DE1901834U - Bauelementensatz zur erstellung eines transportablen hauses. - Google Patents
Bauelementensatz zur erstellung eines transportablen hauses.Info
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- E04B—GENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
- E04B1/00—Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
- E04B1/343—Structures characterised by movable, separable, or collapsible parts, e.g. for transport
- E04B1/34315—Structures characterised by movable, separable, or collapsible parts, e.g. for transport characterised by separable parts
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- E04H1/1205—Small buildings erected in the open air
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Description
Bauelementensatz zur Erstellung eines transportablen Hauses
Die Erfindung betrifft einen Bauelementensatz zur Erstellung eines
transportablen Hauses, welches insbesondere als Ferien- oder Gartenhaus Verwendung finden soll. Die bisher bekannten sogenannten Fertighäuser
werden aus einem Traggerüst und daran zu befestigenden Wand- und Dachteilen gebildet. Die Fertigung der dazu "benötigten
Teile ist außerordentlich aufwendig und zeitraubend. Die Aufstellung der Bauten erfordert darüber hinaus entsprechendes Fachpersonal.
Durch die Neuerung werden diese Mängel behoben, indem erfindungsgemäß
zu einem Haus zusammensetzbare Giebelstücke, die je aus Dreiecksplatten bestehen, welche, jeweils mit ihrer kurzen Seite
aneinanderstoßend, den Dachfirst bilden und mit ihren Spitzen bis auf den Boden reichen, in Verbindung mit, die Giebelstücke ausfüllenden
Giebelwänden und darin vorzusehenden Türen und Fenstern Anwendung finden. Auf diese Weise wird ein sogenanntes lur-Giebelhaus
erstellt, "bei dem jegliche Traggerüste in Fortfall kommen und
welches auch von einem Laien leicht aus dem erfindungsgemäßen Bauelementensatz zusammengebaut werden kann. Das erfindungsgemäße
Fur-Giebelhaus vermag den Unbilden der Witterung 4ceinen größeren
Widerstand entgegenzusetzen als die üblichen Häuser mit Spitz- oder Flachdächern und senkrechten Außenwänden.
Das Charakteristische an dem erfindungsgemäßen Giebelhaus ist das
bis auf die Erde heruntergezogene Dach, welches auch das Anbringen von Dachtraufen und Abflußrohren erübrigt. Die bei dem Bauelementensatz
zur Anwendung kommenden Dreiecksplatten sind mit ihren schlanken Spitzen nach unten gerichtet und so groß bemessen, daß sie zugleich
Dach- und Wandflächen bilden. Sie können in sich wetterfest oder mit einem wetterfesten Überzug und erforderlichenfalls mit
einer Wärmeisolierschicht versehen sein. Zum Zwecke der Erzielung einer großen Festigkeit bei geringstem Gewicht werden zweckmäßig
Holzspanplatten zur Anwendung gebracht, aus denen die die Giebelzüge bildenden Dreiecksplatten zugeschnitten sind. An den aneinanderanstoßenden
Kanten können geeignete Verbindungsglieder und die üblichen Dichtelemente vorgesehen sein.
Zweckmäßig läßt sich dem Bauelementensatz noch ein Sockel oder Boden hinzufügen, auf den die Giebelstücke mit ihren Spitzen und
die Giebelwände mit ihrer unteren Kante aufsetzbar sind.
Vorzugsweise besteht jedes Giebelstück aus zwei gleichgroßen Platten,
die je die Form eines rechtwinkligen Dreiecks aufweisen und die an der, die kurze Kathete bildenden Seite zu einem Dachfirst
zusammengesetzt sind. Jeweils vier Giebelstücke sind, mit ihrem First ein Kreuz bildend, zu einem Haus auf einem rechteckigen
Sockel oder Boden derart zusammensetzbar, daß die Dreiecksplatten mit ihrer langen Seite (Hypothenuse) aneinanderstoßen und auf
diese Weise die von den Dreiecksplatten gebildeten Stoßkanten eine Yersteifung für das ganze Haus bilden. Bei einer solchen
Bauart ist durch die vierflächige Kehlung in. der Dachfläche ohne weitere Vorrichtung garantiert, daß das Hegen- oder Schneewasser
vom eigentlichen Gebäude weggeleitet wird. Es kann gegebenenfalls in an den Hausecken vorgesehenen Sammlern aufgefangen werden.
