DE190672C - - Google Patents

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DE190672C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41B—MACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B7/00—Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices
    • B41B7/02—Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with fixed combinations of matrices
    • B41B7/04—Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with fixed combinations of matrices for casting individual characters or spaces, e.g. type casting machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 190672 KLASSE \5a. GRUPPE
ROBERT DRUMMOND in NEW-YORK.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Juni 1906 ab.
Letterngießmaschinen, in denen das Gießen von Ausschlußstücken mit Hilfe eines Kernschiebers und eines Hilfsschiebers bewirkt werden kann, sind bekannt.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, mittels welcher ein Verriegeln und Entriegeln dieses Kernschiebers und des Hilfsschiebers unabhängig von der Vorrichtung zur gegenseitigen Bewegung beider Schieber bewirkt
ίο werden kann, wodurch die Möglichkeit geboten ist, verschieden dicke Ausschlußstücke herzustellen.
Eine solche Vorrichtung zum Verriegeln des Kernschiebers mit seinem Hilfsschieber nach der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß in den Kernschieber ein in einer Schiene angeordneter Riegel eingelegt und im Hilfsschieber ein Ausschnitt vorgesehen ist, in den genannter Riegel eingeschoben wird, um den Kernschieber mit seinem Hilfsschieber zu kuppeln. Dieser Riegel ist mit Ansätzen und die ihn aufnehmende Schiene mit Armen besetzt, die bei der Bewegung dieser Schiene an genannte Ansätze auftreffen und eine gemeinsame Bewegung des Kernschiebers und seines Hilfsschiebers· veranlassen.
Um auch den Hilfsschieber für sich verschieben und dadurch den Gießformspalt in bestimmtem Abstande von der Oberfläche des Maternrahmens absperren zu können, ist der bekannte, die Letternweiten einstellende Keil mit einem Auge versehen, durch das eine Stellspindel derart hindurchgeführt ist, daß er bei seiner Verschiebung in der Längsrichtung eine Verstellung von mit der Schiene zur Aufnahme des Riegels verbundenen Hebeln und dadurch das Einfallen eines Daumens in den Hilfsschieber veranlaßt, so daß letzterer mitgenommen wird.
Durch die Möglichkeit andererseits, den unteren Kernschieber vom oberen Hilfsschieber entriegeln zu können, läßt sich der Kernschieber auf kleinste Bruchteile von Millimetern einstellen, gleichviel ob der Gießraum für breite oder schmale Lettern eingestellt ist.
Fig. ι zeigt in einer Seitenansicht einen Teil einer Lettern - Gieß- und Setzmaschine bekannter Anordnung mit der Vorrichtung nach der Erfindung zur Herstellung niedriger Ausschlußstücke.
Fig. 2 ist eine andere Seitenansicht und Fig. 3 eine Draufsicht unter Weglassung einiger Teile, um die sonst von ihnen verdeckten Teile hervortreten zu lassen; in der letzteren Figur ist die Vorrichtung zur Herr stellung niedriger Ausschlußstücke in ihrer Verschlußstellung.
Fig. 4 zeigt einen senkrechten Schnitt durch die Maschine in der Ebene des Kernschiebers und mit der Vorrichtung zur Herstellung niedriger Aus.schlußstücke in der Offenstellung.
Fig. 5 zeigt eine Draufsicht von Fig. 4.
Fig. 6 zeigt in einem senkrechten Schnitt in der Ebene des Kernschiebers eine Einzelheit mit den Teilen in der Stellung nach Fig. 3.
Fig. 7 zeigt eine Zeile, bestehend aus Lettern und Ausschlußstücken verschiedener Weite und von Durchschußlinien eingefaßt,
Fig. 8 den Schließriegel für den Hilfsschieber in Draufsicht und Stirnansicht und Fig. 9 einen Querschnitt in der Ebene des Riegels für den Hilfsschieber.
