DE1908065C3 - Einrichtung zum Begrenzen der Drehzahl der Mähkurbel eines hydraulisch angetriebenen Mähwerkes - Google Patents
Einrichtung zum Begrenzen der Drehzahl der Mähkurbel eines hydraulisch angetriebenen MähwerkesInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01D—HARVESTING; MOWING
- A01D34/00—Mowers; Mowing apparatus of harvesters
- A01D34/01—Mowers; Mowing apparatus of harvesters characterised by features relating to the type of cutting apparatus
- A01D34/02—Mowers; Mowing apparatus of harvesters characterised by features relating to the type of cutting apparatus having reciprocating cutters
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Bei hydraulischen Mähwerken ergibt sich die Notwendigkeit, den Hydraulikmotor für den Mähantrieb
mit einer genau vorgegebenen konstant bleibenden Menge Druckflüssigkeit zu versorgen, die die
maximale Mähkurbeldrehzahl, die Nenndrehzahl, bestimmt.
Überschreitungen dieser Drehzahl müssen auf jeden Fall vermieden werden, da es sonst leicht zu
Beschädigungen des Antriebes kommen kann. Bei Unterschreitungen dieser Mähkurbeldrehzahl ist, abgesehen
von einer verminderten Flächenleistung, auch ein einwandfreies Arbeiten des Mähwerkes nicht mehr
sichergestellt.
Die zum Antrieb des Hydraulikmotors benötigte Menge Druckflüssigkeit wird üblicherweise von einer
Pumpe geliefert, welche direkt oder indirekt vom Antriebsmotor des Fahrzeuges angetrieben ist. Die
Liefermenge der Pumpe ist somit direkt proportional der Drehzahl dieses Motors.
Zusätzlich zu dieser durch Veränderungen der Motordrehzahl bedingten Ungleichförmigkeit der Belieferung
des Hydraulikmotors ergibt sich eine weitere Erschwernis, den Hydraulikmotor des Mähwerkes mit
der optimalen Menge Druckflüssigkeit zu versorgen aus dem Umstand, daß die Pumpe abhängig vom Typ des
verwendeten Schleppers und seiner Ausrüstung des öfteren einen oder mehrere hydraulische Verbraucher,
z. B. eine hydraulische Lenkeinrichtung, zusätzlich beliefern muß. Das gleiche gilt für die Vielzahl der zur
Verwendung kommenden Mähwerke, die noch dazu je nach der Ausführung des Mähwerkes als Dopp«ilmesserschneidwerk
oder Fingerschneidwerk unterschiedliche Antriebsdrehzahlen der Mähkurbel aufweisen und
damit unterschiedlichen Druckflüssigkeitsbedarf haben. Es ist nun zwar theoretisch denkbar, in der Wirklichkeit
aber nur schwierig und mit vergleichsweise hohem Aufwand (Einbau im Fördervermögen unterschiedlicher
Pampen) durchführbar, jedes Fahrzeug bereits bei
< 5 seiner Montage mit einer Pumpe auszurüsten, die auf die
hinsichtlich der Fahrzeugausrüstung gegebenen Verhältnisse im späteren Betrieb abgestimmt ist
Damit das Mähwerk trotzdem mit maximal zulässiger Mähkurbeldrehzahl betrieben werden konnte, ermittelte
man bisher bei dem betreffenden Fahrzeug die Molordrehzahl, bei welcher die Pumpe zusätzlich zu den
für die verschiedenen anderen hydraulischen Verbraucher benötigten Mengen genau die Druckflüssigkeitsmenge
förderte, die für einen Antrieb des Mähwerkes mit der gewünschten Drehzahl erforderüch ist Die so
ermittelte Drehzahl diente dann dem Fahrer des Schleppers beim Mähen als Orientierungshilfe. Ein
derartiges Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß sich der Fahrer immer wieder mit einem Blick auf den
Drehzahlmesser von der Einhaltung dieser Drehzahl überzeugen mußte, was ihn von seiner eigentlichen
Arbeit ablenkte und auf die Dauer unerhört belastete.