Erfindungsgemäß lassen sich aber auch, unterschiedliche Giebelstücke,
aber mit gleichlangen Verbindungsseiten und entsprechend verschieden große Giebelwände zu einem Haus zusammensetzen. Wenn
das Haus nach der einen oder anderen Seite hin vergrößert werden soll, so lassen sich aber auch alle oder einzelne Giebelstücke
aus trapezförmigen Platten bilden, die dann aber in der gleichen
Weise, wie vorher beschrieben, zusammengesetzt sind.
Zur Bildung eines Sonnendaches können die Giebelwände oder Teile davon hoch- oder wegklappbar sein. Ebenso ist es auch möglich,
eine oder mehrere (Jiebelwände am Boden anzulenken und ganz oder
teilweise zur Bildung eines Auftritts herauszuklappen. Desgleichen
lassen sich auch mehrere Hauseinheiten mit ihren offenen Gdebelseiten
aneinandersetzen und miteinander verbinden.
Der Erfindungsgedanke läßt die verschiedensten Ausführungsmöglich·-
keiten zu. Einige davon sind in der anliegenden Belohnung wiedergegeben,
und zwar zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Barstellung des zu einem Haus
zusammengesetzten Bauelementensatzes, Fig. 2 Ms 5 verschiedene Ausführungsmöglichkeiten der
jeweils ein Giebelstück ergebenden Platten,
Fig. 6 eine Ansicht des aus dem Bauelementensatz gebildeten
Hauses gemäß Pig. 1,
Pig. 7 eine Seitenansicht,
Pig. 7 eine Seitenansicht,
Fig. 8 einen Grundriß des gleichen Hauses und Fig. 9 ein Doppelhaus.
Es gelangen für die Fertigstellung der einzelnen Giebelstücke Platten
1, 2, 3 oder 4 gemäß den Fig. 2 bis 5 zur Anwendung. Diese Darstellungen
zeigen schon, daß eine verhältnismäßig große Wandlungsmöglichkeit gegeben ist. Die Platten, die gemäß Pig. 2 "bis 4
Dreiecksform und in Fig. 5 Trapezform hatoen, sind in bezug au£ die
Länge der Seite 5 gleich. Zur Bildung eines Giebelstückes werden
jeweils zwei gleiche Platten aneinandergesetzt, und zwar mit ihren
kurzen Seiten 6, 6a, 6b oder 6c.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Haus sind für die Bildung der
Giebelstücke Dreiecksplatten 1 gemäß Fig. 2 verwendet worden, d.h.
Platten in Form eines rechtwinkligen Dreiecks. Tier dieser Giebel sind auf einer Grundplatte 7, die gegebenenfalls auf Sockeln 8
ruht, mit ihren Spitzen nach unten reichend aufgesetzt. Da die Seitenkanten 5 der Platten 1 alle gleich lang sind, lassen sich
die einzelnen Giebelstücke mit diesen Kanten 5 passend aneinandersetzen,
so daß auf diese Weise ein sogenanntes Nur-Giebelhaus entsteht,
wobei sich eine vierflächige Kehlung der Dachfläche ergibt und die Oberkanten 6 der einzelnen Platten einen kreuzförmigen Verlauf
des Dachfirstes ergeben.
Die durch die Verbindung der einzelnen Bauteile üblichen Verbindungsmittel
sind im einzelnen nicht dargestellt und in ihrer Form auch allgemein bekannt. Ebenso lassen sich auch entsprechende
Dichtungen od.dgl. anwenden.
