DE1908076U - Flugzeugschleudersitz. - Google Patents
Flugzeugschleudersitz.Info
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Description
ρλ 777 0525. r y
Dip!.-!ng. W. Herrmann-Trentepohl F^p^n H.m. 50930 Und
PATENTANWÄLTE
8 München 13, den Alter St. Georgsplatz 9/ Il Fernsprecher: München 352628
Telex 05 24 562
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Akien-Nr.A 1 1 330 Kl.'
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MAETIlJ, Southlands Manor, Southlands Road, Denham,
Bear Oxbridge, Middlesex, England
"Torrichtung zum Zertrennen von Kabeln oder leinen, insbesondere
zum Abtrennen einer Fallsohirmabzugsleine vom Fallschirm zu einer anderen Einrichtung im Hotfall"
Die !Teuerung bezieht sich auf ein Leinen- oder Kabeltrennmesser
zum Zertrennen von leinen oder Kabeln, von denen die folgenden nur unter dem Sammelbegriff "leinen" die Rede sein soll und
richtet sich vorzugsweise auf ein verbessertes Trennmesser insbesondere zum Trennen "einer Fallschirmabzugsleine vom Fallschirm
zu einem anderen Ausrüstungsteil im Notfall. Die Feuerung ist insbesondere auf Körper und vorzugsweise Flugzeugschleudersitze
anwendbar, die in die luft ausgeschleudert werden und einen von ihnen trennbaren Ausrüstungsteil aufweisen, wobei die Trennung
dieses Ausrüstungsteiles von dem Körper o. dgl. durch einen Hilfsfallschirm
erfolgt, der mit diesem Ausrüstungsteil durch eine Abzugsleine verbunden ist.
Obwohl die !Teuerung auf Körper oder Gegenstände der oben allge-
sie mein beschriebenen Art anwendbar ist, richtet/sich insbesondere
auf sogenannte automatische Plugzeug-Schleudersitze und soll im folgenden in ihrer Anwendung darauf beschrieben werden. Diese
Sitze zeichnen sich dadurch aus, daß sich bei dem Ausschleudern des Sitzes aus dem !Flugzeug ein Hilfsfallschirm entwickelt, der
den Pail des Sitzes verzögert und seine Höhe einstellt, bevor der
Pilot o. dgl. von dem Sitz getrennt wird. Dabei ist die Hilfsfallschirmleine
nicht nur an dem Schleudersitz, sondern auch an dem Piloten- o. dgl. -hauptfallschirm, der im folgenden als Personenfallschirm
bezeichnet werden soll, befestigt, so daß beim Ablösen des Hilfsfallschirms vom Schleudersitz dieser Hilfsfallschirm auch
automatisch den Personenfallschirm für dessen Entfaltung auszieht,
(vergl. Brit. Patent 711 234).
Unter bestimmten Umständen, beispielsweise bei einem Fehler der Hilfspatrone zur Betätigung und Entfaltung des Hilfsfallschirms
oder bei Beschädigung der Zeitverzögerungsvorrichtung zur Steuerung der Auslösung des Hilfsfallschirms vom Schleudersitz
während des Gefeshte~s~ oder bei sonstigem Unwirksamwerden dieser
Vorrichtung muß der Pilot oder eine andere, auf dem Sitz sitzensle
Person seinen Personen-Fallschirm schnell vom Hilfsfallschirm lösen. Gleichzeitig muß er sich bei einem automatischen Schleudersitz
mit Sitz- und Schultergurtsperren und gegebenenfalls Bein- und/oder Armäalterungen selbst vom Schleudersitz lösen, indem er
die Sperren löst, mit denen der Sitzgurt, die Beinhalterung usw. am Schleudersitz "befestigt sind.
Bs ist "bei diesen Konstruktionen auch möglich, den Personenfallschirm
vom Schleudersitz zu lösen, bevor er sich selbst vom Schleudersitz freigemacht hat, was dazu führen kann, daß er verletzt
wird, wenn er nicht sofort Maßnahmen trifft, um diese richtigzustellen.
Ziel der vorliegenden Neuerung ist deshalb eine Vorrichtung zur Beseitigung ader wenigstens Verminderung dieser Gefahren.
Gemäß einem Merkmal der leuerung werden für eine in die luft auszuschleudernde
und einen Hauptlörper, lösbare Vorrichtungen zur
Befestigung eines Hilfskörpers an dem Haäptkörper, einen Hilfsfallschirm,
der sich nach dem Auswerfen aus der Vorrichtung entfaltet, emne den Hilfs fall schirm mit dem -^auptkörper verbindende
leine und Vorrichtungen, die die Hilfsfallschirmleine automatisch vom Hauptkörper nach der Entfaltung des Hilfsfallschirmes lösen
und gleichzeitig im EOrmalbetrieb des lösen der Befestigungsvorrichtung
veranlassen, enthaltende Einrichtung eine leinentrennvorrichtung am Hauptkörper zum Abtrennen der leine für den Pail,
daß sich letztere nicht automatisch vim Hauptkörper löst, Vorrichtungen,
die die Trennvorrichtung an die Auslösevorrichtung für die Befestigungsvorrichtungen anschließen, und schließlich
Vorrichtungen zur Betätigung der Trennvorrichtung vorgesehen, so
daß er die Leine vom &auptkörper zertrennt und gleichzeitig die
Befestigungsvorrichtung auslöst.
