eine beliebige Unterbrechung des Plattiermusters dadurch stattfinden, daß in
bekannter Weise die Mustervorrichtung ganz abgestellt wird.
Das Herumlegen des Plattierfadens um eine oder zwei Stiililnadeln geschieht in bekannter
Weise.
Nicht unbemerkt soll bleiben, daß eine größere Verschiebung der Plattierfadenführer
zu dem Zwecke der Erzeugung von Mustern in dem Sinne, wie bei bekannten
Mustervorrichtungen hier zwar möglich, aber nicht notwendig ist. Denn will man einer bestimmten
Farbe die dritte, vierte, fünfte Nachbarnadel bemustern, so braucht man nur die betreffenden Lochnadeln mit dem entsprechenden
Faden zu versehen und kann jedes beliebige Muster mit jedem beliebigen Faden in der beschriebenen Weise erzeugen.
Claims (4)
- 2_ Patent-Ansprüche:i. Plattiervorrichtung für flache Wirkstühle mit einzeln schwingbaren, durch eine Mustervorrichtung einstellbaren Plattierfadenführern, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattierfadenführer derart aufgehängt sind, daß die Führungsschnäbel für die Plattierfäden in der Ruhestellung ihrer Fadenführer im Bereiche der Arbeitsnadeln stehen, in der durch die Mustervorrichtung bewirkten Stellung der Fadenführer dagegen vorübergehend außerhalb des Bereiches der Arbeitsnadeln liegen, aus welcher Stellung die Fadenführer in eine dritte Lage durch die Mindervorrichtung oder von Hand übergeführt werden können, in welcher die Fadenführer dem Wirkungsbereiche der Arbeitsnadeln und der Mustervorrichtung entzogen sind.
- 2. Plattiervorrichtung gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die in einer Reihe schwingbar gelagerten Lochnadeln durch Federn (34) in der Arbeitsstellung (4') gehalten werden.
- 3. Plattiervorrichtung gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochnadeln mit einer Rast (35) versehen sind, in welche die Federn (34), welche die Lochnadeln in der Arbeitsstellung halten, einschnappen, wenn die Lochnadeln beim Mindern oder beim Fadeneinlegen aus dem Bereiche der Stuhlnadeln und der Mustervorrichtung gedreht sind.
- 4. Plattiervorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (51,52,53), welcher in bekannter Weise die Lochnadeln am Minderrande ausrückt, drehbar an der Minderschiene (49) gelagert ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE188973C true DE188973C (de) |
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Family Applications (1)
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE188973C (de) |
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