Der Kernschieber ι (Fig, 4, 6 und 9) der Gießform wird zur Bestimmung der Weite der Lettern und der Auschlußstücke in bekannter Weise durch die Gleitstücke 2 und 3 (Fig. 3 bis 6 und 9) bewegt, und zwar bei der Herstellung von Lettern lediglich durch die bereits erwähnte Längsverschiebung des Keiles 30, bei der Herstellung von Ausschlußstücken durch eine anderweitig vom Maternrahmen auf die Teile 2, 3 erfolgende Bewegungsübertragung, wobei der Keil 30 in der Querrichtung mitgenommen wird. Auf diesem Kernschieber 1 kann der an sich bekannte Hilfsschieber 4 zum öffnen und Verschließen der oberen Mündung der Gießform zu vorher bestimmten Zeitpunkten verschoben werden. Das vordere Ende 5 dieses Hilfsschiebers 4 übergreift das Vorderende 6 (Fig. 4 und 6) des Kernschiebers in geringem Abstande von der Oberfläche des verschiebbaren Maternrahmens J, so daß beim nötigen Verschieben des Hilfsschiebers 4 zum Verschließen der Gießform das Gießmetall in letzterer in einem entsprechenden Abstand von der Oberfläche des Maternrahmens angehalten wird, um ein niedriges Ausschlußstück zu bilden.
Bei vollständig zurückgezogenem Hilfsschieber 4 schneidet die Stirnfläche am Vorderende 5 dieses Hilfsschiebers genau mit der Stirnfläche am Vord'erende 6 des Kernschiebers ι ab, so daß das Gießmetall in die Vertiefung für den zu gießenden Buchstaben auf der Fläche des beweglichen Maternrahmens 7 einlaufen kann.
Die Vorrichtung zur Verschiebung des Hilfsschiebers zu bestimmten Zeitpunkten und unabhängig von der Bewegung des Kernschiebers behufs Herstellung niedriger Ausschlußstücke, wie z. B. des N-Geviertes oder des M-Geviertes, ist folgende: In eine am unteren Rande des Hilfsschiebers 4 vorgesehene Aussparung 8 (Fig. 4 und 6) tritt zu bestimmten Zeitpunkten ein Daumen 9 (Fig. 3 und 5) an der Schiene 10 ein; letztere erhält bei Ii Führung und der Daumen verschiebt den Hilfsschieber unabhängig vom Kernschieber ι nach vorn, d. h. gegen den Gieß-"schlitz.
Die Schiene 10 ist bei 12 (Fig. 5) mit dem Arm 13 eines bei 14 drehbar gelagerten und in wagerechter Ebene ausschwingenden zweiarmigen Hebels lose verbunden, dessen anderer Arm 15 durch einen Stift 16 und einen Längsschlitz 17 mit dem Arm 18 eines zweiarmigen Hebels in Verbindung steht. Dieser Hebel kann um den Stift 19* in wagerechter Ebene ausschwingen und trägt an seinem anderen Arm 19 eine seitlich vorstehende federnde Stellspindel 20 (Fig. 1, 3 und 5).
In einen Einschnitt 21 (Fig. 6) im Hilfsschieber tritt ein seitlich verschiebbarer Riegel
22 (Fig. 3, 4, 5, 8 und 9) am Kernschieber 1 zeitweise ein. Die Bewegung des Riegels 22 wird von der Bewegung des Schwinghebels 13, 15 wie folgt abgeleitet: Ein Stift 24 (Fig. 5) an einer seitlich verschiebbaren Schiene
23 ragt in einen Langschlitz 25 im Arme 13 hinein. Zwei nach oben stehende Ansätze 26, 27 (Fig. 8 und 9) an dem einwärts gebogenen Ende der Schiene 23 treffen gegen die Außenflächen der rückwärts ragenden Arme 28, 29 am Riegel 22 an und kuppeln sich mit dem letzteren. Durch die Kuppelung dieses Riegels mit der Schiene 23 kann sich dieser im Kernschieber 1 senkrecht zu dessen Breitseite bewegen, ohne daß der Riegel und die Schiene sich trennen.