Wie bereits o"ber erwähnt, eignet sich die !Teuerung insbesondere
für Flugzeugschleudersitze^und deshalb werden in weiterer Ausbildung
der Neuerung in oder für einen Plugzeugschleudersitz mit einem Hilfsfallschirm, einem Personenfallschirm und einer Verbindungsleine
zwischen Hilfsfallschirm und Personenfallschirm eine
Trennvorrichtung zum Abtrennen der Leine im Notfall und von Hand betätigbare Vorrichtungen zu ihrer Betätigung, sowie Vorrichtungen
vorgesehen, die automatisch bei der Betätigung der Trennvorrichtung
in Betrieb genommen werden und das Lösen der Sperren bewirken, mit denen der Pilot o. dgl. auf dem Schleudersitz festgelegt
ist.
Vorzugsweise wird die Betätigungsvorrichtung für die Leinentrennvorrichtung
mit einem von Hand zu bedienenden Hebel ausgerüstet,
der gleichzeitig als Handüberholsteuerung gum Lösen der Sperren auf dem Schleudersitz wirkt.
Gegebenenfalls kann eine Leerlaufbewegung in den Mitteln vorgesehen
werden, welche die Betätigungsvorrichtung für die Leinentrennvorrichtung
mit den Sperrvorrichtungen verbindet, so daß die Sperrworrichtungen durch getrennte Vorrichtungen ohne Betätigung
der Leinentrennvorrichtung betätigt oder gelöst werden können.
Wenn somit der Pilot o. dgl. seinen. Sitz unter normalen Umständen
zu verlassen wünscht, wobei er die kombinierten Sitz- und Körpergurte trägt, a^nn er sich, selbst vom Sitz lösen, indem er diese
getrennten EntSperrvorrichtungen betätigt, ohne gleichzeitig die
Leinentrennvorrichtung zu betätigen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Heuerungsgegenstandes
sind Vorrichtungen vorgesehen, die eine unbeabsichtigte Bewegung der Leinentrennvorrichtungs-Betätigungsmittel in die Betriebsstellung verhindern. Diese Vorrichtungen bestehen zweckmäßigerweise
aus einem Druckknopfmechanismus, der in dem -^andbetäti~
gungshebel montiert ist und mit einem Anschlag zusammenwirkt,
der normalerweise unter Federbelastung in eine Stellung gedruckt wird, in der er die Irennvorrichtungs-Betätigungsbewegung des
Hebels verhindert, jedoch durch den Druckknopf in eine den Η@ΐ)Θι
freigebende Stellung bewegt werden kann. Außerdem sind Vorrich- tungen vorgesehen, die eine unbeabsichtigte Rücklaufbewegung der
Betätigungsvorrichtung für die Leinentrennvmrrichtung aus der
Betriebsstellung in die unwirksame Stellung verhindern.
Torzugsweise wird die Leinentrennvorrichtung so angeordnet, daß
sie mit Hilfe von Gasdruck betätigt wird. Sie kann auch einen Schneidkopf aufweisen, der einen an der Seite offenen Amboß besitzt,
welcher eine Aussparung zur Aufnahme eines Teiles der Leine aufweist. Es ist dann ferner ein durch diese Aussparung
geführtes Messer zur Zertrennung der Leine vorgesehen. Ein vom
gasdruck betätigter Kolben bewegt das Messer in Schneidrichtung. Eine Brennkammer dient zur Aufnahme einer Explosionspatrone. Leitungen
dienen zur Weiterführung des Grasdruckes, der in der Brennkammer erzeugt wurde zum Kolben und eine Zündvorrichtung dient
zum Entzünden der Patrone, wobei die Betätigungsvorrichtung für die Leinentrennvorrichtung so angeordnet ist, daß sie die Zündvorrichtung
betätigt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Neuerungsgegenstandes
sitzen der Schneidkopf, das Messer und der Kolben in der Mähe dew Oberteiles des Schleudersitzrahmens und die Brennkammer, die Zündvorr-ichtung
und die Betätigungsvorrichtungen smnd an der Seitenwand der Sitzfläche oder der Rückenlehne angeordnet. Selbstverständlich
ist es auch möglich, die Teile gesondert herzustellen und an diesen Stellen abnehmbar anzuordnen. Unter diesen Umständen
und bei einstellbaren Sitz- bzw. Rückenlehnen bezüglich des Schleudersitzes enthält die Leitung einen biegsamen Teil, so daß
eine Relativbewegung zwischen Sitz und Rückenlehne und dem Rahmen des Schleudersitzes möglich ist.
