DE1906896C2 - Anlage zum pneumatischen Transport von Feingut - Google Patents
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Description
30
Die Erfindung betrifft eine Anlage zum pneumatischen Transport und zum Kühlen von in einem
Drehrohrofen gebranntem Feingut mit einem sich an das auslaufseitige Ofenende anschließenden Zwischenbehälter,
der mit einer an einem Ventilator angeschlossenen Druckluft-Förderleitung verbunden ist, die zu
einem Zyklon führt, und mit einer den Zyklon mit dem Drehrohrofen verbindenden Abgasleitung sowie mit
einer Kühleinrichtung.
Bei einer bekannten Anlage (US-PS 29 05 395) ist der Drehrohrofen am auslaufseitigen Ende mit einem
Kühlteil versehen. Das aus diesem Kühlteil ausgetragene Gut wird nach einer Siebung und einer Zerkleinerung
der Grobgutteile unmittelbar pneumatisch (ohne Zwischenbehälter) zu einem Zyklonabscheider gefördert.
Der diesen Förderluftstrom erzeugende Ventilator liegt in der zum Kühlteil des Drehrohrofens führenden
Abgasleitung dieses Abscheiders. Um zu vermeiden, daß
die pneumatische Förderleitung bei einem stoßweisen Gutzufluß vom Drehrohrofen her stark ungleichmäßig so
mit Gut beaufschlagt wird, ist bei der bekannten Anlage an der Eintrittsstelle des Gutes in die pneumatische
Förderleitung eine gewichisbelastete Pendel-Stauklappe vorhanden, die jedoch einem hohen Verschleiß durch
das noch heiße Gut und der Gefahr starker Anbackungen ausgesetzt ist und daher leicht zu Betriebsstörungen
führt. Nachteilig ist bei dieser Anlage weiterhin die hohe thermische Belastung des auf der Warmluftseite
angeordneten Ventilators, der zugleich durch das im Sekundärluftstrom enthaltene, nicht abgeschiedene
Feingut einem hohen Verschleiß ausgesetzt ist. Ungünstig ist schließlich der durch die Vielzahl der benötigten
Anlagenteile bedingte erhebliche Aufwand.
Es ist weiterhin eine Anlage der eingangs genannten Art bekannt (DT-PS 11 06 238), bei welcher der sich an
das auslaufseitige Ofenende anschließende Zwischenbehälter als eine Art Windsichter ausgebildet ist, in dem
Grobgut nach unten abgeführt und das übrige Feingut mittels zusätzlicher, durch den Boden eingeblasener
Druckluft nach oben getragen und der Druckluft-Förderleitung
zugeführt wird. Damit dieser Zwischenbehälter seine Sichtfunktion zufriedenstellend erfüllt, muli das
Gut vom Drehrohrofen möglichst locker und gleichmäßig zugeführt werden. Da andererseits be; der
bekannten Anlage zwischen der Druckluft-Förderleitung
und dem Drehrohrofen kein Abfluß- (xjcr
Dosierorgan vorgesehen ist (ein solches Organ wäre
dort auch einem starken Verschleiß ausgesetzt), besteht
besonders bei vorübergehend schwachem Guianfall leicht die Gefahr, daß ein Teil der Förderluft als
unerwünschte Falschluft in das auslaufseitige Ende des Drehrohrofens strömt. Das im Zyklonabscheider abgeschiedene
Gut wird bei der bekannten Anlage über eine pneumatische Förderrinne einem Kühler /ugelühri.
Nachteilig ist auch hier der betrachtliche Aufwand durch die Vielzahl der Anlagenteile, die für den
Transport des im Drehrohrofen gebrannten Feingutes bis zur Kühleinrichtung benötigt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, cmc Anlage der eingangs genannten Art unter Vermeidung
der aufgezeigten Mangel so auszubilden, daß mechanische Absperrorgane am auslaufseitigen Ofenende
vermieden werden, ohne daß die Gefahr des Eindringens von Förderluft in den Drehrohrofen besteht, wobei
ferner die Anlage insgesamt einfach ausgestaltet sein soll, so daß insbesondere der Transport des im
Drehrohrofen gebrannten Gutes zur Kühleinrichtung sowie die Kühlung mit wenigen Anlagenteilen erreicht
werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst. daß der Zwischenbehälter über eine nahe seinem Boden
angebrachte Düse unmittelbar an die Druckseite des Ventilators angeschlossen ist, daß üe durch eine
Schüttung des aus dem Drehrohrofen ausgetragenen Gutes gegenüber dem Ofen abgedichtete Drucklufi-Förderleitung
nahe oberhalb der Düse ausmündet und der Zyklon die erste Stufe der aus mehreren Zyklonen
bestehenden Kühleinrichtung bildet, daß die Druckluft-Förderleitung in die Gasleitung 14 zwischen dem ersten
und zweiten Zyklon einmündet und daß zum Einspeisen der Kühlluft ein Ventilator mit seiner Druckseitc an die
Kühleinrichtung angeschlossen ist.
