DE188986C - - Google Patents

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DE188986C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G1/00Weighing apparatus involving the use of a counterweight or other counterbalancing mass

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

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i 1
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 188986 KLASSE 42/. GRUPPE
JAMES TIBURCE FELIX CONTI in PARIS.
Wägevorrichtung mit einer Zeigerwage. Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. August 1906 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine auf dem Prinzip der Zeigerwage beruhende Wägevorrichtung. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß die Schwingungsachse des Neigungswagebalkens von einem um einen festen Punkt drehbaren Hebel getragen wird, durch dessen Verstellung in die der jeweiligen Last entsprechende Lage des Neigungswagebalkens das Gewicht der Last
ίο ermittelt wird. Als Maßstab für das Gewicht wird zweckmäßig die Tangente der Winkelverstellung des Traghebels benutzt, die durch eine geeignete Vorrichtung gemessen werden kann.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung in Fig. I in der Seitenansicht, in Fig. 2 in der Draufsicht. Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 2, Fig. 4 ein Querschnitt nach der Linie B-B der Fig. 1.
Die vorliegende Wägevorrichtung enthält einen Zeigerwagebalken a, dessen Schwingungsachse b von einem Hebel getragen wird, der aus zwei fest miteinander verbundenen flachen Schienen c besteht, zwischen denen der Balken α sich bewegen kann. Der Hebel c ist um eine feste Achse d beweglich, welche durch die abgedrehten Enden zweier in die Seitenwangen e eines Trägers/ eingedrehten Schrauben d gebildet wird.
Um zu vermeiden, daß die Schale sich während des Wagens bewegt, wird zweckmäßig in der Gleichgewichtslage der Aufhängepunkt der Last möglichst nahe an die Drehachse d des Hebels c gelegt (Fig. 3 und 4).
Die Gleichgewichtslage ist diejenige, bei welcher ein an einem bestimmten Punkte des Hebels α befestigter Zeiger i sich in Gegenüberstellung mit einem Zeiger h des den Gewichtshebel tragenden Hebels c befindet. In der Gleichgewichtslage liegt somit die Drehachse des Hebels c sehr nahe der Spitze der Schneide g, die an dem die Last tragenden Arm des Wagebalkens α angeordnet ist.
Wenn sich der Wagebalken α unter dem Einflüsse der daran hängenden Last neigt, so ist der Winkel, welchen der Arm des Wagebalkens bis zur Erreichung der Gleichgewichtslage beschreibt, notwendigerweise gleich demjenigen Winkel, um den man den Hebel c verstellen muß, um die richtige gegenseitige Lage dieses Hebels und des Wagebalkens wiederherzustellen. Es genügt daher, die derart dem Hebel c erteilte Winkelverstellung zu messen, um den Ausschlagwinkel des Wagebalkens α und damit das Gewicht der Last zu kennen. Da die Schneide zur Lagerung des Wagebalkens sich gleichzeitig mit ihrer V-förmigen Pfanne neigt, so ist die Bewegung der Schneide in dieser Pfanne unabhängig von dem Ausschlagwinkel des Wagebalkens und kann so gering sein, wie man es wünscht. Demzufolge kann der Winkel der Pfanne sehr spitz sein, so daß der Wagebalken niemals gleiten kann, wie groß auch immer sein Ausschlag sein mag.
Um genau feststellen zu können, wann das Gleichgewicht hergestellt ist, kann man die Zeiger h und i möglichst weit von der Drehachse d anordnen. >:.'
Zum Zwecke, die Schwingungen des Wagebalkens α in dem Augenblicke zu vermeiden, in welchem die Last angehängt wird, ist der Teil j, welcher die Last trägt, mit zwei Anschlagen k ausgestattet, die sich, sobald der Wagebalken sich zu neigen beginnt, auf Vorsprünge e1 an den Wangen e des Trägers/ aufsetzen und so lange auf ihm ruhen, bis der Hebel c bei seiner Drehung die Drehachse b um so viel gehoben hat, daß der Zeiger h sich dem Zeiger i gegenüberstellt. Die Anschläge k könnten, statt an dem Teil j zu sitzen, auch an dem die Last tragenden Arm des Wagebalkens in möglichster Nähe des Zeigers i angeordnet sein, so daß dieser Zeiger sich gegen den Zeiger h nur wenig senken kann.
