DE190190C - - Google Patents
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- G01R1/20—Modifications of basic electric elements for use in electric measuring instruments; Structural combinations of such elements with such instruments
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 190190-KLASSE 21 e. GRUPPE
Durch das D. R. P. 181496 wird eine Schaltungsanordnung
für elektrische Meßinstrumente mit mehr als einem Spannungsmeßbereich geschützt, deren niedrigster in bekannter
Weise mittels eines Temperaturnebenschlusses in seinen Angaben von Temperatureinflüssen
unabhängig gemacht wird, während unter Beibehaltung dieses einen Nebenschlußwiderstands
die Vorschaltwiderstände der höheren Meßbereiche zur Verhinderung der Überkompensierung von Temperatureinflüssen
auf deren Angaben in kennzeichnender Weise passend gewählte positive Temperaturkoeffizienten,
erhalten. Eine andere Möglichkeit der Kompensierung besteht darin, dem Meßsystem
für jeden zu kompensierenden Spannungsmeßbereich α, b, c, d, e einen besonderen
Temperaturnebenschluß wna, η>φ «sw. parallel
zu schalten, wie Fig. 1 zeigt.
Auch bei der Schaltungsanordnung nach vorliegender Erfindung wird die Kompensierung
von Temperatureinflüssen' auf die Angaben eines Meßbereichs — zweckmäßigerweise
des niedrigsten ■— in bekannter Weise mittels eines zum Meßsystem gelegten Nebenschlußwiderstandes
vorgenommen. Das die Verhinderung der Überkompensierung von Temperatureinflüssen auf die Angaben der
übrigen Meßbereiche (b, c, d, e) kennzeichnende
Merkmal besteht jedoch in dem Zu- bezw. Abschalten von Teilwiderständen wnb, wnc,
Wnd, wne zu bezw. von dem oben erwähnten
Nebenschlußwiderstand wna (Fig. 2) oder zu
bezw. von dem Meßsystem sm innerhalb des Verzweigungsstromkreises (Fig. 3). Diese An-Ordnungen
ermöglichen es, den zur Kompensierung von Temperatureinflüssen auf die Angaben des niedrigsten Meßbereiches erforderlichen
Temperaturnebenschluß wna als
Teilwiderstand der Temperaturnebenschlüsse (Fig. 2) bezw. als Universalnebenschluß (Fig. 3)
für alle höheren Meßbereiche zu benutzen. Die dadurch erzielte Raum- und Materialersparnis
erleichtert die Durchführung der Aufgabe, alle temperaturabhängigen Widerstände so anzuordnen, daß sie wechselnden
Temperatureinflüssen in gleicher Weise folgen. Kommt es darauf an, den Kombinationsstrom bei der Kompensierung der höheren
Spannungsmeßbereiche möglichst klein zu halten, so wird man den Nebenschlußwiderstand
des niedrigsten Meßbereichs durch Zuschalten von Teilwiderständen mit hohen Temperaturkoeffizienten ergänzen (Fig. 2).
Wo die Rücksicht auf die Größe des Kornbinationsstromes zurücktreten kann, ist es
ganz besonders vorteilhaft, die Überkompensierung von Temperatureinflüssen auf die Angaben
der höheren Meßbereiche dadurch zu verhindern, daß man dem für.den niedrigsten
Meßbereich notwendigen Nebenschlußwiderstand temperaturunabhängige Teilwiderstände
zuschaltet (Fig. 2). Eine Vergrößerung des Kombinationsstromes für die höheren Meßbereiche
erreicht man durch Zuschalten von temperaturunabhängigen Teilwiderständen zum Meßsystem sm (Fig. 3) anstatt zum Nebenschlußwiderstand.
Diese beiden letzten Schal-
tungsanordnungen eignen sich besonders für mehrstufige Strommesser, bei denen mehr als
ein Meßbereich (α, b, c, d, e) an einem einzigen Abzweigwiderstand Wm geschaffen werden
sollen, und in noch erhöhtem Maße dann, wenn Meßsystem, Vorschaltwiderstände, Umschaltevorrichtung
und ein hauptstromdurchflossener Meßwiderstand W1n in einem handlichen
Gehäuse zu vereinigen sind (Fig. 4).
