DE189558C - - Google Patents

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DE189558C
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piston
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lever
liquid
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F15/00Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity
    • G07F15/02Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity in which the quantity mechanism is set forward by hand after insertion of a coin

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 189558 ~ KLASSE 43 b. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. September 1906 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Selbstverkäufer für Elektrizität, Gas und Wasser, bei welchem durch Einwurf der Münze eine Kupplung zwischen einem Gleitstück und einer Zugstange bewirkt und hierdurch ermöglicht wird, eine bestimmte Menge Flüssigkeit in einen mit einem Kolben versehenen Behälter zu fördern und einen Kontakt zu schließen, worauf die Flüssigkeit entsprechend dem Verbrauche an
ίο Energie durch ein Regelventil aus dem Behälter entweicht, so daß der Kolben sinkt und hierbei den Kontakt wieder unterbricht.
Die Erfindung liegt in der einfachen baulichen Ausführung, die eine große Betriebssicherheit gewährleistet.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in Fig. ι in der Vorderansicht, in Fig. 2 im wagerechten Schnitt von oben gesehen dargestellt. Fig. 3 ist eine Seitenansicht und Fig. 4 ein Schnitt durch den Flüssigkeitszylinder.
In dem Schenkel 1 eines U-förmig gebogenen Rohres « ist der Kolben 2 beweglich. Derselbe ist durch Bleigewichte 3 (Fig. 3) belastet. Unter dem Kolben 2 ist ein Kugelventil 4 (Fig. 4) angeordnet. Unter dem Kolben und in dem Schenkel 5 des Rohres α befindet sich Flüssigkeit. Die Kolbenstange 6 ist mit einer Schnur 7 verbunden, die über Rollen 8 (Fig. 1 und 3) zu einem Gleitstück 9 führt. Dieses ist in einer Führung 10 (Fig. 3) beweglich. Das Gleitstück hat die Form eines liegenden U. Zwischen die beiden Schenkel tritt das Ende einer Zugstange 11. Gleitstück 9 und Zugstangenende sind senkrecht geschlitzt. Der Schlitz hat eine solche Größe, daß ein Geldstück von bestimmter Größe hindurchgeht.
Das Geldstück wird in den Geldeinwurf 12 gesteckt und gleitet in der Röhre 13 zu dem Schlitz im Gleitstück 9 und im Ende der Zugstange 11. Dadurch werden Gleitstück und Zugstange miteinander gekuppelt, da das Geldstück durch die Unterwand 14 der Führung 10 am Abfallen verhindert ist.
Wird nun an dem Griff 15 der Zugstange 11 gezogen, so bewegt sich das Gleitstück 8 zusammen mit der Zugstange mit Bezug auf Fig. ι nach rechts. Dadurch wird der Kolben 2 in dem Schenkel 1 emporgezogen und es tritt Flüssigkeit durch das Kugelventil 4 unter den Kolben.
Sobald die Zugstange 11 mit dem Gleitstück 8 soweit nach rechts gezogen ist, daß das Geldstück sich über dem Schlitz 16 (Fig. 1 und 2) in der Unterseite der Führung 10 befindet, fällt das Geldstück durch den Schlitz hindurch und auf das Ende 17 eines Kontakthebels 18. Dieses Ende des Kontakthebels ist von einem Gehäuse umgeben, das nach dem Schieber 19 zu eine Öffnung hat, durch welche das Geldstück von dem Hebelende in dessen unterste Stellung abgleiten kann, sobald der Schieber 19 die Öffnung freigibt.
Der Schieber 19 sitzt an dem kurzen Arm eines um Achse 20 drehbaren Winkelhebels 21,
dessen längerer Arm durch eine Stange 22 und einen wagerechten Arm 23 (Fig. 3) mit der Kolbenstange 6 verbunden ist. Beim Hochziehen des Kolbens wird infolgedessen der Winkelhebel 21 so gedreht, daß sich der Schieber 19 nach aufwärts bewegt und dadurch ein Abgleiten des Geldstückes von dem Kontakthebel 18 verhindert.
Das linksseitige Ende 24 des Kontakthebels ist schwerer als das rechtsseitige, so daß der Kontakthebel, wenn kein Geldstück auf dem Ende 17 liegt, die Lage nach Fig. 1 einnimmt. Durch das Geldstück wird der Kontakthebel umgelegt, so daß der Kontakt zwischen 24 und 25 geschlossen wird. Der Kontakt bleibt an dieser Stelle geschlossen, solange das Geldstück auf dem Ende 17 des Kontakthebels liegt. Der Strom geht vom positiven Pol der Stromquelle über Leitung 26 (Fig. 1), den linksseitigen Arm des Kontakthebels, die Kontakte 24 und 25, Leitung 27, den Schalter 28 (Fig. 2 und 3) und Leitung 29 zum negativen Pol der Stromquelle zurück. Solange der Schalter 28 offen ist, ist trotz Kontaktschlusses bei 24, 25 der Strom unterbrochen.
Der Schalter 28 sitzt auf der Spindel 291 des Ventiles 30 (Fig. 2 und 3). Dieses Ventil ist in eine Leitung 31 eingeschaltet, welche die beiden Schenkel 1,5 des U -Rohres α oberhalb des Kugelventils 4 verbindet.
Ist der Kolben 2 hochgezogen und dadurch Flüssigkeit über das Kugelventil befördert worden, so kann diese, wenn das Ventil 30 geschlossen ist, nicht entweichen, und da alsdann der Schalter 28 offen ist, auch kein Strom verbraucht werden.
Wird nun der auf der Spindel 291 befestigte Griff 32 gedreht, so wird das Ventil 30 geöffnet und gleichzeitig der Schalter 28 geschlossen.
Nun kann die Flüssigkeit langsam und entsprechend der Größe der Durchgangsöffnung des Ventils 30 von dem Schenkel 1 nach dem Schenkel 5 des Rohres α fließen. Der Kolben 2 folgt dabei infolge der Belastung durch die Gewichte 3 dem sinkenden Flüssigkeitsspiegel. Beim Sinken des Kolbens 2 sinkt auch die damit verbundene Stange 22 und dreht den Winkelhebel 21 so, daß der Schieber 19 das Geldstück freigibt, wenn der Kolben 2 in seiner tiefsten Lage ankommt. Der Kontakthebel 18 stellt sich dann wieder in die Hochlage nach Fig. 1 um, in welcher der Kontakt bei 24, 25 unterbrochen ist. Je nachdem man dem Ventil 30 einen größeren oder kleineren Durchgangsquerschnitt gibt, kann man ein schnelleres oder langsameres Sinken des Kolbens 2 und damit einen langsameren oder schnelleren Verbrauch der elektrischen Energie bewirken.
Auf der Schnur 7 hängt das Laufgewicht 33, das die Schnur gespannt hält und bewirkt, daß das Gleitstück 9 sofort nach dem Durchfallen des Geldstückes in die Stellung nach Fig. 1 zurückgeführt wird. Die Zurückführung der Zugstange ii bewirkt eine Feder 34 (Fig. 1), die bei 35 an dem Gehäuse und bei 36 an einem Ansatz der Zugstange befestigt ist.
An dem an der Kolbenstange befestigten Arm 23 ist noch ein Blechstreifen 37 (Fig. 1 lind 3) lotrecht angeordnet. Dieser Blechstreifen führt sich in einem seitlichen Schlitz der Geldröhre 13. Der Blechstreifen verhindert ein Weiterrutschen des Geldstückes in der Röhre 13, wenn der Kolben 2 hochgezogen ist. Sonst gibt ein Ausschnitt 38 des Blechstreifens von entsprechender Größe dem Geldstück den Durchgang in der Röhre 13 frei. Es kann daher bei hochgezogenem Kolben kein Geldstück in den Schlitz des Gleitstückes 8 und des Kopfes der Zugstange 11 fallen.
Sobald der Selbstverkäufer für Gas oder Wasser verwendet werden soll, treten an Stelle der elektrischen Leitungen entsprechende Rohrleitungen und an Stelle des Schalters entsprechende Ventile.