Es ist bereits eine Vorrichtung zum Fördern von Feingut aus einem annähernd unter atmosphärischem
Druck stehenden Behälter bekannt (DT-PS 9 74 714). bei der der gesamte Behälterinhalt durch Einblasen
feinverteilter Fluidisierungsluft in einen Fließzustand versetzt wird und zum Ausiragen des Gutes ein am
unteren Ende trichterartig erweitertes Steigrohr dient, in das ein verhältnismäßig weites Rohr eingeführt ist,
aus dem Förderluft ausgeblasen wird. Der mit einer Füllstandsanzeige versehene Behälter weist ferner am
oberen Ende eine Entlüftungsleitung und eine von einem Silo kommende Füll-Leilung auf. Ein solcher
Förderbehälter kommt als Zwischenbehälter der erfindungsgemäßen Anlage (d. h. angeordnet zwischen dem
Drehrohrofen und einem Zyklonabscheider) nicht in Betracht, da die Art der Förderluftzuführung beim
bekannten Förderbehälter (nämlich durch ein in das Steigrohr hineinreichendes, weites Rohr) eine Auflockerung
des gesamten Behälterinhaltes durch die zusätzliche Fluidisierungsluft erforderlich macht, um ein
einwandfreies Mitnehmen des Gutes durch die Förderluft zu gewährleisten. Eine solche Fluidisierung des
gesamten Behälterinhaltes hätte jedoch bei Verwendung des bekannten Förderbehälters in der erfindungs-
gemäßen Anlage zur Folge, daß Kaisehluft (nämlieh die
über den Materialspiegel im Förderbehälter nach oben tretende Fluidisierungsluft) über die Gutzufuhrleitung in
den Drehrohrofen gelangen würde (falls man diese Ciut/tiführleiiung ohne mechanische Absperrorgane
ausführt).
Demgegenüber ist bei der erfindungsgemäßen Anlage durch die gewählte Anordnung einer Druekluftdüse
und einer darüber (mit geringem Abstand) ausm Jndenden
Förderleitung eine Auflockerung des gesamten Behälterinhaltes während des Normalbetriebs nicht
nötig (zweckmäßig ist eine solche Auflockerung nur während einer Restentleerung zur Vermeidung von
Brücken- und Aniatzbildungen). Infolgedessen kann bei
der erfindungsgemäßen Anlage die verhältnismäßig dichte Schüttung des aus dem Drehrohrofen ausgetragenen
Gutes die notwendige Abdichtung des mit Diucklufl gespeisten Zwischenbehälters gegenüber
dem Drehrohrofen übernehmen. Hierdurch entfallen auf der Gutzuführseite gesonderie mechanische Absperrgliedcr
sowie der an solchen Elementen bei thermischer Belastung zwangläufig auftretende hohe
Verschleiß.
Im Unterschied zu den eingangs geschilderten bekannten Anlagen erfüllt bei der erfindungsgemäßen
Ausführung der an die Förderleitung angeschlossene Zyklon eine Doppclfunktion: Er dient nicht nur wie bei
den bekannten Anlagen zur Abscheidung des Feingutes aus dem Förderluftstrom, sondern er ist zugleich
Bestandteil einer aus mehreren Zyklonen bestellenden Kühleinrichtung. Dieser Zyklon nimmt infolgedessen
nicht nur den vom Zwischenbehälter kommenden, mit Feingut belassenen Förderluftstrom auf, sondern zugleich
den aus der nächsten Zyklonstufe kommenden Kühlluftstrom. Man erreicht dadurch bereits in diesem
Abscheidezyklon eine intensive Kühlung des Feingutes, was zu einer wesentlichen Vereinfachung der gesamten
Kühleinrichtung führt.
Es ist aus anderem Zusammenhang bereits bekannt (FR-PS 1108 186), das zu kühlende Gut in die
Gasleitung zwischen der ersten und zweiten Zyklon-Kühlslufe
einzuführen. Dort erfolgt die Einführung allerdings nicht durch eine Druckluft-Förderleitung,
sondern über ein Gutfallrohr. Eine solche Art der Gutzuführung ist bei einer Anlage der hier vorliegenden
Art (el. h. mit einem Drehrohrofen, der das heiße Gut häufig stoßweise austrägt) wegen der ungleichmäßigen
Guibeaufsehlagung der Kühleinrichtung nicht geeignet.