Auf der Außenseite können die Platten mit einer wetterfesten Abdeckung
versehen sein oder auch schon in sich aus wetterfestem Material bestehen. Die starke Dachneigung, die bei der Darstellung
ca. 61 beträgt, vermeidet weitgehend den rechtwinkligen Sonnen-
einfall, so daß man. auf eine Wärmeisolierung -verzichten kann.
Andererseits ist es after auch, durchaus möglich, auf der Innenseite
der Platten entsprechende Isolierstoffe anzubringen. Selbstverständlich
sind die einzelnen Giebelstücke bzw. die ein Giebelstüok bildenden Platten fest miteinander verleimt und verschraubt.
Zweckmäßig können Holzspanplatten Anwendung finden von einer Stärke von etwa 22 mm, wie sie unter dem Handelsnamen "Phenopan" oder
"Uovopan" bekannt sind. Die aneinandergestellten Giebelstücke "bilden
auf jeden Fall eine selbsttragende Konstruktion, die die üblichen Traggerüste und Versteifungen erübrigen läßt.
Anstelle der rechtwinklig begrenzten Dreiecksplatten,gemäß Fig. 2,
lassen sich aber auch für die Bildung der Giebel in anderer Weise begrenzte Platten jeweils paarweise verwenden. Wesentlich ist lediglich,
daß die Stoßseiten der einzelnen Giebelstücke gleichlang sind. Der Dachfirst ist bei Verwendung von Platten gemäß Fig. 3 bzw,
4 entweder nach hinten ansteigend oder abfallend, was von Fall zu Fall wünschenswert sein kann.
Werden zur Erstellung der Giebelstücke solche Platten verwendet, wie sie Pig· 5 zeigt, also trapezförmig begrenzte Platten, so läßt
sich auf diese Weise mit einfachen Mitteln eine Verlängerung des Hausinnenraumes nach einer Seite hin erreichen. Es können aber auch
alle Giebelstücke aus solchen Platten gemäß Fig. 5 zusammengesetzt sein. Das Haus ist dann lediglich in seinem Volumen entsprechend
größer. Es werden aber die gleichen Vorteile erreicht, wie sie vorher beschrieben wurden.
M 7 -.
Urn das Haus zu komplettieren, gehören zu dem Bauelementensatz auch noch Giebelwände 9 mi"t Türen 10 und Fenstern. 11 oder Giebelwände
12, die völlig geschlossen sind. Gegebenenfalls können aber
auch Giebelwände 15 mit einem großen Fenster Η oder vollständig
aus Glas "bestehende Giebelwände Terwendung finden. Es sind die verschiedensten
Yariationsmöglichkeiten gegeben. Der Boden 7 kann aus einer Platte, aus Bohlen od.dgl. "bestehen und auf Sockeln 8 um ein
gewisses Maß über dem Erdboden liegen. Mittels einer Treppe 15
läßt sich diese Höhendifferenz leicht überwinden.
Bei der Ausführungsform des Hauses gemäß Fig. 9 sind zwei Bauelementensätze
zur Bildung eines Doppelhauses zusammengesetzt, wobei erforderlichenfalls die Bodenplatte 7 über die ganze Bodenfläche durchgehen
kann. Die eine Giebelwand 16 ist in der Mitte geteilt, so daß sich der untere Teil 17 zu einer Art Sonnendach hochklappen läßt.
Bei dem linken Hausteil sind die einzelnen Giebelstücke mit Bachpappe 18 abgedeckt, während der rechte Hausteil mit einer Kunststoff
abdeckung 19 "versehen ist. Es sind auf jeden Fall die verschiedensten
Ausführungsmöglichkeiten gegeben, wobei in allen Fällen einfachste Bauteile zur Anwendung gelangen, die von jedem Laien
ohne besondere Hilfsmittel zu einem Haus zusammensetzbar sind.