Claims (3)

85 Patent-Ansprüche:
1. Selbstverkäufer für Elektrizität, Gas oder Wasser, bei welchem die eingeworfene Münze ein Gleitstück mit einer Zugstange kuppelt und hierdurch ermöglicht, eine bestimmte Menge Flüssigkeit in einen mit einem Kolben versehenen Behälter zu fördern und einen Kontakt zu schließen (Ventil zu öffnen), worauf die Flüssigkeit entsprechend dem Verbrauche an Energie (Gas oder Wasser) durch ein Regelventil aus dem Behälter entweicht, so daß der Kolben sinkt und hierbei den Kontakt wieder unterbricht (Ventil wieder schließt), dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitstück (9) mittels einer Schnur (7) mit dem Kolben (2) des Flüssigkeitsbehälters verbunden ist, den Kolben beim Ziehen der Zugstange (11) hebt, so daß durch diesen ein Rückschlagventil (4) geöffnet und Flüssigkeit angesaugt wird, ferner bei gehobenem Kolben das Geldstück aus der Kupplung heraus und auf einen Hebel (18) fällt, und diesen so umstellt, daß in an sich bekannter Weise Strom-Schluß bewirkt (ein Ventil geöffnet) wird, bis ein von dem Kolben bewegter Schieber (19) in der Tieflage des Kolbens das Herabrollen des Geldstückes von dem Hebel (18) gestattet.
2. Selbstverkäufer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende (17) des Kontakthebels (18), auf welches das Geldstück fällt, von einem nur nach einer Seite offenen Gehäuse eingeschlossen ist
und vor der offenen Seite der Schieber (19) bewegbar ist, der durch einen drehbaren Winkelhebel (21) und Verbindungsstangen (22, 23) mit dem Kolben (2) derart verbunden ist, daß das Geldstück erst in der Tieilage des Kolbens von dem Kontakthebel herabrollen kann.
3. Selbstverkäufer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Spindel (291) des Regelventils (30) ein die Stromlieferung beherrschender Schalter (28) angeordnet ist, der geschlossen wird, wenn das Regelventil (30) geöffnet wird und umgekehrt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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