DE190532C - - Google Patents

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DE190532C
DE190532C DENDAT190532D DE190532DA DE190532C DE 190532 C DE190532 C DE 190532C DE NDAT190532 D DENDAT190532 D DE NDAT190532D DE 190532D A DE190532D A DE 190532DA DE 190532 C DE190532 C DE 190532C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L13/00Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Valve-Gear Or Valve Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 190532 KLASSE 46 δ. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. November 1906 ab.
Es sind bereits zur Betätigung des Auspuffventils·· bei Viertaktmotoren dienende Kurvennutenscheiben bekannt geworden, welche, falls ihre Drehgeschwindigkeit derjenigen der Kurbelwelle gleich ist, die in Fig. ι der beiliegenden Zeichnungen dargestellte Form erhalten, bei einer Geschwindigkeit jedoch, die nur halb so groß wie die der Kurbelwelle ist, die in Fig. 2 dargestellte Form haben. In den
ίο Nuten läuft ein Stein, d. h. ein Führungsstück, das durch irgendeine geeignete Vorrichtung das Auspuffventil betätigt und durch Federkraft o. dgl. gegen die äußere Seite der Schlitze gedrückt wird. Bei Einzylindermaschinen arbeiten diese Nutenscheiben tadellos, wogegen ihre Verwendung bei Zwei- oder Mehrzylindermaschinen verschiedene Übelstände herbeiführt, die unten näher erläutert werden, aber durch die vorliegende Erfindung vollständig beseitigt werden können. Um die Erfindung leichter verständlich zu machen, empfiehlt es sich, erst eine kurze Beschreibung über die Wirkungsweise der bekannten Nutenscheibe zu liefern. Während der Stein den Weg 1, 2, 3 passiert (s. Fig. 1 und 2; wo die vollgezogenen Pfeile die Bahn des Steines während des Vorwärtsganges und die gestrichelten Pfeile die Bahn des Steines während des Rückwärtsganges bezeichnen), wird das Auspuffventil geöffnet und es findet Auspuff statt; während des Weges 3, 4, 5 wird das Gasgemisch angesaugt, während des Weges 5, 6, 7 wird dasselbe komprimiert, und während des Weges 7, 8, 1 wird das Gemisch entzündet und expandiert usw. Wenn die Bewegungsrichtung der Maschine durch eine Vorzündung verändert wird, findet die Zündung· während der Kompressionsperiode statt, d. h. während der Stein sich auf dem Wege 5, 6, 7 befindet, wobei der Kolben zurückkehrt, ehe derselbe in seine innere bzw. obere Grenzlage gelangt ist, und die Kurbelwelle und damit die Nutenscheibe ihre Bewegungsrichtung ändert. Der Stein folgt nun der mit gestrichelten Pfeilen bezeichneten Bahn. Bei einer Maschine mit mehr als einem Zylinder, z. B. einer Zweizylindermaschine mit um i8o° versetzten Kurbeln und entsprechend versetzten Nutenscheiben wird der Verlauf bei Veränderung der Drehrichtung der Maschine wie folgt: Während der Stein in der Nutenscheibe des einen Zylinders sich auf dem Wege 5,6,7 befindet, also während der Kompressionsperiode in diesem Zylinder, wird eine Vorzündung bewirkt, " welche die Umsteue- ■ rung der Maschine verursacht. Gleichzeitig ändert die Nutenscheibe ihre Bewegungsrichtung und der Stein läuft nun auf dem mit gestrichelten Pfeilen bezeichneten Weg zu dem Punkt ι (Fig. 1) bzw. 5 (Fig. 2) und ferner während der Auspuffperiode auf dem Wege 1.9.3 (Fig- ι) bzw. 5.9.3 (Fig· 2) und die Arbeitsperioden folgen also in der richtigen Reihenfolge. In dem anderen Zylinder findet dagegen bei der Umsteuerung Ansaugung statt und der Stein in der entsprechenden Nutenscheibe befindet sich also auf dem Wege 3,4,5. Bei der Umsteuerung geht dieser