Würde die Überkompensierung der höheren Meßbereiche so groß sein, daß die Zuschaltung
von Teilwiderständen mit verschwindend kleinen oder negativen Temperaturkoeffizienten
zum Nebenschlußwiderstand des niedrigsten
Meßbereichs für sich allein die Überkompensierung nicht verhindern könnte, so ist es
notwendig, dem Meßsystem Teil widerstände von hohen positiven Temperaturkoeffizienten
für die höheren Meßbereiche anzufügen.
Sollen endlich die Kombinationsströme für alle Meßbereiche gleich groß sein, so hat die
Zuschaltung von passend gewählten Teilwiderständen für die höheren Meßbereiche sowohl
im Meßsystem- wie auch im Nebenschlußstromkreis zu erfolgen.
Es ist unter Umständen zweckmäßig, die Verhinderung der Überkompensierung von
Temperatureinflüssen auf die Angaben der höheren Meßbereiche mit Hilfe von Temperaturnebenschlüssen
nach vorliegender Erfindung nur bis zu dem Meßbereich vorzunehmen, der auch ohne Verwendung eines
Temperaturnebenschlusses temperaturunabhängige Angaben liefern würde. Alle höheren
Spannungsmeßbereiche brauchen dann nur noch einen gemeinsamen Nebenschlußwiderstand
Wn^ zu erhalten, der so zu bemessen
ist, daß er die Instrumentangaben für den in sm und in rvnx fließenden Kombinationsstrom
temperaturunabhängig macht.
Selbstverständlich kann die neue Schaltungsanordnung zur Kompensierung von
Temperatureinflüssen jeder Art bei Gleich- und Wechselstrominstrumenten angewendet
werden.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:i. Schaltungsanordnung für elektrische Meßinstrumente jeder Stromart, insbesondere für Strom-, Spannungs- und Leitungsmesser mit mehr als einem Spannungsmeßbereich, deren einer in bekannter Weise mittels eines dem Meßsystem parallel geschalteten Nebenschlußwiderstandes in seinen Angaben temperaturunabhängig gemacht wurde, dadurch gekennzeichnet, daß die in gleichfalls bekannter Weise für die übrigen — höheren oder niedrigeren — Spannungsmeßbereiche dem Meßsystem parallel zu schaltenden Temperaturneben-Schlüsse dadurch hergestellt werden, daß nur der Widerstand oder daß der Widerstand und der Temperaturkoeffizient einer oder beider Stromverzweigungen durch Zu- bezw. Abschalten von Teilwiderständen passend ergänzt bezw. geändert werden, zu dem Zweck, die Überkompensierung von Temperatureinflüssen auf die Angaben der höheren Meßbereiche unter Benutzung eines relativen Minimums von temperaturabhängigen Widerständen zu verhindern.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Temperaturkoeffizient des für den niedrigsten Meßbereich berechneten Nebenschlußwiderstand oder des Meßsystemzweiges zwecks richtiger Kompensierung der höheren Meßbereiche durch Zu- bezw. Abschalten von Teilwiderständen mit ver-, schwindend kleinenTemperaturkoeffizienten verringert wird, zu dem Zweck, das zur Kompensierung des niedrigsten Meßbereichs im Meßsystem vorhandene bezw. im Nebenschlußwiderstand erforderliche Minimum von temperaturabhängigen Widerständen auch bei der Kompensierung der höheren Meßbereiche ohne Vermehrung voll auszunutzen.
- 3. Schaltungsanordnung nach Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Temperaturkoeffizient des Meßsystemzweiges zwecks richtiger Kompensierung der höheren Spannungsmeßbereiche durch Zuschalten von Teilwiderständen mit positiven Temperaturkoeffizienten vergrößert wird, zu dem Zweck, die Überkompensierung von Temperatureinflüssen auf die Angaben der höheren Meßbereiche selbst dann zu verhindern, wenn die Zuschaltung von Teilwiderständen mit verschwindend kleinen oder negativen Temperaturkoeffizienten zum Nebenschlußwiderstand des niedrigsten Meßbereichs für sich allein nicht zum Ziele führen würde.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE190190C true DE190190C (de) |
Family
ID=453666
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT190190D Active DE190190C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE190190C (de) |
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0
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