Claims (12)
1. Bauelementensatz zur Erstellung eines transportablen Hauses, gekennzeichnet durch zu einem Haus zusammensetzbare Giebelstücke,
die je aus !Dreiecksplatten bestehen, welche, jeweils
mit ihrer kurzen Seite aneinanderstoßend, den Dachfirst "bilden und mit ihren Spitzen his auf den Boden reichen, in Verbindung
mit die Giebelstücke ausfüllenden Giebelwänden und darin vorzusehenden Türen, und Fenstern.
2. Bauelementensatz nach Jjispruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Dreiecksplatten mit ihrer schlanken Spitze nach unten gerichtet und so groß bemessen sind, daß sie zugleich Dach- und
Wandflächen bilden.
3. Bauelementensatz nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dreieeksplatten wetterfest bzw. mit einem wetterfesten Überzug und erforderlichenfalls mit einer Wärmeisolierschicht
versehen sind.
4· Bauelementensatz nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dreieeksplatten aus Holzspanplatten zugeschnitten sind.
5. Bauelementensatz nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dreieeksplatten an den aneinanderanstoßenden Kanten
mit geeigneten Verbindungsgliedern und Dichtelementen versehen sind.
6. Bauelementensatz nach Anspruch 1 "bis 5, gekennzeichnet durch
einen Sockel oder Boden, auf den die Giebelstücke mit ihren
Spitzen und die Giebelwände mit ihrer unteren Kante aufsetzbar sind.
7· Bauelementensatz nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes ^iebelstück aus zwei gleichgroßen Platten gebildet ist, die je die Form eines rechtwinkligen Dreiecks aufweisen
und die an der, die kurze Kathete bildenden Seite, zu einem Dachfirst zusammengesetzt sind.
8. Bauelementensatz nach Anspruch 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils vier Giebelstücke, mit ihrem First ein Kreuz bildend, zu einem Haus auf einem rechteckigen Sockel oder Boden derart
zusammensetzbar sind, daß die Dreiecksplatten mit ihrer langen Seite (Hypothenuse) aneinanderstoßen und die von den Dreiecksplatten
gebildeten Stoßkanten eine Versteifung für das Haus bilden.
9· Bauelementensatz nach Anspruch 7>
dadurch gekennzeichnet, daß unterschiedliche Giebelstücke, aber mit gleichlangen Verbindungsseiten und entsprechend verschieden große Giebelwände zu einem
Haus zusammengesetzt sind.
/IP-
- 10 -
10. Bauelementensatz nach Anspruch 1 bis 9>
dadurch gekennzeichnet, daß alle oder einzelne Giebelstücke aus trapezförmigen Platten
gebildet und in Form einer vierflächigen Kehlung mit den übrigen Giebelstücken zusammengesetzt sind.
11. Bauelementensatz nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Giebelwände oder Teile davon hoch- oder wegklappbar
sind.
12. Bauelementensatz nach Anspruch 1 und 11, dadurch gekennzeichnet,
daß eine oder mehrere Giebelwände am Boden angelenkt und ganz oder teilweise zur Bildung eines Auftritts herausklappbar sind.
13» Bauelementensatz nach. Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß an den Ecken der Grundplatte bzw. an den unteren Enden der Dachkehlung Wassersammler für das vom Dach ablaufende
Regenwasser vorgesehen sind.
14· Bauelementensatz nach Anspruch 1 bis 15s dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Hauseinheiten mit ihren offenen Giebelseiten
aneinandersetzbar und miteinander verbindbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED29307U DE1901834U (de) | 1964-06-29 | 1964-06-29 | Bauelementensatz zur erstellung eines transportablen hauses. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED29307U DE1901834U (de) | 1964-06-29 | 1964-06-29 | Bauelementensatz zur erstellung eines transportablen hauses. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1901834U true DE1901834U (de) | 1964-10-08 |
Family
ID=33167992
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED29307U Expired DE1901834U (de) | 1964-06-29 | 1964-06-29 | Bauelementensatz zur erstellung eines transportablen hauses. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1901834U (de) |
-
1964
- 1964-06-29 DE DED29307U patent/DE1901834U/de not_active Expired
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