Stein nach 3 zurück und macht während des nächsten Kolbenhubes den Weg 3, 2, 1, wobei das Auspuffventil geöffnet und durch den Kolben die Abgase in den Zylinder gesaugt werden, dann den Weg 1,8,7, wobei die Abgase komprimiert werden und dann den Weg 7,6,1 (Fig. 1) bzw. 7,6,5 (Fig. 2), wobei die Abgase1 expandieren. Während des nächsten Kolbenhubes läuft der Stein den Weg 1,9,3 (Fig"· !) bzw· S. 9>3 (Fig. 2), wobei das Auspuffventil geöffnet wird und erst dann • folgen die Arbeitstakte in der richtigen Reihenfolge. Während des auf die Umsteuerung folgenden Kolbenhubes ist also die Leistung der Maschine erheblich vermindert, indem nur der eine der zwei Zylinder in richtiger Weise arbeitet. Derselbe Ubelstand tritt auch bei Mehrzyliiidermaschinen ein. Um dies zu vermeiden, werden die Nuten gemäß dieser Erfindung mit Erweiterungen o. dgl. versehen, die derart angeordnet und so geformt sind, daß der Stein gezwungen wird, bei der Umsteuerung der Maschine unmittelbar oder wenigstens auf einem wesentlich kürzeren Wege als vorher von der einen Kurvenbahn in die andere überzugehen. Die genannten Erweiterungen o. dgl. sind in Fig. 3 und 4 dargestellt, wo sie mit ,S bezeichnet sind. Der Stein, der sich, auf dem Wege 3, 4, 5 befindet, läuft infolge dieser Erweiterungen bei der Umsteuerung nicht wie vorher den Weg 3, 2, i, dabei das Auspuffventil öffnend, sondern den inneren Weg 3,10,5 (Fig. 1) bzw. 3, 10, ι (Fig. 2), d. h. er läuft bei Umsteuerung beinahe unmittelbar von der einen Kurvenbalin in die andere über, wobei sich die Arbeitstakte in dem betreffenden Zylinder unmittelbar in der richtigen Reihenfolge vollziehen.
-40 In Fig. 5 ist eine Nutenscheibe dargestellt, welche den Nutenscheiben nach den Fig. 2 und 4 gleicht, aber zur Betätigung des Ansaugeventils bestimmt ist, zu welchem Zwecke der für die beiden Kurvenbahnen gemeinschaftliche Teil mit Erweiterungen T versehen ist, die den Stein zwingen, sich in der entgegengesetzten Richtung des Steines bei den Nutenscheiben nach Fig. 2 und 4 zu bewegen (vgl. die angegebenen Pfeilrichtungen). Während der vier Takte in dem betreffenden Zylinder befindet sich der Stein z. B. beim Vorwärtsgang auf den folgenden Stellen der mit vollgezogenen Pfeilen bezeichneten Bahn während der Auspuffperiode auf dem Wege 1, 2, 3, während der Ansaugeperiode auf dem Wege 3, 4, 5, während der Kompressionsperiode auf dem Wege 5, 6, 7 und während der Expansionsperiode auf dem Wege 7, 8, 1. Wenn die Maschine umgesteuert wird, wobei sich der Stein auf dem Wege 5, 6, 7 befindet, ändert sich die Drehrichtung der Scheibe, wobei der Stein unmittelbar in die mit gestrichelten Pfeilen bezeichnete Bahn übergeht, ohne die Takte des betreffenden Zylinders zu stören. Bei Mehrzylindermaschinen befindet sich aber in dem Umsteuerungsaugenblick der Stein in der Nutenscheibe für den einzelnen Zylinder auf dem Wege 3,4,5. Dieser Stein geht, wenn die Nutenscheibe ihre Drehrichtung ändert, durch einen nach dieser Erfindung angeordneten Verbindungsschlitz U beinahe unmittelbar in die mit gestrichelten Pfeilen bezeichnete Bahn über, und infolgedessen folgen die Takte auch im letztgenannten Zylinder in der richtigen Reihenfolge, beinahe unmittelbar nach der Umsteuerung, Wäre der Verbindungsschlitz U nicht vorgesehen, so würde der Stein den Weg 3, 2, 1 usw. machen und das Ansaugeventil während der Ansaugeperiode geschlossen halten. Die Expansionsarbeit würde also in diesem Falle im entsprechenden Zylinder während des ersten Zyklus nach der Umsteuerung verloren gehen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Kurvennutenscheibe zum Antrieb des Auspuffventils oder des Ansaugeventils bei umsteuerbaren Explosionskraftmaschinen, die auf der einen oder auf beiden Seiten mit Kurvennuten versehen ist, die so geformt sind, daß in ihnen bewegliche Führungsstücke in einer den Arbeits- · takten entsprechenden Weise hin- und hergeführt werden und das Auspuff- oder das Ansaugeventil unabhängig vom Drehsinn der Maschine steuern, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten mit Erweiterungen (S) versehen oder durch besondere Verbindungsschlitze (U) verbunden sind, welche das Führungsstück bei der Umsteuerung der Maschine unmittelbar oder beinahe unmittelbar von der einen Nutenbahn in die andere überführen, zu dem Zwecke, bei Zwei- und Mehrzylindermaschinen den Ausfall von Arbeitshüben in einem oder mehreren Zylindern bei der Umsteuerung zu vermeiden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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