Wie oben angegeben, wird das Gewicht der Last durch den Winkel bestimmt, um welchen der Hebel c bewegt wird, um den Zeiger h in Gegenüberstellung mit dem Zeiger i zu bringen; dieser Winkel ist gleich dem Ausschlagwinkel des Wagebalkens.
Zur Bestimmung des Gewichts nach der Größe dieses Winkels kann man jede beliebige zu diesem Zwecke bei den verschiedenartigen bekannten Wägeeinrichtungen übliche Vorrichtung verwenden. Um jedoch gleichmäßige Abstände der Teilstriche auf der Skala zu erhalten, muß man die Tangente dieses Winkels z. B. durch die folgende Einrichtung messen:
Der Hebel c läuft in eine doppelte Führung / aus, deren Teile sich an zwei Führungskörpern m verschieben können. Jeder dieser Führungskörper m ist um eine Achse η an einer Mutter ο drehbar, die auf einer Schraubenspindel ρ verschiebbar ist. Der Schraubenspindel ρ kann mittels eines Kegelräderpaares q, r und einer Handkurbel s eine Drehbewegung erteilt werden.
Der Hebel c könnte, statt in eine Führung auszulaufen, auch aus zwei Teilen bestehen, die aufeinander gleiten, damit er sich verlängern kann. In diesem Falle könnte das Ende des Hebels c selbst an die Mutter 0 angelenkt sein.
Die Schraubenspindel ρ kann außerdem an ihrem oberen Ende eine Schnecke t besitzen, die in ein scheibenförmiges Schneckenrad u eingreift, dessen Scheibe am Umfang die gleichförmige Teilung trägt.
Um das Gewicht einer Last zu ermitteln, verfährt man wie folgt:
Während die Vorrichtung sich in der ,Gleichgewichtsstellung auf Null befindet, was man daran feststellt, daß die beiden Zeiger h, i einander gegenüberstehen, wird die Last in die am Wagebalken α aufgehängte Schale w gelegt. Unter der Wirkung dieser Last neigt sich der Wagebalken α leicht, bis sich die Anschläge k auf die Vorsprünge e1 aufsetzet!. Hierauf wird durch Drehen der Handkurbel s die Spindel ρ so in Drehung versetzt, daß der Mutter 0 eine senkrechte Abwärtsbewegung erteilt wird. Die Mutter 0 teilt ihrerseits dem Hebel c eine Winkelbewegung um die feste Achse d mit.
Bei dieser Bewegung hebt das der Mutter 0 entgegengesetzte Ende des Hebels c die Schwingungsachse b des Wagebalkens a, bis das Gegengewicht χ des Wagebalkens die zur Ausgleichung der Last notwendige Stellung einnimmt. Man dreht nun die Kurbel s noch weiter, bis der Zeiger h dem Zeiger i gegenübersteht, was anzeigt, daß das Gleichgewicht hergestellt ist und daß man dem Hebel c eine Winkelverstellung erteilt hat, die notwendigerweise gleich dem Winkel ist, den der Arm des Wagebalkens a beschreiben mußte, um in diese Gleichgewichtsstellung zu gelangen. Man braucht dann nur noch auf der Scheibe u den Teilstrich abzulesen, der gegenüber dem festen Zeiger ν stehen geblieben ist und der den Wert des gesuchten Gewichts angiebt.
Es ist klar, daß die Scheibe u fest statt beweglich sein könnte. In diesem Falle müßte die Spindel ρ bei ihrer Drehung einem beweglichen Zeiger eine Drehbewegung vor der Scheibe erteilen.
Ein Umdrehungszähler, eine Registriervorrichtung und nötigenfalls ein Addierwerk könnten noch an der Vorrichtung derart angebracht werden, daß sie durch die Spindel ρ bewegt werden, zum Zwecke, die ausgeführten Wägungen zu registrieren und zu summieren.