Ausgehend von dem im vorstehenden beschriebenen Sachverhalt liegt der Erfindung nunmehr die Aufgabe
zugrunde, eine Einrichtung an landwirtschaftlichen Fahrzeugen, wie Schlepper oder Geräteträger, zum
Einhalten der Nenndrehzahl der Mähkurbel eines hydraulischen Mähwerkes zu schaffen, die es bei einem
einfachen und billigen Aufbau gestattet, die Förderleistung der Pumpe auf die für ein Erreichen der
Nenndrehzahl der Mähkurbel erforderliche, maximal zulässige Druckflüssigkeitsmenge zu begrenzen, ohne
die allgemeine Verwendungsfähigkeit des Fahrzeuges zu beeinträchtigen.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Durch die erfindungsgemäße Lösung ist das Mähwerk in der Arbeits- bis Schwadstellung gegen ein
Überschreiten der optimalen Mähkurbeldrehzahl geschützt. Zum Erreichen und Einhalten der entsprechenden
Drehzahl des Antriebsmotors ist keine besondere Aufmerksamkeit des Fahrers erforderlich, wobei zwar
kurzzeitige Unterschreitungen der Mähkurbeldrehzahl bei einem vorübergehenden langsam Fahren möglich
sind, die aber die Arbeitsqualität und -quantität kaum negativ beeinflussen. Da eine Begrenzung der Mähkurbeldrehzahl
und somit der Drehzehl des Antriebsmotors nach oben ausschließlich in der Arbeits- bis Schwadstellung
des Mähbalkans gegeben ist, steht einer vollen Nutzung des landwirtschaftlichen Fahrzeuges bei in
Transportstellung geschwenktem Mähbalken für z. B. schnelle Transportfahrten nichts entgegen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Lösung nach Anspruch I können den Unteransprüchen entnommen
·" werden. Die Erfindung wird im folgenden anhand eines
in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
Fig. I eine Seitenansicht eines an einem landwirt-
schaftlichen Fahrzeuges angeordneten hydraulisch angetriebenen Mähwerkes;
F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie U-II in F i g. 1 in vergrößerter Darstellung und
F i g. 3 eine Detailvergrößerung aus F i g. 1.
An einem mit 1 bezeichneten landwirtschaftlichen Fahrzeug wie Schlepper oaer Geräteträger ist ein
Träger 2 vorgesehen, an dem über eine Schwenkachse 3
ein Kastenträger 4 für ein in Form eines Doppelmesserschneidwerkes
oder auch als Fingerschneidwerk ausgebildetes hydraulisch angetriebenes Mähwerk 5 zwischen
einer Transport-, einer Schwad- und einer Arbeitsstellung verstellbar angeordnet ist Dabei weist das
Mähwerk 5 einen Innenschuh 6 auf, der einen Mähwerksbalken 7 sowie einen Hydraulikmotor 8 mit
einer Mähkurbel 9 trägt und der über eine Gelenkverbindung 10 und eine Scharnierbrücke 11 an dem
Kostenträger 4 befestigt ist.
Zum Anheben des Mähwerkes 5 dient ein Kraftheber 12, der über eine Leitung i3 und einen Schieber 14 von
einer Pumpe 15 mit Druckflüssigkeit versorgt v»ird. Der Antrieb der Pumpe 15 erfolgt in nicht dargestellter
Weise bevorzugt vom Motor des landwirtschaftlichen Fahrzeuges 1. Eine weitere Öl-Hin- und Rückleitung 16,
17 führt zu dem Hydraulikmotor 8. Der Kolben 18 des Krafthebers 12 ist über ein Hubgestänge, das aus einer
Kolbenstange 19, einem an der Kolbenstange 19 angeschlossenen doppelarmigen Hebel 20 und einem
Zugelement 21 zur Erzielung einer Hubbewegung besteht mit dem Mähwerk 5 verbunden. An dem Hebel
20 ist außerdem ein Steuernocken 22 befestigt, der mit einem um einen Drehpunkt 23 schwenkbar gelagerten
Schwenkhebel 24 zusammenwirkt.