Demgegenüber schirmt bei der erfindungsgemäßen Anlage die Gulschüttung im Zwischenbehälter die
Mündung der Druckluft-Förderleitung gegenüber solchen Gutmengen ab, die im Betrieb des Drehrohrofens
gelegentlich stoßartig ausgetragen weiden bzw. durch die Austragöffnung des Ofens durchschießen. Auf diese
Weise werden Störungen des Ofenbetriebes vermieden und eine gleichmäßige Belastung der Kühlzone
gewährleistet, was die Erzielung einer hohen Sekundarluft-Temperatur
und eine aufgezeichnete Kühlung des Feingutes ermöglicht.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht.
An den Drehrohrofen 1 mit seinem Austragsgehäuse
2 schließt sich ein Zwischenbehälter 3 an, in dessen Boden eine von einem Ventilator 4 gespeiste Druckluftleitung
einmündet. Der Boden 18 des Zwischenbehälters
3 kann dabei mit beispielsweise aus Keramikstoffen oder Sintermetall bestehenden porösen Platten ausgelegt
sein.
In den Zwischenbehälter 3 ragt ferner eine Förderleitung
6 hinein, deren Eintrittsöffnung 6a nahe oberhalb der Düse 5<i der Druckluftleitung 5 angeordnet ist.
Zur Kühlung des gebrannten Feingutes ist eine erste Kühlstufe bestehend aus drei Zyklonen 7, 8 und 9 sowie
eine z. B. durch einen Wirbelschichtkühler 10 gebildete Naehkühlzone vorgesehen. Ein Ventilator 11 führt über
eine Eeitung 12 dem Zyklon 9 einen Kühlluftstrom zu. der dann durch eine Eeitung 13 zum Zyklon 8 und von
diesem durch eine Leitung 14 zum Zyklon 7 gelangt. In die Leitung 14 mündet die bereits erwähnte pneumatische
Förderleitung 6 ein. Die Abgasleitung 15 des Zyklons 7 ist in das Austragsgehäuse 2 des Drehrohrofens
1 eingeführt.
Der Strömungsweg der Gase ist durch Pfeile 16 und der Weg des Gutes durch Pfeile 17 gekennzeichnet. Die
Wirkungsweise der Anlage ist somit folgendermaßen:
Das aus dem Drehrohrofen 1 ausgetragene, gebrannte Feingut staut sich im Zwischenbehälter 3 bis zu einer
gewissen Schütthöhe auf. Durch den vom Ventilator 4 in den Zwischenbehälter 3 eingeblasenen Druckluftstrom
wird das im untersten Bereich des Zwischenbehälters 3 befindliche Gut mitgenommen und über die Förderleitung
6 dem Zyklon 7 zugeführt. Über das Gutauslragsrohr dieses Zyklons 7 und die Leitung 13 gelangt das
Gut in den Zyklon 8. dann in den Zyklon 9 und schließlich zur Nachkühlung auf den Nachkühler 10. Die
vom Ventilator 11 eingespeiste Kühlluft durchsetzt im Gegenstrom zum Gut nacheinander die Zyklone 9, 8
und 7 und wird dann zusammen mit dem die Förderleitung 6 durchsetzenden Förderluftstrom über
die Leitung 15 als Sekundärluft dem Drehrohrofen 1 zugeführt.
Um Brückenbildungcn und Ansatzbildungen im
Zwischenbehälter 3 zu vermeiden, kann durch die porösen Platten des Bodens 18 Auflockerungsluft
cingcblascn werden, die dem Boden von einem nicht dargestellten Gebläse zugeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Anlage zum pneumatischen Transport und zum Kühlen von in einem Drehrohrofen gebranntem Feingut mit einem sich an das auslaufseilige Ofenende anschließenden Zwischenbehälter, der mit einer an einem Ventilator angeschlossenen Druckluft-Förderleitung verbunden ist, die zu einem Zyklon führt, und mit einer den Zyklon mit dem Drehrohrofen verbindenden Abgasleitung sowie mit einer Kühleinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenbehälter (3) über eine nahe seinem Boden angebrachte Düse (5a) unmittelbar an die Druckseite des Ventilators (4) angeschlossen ist, daß die durch eine Schüttung des aus dem Drehrohrofen (1) ausgetragenen Gutes gegenüber dem Ofen abgedichtete Druckluft-Förderleitung (6) nahe oberhalb der Düse ausmünde! und der Zyklon (7) die erste Stufe der aus mehreren Zyklonen (7; 8: 9) bestehenden Kühleinrichtung bildet, daß die Druckluft-Förderleitung (6) in die Gasleitung (14) zwischen dem ersten und zweiten Zyklon (7; 8) einmündet und daß zum Einspeisen der Kühlluft ein Ventilator (11) mit seiner Druckseite an die Kühleinrichtung angeschlossen ist.
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