DE190276C - - Google Patents
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- DE190276C DE190276C DENDAT190276D DE190276DA DE190276C DE 190276 C DE190276 C DE 190276C DE NDAT190276 D DENDAT190276 D DE NDAT190276D DE 190276D A DE190276D A DE 190276DA DE 190276 C DE190276 C DE 190276C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01K—STEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
- F01K25/00—Plants or engines characterised by use of special working fluids, not otherwise provided for; Plants operating in closed cycles and not otherwise provided for
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- JVIl90276 KLASSE 46 d. GRUPPE
JERZY HOSER in WARSCHAU.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Dampf für Dampfmaschinen,
Dampfturbinen und ähnliche Kraftmaschinen aus solchen Stoffen, die eine geringe latente
Wärme besitzen. Derartige Stoffe, von denen als Beispiel Terpentin, Glyzerin, einige
Naphthadestillationsprodukte usw. erwähnt seien, haben den Vorteil, daß zu ihrer Verdampfung
eine verhältnismäßig geringe Menge
ίο Brennstoff bei einer geringen Heizfläche pro
Kilogramm des zu verdampfenden Mittels erforderlich ist.
Andererseits ist es bei diesen Stoffen möglich, einen vollständigen Wärmekreisprozeß
dadurch zu erzielen, daß eine außerordentlich gute Regeneration der Wärme zur Vorwärmung
der Speiseflüssigkeit erreichbar ist, während bei der Kondensation nur eine geringe
Wassermenge und beim Betriebe der Anlage kein Schmiermaterial erforderlich ist. Es ist übrigens keineswegs neu, Stoffe von
geringer latenter Wärme zur Erzeugung mechanischer Arbeit durch Expansion zu benutzen.
Namentlich Naphthaprodukte sind für diese Zwecke schon mehrfach vorgeschlagen worden, jedoch zeigen alle die bekannten dahingehenden
Versuche den großen Übelstand, daß der zur Erzielung eines hohen Nutzeffektes durchaus erforderliche vollständige
Wärmekreisprozeß nicht hergestellt wurde, so daß von einer Verbesserung gegenüber
Wasserdampf kaum die Rede sein konnte.
Die Ausübung dieses Verfahrens geschieht in bekannter Weise; es werden in einem
kleinen Kessel mit direkter Feuerung Stoffe von geringer latenter Wärme verdampft,
deren Dampf der beliebig gestalteten, der Temperatur und den chemischen Eigenschaften
der Stoffe entsprechenden Kraftmaschine zugeführt wird. Der Abdampf gelangt in einen
Wärmeregenerator, in welchem ein großer Teil der Wärme für die Vorwärmung der Speiseflüssigkeit ausgenutzt wird und von
welchem die vorgewärmte Speiseflüssigkeit direkt in den Kessel geleitet wird, während
der ausgenutzte Dampf einem durch Wasserkühlung oder sonstwie betriebenen Kondensator
zugeführt, dort kondensiert und in einem Behälter gesammelt werden kann, von wo aus die kondensierte Flüssigkeit vermittels
einer von der Kraftmaschine betriebenen Speisepumpe durch den Regenerator nach dem
Kessel geführt wird, so daß ein vollständiger Kreisprozeß entsteht. Selbstverständlich können
diese Einrichtungen beliebige Abänderungen erfahren, ohne das Wesen der Erfindung
zu verändern.
Der geringe Brennstoffverbrauch und die zur Verdampfung erforderliche geringe Heizoberfläche
ist in der vorliegenden Erfindung infolge der Eigenschaften der Stoffe dadurch begründet, daß die im Abdampf enthaltene
Wärme gegenüber dem Wasserdampf außerordentlich vorteilhaft wieder benutzt werden
kann. Bekanntlich wird bei Wasserdampf nur ein ganz geringer1 Teil der Abdampfwärme
im Vorwärmer wieder erhalten und dem Speisewasser übermittelt, und zwar sind dies bei Kondensationsmaschinen etwa 60 bis
70 und bei Auspuffmaschinen 90 Kalorien
pro Kilogramm. Da also einem Kilogramm Wasserdampf, etwa 650 Kalorien, entsprechend
der Maximaltemperatur des Auspuffdampfes im Vorwärmer nur 90 Kalorien übertragen
werden können, so ist der Nutzeffekt dieses Vorwärmers bzw. des Vorwärmungsprozesses
go
650
werden im Vorwärmer von dem entsprechenden Kilogramm Terpentindampf gemäß seiner
Temperatur etwa 140 Kalorien zugeführt. Da aber die latente Wärme des Terpentindampfes
etwa 90 Kalorien beträgt, so ist der Nutzeffekt des Vorwärmungsprozesses gleich
-?-— = 0,14. Einem Kilogramm Terpentin
= J4« = Das verhältnis
160 + 90 250 "
zwischen der Wasserdampfwärmeregeneration und derjenigen der Terpentindampfwärmeregeneration
ist also wie 1 : 4.
Da andererseits der Kondensator beim Wasserdampf 0,86 der im Dampf enthaltenen
Wärme aufnimmt, bei Terpentindampf dagegen nur 0,44 der Dampfwärme, so kann
der Oberflächenkondensator sehr geringe Dimensionen erhalten und ist demzufolge auch
wenig Kühlwasser notwendig.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verdampfungsflüssigkeit für Kraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß ihre Siedetemperatur über ioo° C. liegt und ihre latente ,Wärme in Kalorien geringer ist als ihre Siedetemperatur in Grad Celsius.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE190276C true DE190276C (de) |
Family
ID=453745
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT190276D Active DE190276C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE190276C (de) |
-
0
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