Wie aus F i g. 3 ersichtlich, weist der Schwenkhebel 24 eine aus zwei Ruheabschnitten 25 und einem dazwischen
liegenden Verstellabschnitt 26 bestehende Steuerkurve auf, wobei der Steuernocken 22 des zur
Einstellung des Mähwerkes 5 dienenden und mit dem Kraftheber Iz in Verbindung stehenden Hebels 20 in der
Arbeits- und Schwadstellung des Mähwerkes 5 im Bereich des drehpunktnahen Ruheabschr.ittes 25,
dagegen bei mehr oder weniger angehobenen Mähwerk 5 am drehpunktfernen Ruheabschnitt 25 der Steuerkurve
anliegt Beide Ruheabschnitte 25 weisen dabei eine dem Schwenkradius des Steuernockens 22 entsprechende
Krümmung auf.
Am unteren freien Ende des Schwenkhebels 24 ist ein Seilzug, bestehend aus einer Schraubverbindung 27 und
einem Zugelement 28, befestigt, wobei letzteres über eine fahrzeugfeste Umlenkrolle 29 geführt ist und an
einem als Sperrglied wirkenden Schieber 30 angreift. Der Schieber 30 ist in Vertikalrichtung des Fahrzeuges,
vgl. F i g. 1 und 2, an einer Gleitführung 31,32 gegen die Wirkung einer Feder 33 nach unten verschiebbar, wenn
der Steuernocken 22 auf den Verstellabschnitt 26 der Steuerkurve des Schwenkhebels 24 aufläuft Dabei
bilden der Schwenkhebel 24, das Zugelement 28 und der Schieber 30 ein Steuerglied zur Begrenzung der
Mähkurbeldrehzahl. Bewegt sich der Steuernocken 22 des Hebels 20 aus dem drehpunktfernen Ruheabschnitt
25 über den Verstellabschnitt 26 in den Bereich des
ίο drehpunktnahen Ruheabschnittes 25, so erfolgt durch
die Feder 33 eine Verstellung des Schiebers 30 vertikal nach oben, so daß dessen oberes Ende in den Bereich
eines auf einem Drehzahlregulierungsgestänge 34 des Fahrzeugmotors befestigten Anschlags 35 gelangt, der
über eine Feststellschraube 36 einstellbar ist und damit einen Schaltweg »a« begrenzt Das Drehzahlregulierungsgestänge
34 wirkt auf einen Drehzahlregler 37.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist wie folgt:
Durch Beaufschlagung der Leitunr. >.3 mit Druckflüs-
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist wie folgt:
Durch Beaufschlagung der Leitunr. >.3 mit Druckflüs-
λ> sigkeit wird der Kolben ίο des Kraith'bcrs 12 nach
unten bewegt und dadurch über das Zugelement 21 das Mähwerk 5 in die Transportstellung angehoben. Bei
dem Verschwenken des doppelarmigen Hebels 2ö (aus Stellung »A« bzw. »S« nach »T«, F i g. 3) läuft der
Steuernocken 22 auf den Verstellabschnitt 26 der Steuerkurve des Schwenkhebels 24 auf. Dabei wird über
das Zugelement 28 der Schieber 30 aus der Bewegungsbahn c"es Anschlages 35 gezogen. Das Drehzahlregulierun
^gestänge 34 ist nun uneingeschränkt verstellbar.
