DE190302C - - Google Patents
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- DE190302C DE190302C DENDAT190302D DE190302DA DE190302C DE 190302 C DE190302 C DE 190302C DE NDAT190302 D DENDAT190302 D DE NDAT190302D DE 190302D A DE190302D A DE 190302DA DE 190302 C DE190302 C DE 190302C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
- A01J5/00—Milking machines or devices
- A01J5/04—Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats
- A01J5/08—Teat-cups with two chambers
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Animal Husbandry (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Apparatus For Making Beverages (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 190302 KLASSE 45 g. GRUPPE
Mundstück für pneumatische Melkbecher. Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. März 1906 ab.
Die Erfindung betrifft einen Saugbecher für pneumatische Melkmaschinen. Bei Anwendung
früherer Becher wurde die Zitze durch die saugende Wirkung zuweilen in den Becher hineingezogen, was ein starkes Verengen
des Milchkanales zur Folge hatte. Man hat daher den eigentlichen Becher mit
einem ringförmigen, ebenfalls luftleer zu machenden Hohlraum umgeben, welcher den
ίο der Zitze zunächst gelegenen Teil des Euters
gegen ein Verschieben senkrecht zur Achse der Zitze schützt. Durch diese Einrichtung
wird aber das Erweitern des Milchkanales nicht erreicht, sondern es wird die saugende
IS Wirkung im Becher aufgehoben durch eine
gleichstarke am Euter, die das Nachgleiten des letzteren in den Becher verhindert. Das
Verengen des Milchkanales wird also nunmehr durch das Ziehen an beiden Enden der
Zitze noch begünstigt. Im Erfindungsgegenstande werden diese Übelstände dadurch beseitigt,
daß gleichzeitig mit der saugenden Wirkung im Becher, durch welche die Milch entleert werden soll, eine solche in radialer
Richtung am Umfang der Zitze erfolgt, so daß diese sich nach außen ausdehnen muß
und den Milchkanal erweitert. Es wird dies erreicht durch Anordnung eines hohlen
Mundstücks am oberen Becherrande, von dem aus vermittels am inneren Umfang angeordneter
Löcher oder Schlitze der äußere Zitzenumfang angesaugt wird, so daß nicht nur ein künstliches Erweitern des Milchkanales,
sondern auch ein Festsaugen des Bechers erfolgt.
Die Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht.
Fig. ι ist ein Grundriß des Mundstücks,
Fig. 2 ein Mittelschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1,
Fig. 3 eine Ansicht des Melkbechers, teilweise
im Schnitt mit dem daran angebrachten Mundstück.
Die Fig. 4 und 5 sind ähnliche Ansichten wie Fig. 2 und zeigen, welche verschiedenen
Formen der Hohlraum annehmen kann.
In der Zeichnung stellt 1 den kreisringförmigen Hohlraum des metallischen Mundstücks
dar, der sich über den Flansch 2 desselben erhebt und entweder durch Löcher 4 (siehe die Fig. 4 und 5) oder durch eine
ganz durchgehende Öffnung 5 (siehe Fig. 2 und 3) mit der Saugkamme'r im Becher 3 in
unmittelbarer Verbindung steht.
Der emporragende Hohlraum 1 soll dem Saugdruck einen freien Weg sichern und
ebenso bewirken, daß die gewöhnlich pulsierende Zunge, der Beutel oder das Gummikissen
oder der innere elastische Raum 6 die Zitze so nahe wie möglich an der Wurzel angreift.
Der innere Umfang des Hohlraumes des Melkbechers ist mit einer Anzahl Löcher 7
(siehe die Fig. 1, 2, 3 und 4) oder mit einem durchgehenden Schlitz 8 (siehe Fig. 5)
versehen.
Der Zweck dieser Öffnungen besteht darin, die Zitze in Verbindung mit dem Saugraum
des Melkbechers zu halten und so die Haut der erwähnten Zitze an den Innenrand des
Mundstücks zu ziehen und hierdurch den Melkbecher fest an der Zitze zu halten und
gleichzeitig das Bestreben des Melkbechers, den Milchkanal ,der Zitze zu schließen, wie
es gewöhnlich bei den bekannten Druckmundstücken der Fall ist, die die Zitze festhalten
sollen, zu beseitigen.
