DE189478C - - Google Patents

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DE189478C
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formaldehyde
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DENDAT189478D
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07F—ACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00—Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/94—Bismuth compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 189478 KLASSE 12/?. GRUPPE
Zusatz zum Patente 177109 vom 1. November 1905.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. März 1906 ab. Längste Dauer: 31. Oktober 1920.
Durch das Hauptpatent 177109 ist ein Verfahren zur Herstellung eines im Magensaft schwerlöslichen Jodwismut-Eiweißpräparates geschützt.
Es wurde nun gefunden, daß man die Schwerlöslichkeit derartiger Präparate, zumal in sauren Flüssigkeiten, noch wesentlich erhöhen kann, wenn man auf sie Formaldehyd in geeigneter Weise einwirken läßt. Hierdurch wird erreicht, daß die Ouellbarkeit der pulverförmiger! Präparate auf ein Minimum reduziert wird, so daß sie sich außer für innerlichen medizinischen Gebrauch auch mit gutem Erfolge als Streupulver für dermatologische Zwecke usw. verwenden lassen.
Bei dem vorliegenden Verfahren wird auf die antiseptische Wirkung der geringen Mengen Formaldehyd, die von den Jodwismut-Eiweißverbindungen gebunden werden, weder Wert gelegt, noch ist diese in namhaftem Grade bemerkbar; der Formaldehyd spielt hier nur die oben erwähnte Rolle, die Präparate noch schwerer löslich und daher weniger quellbar zu machen, wodurch besonders die physikalischen Eigenschaften verändert werden, während die therapeutischen die gleichen bleiben.
Es ist zwar bekannt, daß Eiweißkörper ganz allgemein durch die Einwirkung von Formaldehyd gehärtet und in Wasser unlöslich gemacht werden, wobei größere oder geringere Mengen Formaldehyd von den betreffenden Eiweißkörpern mehr oder weniger fest gebunden werden (vergl. z. B. die Patentschriften 91505, Kl. 22, 104237, Kl. 30 und 122098, Kl. 12p), und aus der Patentschrift 150201, Kl. 12 p ist es auch bekannt, Wismutehveißverbindungen durch Einwirkung von Formaldehyd ihrer Quellbarkeit in Wasser zu berauben, ohne daß die sonstigen therapeutisehen Eigenschaften der Wismuteiweißverbindung beeinträchtigt werden.
Jedoch unterscheidet sich die Formaldehvd-Wismuteiwcißverbindung der Patentschrift 150201 von dem Produkt des vorliegenden Verfahrens durch ihre Zusammensetzung und Wirkungsweise. Sie enthält einerseits kein Jod und wirkt andererseits wie eine unlösliche Wismutverbindung, denn auf die Wirkungen des Formaldehyds als Antiseptikum wird nach den Angaben der Patentschrift kein Wert gelegt.
Nach dem vorliegenden Verfahren dagegen wird durch Einwirkung auf die Jodwismut-Eiweißverbindung des Patentes 177109 ein Präparat gewonnen, dem zwar ebenfalls die Ouellbarkeit in Wasser zum größten Teil genommen ist, jedoch geht durch diese Behandlung dem Präparat die Fähigkeit, sich mit alkalisch reagierenden Flüssigkeiten umzusetzen, nicht verloren. Wird nämlich die Formaldehy d- Jod wismut-Ei weiß verbindung als Streupulver, z. B. zur Desinfektion einer eiternden Wunde, benutzt, so wird sie durch
den alkalisch reagierenden Eiter in der Weise zerlegt, daß aus ihr Jod in Form von Jodalkali in Freiheit gesetzt wird, aus dem allmählich freies Jod entwickelt wird.
Die Wirkungsweise der Formaldehyd-Wismuteiweißverbindung der Patentschrift 150201 kann also nur die einer unlöslichen Wismutverbindung sein, während beim Formaldehyd-Jodwismuteiweiß das Wismuteiweiß nur als Vehikel für das Jod in Betracht kommt, und die Verbindung nur durch ihren Jodgehalt wirken soll.
Beispiel:
Der aus I kg Eiweiß (Albumen ovi, Kasein usw.) durch Jodkalium - Wismutjodidlösung nach Angaben des Hauptpatentes frisch ausgefällte Niederschlag wird abkoliert, abgepreßt und mit wenig Wasser zu einer Paste angeschlämmt. Hierzu setzt man etwa 0,4 kg Formaldehyd (/(.oprozentige Lösung) und läßt ι bis 2 Tage bei Zimmertemperatur stehen, dann koliert man den Niederschlag wiederum ab, preßt und trocknet ihn, wie im Hauptpatent ausführlich beschrieben. Statt den frischgefällten Niederschlag aus Eiweiß- und Jodkai ium-Wismutjodidlösung der Behandlung mit Formaldehydlösung zu unterwerfen, kann man mit gleichem Erfolge das nach dem Verfahren des Hauptpatentes erhaltene fertige, fein gepulverte Produkt mit Formaldehyd in den oben angegebenen Verhältnissen 1 bis 2 Tage digerieren und dann trocknen.
Das Aussehen der Präparate des Hauptpatentes wird durch die Behandlung mit Formaldehyd nicht merklich verändert. Formaldehyd ist in den fertigen Präparaten nachweisbar, doch ist die Menge desselben gering.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Behandlung des nach dem Verfahren des Patentes 177109 erhaltenen Jodwismut-Eiweißpräparates in wäßriger Suspension mit Formaldehyd, zum Zwecke, die Quellbarkeit des Präparates zu vermindern.
2. Abänderung des Verfahrens gemäß Anspruch 1 dahin, daß die Behandlung mit Formaldehyd schon an dem frischgefällten Niederschlag aus Eiweiß- und Wismutjodid-Jodkaliumlösung vorgenommen wird.
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