DE190199C - - Google Patents

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DE190199C
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04CBRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00Braiding or lacing machines
    • D04C3/02Braiding or lacing machines with spool carriers guided by track plates or by bobbin heads exclusively
    • D04C3/38Driving-gear; Starting or stopping mechanisms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 190199 KLASSE 25 b. GRUPPE
AUGUST DAHLMANN in BARMEN.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum zeitweisen Stillsetzen der Klöppel an Flecht- und Klöppelmaschinen, bei welcher die Klöppeltreiber je durch eine von einem Musterwerk beeinflußte Kupplung mit ihrem Antriebrade verbunden sind und zum Stillsetzen der Klöppel die Treiber selbst stillgesetzt werden. Maschinen dieser Art sind an sich bekannt. Bei diesen sind jedoch besondere Vorrichtungen
ίο vorhanden, welche den stillzusetzenden Klöppel nach der Ausrückung der genannten Kupplung abfangen und gegen Weiterlaufen schützen sollen und welche dazu für sich mittels des Musterwerks in die Bahn des Klöppels eingeschoben werden müssen.
Im Gegensatz hierzu sind nun beim Erfindungsgegenstande die die Kupplung ein- und ausrückenden und zu dem Zwecke von dem Musterwerke bewegten Glieder so ausgebildet, daß sie bei gelöster Kupplung zugleich eine Weiterbewegung der betreffenden Treiber und des stillzusetzenden Klöppels verhindern, also zugleich das Abfangen der Klöppel und Treiber in der Ruhelage besorgen. Hierdurch wird eine ganz wesentliche Vereinfachung der Maschine gegenüber den bekannten und namentlich auch der Vorteil erreicht, daß das Musterwerk nur halb so groß zu sein braucht.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiele veranschaulicht. Dabei zeigt:
Fig. ι einen Teil einer mit der Neuerung ausgestatteten Maschine im Grundriß, teilweise mit abgenommener Gangplatte,
Fig. 2 einen lotrechten Schnitt der Maschine nach der Linie A-A der Fig. 1 bei eingerückter und
Fig. 3 einen solchen Schnitt nach Linie B-B der Fig. 1 bei gelöster Kupplung zwischen Treiber und deren Antriebrad.
Fig. 4 zeigt einen Teil der Maschine im Grundriß, die Einstellvorrichtung für die Zungenweichen veranschaulichend, und
Fig. 5 einen wagerechten Schnitt nach Linie C-C der Fig. 3.
Auf der Zeichnung sind mit 1 die Flechtteller bezeichnet, welche von den auf der Grundplatte 2 stehenden Pfeilern 3 getragen werden und deren Ränder mit denen der Gangplatten 4, 5 in bekannter Weise die Klöppelgangbahn begrenzen, in der die nur zum Teil gezeichneten Klöppel 6 sich bewegen, wobei Zungenweichen 7 in den Kreuzungsstellen die Klöppelbewegung regeln.