Die Vorrichtung für die Bewegung des Hilfsschiebers 4 zur Bildung der Ausschlußstücke (Gevierte, Halbgevierte usw.) besteht in der Hauptsache aus dem bekannten verschiebbaren Keil 30 (Fig. 4 und 5), der in üblicher Weise die Bewegung des Kernschiebers ι zum Einstellen des richtigen Gießformspaltes für die Lettern bewirkt und hier mit einem Auge 31 (Fig. 1 bis 3 und 5) zur Führung der Stellspindel 20 für den zweiarmigen Hebel 18, 19 besetzt ist. Wird der Keil· 30 gegen die Gießformschieber seitlich und einwärts verschoben, so trifft das Auge 31 gegen den nachgiebigen Bundring 32. Am Ende der Einwärtsbewegung des Keiles werden die beiden Hebel 18, 19 und 13, 15 gedreht, und der Daumen 9 tritt in den Einschnitt 8 im Hilfsschieber 4 ein, wodurch letzterer so eingestellt wird, daß der Gießformspalt oben in einem gewissen Abstande von dem Schriftbilde unten auf der Fläche des Maternrahmens abgeschlossen ist. Ehe der Daumen 9 so weit bewegt ist, daß der Hilfsschieber 4 vorwärts geschoben wird, wird der Riegel 22 aus dem Einschnitt im Hilfsschieber durch die Schiene 23 zurückgezogen.
Der Kernschieber 1 wird, wie erwähnt, in gewöhnlicher Weise durch die Gleitstücke 2 und 3 bewegt, um ihn zuerst entsprechend dem zu bildenden Ausschlußstück von der erforderlichen Dicke einzustellen, worauf er in den Gießformspalt hineinbewegt wird, um das eben gebildete Ausschlußstück aus diesem Spalt herauszudrücken. Nach dieser Vorwärtsschiebuug des Kernschiebers steht der Riegel 22 vor dem Einschnitt 21 am Hilfsschieber, so daß, wenn bei der Bewegung des Keiles 30 nach außen, das Auge 31 gegen die aus einer um die Spindel 20 herumgewickelten Schraubenfeder gebildete Anlage 33 ,auftrifft und die beiden Hebel 18, 19 und

Claims (2)

13, 15 in ihre Ausgangsstellung zurückbewegt werden, der Riegel 22 in den Einschnitt 21 hineingezogen wird. Gleichzeitig wird der Daumen 9 aus dem Einschnitt 8 im Hilfsschieber 4 herausbewegt, wonach Kern- und Hilfsschieber durch die Vorrichtung zum Zurückziehen des Kernschiebers 1 in ihre normale Stellung zurückbewegt werden können. Die Vorrichtung zur Vorwärtsschiebung des Hilfsschiebers 4 unabhängig vom Kernschieber ι bei der Bildung eines niedrigen Geviertes von anderer Dicke, beispielsweise eines M-Geviertes, besteht aus einer am Schwinghebel 13, 15 seitlich vorstehenden Stellspindel 34 (Fig. ι bis 3 und 5). Der Hebelarm 35 (Fig. I und 2) trifft gegen eine Anlage 36, die aus einer Schraubenfeder auf genannter Stellspindel gebildet ist und kann in einer senkrechten Ebene um einen Zapfen 37 am Maschinengestell 38 ausschwingen. Der obere Hebelarm 39 am Hebel 35 steht durch eine Schubstange 40 mit dem oberen Arm eines bei 43 an einem Ständer 44 der Maschine drehbar gelagerten zweiarmigen Hebels 41, 42 in Verbindung. Der untere Hebelarm 42 (Fig. 1) wird vom Maternrahmen 7 getroffen, wenn dieser durch die Einstellvorrichtung in eine solche Stellung verschoben worden ist, daß ein M-Geviert gebildet wird. Beim Anstoßen des Maternrahmens 7 an den Hebelarm 42 werden die Hebel 13, 15 und 18, 19 wagerecht ausgeschwungen und der Hilfsschieber 4 wird entriegelt und durch den Keil 9 vorgeschoben, um das obere Ende des Gießformspaltes in der oben angedeuteten Weise abzuschließen. Bei dieser Bewegung ■wird auch infolge der Schwingbewegung des Hebels 18, 19 die Feder 33 (Fig. 3. und 5) gegen das Auge 31 am Keile 30 an- und zusammengedrückt, so daß, wenn der Maternrahmen 7 wieder vom Arm 42 entfernt und zurückgezogen wird, die Teile durch Entspannen der Feder 33 in ihre gewöhnliche Stellung zurückgehen. Die Vorrichtung zur Verschiebung des Hilfsschiebers 4, unabhängig vom Kernschieber ι bei der Bildung einer niedrigen Spatie von einer anderweitigen Dicke, beispielsweise zur Herstellung eines N-Geviertes, ist dadurch gebildet, daß der untere Arm 45 (Fig. 1 bis 3) eines schwingenden zweiarmigen Hebels 45, 48 auf eine Welle 46 aufgekeilt ist, die in einem Lager 47 gelagert ist. Dieser Arm 45 erstreckt sich bis in den Bereich des Maternrahmens 7, der gegen den Arm anstößt, wenn er durch die Einstellvorrichtung bis zu einer vorher bestimmten Stelle verschoben ist, um ein N-Geviert zu bilden. Der obere Arm 48 des genannten Schwinghebels sitzt auf der Welle 46 fest und ist durch eine Schubstange 49 mit dem einen Arm 50 (Fig. I. und 3) eines bei 51 an einem Anschlag 52 des Ständers 38 drehbar gelagerten Winkelhebels in Verbindung; der andere Arm 53 dieses Winkelhebels ist mit einem Längsschlitz 54 (Fig. 3) versehen, in den ein Zapfen an der Schubstange 40 hineinragt. Die Schwinghebel 13, 15 und 18, 19 und dadurch der Riegel 22 sowie der Daumen 9 werden in ähnlicher Weise wie für die Einstellung der Letterngießmaschinenteile zur ; Bildung eines M-Geviertes durch den Schwinghebel 35, 39 und die Spindel 34 bewegt. Die beschriebene Vorrichtung ermöglicht die Bildung von verschieden weiten Ausschlußstücken, deren Stirnflächen weit von den Schriftbildflächen entfernt liegen, ohne hierfür den Arbeitsgang der Maschine irgendwie beeinträchtigen zu müssen. Pat ε nt-A ν Sprüche:
1. Mit einem Kern- und einem Hilfsschieber versehene Vorrichtung bei Letterngießmaschinen zum Gießen von Ausschlußstücken , dadurch gekennzeichnet, daß in dem Kernschieber (1, Fig. 4, 6 und 9) ein in einer Schiene (23, Fig. 3 bis 5 und 9) liegender Riegel (22, Fig. 3 bis 6, 8 und 9) angeordnet und im Hilfsschieber (4, Fig. 3 bis 6) ein Ausschnitt (21) vorgesehen ist, in den beim Ausschwingen eines mit der · Schiene (23) verbundenen Hebels (13, 15, Fig. 2, 5 und 9) genannter Riegel (22) eintritt, um beide Schieber (1, 4) miteinander zu kuppeln.
2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kuppelung des Kernschiebers (1) mit dem Hilfsschieber (4) der Riegel (22) mit Ansätzen (28, 29, Fig. 4, 6 und 8) und die den 100 genannten Riegel enthaltende Schiene (23) mit Armen (26, 27) besetzt ist, die bei der Bewegung der Schiene eine gemeinsame Verschiebung der beiden Schieber (1 und 4) veranlassen, und daß für eine besondere Verschiebung des Hilfsschiebers behufs Absperrens des Gießformspaltes in be- ' stimmtem Abstande von der Maternrahmenoberfläche der an sich bekannte, die Letternweiten einstellende Keil (30, Fig. 2, 4 und 5) bei seiner Verschiebung eine Verstellung von Hebeln (13, 15 und 18, 19, Fig. 2, 3 und 5) und dadurch das Einfallen eines Daumens (9, Fig. 3 und 5) in den Hilfsschieber behufs Mitnahme des letzteren veranlaßt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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