DE1903444B2 - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Ausnehmungen in einem plastischen Leichtbetonblock - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Ausnehmungen in einem plastischen LeichtbetonblockInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Ausnehmungen in
einem plastischen Leichtbetonblock, insbesondere für das Einführen von Schneiderahmen mit verschieden
eingestellten Schneidorganen.
In der Leichtbetonindustrie ist es gebräuchlich, Bauelemente für die verschiedensten Zwecke mit
Ausnehmungen zu versehen, z. B. für das Einbringen von Bewehrungen, die dann mit Mörtel überzogen
werden, für Verriegelungen oder für die Einführung von Kabeln und Leitungen u. dgl.
Es ist bereits bekannt in plastischem Leichtbeton mittels Fräsen Ausnehmungen auszubilden. Dieses
Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß das Material, das entfernt wird, umhergeworfen wird, so daß die
Gefahr der Beschädigung der Leichtbetonelemente besteht.
Es ist auch bereits bekannt, beim Zerteilen von Blöcken aus plastischem Leichtbeton eine Mehrzahl von
parallel zueinander angeordneten Schneidwerkzeugen durch den Block hindurchzuführen und durch jede
Schnittfuge, dem Schneidwerkzeug unmittelbar folgend, in einem Arbeitsgang mindestens ein Verdrängungswerkzeug hindurchzuführen, mit welchem die Schnittfuge
erweitert und geglättet wird (DE-AS 12 29 433).
Dieses bekannte Verfahren eignet sich jedoch nur zum Herstellen von schmalen Schnittfugen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von
Ausnehmungen in einem plastischen Leichtbetonblock, insbesondere für das Einführen von Schneiderahmen
mit verschieden eingestellten Schneidorganen, zu schaffen, wobei vermieden wird, daß das Material, was
entfernt wird, umhergeworfen wird oder die Leichtbetonelemente beschädigt werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im
lu Kennzeichen des Patentanspruchs 1 beschriebenen
Merkmale gelöst
Dadurch wird der Vorteil erzielt daß in einfacher Weise und mit geringem Zeitaufwand Ausnehmungen,
insbesondere sich durchgehend von einer Seite zur
is anderen Seite des Leichtbetonblocks erstreckende
Ausnehmungen, hergestellt werden können, ohne daß die Gefahr der Beschädigung der herzustellenden
Leichtbetonelemente besteht und ohne daß das Material, das entfernt wird, umhergeworfen wird.
Darüberhinaus können bei dem Verfahren nach der
Erfindung die Schneidorgane bis zum Formboden geführt werden, ohne daß die Gefahr besteht daß diese
beschädigt werden im Gegensatz zu dem bekannten Verfahren, bei dem Fräsen verwendet werden und bei
dem beim Anstoßen der Fräsen an den Formboden die Gefahr der Beschädigung der Fräswerkzeuge besteht
Vorteilhafte Ausführungsformen einer Vorrichtung gemäß der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
ίο Unter Hinweis auf die Zeichnung wird nachstehend
eine nähere Beschreibung einer Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung gegeben, die
besonders für die Herstellung durchgehender Ausnehmungen in einem plastischen Block aus Leichtbeton
is geeignet ist In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 einen Querschnitt einer Vorrichtung gemäß der Erfindung, die rechtwinklig zur Bewegungsrichtung
des Leichtbetonblocks angeordnet ist
F i g. 2 einen vergrößerten Schnitt A-A der F i g. 1 und
F i g. 2 einen vergrößerten Schnitt A-A der F i g. 1 und
Gemäß F i g. 1 befindet sich ein plastischer Leichtbetonblock
10 auf einem Formboden 11. In den Leichtbetonblock 10 wird eine Ausnehmung mittels
einer heb- und senkbaren Schneidvorrichtung 12 gemacht die längs eines horizontalen Rahmens 13
oberhalb des genannten Leichtbetonblocks 10 beweglich angeordnet ist Die schneidenden Organe der
Schneidvorrichtung 12 bestehen aus zwei Messern 14, 15, deren gegenseitiger Abstand der Weite der
Ausnehmung bestimmt Prüfungen haben es als vorteilhaft gezeigt diese etwas schräg gegen einander
zu stellen, um einen Zwischenraum für das Herausziehen der beim Schneiden ausgeschnittenen Massenmenge
zu erhalten. Die Organe für das Entfernen der genannten Massenmenge bestehen aus mit Blechen
versehenen Stirnseiten 16, 17 der Schneidvorrichtung 12, d. h. den Seiten, die zwischen den Enden der einander
gegenüberliegenden Messer 14,15 gelegen sind.
ho vergrößerte Schnitte der Schneidvorrichtung 12 gezeigt
wobei in Fig.2 der Abstand und der Winkel zwischen den beiden Messern 14,15 deutlich ersichtlich
ist. Der Winkel ist derart, daß die Messer 14,15 auf einer Stelle 200 mm von einander und auf einer anderen
Stelle, ungefähr 700 mm davon, 220 mm von einander entfernt sind. Längs der Messer 14,15 sind Drähte 18,19
mit etwa 0,6 mm Durchmesser an Drahthaltern 20,21 so festgespannt, daß jeder Draht sich etwa 50 mm
unterhalb und 5—10 nun außerhalb des betreffenden
Messers befindet Die Drahthalter 20, 21 sind mit lotrechten Wellen 22,23 verbunden, die die Stirnseiten
16, 17 der Schneidvorrichtung 12 entlanglaufen. Jede
Welle 22, 23 ist mit einer Feder 24 versehen, deren Zweck es ist, die Drähte 18, 19 elastisch eingespannt
senkrecht im Verhältnis zu den Messern 14,15 zu halten.