Auf den Pfeilern 3 sind die Antriebräder 8 für die die Klöppelbewegung vermittelnden Treiber 9 drehbar gehalten, welche Räder in üblicher Weise miteinander in Eingriff stehen, so daß zwei benachbarte Treiber immer entgegengesetzt gerichtete Drehung erhalten. Die Antriebräder besitzen eine lange Nabenhülse 10, und auf dieser sitzt wieder drehbar eine zweite Hülse 11, welche am unteren Ende einen breiten Bund 12 trägt und auf der am oberen Ende der im gezeichneten Beispiele zweiflügelige Treiber 9 befestigt ist. Oberhalb des Bundes 12 ist auf der Hülse 11 ein Ring 13 auf und ab bewegbar angeordnet, an dem an der Unter
es. Auflage, ausgegeben am 4. Februar
seite Kuppelstifte 14 vorgesehen sind. Letztere greifen durch entsprechend im Bunde 12 vorgesehene Löcher hindurch in Aussparungen
15 des Antriebrades 8, so daß die Drehung des letzteren für gewöhnlich durch diese Kuppelstifte 14 auf die Treiberhülse 11 und damit auf die Treiber selbst übertragen wird. Werden aber durch Heben des Ringes 13 die Kuppelstifte 14 aus dem Antriebrade ausgehoben und so die Verbindung der Treiber mit letzterem gelöst, so nehmen die Treiber an der Drehung nicht mehr teil. Sie bleiben stehen und damit auch die von ihnen beeinflußten Klöppel. Sowohl diese Einrichtung wie die nachbeschriebene Einrichtung zum Ein- und Ausrücken der Kupplung ist bekannt. Neu ist die Art und Weise, auf die das Weiterdrehen des Treibers und des Klöppels nach Lösen der Kupplung verhindert werden soll. Zu diesem Zwecke ist nach vorliegender Erfindung auf der Gabel der Ausrücker 16 eine Nase 21 vorgesehen, gegen welche sich eine am Treiber vorgesehene Gegennase 22 legt, so daß dadurch die Bewegung des Treibers begrenzt wird. Ein auf der Ausrückergabel 16 angeordneter zweiter Anschlag 23 verhütet bei deren Hochheben ein Weiterlaufen des Klöppels nach Stillsetzung des Treibers.
Das Ein- und Ausrücken der Kupplung besorgt jeweils, dem herzustellenden Geflecht-' muster entsprechend, ein Musterwerk durch Vermittlung der gabelförmigen Ausrücker 16. Diese werden von einer in der Grundplatte der Maschine auf Und ab bewegbaren Stange 17 getragen und greifen mit ihrem gegabelten Ende in eine Ringnut 18 des vorerwähnten Kuppelringes 13 ein, während sie mit ihrem anderen Ende auf einem auf der Grundplatte stehenden Bolzen 19 Führung haben, so daß die Ausrücker
16 nur zum Ein- und Ausrücken der Kupplung auf und ab bewegt werden können, gegen jede andere Bewegung aber gesichert sind. Dabei sind die Ausrücker 16 je durch eine auf Zeichnung der Einfachheit halber nicht angegebene, beispielsweise auf die Stange 17 wirkende Feder für gewöhnlich in ihrer unteren, durch einen Querstift 20 der Stange 17 o. dgl. begrenzten Stellung gehalten, bei welcher die die Treiber mit ihrem Antriebrade verbindende Kupplung eingerückt ist. Auf das untere Ende der Stange 17 wirkt durch geeignete Zwischenglieder das Musterwerk der Maschine, indem dieses, wenn ein Klöppel stillgesetzt werden soll, die Stange 17 mit dem Ausrücker 16 hochdrückt, so daß letzterer dann den Ring 13 hochhebt und damit die Kuppelstifte 14 aus dem Antriebrade auslöst, also die Verkupplung zwischen letzterem und den Treibern aufhebt. Es bleiben also letztere stehen und damit auch der oder die von ihnen mitgeführten Klöppel.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung für Flecht- und Klöppelmaschinen zum zeitweiligen Stillsetzen der Klöppel, bei welcher die Klöppeltreiber durch eine von dem Musterwerk gesteuerte Kupplung lösbar mit ihrem Antriebrade verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Ein- und Ausrücken der Kupplungen dienenden, durch das Musterwerk bewegten Glieder (16) so gestaltet sind, daß sie beim Lösen der Kupplung zugleich die Treiber und die von diesen bewegten Klöppel abfangen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Kupplungsausrückern (16) je zwei Anschlagnasen (21, 23) angeordnet sind, deren eine (21) im Zusammenwirken mit einer Gegennase (22) an den Treibern deren Weiterbewegung nach Lösung der Kupplung verhütet, während die zweite (23) zugleich den Klöppel zurück- und in Eingriff mit dem stillgesetzten. Treiber hält.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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