DE1905978C - Vorrichtung zur Abgabe unterschiedlicher Wassermengen aus einem Klosettspülkasten - Google Patents

Vorrichtung zur Abgabe unterschiedlicher Wassermengen aus einem Klosettspülkasten

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DE1905978C
DE1905978C DE1905978C DE 1905978 C DE1905978 C DE 1905978C DE 1905978 C DE1905978 C DE 1905978C
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English (en)
Inventor
Der Anmelder Ist
Original Assignee
Vietmeyer, Georg, 3280 Bad Pyrmont
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Description

i 905 978
Die Anmeldung bezieht sicli auf eine Vorrichtung zur Abgabe unterschiedlicher Wassermengen aus einem Klosettspülkasten mit einem durch geringes Anheben der Betätigungsvorrichtung zu öffnenden ersten Ventil und einem bei weiterem Anheben der Betätigungsvorrichtung über einen Mitnehmer zu öffnenden, in Bodennähe des Spülkastens vorgesehenen zweiten Ventil, wobei beide Ventile während des Abflusses der jeweils gewünschten Wassermenge unter Schwimmerwirkung offengehalten werden.
Durch die USA.-Patentschrift 3 237 211 ist eine Vorrichtung dieser Art bekanntgeworden, bei der zwei getrennte, von einem Hebel nacheinander betätigbare Schwimmer, die zugleich als Abdichtung der in unterschiedlicher Höhe des Spülkastens angeordneten Abflußöffnungen dienen, zum Ablassen unterschiedlicher Wassermengen vorgesehen sind. Je nach Drehwinkel des Hebels wird nur das eine, vom Drehpunkt am weitesten entfernte Ventil oder werden beide Ventile geöffnet. Beide Schwimmer werden getrennt geführt. Das erste Ventil, das zum Ablassen der halben Wassermenge dient, liegt in halber Höhe des Spülkastens. Das zweite Ventil, das zum Ablassen der ganzen Wassermenge dient, befindet sich in Bodennähe. Beim Ablaufen des Wassers arbeitet auch nicht nur die sich oberhalb und unterhalb der Schwimmer befindliche Wassersäule, sondern auch der Sog des ablaufenden Wassers. Dieser Sog wirkt sich sowohl du.ch eine Sogkraft nach unten als auch durch zusätzliche seitliche Kräfte aus. Hierdurch werden die Schwimmer, die zugleich als Verschlußkörper dienen, beschleunigt 'en Wasserabschluß sperren. Da die beiden Abflußöffnungen durch getrennte Schwimmer geschlossen werden und diese Schwimmer in unterschiedlichem Abstand von·. Drehpunkt am Hebel befestigt sind, müssen auch die Abflußöffnungen in unterschiedlicher Höhe angeordnet werden. Dies bedingt wiederum, daß die beiden Abflußöffnungen mit einem gemeinsamen Raum in Verbindung stehen müssen, der wiederum mii: dem Abflußrohr verbunden sein muß. Die Folge davon ist, daß der Spülkasten immer einen Wasserrest enthält und somit nicht der ganze Spülkastenraum effektiv genutzt wird. Weiterhin unterliegen die Schwimmer, die zugleich als Verschlußkörper dienen, besonderen Bedingungen, die es nicht ohne weiteres ermöglichen, alle Teile aus Kunststoffmaterial herzustellen. Dies gilt auch für die besonders vorzusehende Kammer, zu welcher beide Abflußöffnungen Zugang haben und welche mit dem gemeinsamen Abflußrohr zu verbinden ist.
Bei aiuleren mehrstufigen Spülvorrichtungen sind mehrere Bctätigungsgliedcr vorgesehen, bei deren Betätigung durch das unterschiedliche Anheben von sogenannten Glocken unterschiedliche Wassermengen abgelassen werden, oiler aber es sind Federn angeordnet, deren Rückstellung unterschiedlich beeinflußt wird, wodurch unterschiedliche Wassermengen abgelassen werden. Die bekannten mehrstufigen Spülvin'richtungen weisen in der Regel komplizierte I lebelanordnurigen auf.