Der Hohlraum des Mundstücks kann natürlich in Form oder Einteilung so weit geändert
werden, als es der Zweck, für den es gerade bestimmt ist, erfordert.
Der Flansch 2 ist vorteilhaft an seinem unteren Umfange heruntergezogen und kann
sich um den Melkbecher herum anlegen, und das Mundstück ist mit letzterem durch ein
Gummiband 9 (Fig. 3), welches den erwähnten Flansch umgreift, befestigt.
In der Zeichnung stellt 10 ein feines Lufteinlaßloch-dar;
es soll atmosphärischen Druck hinter die Milch leiten, um das Abfließen derselben zum Milchbehälter zu unterstützen.
Die Wirkungsweise ist die folgende:
Der Melkbecher wird über die Zitze gestreift und das Ansaugen begonnen, so daß der Luftdruck in dem Hohlraum des Mundstücks verringert wird, wodurch die Zitze veranlaßt wird, an dem Mundstück anzuhaften. Die Pulsationen werden dann zu dem Becher übergeleitet, der die Zitze zuerst zusammendrückt und dann wieder freigibt. Während des vorhererwähnten Vorganges wird der Hohlraum zeitweise fast von der Verbindung mit dem Saugraum im Becher abgeschnitten, aber es bleibt doch noch genügende Saugkraft, um den erwähnten Becher an der Zitze zu halten, und wenn der biegsame Innenmantel des Bechers schlaff wird, so strömt die durch den Lufteinlaß gedrungene Luft nach unten und treibt die Milch aus dem Becher, wie vorher erwähnt, in den Behälter.
Der Melkbecher wird über die Zitze gestreift und das Ansaugen begonnen, so daß der Luftdruck in dem Hohlraum des Mundstücks verringert wird, wodurch die Zitze veranlaßt wird, an dem Mundstück anzuhaften. Die Pulsationen werden dann zu dem Becher übergeleitet, der die Zitze zuerst zusammendrückt und dann wieder freigibt. Während des vorhererwähnten Vorganges wird der Hohlraum zeitweise fast von der Verbindung mit dem Saugraum im Becher abgeschnitten, aber es bleibt doch noch genügende Saugkraft, um den erwähnten Becher an der Zitze zu halten, und wenn der biegsame Innenmantel des Bechers schlaff wird, so strömt die durch den Lufteinlaß gedrungene Luft nach unten und treibt die Milch aus dem Becher, wie vorher erwähnt, in den Behälter.
Claims (4)
1. Mundstück für pneumatische Melkbecher mit einem an der oberen Mündung
angeordneten, unter Saugwirkung stehenden Hohlraum, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Hohlraum am inneren Umfang
der Bechermündung angeordnet und selbst wieder an seinem Innenumfang mit Löchern
versehen ist, so daß durch Ansaugen des Zitzenumfanges der Milchkanal der Zitze erweitert wird.
2. Mundstück nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum in einem
den Becherrand umschließenden und sich darüber erhebenden abnehmbaren Flansch untergebracht und an der Unterseite mit
Saugöffnungen (4) versehen ist, die zum Überleiten der Saugwirkung vom Becherinnern
in den Hohlraum dienen.
3. Mundstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum (1)
mit einem um den ganzen Innenumfang herumgehenden Schlitz (8) ausgeführt ist.
4. Mundstück nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum (1)
auf seiner unteren Seite vollständig offen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE190302C true DE190302C (de) |
Family
ID=453769
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT190302D Active DE190302C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE190302C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0043264A1 (de) * | 1980-06-30 | 1982-01-06 | Iba, Inc. | Melkbecher für Melkmaschinen |
-
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- DE DENDAT190302D patent/DE190302C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0043264A1 (de) * | 1980-06-30 | 1982-01-06 | Iba, Inc. | Melkbecher für Melkmaschinen |
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