DE189888C - - Google Patents

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DE189888C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F1/00Automatic musical instruments
    • G10F1/16Stringed musical instruments other than pianofortes
    • G10F1/20Stringed musical instruments other than pianofortes to be plucked

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~ M 189888 -KLASSE 51 d. GRUPPE
Musikinstrument. Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. September 1906 ab.
Durch vorliegende Erfindung soll ein Musikinstrument geschaffen werden, bei welchem die Tonerreger für die ein- oder mehrstimmige Melodie mechanisch, die Tonerreger der zugehörigen Akkordbegleitung dagegen von Hand — gegebenenfalls mittels besonderer Anreißvorrichtungen — zum Ertönen gebracht werden.
Die Tonerreger selbst können verschiedener
ίο Art sein, wie Saiten, Zungenstimmen, Stahlstimmen, Glocken o. dgl. Auch können für die Begleitung andere Tonerreger verwendet werden wie für die Melodie; z. B. kann die Melodie durch Zungenstimmen (Harmonium), die Akkordbegleitung aber durch Saiten oder Stahlstimmen usw. gegeben werden.
In den Zeichnungen ist in Ansichten von oben die Erfindung in vier Figuren zur Darstellung gebracht, wobei aber der Einfachheit halber nicht alle möglichen Tonerreger und deren Abänderungen aufgenommen, sondern die typischen Vertreter derselben gezeichnet sind.
Fig. ι stellt eine Zither dar mit einem länglichen Notenblatte e, Fig. 2 die gleiche Zither mit einem runden Notenblatte, Fig. 3 ein Windzungeninstrument, Fig. 4 ein ebensolches, jedoch mit Saitenakkordbegleitungen. Das Instrument besitzt die Tonerreger a für die Melodie (in Fig. 1 und 2 Saiten, in Fig. 3 und 4 verdeckt im Kasten angeordnete Windzungen) und die Tonerreger b für die Akkordbegleitungen, entsprechend den einzelnen Akkorden 1, 2, 3, 4 usw.
Der Spielmechanismus für die Melodietonerreger wird von einem mit Notenzeichen f versehenen Notenblatte e in Tätigkeit gesetzt. Das Verschieben (Fig. 1 und 4) oder Drehen (Fig. 2 und 3) des Notenblattes e wird mittels eines Tastenhebels d bewirkt, und zwar so, daß beim Niederdrücken oder Hochgehen desselben das Notenblatt um ein Notenzeichen verschoben wird, um so das nun folgende Notenzeichen in den Bereich des Spielmechanismus zu bringen. Vermittels des Tastenhebeis d werden auch die Anreißorgane des Spielmechanismus beim Hinauf- oder Heruntergehen nach Maßgabe des Notenblattes in Tätigkeit gesetzt. Das Verschieben des Notenblattes geschieht also nicht gleichmäßig, sondern dem Rythmus des Musikstückes entsprechend. Die für Windzungeninstrumente nötige Blasluft tritt bei h ein.
Die Akkordbegleitungen werden von Hand gespielt, und zwar entweder unmittelbar oder mittelbar, indem die Tonerreger durch Tasten oder Anreißorgane in Schwingung versetzt werden.
Die Aufmerksamkeit des Spielers richtet sich also nur' auf das Beobachten der in einem besonderen Buche oder auf dem Notenblatte angegebenen Noten oder Zeichen, nach welchen das Bewegen des Tastenhebels zu erfolgen hat, und auf die neben diesen angegebenen Zeichen für die Akkordbegleitungen. Natürlich muß auch die Aufmerksamkeit auf das richtige Anspielen der Akkordbegleitungen gerichtet sein; um die Melodie jedoch braucht
sich der Spieler nicht weiter zu kümmern, da diese ja vom Spielmechanismus hervorgebracht wird.
Es ist gleichgültig, ob die Tonerreger der Melodie rechts und die der Begleitungen links oder umgekehrt liegen; man bewegt den Schalthebel in dem einen Falle mit der rechten, im anderen Falle mit der linken Hand.
ίο Ebenso gleichgültig ist es hierbei, ob das Notenblatt länglich, endlos, rund oder oval geformt ist, es muß nur die Notenblatttransportvorrichtung demselben angepaßt sein. Für besonders lange Stücke eignet sich in ausgezeichneter Weise das Musikinstrument mit dem runden Notenblatte. Hierbei ist nur notwendig, daß der Drehpunkt g (Fig. 2 und 4) in der Richtung, des Spielmechanismus c (in Fig. 2 durch die Pfeilrichtung angegeben) verschiebbar auf dem Instrument angeordnet ist.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Musikinstrument, dadurch gekennzeichnet, daß die Tonerreger für die Melodie mit einem Notenblatte, das durch einen Tastenhebel absatzweise bewegt wird, zum Ertönen gebracht werden, während das Anspielen oder Anreißen der in bekannter Weise in Akkordgruppen angeordneten Begleitungstonerreger von Hand bewirkt wird, gegebenenfalls unter Anwendung von Tasten- oder Anreißorganen.
2. Musikinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tonerreger der Begleitung nicht der gleichen Art wie die der Melodie sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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