μ Beim Absenken des hydraulisch angetriebenen Mähwerks 5 bewegt sich der Steuernocken 22 in den der
Schwad- bis Arbeitsstellung (Stellung »S« bzw. »A«) entsprechenden Bereich des drehpunktnahen Ruheabschnittes
25 der Steuerkurve hinein. Dabei stellt sich der Schwenkhebel 24 entgegen dem Uhrzeigersinn um den
Drehpunkt 23 unter dem Einfluß der Feder 33 so ein, daß sich der Schieber 30 in die Bewegur.gsbah r» des
Anschlags 35 am Drehzahlregulierungsgestänge 34 bewegt. Damit wird die Motordrehzahl so weit
-to beg. enzt, daß sich aufgrund der über die Leitungen 16,
17 von der Pumpe 15 geförderten Druckflüssigkeit eine optimale Drehzahl der Mähkurbel 9 des Hydraulikmotors
8 ergibt, bei der einerseits ein einwandfreies Arbeiten, andererseits jedoch eine Beschädigung des
Mähwerkes 5 selbst verhindert wird.
Nach dem hydraulischen Anheben des Mähwerkes 5 ist die Begrenzung der Verschiebung des Drehzahlregulierungsgestänges
34, wie zuvor beschrieben, wieder aufgehoben, wodurch es möglich ist, den Antriebsmotor
des landwirtschaftlichen Fahrzeuges 1 mit maximaler Drehzahl zu betreiben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Einrichtung zum Begrenzen der Drehzahl der Mähkurbel eines hydraulisch angetriebenen Mähwerkes
auf die Nenndrehzahl, welches über eine mittelbar oder unmittelbar vom Antriebsmotor eines
landwirtschaftlichen Fahrzeuges, wie Schlepper oder Geräteträger, angetriebene Pumpe mit Druckflüssigkeit
versorgt wird und mittels eines Krafthebers über ein Hubgestänge zwischen einer Arbeits-,
Schwad- und Transportstellung am Fahrzeug verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Hubgestänge (19, 20, 21) über eine Betätigungseinrichtung mit einem Sperrglied (30)
gekoppelt ist, das bei in Arbeits- bis Schwadstellung befindlichem Mähwerk (5) in die Bewegungsbahn
des Drehzahlregulierungsgestänges (34) des zum Antrieb der Pumpe (15) dienenden Antriebsmotors
zur Begrenzung der Verstellbewegung des Drehzahlregulierungsgestänges (34) eingreift.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Drehzahlregulierungsgestänge (34)
zum Zusammenwirken mit dem Sperrglied (30) einen verstellbar angeordneten Anschlag (35)
aufweist
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung
einen vom Hubgestänge (19, 20, 21) gesteuerten Schwenkhebe. (24) umfaßt, der über einen Seilzug
mit dem von einer Feder (33) b lasteten Sperrglied (30) verbunden ist.
4. Einrichtung nach Anspruch ? dadurch gekennzeichnet,
daß der Schwenkhebel (24) mit einer Steuerkurve versehen ist, an der ein Steuernocken
(22) des Hubgestänges (19, 20, 21) anliegt, wobei die Steuerkurve einen mittleren Verstellabschnitt (26)
und zwei daran anschließende Ruheabschnitte (25) mit einem dem Schwenkradius des Steuernockens
(22) entsprechenden Krümmungsradius aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691908065 DE1908065C3 (de) | 1969-02-18 | 1969-02-18 | Einrichtung zum Begrenzen der Drehzahl der Mähkurbel eines hydraulisch angetriebenen Mähwerkes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691908065 DE1908065C3 (de) | 1969-02-18 | 1969-02-18 | Einrichtung zum Begrenzen der Drehzahl der Mähkurbel eines hydraulisch angetriebenen Mähwerkes |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1908065A1 DE1908065A1 (de) | 1970-09-03 |
| DE1908065B2 DE1908065B2 (de) | 1979-01-25 |
| DE1908065C3 true DE1908065C3 (de) | 1979-09-20 |
Family
ID=5725592
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691908065 Expired DE1908065C3 (de) | 1969-02-18 | 1969-02-18 | Einrichtung zum Begrenzen der Drehzahl der Mähkurbel eines hydraulisch angetriebenen Mähwerkes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1908065C3 (de) |
-
1969
- 1969-02-18 DE DE19691908065 patent/DE1908065C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1908065B2 (de) | 1979-01-25 |
| DE1908065A1 (de) | 1970-09-03 |
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