Bekannt ist ferner die Hebcrspülvoi richtung nach der deutschen Patentschrift 484 32(), bei der ein oben durchbrochenes, mit einer aufgesetzten Glocke liochziehbares, mittels eines Bodenventils in den Spülkasten eingesetztes Fallrohr vorgesehen ist, bei welchem der untere Rand der mit dem Fallrohr ein Stück IVililimdeii Glocke in der Höhe des nach beendigter kleiner Spülung verbleibenden Wasserspiegels liegt. Bei dieser bekannten Anordnung muß der Hebel entweder nur kurz oder aber dauernd voll bewegt werden. Für das Ablassen der vollen Wassermenge muß der Hebel hetätigt bleiben, bis das ganze Wasser abgelaufen ist.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein einfaches, billig herstellbares, nehrstufiges Ablaßventil zu bilden, das für jeden Spülkasten und
ίο für jede Art von Betätigungsvorrichtung anwendbar ist.
Erreicht wird dies dadurch, daß bei einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art der Verschlußkörper des ersten Ventils über die Betäligungsvorrichtung mit einem hoch angcon .eten Schwimmer verbunden ist und bei seiner Abwärtsbewegung an einem Anschlag zur Anlage kommt, der mit dem Verschlußkörper des zweiten, koaxial zum ersten liegenden Ventil und einem tief angeordneten Schwimmei· zu einer beweglichen Einheit zusammengefaßt ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist in jedem Spülkasten und bei jeder Betätigungsvorrichtung mit nur einem Befestigungspunkt verwendbar und auch nachträglich cinbaubar. Es ist bei dieser Vorrichtung die Lage des Abflußventils, welches lL· ^as Ablassen einer beschränkten Wassermenge vorgesehen ist, ohne Bedeutung. Wichtig für die Anordnung ist nur die Lage der Schwimmer im Spülkasten und die Lage der Anschläge für die Verschlußkörper. Die Schwimmer selber dienen nicht als Verschlußkörper, so daß damit als Schwimmer leichte Kunststoffe verwendet werden können, die keine besonderen Abdichteigenschaften aufzuweisen brauchen Dadurch, laß besondere Verschlußkörper vorgesehen sind, können diese auch so angeordnet werden, daß sie keinen Auftriebskräften ausgesetzt sind. Diese wirken nur auf die Schwimmer.
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung kommt die Betätigungsvorrichtung beim Anheben mit Steuerkoiilakten von Sondereinrichtungen in Berührung.
Hierdurch können entweder vorübergehende Sperrungen eingebaut werden oder auch Signale od. dgl.
betätigt werden. Nachstehend sind verschiedene Ausführungsformen der [irfind'.mg an Hand der Fiji. I bis 3 beschrieben.
Mit 1 und 11 sind die obere bzw. die untere Abdeckplatte des Spülkastens des Klosetts bezeichnet.
Dieser Spülkasten hat gemäß der F i g. I einen Ziehknopf 2, der mittels der Madenschraubc 3 an der Zugstange 4, die zugleich als Träger für den Aiislaßventil-Veischlußkörper 20 und für den Schwimmer 24 dient, angebracht ist, und der mit der Zugstange 4 die Betätigungsvorrichtung bildet. Die Zugstange 4 der Betätigungsvorrichtung besteht zweckmäßigerweise aus einem auf Zug beanspruchbaren Kunststoff. Durch Hochziehen des Ziehknopfes 2 werden der Verschlußkörper 20 und der Schwimmer 24 nach oben bewegt, und zwar zunächst bis zum Anschlag 21. Dies bedeutet einen Hub/ für den Verschlußkörper, welcher Hub/ gleich dem Hub h des Ziiehknopfes 2 ist. Dieser Hub muß zumindest um die Dicke des Schwimmers 24 kleiner als die angedeutete Höhe c sein.