Damit man mit vollkommener Sicherheit feststellen kann, in welchem Augenblick die Zeiger h und i sich genau in Gegenüberstellung befinden, kann man diese beiden Zeiger mit einem Nonius ausstatten. Zum gleichen Zwecke können sie auch elektrische Kontakte tragen, durch deren Schließen oder Öffnen ein elektrischer Stromkreis geschlossen oder unterbrochen wird, der einen Wecker oder eine Ausklinkvorrichtung in Tätigkeit setzt. Diese würde die Aufgabe haben, die Einrichtung auf Null zurückzuführen, sobald die Last von der Wägevorrichtung abgenommen wird.
Man kann ferner auch eine Ausklinkvorrichtung anordnen, die unmittelbar mechanisch durch den Zeiger i beeinflußt wird, zum Zwecke, entweder die Drehung der Spindel ρ zu unterbrechen oder das Drucken der Zahl zu bewirken, die durch den von der Spindel angetriebenen Umlaufzähler angegeben wird, oder die Einrichtung auf Null zurückzuführen, oder alle diese Handlungen gleichzeitig auszuführen.
Der Hebel c konnte auch unmittelbar mit Hilfe eines an seinem Ende angeordneten Handgriffes gesenkt werden. In diesem Falle würde die Spindel ρ kein Gewinde besitzen und als Führung dienen. Die Mutter ο wäre durch einen Gleitring zu ersetzen, der bei seiner Verstellung auf der Führungsstange den Wert des Gewichtes entweder mit Hilfe von in die Stange eingeritzten, gleich weit
ίο entfernten Teilstrichen oder vermittels einer Zahnstange oder einer anderenVorrichtung zum Antrieb eines Zeigers oder einer mit Teilung versehenen Scheibe anzeigen würde.
Die vorliegende Vorrichtung kann bei Wägeapparaten jeder beliebigen Art, besonders auch bei Dezimalwagen, Verwendung finden. Ihre Gestalt und Abmessungen sowie ihre Einzelheiten können je nach den verschiedenen Anwendungen veränderlich sein. Man kann z. B. derart verfahren, daß die Welle ρ bei ihrer Drehung zwei Zeiger treibt, einen für Kilogramme und einen für Gramme oder Bruchteile von Grammen. Es ist selbstverständlich, daß der Zeiger i an einer beliebigen Stelle, beispielsweise am Ende des Armes, der das Gegengewicht χ trägt, angebracht sein kann. Der Hebel c trägt dann einen Arm, der als Träger für den neuen Zeiger h dient, der so angebracht wird, daß er sich in der Gleichgewichtslage mit dem Zeiger i in Gegenüberstellung befindet. Die Spindel ρ kann an jeder beliebigen Stelle angeordnet sein und jede beliebige Achsenrichtung haben. Beispielsweise kann man sie wagerecht über den Wagebalken legen, wobei der Arm / in der Nulllage senkrecht steht.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Wägevorrichtung mit einer Zeigerwage, gekennzeichnet durch einen um einen festen Punkt (d) drehbaren Hebel (c), der die Schwingungsachse (b) des Neigungswagebalkens (a) trägt und durch dessen Verstellung in die der jeweiligen Last entsprechende Lage des Neigungswagebalkens (a) das Gewicht der Last ermittelt wird.
2. Wägevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichtsermittlung durch Messung der Tangente der Winkelverstellung des Traghebels (c) mittels einer geeigneten Vorrichtung erfolgt.
3. Wägevorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine drehbare Schraubenspindel (p) mit einer auf dieser gelagerten Schraubenmutter (0), die bei ihrer Verschiebung infolge der Drehung der Schraubenspindel (p) den Traghebel (c) des Wagebalkens (a) mitnimmt, wobei das Gewicht der Last durch die diesem Gewicht proportionale Umdrehungszahl der Spindel (p) bestimmt werden kann.
4. Wägevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Wagebalkens (a) gegenüber dem Traghebel (c) durch Anschläge (k) begrenzt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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