Die oben beschriebene Schneidvorrichtung 12 wirkt wie folgt:
Wenn der Formboden 11 mit dem darauf liegenden
plastischen Leichtbetonblock 10 unter der für das Schneiden vorgesehenen Schneidvorrichtung 12 stehen
geblieben ist, wird die heb- und senkbare Schneidvorrichtung 12 gesenkt und durch den Leichtbetonblock 10
geführt Dabei schneiden erst die Drähte 18, 19 durch den Leichtbetonblock 10 in einem Abstand von 50 mm
unterhalb und 5— 10 mm außerhalb der Messer 14, 15, danach schneiden die Messer 14,15. Wenn die Drähte
18, 19 den Formboden 11 erreicht haben, werden sie dadurch zum Stehen gebracht, daß Haltestifte 25 auf
den federbelasteten Wellen 22,23, mit denen die Drähte 18,19 verbunden sind, gegen einen Anschlag 26 stoßen,
während sich die Messer 14,15 durch den Leichtbetonblock 10 weiterbewegen, bis sie den Formboden 11
erreichen. Aufgrund der Anordnung der Drähte 18,19
im Verhältnis zu den Messern 14,15 ist es möglich, die Messer 14,15 durch den Leichtbetonblock 10 zu führen,
ohne daß die Profile 27, die mitunter die lotrechten Seitenflächen bilden, bersten, was geschehen würde,
wenn kein Draht vor dem Messer liefe. Die für die Ausnehmung ausgeschnittene Massenmenge wird dadurch
aus dem plastischen Leichtbetonblock 10 entfernt, daß die Schneidvorrichtung 12 in abgesenkter Lage
längs des waagerechten Rahmens 13, mit dem sie beweglich verbunden ist, aus dem Leichtbetonblock 10
heraus verschoben wird. Dabei liegt die mit Blechen versehene kürzere Stirnseite 16 der Schneidvorrichtung
12 gegen die ausgeschnittene Massenmenge an und drückt diese aus dem Block heraus. Nachdem die
ausgeschnittene Massenmenge weggeführt worden ist, fährt der Fonnboden 11 mit seinem Inhalt weiter. Wenn
er den Arbeitsbereich der Schneidvorrichtung 12 verlassen hat, wird diese erst in waagerechter Richtung
zurückgeführt und danach in ihre Ausgangslage gehoben.
Die oben beschriebene Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist zum Herstellen von durchgehenden Ausnehmungen in einem plastischen
Leichtbetonblock 10 für das Einführen von Schneiderahmen mit verschieden eingestellten Schneidorganen
besonders geeignet, um Elemente verschiedener Dimensionen aus dem gegossenen Leichtbetonblock 10
herzustellen. Dies ist möglich, weil die Schneiderahmen
mit verschieden eingestellten Schneiddrähten in die Ausnehmungen eingeführt werden können.
Die Erfindung ist nicht auf das Herstellen durchgehender Ausnehmungen begrenzt. Es können auch
andere Ausnehmungen vorteilhaft ausgeführt werden, z. B. durch das Anbringen eines Schneidorgans längs der
einen Stirnseite bzw. Kurzseite einer Schneidvorrichtung 12, so daß Ausnehmungen eines gewünschten
Profils beim Herausziehen der losgeschnittenen Massenmenge erhalten werden. Bei solchem Schneiden ist
es indessen wichtig, einen passenden Anschlag auf der Seite des gegossenen Leichtbetonblockes 10, wo das aus
jo dem Leichtbetonblock 10 geschnittene Material hinausgeführt wird, anzuordnen.
Auch müssen die Schneidorgane 14, 15 nicht aus Messern bestehen, sie können auch aus Drähten 18, 19
oder aus einer Kombination von Messern 14, 15 und
is Drähten 18,19 bestehen.
Claims (4)
1. Verfahren zum Herstellen von Ausnehmungen in einem plastischen Leichtbetonblock, insbesondere
für das Einführen von Schneiderahmen mit verschieden eingestellten Schneidorganen, dadurch gekennzeichnet,
daß man mittels jeweils zwei in einem spitzen Winkel und mit Abstand einander gegenüberliegenden Schneidorganen lotrechte
Schnitte durch den Leichtbetonblock rührt und am Ende der Schneidbewegung die Schneidorgane und
die ausgeschnittene Masse in waagerechter Richtung zu derjenigen Seite hin, an der die Schneidorgane
den größeren Abstand voneinander aufweisen, aus dem Leichtbetonblock herausbewegt
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine aus mindestens zwei schräg gegeneinander gerichteten,
im Abstand voneinander angeordneten Schneidorganen (14, 15, 18, 19) und zwei stirnseitig
angeordneten Ausräumorganen (16, 17) bestehenden Schneidvorrichtung (12), die in lotrechter
Richtung bewegbar und am Ende der Schneidbewegung aus dem Leichtbetonblock (10) in waagerechter
Richtung herausschiebbar ist und beim Herausschieben aus dem Leichtbetonblock (10) mittels der
Ausräumorgane (16,17) die von den Schneidorganen (14,15,18,19) ausgeschnittene Masse ausräumt
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet daß die Schneidorgane aus Messern (14,15)
oder Schneiddrähten (18, 19) oder aus einer Kombination von Messern (14,15) und Schneiddrähten
(18,19) bestehen.
4. Vorrichtung nach Ansprach 3, dadurch gekennzeichnet
daß die Schneiddrähte (18, 19) in Schneidrichtung vor und außerhalb der Messer (14,
15) angeordnet sind.
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