In der Darstellung der F i g. I ist angenommen, daß 5 der normale Wasserspiegel bei gefülltem Spülkasten ist. Wird der Ziehknopf 2 der Betätigung-
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vorrichtung hochgezogen, so wird auch der Schwimmer 24 nach oben bewegt, bleibt aher unterhalb des Wasserspiegels 5. Durch Abfließen des Wassers gewinnt der Schwimmer 24 beim »Auftauchen« an Gewicht und wird, sobald er nach entsprechendem Ahfließen von Wasser in Richtung der Pfeile k des Rohres 25 etwas über das Wasser hinausragt (vgl. Linie 6 in Fig. Π, infolge seines Gewichtes und des Gewichtes der Zugstange 4 und des Verschlußkörpers 20 so nach unten gedrückt, daß der Verschlußkörper 20 auf den Ventilsitz 19 drückt. Hiermit wird ein Abfließen des Wassers durch die entsprechende Öffnung verhindert. Zur besseren Führung der Zugstange 4 sind Führungen 27 und 17 vorgesehen, welche mittels einzelner Verbtndungsstäbe 26 bzw. 18 mit dem Rohr 25 verblinden sind. Die Führung 17 besteht mit dem Anschlag 21 aus einem Stück.
Beim Hochhewegen des Verschlußkörpers 20 bis zum Anschlag 21 ist der Verschlußkörper 16 des iiächstgrößeren Ventils auf dem Ventilsitz 13 liegen- ao geblieben und hat somit ein Abfliegen durch die Öffnungen in Richtung des Pfeils /( verhindert. Wird nun eier Ziehknopf 2 über die Grenze 33 hinaus, beispielsweise bis zur Grenze 31, hochbewegt, so schlagt der Verschlußkörper 16 am Anschlag 36 der oberen Platte des Rohrkörpers 14 an (Höhe e — Höhe a). Das Wasser kann dann in Richtung der Pfeile k und h abfließen. Fs muß auf jeden Fall die Höhe e I / größer als die Höhe c hg sein, deshalb ist ein Teil der Zugstange Ί gestrichelt gezeichnet.
Mit dem Rohrkörper 14 ist der Ventilsitz 13 verbunden, und der Rohrkörper 14 hat die gestrichelt angedeuteten öffnungen 15 für das Ablassen größerer Wassermengen. Der Schwimmer 22 ist mittels Trüget 23 und Aufklebcstcllen 28 mit dem Rohr 25 fest verbunden und wird dementsprechend mit dem Rohr nach dem Anschlagen des Verschhißkörpers 20 am Anschlag 21 mit hochbewegt. Die Dimciisionicriint! bezüglich Volumen und Material des Schwimmers 22 ist der,irt, daß dieser Schwimmer sowohl das Rohr 25 und die Zugstange 4 mit dem Ab/iehknopf 2 und mit dem Verschlußkörper 20 so lange tragen kann, bis das Wassc bis zu einer bestimmten Höhe abgesunken ist (vgl. Linie 7 in Fig. 1). Bei dieser Höhe des Wasserspiegels kommt der Verschluß- .;5 körper 16 auf dem Ventilsitz 13 zur Anlage.
Das Material der Scnwimmer besteht aus gut formbarem Kunststoff.
Die in der /--'chnung dargestellten Höhen c und d stellen die unterschiedlichen Wassernieneen dar, die abfließen können. Bei Betätigung des Ziehknopfcs Z bis zur Greii/i. .VI [ließt die der Höhe c entsprechende Wassermenge, '>e-ispie!sweisc von einen Liier, ab. Beim Hochbeu ;<y\\ ties Ziehknopfes 2 bis /ur Grenze 31 flu-Ut die <iJti 1 lohen e phis i/ entsprechende Wasscrinenge, 'ioispiclswcise etwa 7 Liter Wasser, ab.
Ls sei noch darauf hingewiesen, daß die Anschläge 21 und 36 schiissclförmig ausgebildet sind, um den auf den Verschlußkörper wirkenden Iließdruck zu verringern.
Mit y und 10 sind Gewinde des Spülrohrs 8 und des RohrHirpm 14 angedeutet, welche dazu dienen, daß Ablaßventil mit dem Spülrohr /u verbinden.
Fine Schablone 30 ist hinter dc.n Ziehknopf 2 auf dem Deckel des Spülkastens befestigt, um bcispielsweise mittels entsprechender Beschriftung eine Erläuterung für die Betätigungsvorrichtung anbringen zu können. Die Punkte 34 und 32 sind für das Anbringen von Steiierkontaklep zur Betätigung elektrischer Signale oder auch für das Linschrauhen von Sperrstiften vorgesehen. Es kann beispielsweise durch das vorübergehende Einschrauben einer Sperre an Punkt 34, beispielsweise nachts, sichergestellt sein. daß nur die erste Beiätigungsstufe wirksam werden kann, um die Geräusche des Spülklosetts zwangsweise vorübergehend zu begrenzen.
In der F i g. 2 ist angedeutet, wie an Stelle der zweistufigen Darstellung nach Fig. I eine vierstufige Anordnung unter Verwendung der Stufen A, ü, C und D für das Auslaßventil unter Verwendung des Prinzips gemäß der Erfindung ermöglicht werden kann.
Aus der F i g. 3 geht hervor, daß an Stelle des Ziehknopfcs 2 auch ein Hebe! rir die Betatiuunsj. eines Drahtseiles 38 (entsprechend der Zugstange 4) vorgesehen werden kari.1. Das Drahtseil 38 ist über einen Drehpunkt 39 mit den, Flebel, der am Punkt 37 drehbar gelagert ist, verbunden. Durch Drücken des Hebels an der mit 42 bezeichneten Seite wird das Drahtseil hochbewegt, wie dies nach der Fig. 1 durch den Ziehknopf 2 erfolgt. Es ist klar, daß an Stelle eines Hebels auch ein Kettenzug vorgesehen werden kann. Mit 40 und 41 sind Markierungen bezeichnet, welche den Grenzen 31 und 33 aus Fig. 1 entsprechen.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur Abgabe unterschiedlicher Wassermengen aus einem Klosettspülkasten mit einem durch geringes Anheben der Betätigungsvorrichtung zu öffnenden ersten Ventil und einem bei weiterem Anheben der Betätigungsvorrichtung über einen Mitnehmer 7.11 öffnenden, in Bodennähe des Spülkastens vorgesehenen zweiten Ventil, wobei beide Ventile während des Abflusses der jeweils gewünschten Wassermenge unter Schwimmerwirkung offengehalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußkörper (20) des ersten Ventils (19, 20) über die Betätigungsvorrichtung mit einem hoch angeordneten Schwimmer (24) verbunden ist und bei seiner Abwärtsbewegung an einem Anschhg (21) zur Anlage kommt, der mit dem Verschlußkörper (16) des zweiten, koaxial zum ersten liegenden Ventils (13, 16) und einem tief angeordneten Schwimmer (22) zu eine;· beweglichen Eiinhcit zusammengefaßt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch vxkennzcichnet, daß mindf.tens noch ein weiteres Ventil angeordnet ist, wobei das jeweils folgende /um vorangehenden Ventil in der gleichen Beziehung steht wie das /weite Ventil (13, Ifi) /bin ersten Ventil (19,20).
3. Vorrichtung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, th.l! die Betätigunusvorrichlung beim Anheben mit SteMerkontakteii von Sondereinrichtungcn in Berührung kommt.
4. Vorrichtung nach einem der Atispiüche I bis ], dadurch gekennzeichnet, daß jeder Anschlag (21 bzw. 36) den zugehörigen, angehobenen Verschlußkörper (20 bzw. 16) von oben schützend umschließt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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