Normalerweise wird der in der Aussparung liegende Teil der Leine mit einem Schutz- oder Halterungsüberzug Versehen, der abnehmbar
ist. so daß man die Leine zuerst in die Aussparung einlegen kann und unter normalen Umständen aus der Aussparung herausnehmen kann.
- 7
Zum besseren Yerständnis der Neuerung soll eine Ausführungsform
derselben im folgenden anhand der Zeichungen näher erläutert werden.
Die Zeichnungen zeigen in
Fig. 1 eine allgemeine Ansicht des Hauptkörpers in Form eines
Plugzeugschleudersitzes mit einer Leinentrennvorriehtung gemäß der vorliegenden Neuerung,
Dig. 2 eine Seitenansicht der Leinentrennvorrichtung, Fig. 3 einen Schnitt längs der linie III-III der Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IY der Fig. 2,
Fig.5 eine Seitenansicht der Brennkammer für die Leinentrennvorrichtung
und ihre Steuervorrichtungen,
Fig. 6 eine teilweise im Schnitt gezeichnete Seitenansicht der Sperrvorrichtungen für den Zündhandgriff der Leinentrennvorrichtung,
Fig. 7 eine teilweise im Schnitt gezeichnete Seitenansicht der Brennkammer für die Leinentrennvorrichtung,
Fig. 8 eine teilweise im Schnitt gezeichnete Endansicht der
Torrichtung nach Fig. 5, und
Fig. 9 eine perspektivische Ansicht zur Yeranschaulichung, wie
die Leinentrennvorrichtungssteuerung mit der Sperre zur Halterung des Piloten o. dgl. im Schleudersitz zusammenwirkt.
Bei dieser Ausfürjhungsform des Neuerungsgegenstandes "besteht die
leinentrennvorrichtung nach den Fig. 2 "bis 4 aus einem länglichen
G-ehäuse 1, dessen oberer Teil 2 annähernd D-förmig im waagerechten
Querschnitt ist, während der untere Teil 3 zylindrische Form im horizontalen Querschnitt aufweist. An der Bückseite ist der obere
Teil 2 des Hehäuses mit Ansätzen 4 versehen, mit dem es an das
Hilfsfallschrimgehäuse 5 angeschlossen werden kann, welches den
Hilfsfallschirm des Schleudersitzes 6 umschließt.
Über den größten Teil seiner länge vom unteren ^nde ist das G-ehäuse
1 mit einer zylindrischen Bohrung 7 versehen, die koaxial mit dem zylindrischen unteren Teil 3 des Gehäuses verläuft, während
oberhalb dieser Bohrung das G-ehäuse einen im wesentlichen festen Schneidkopf oder Amboß 8 bildet, der eine querverlaufende, tief
eingeschnittene, nach unten und rückwärts abfallende, mit rundem Boden versehene Aussparung 9 zur Aufnahme äiner Leine 10 aufwdst,
die den Hilfsfallschirm mit dem Personenfallschirm für die auf
dem Schleudersitz sitzende Person verbindet.
— 9 —
Die Ach.se der die Leine aufnahmenden Aussparung 9 steht senkrecht
zur Achse des zylindrischen unteren Teiles 3 des Gehäuses und schneidet die letztgenannte Achse. Die unteren und oberen Kanten
der Aussparung sind stark abgerundet, um ein Durchscheuern der
Leine 10 zu vermeiden. Die Bohrung 7 innerhalb des Gehäuses erstreckt sich nach oben bis kurz über den Boden der die Leine aufnehmenden
Aussparung 9. In dieser Bohrung sitzt, hin- und herbeweglich montiert, ein zylindrischer Kolben 11, der einen Messerträger
bildet. Das obere Ende dieses Messerträgers ist mit einem hochstehenden, querverlaufenden und abnehmbaren Messer 12 in
Form einer Schneide versehen, deren rückwärtiger Teil in einen
engen Schlitz 13 ragt und dort geführt ist. Der Schlitz erstreckt sich in Längsrichtung des Hinterteiles des Gehäuses 1
und ist in der gleichen diametralen Ebene der Bohrung 7 wie die Schneide 12 angeordnet. Der Eingriff der Schneide im Schlitz 13
verhindert eine Drehung des Kolbens 11 und des Schneidmeesers 12 in der Bo?ihug^i und hält die Breite der Schneide senkrecht zur
Achse des unteren Endes der die Leine aufnehmenden Aussparung 9 im Schneidkopf 8 der Vorrichtung.
Der obere Teil des Längsschlitzes 13 erstreckt sich "von der hinteren
Oberfläche des Gehäuses durch den Schneidkopf 8 im wesentlichen bis zum Vorderteil desselben, so daß das Schneidmesser
während des letzten Teiles des Schneidhubes in den Kopf der Torrichtung
eintreten kann.
- 10 -
Das untere Ende des zylindrischen Teiles 3 des Gehäuses ist
mit einer aufgeschraubten, rohrförmigen Kappe 14 versehen, Diese Kappe äst über ein biegsames Rohr 15 mit dem oberen Snde eines
festen Rohres 16 gekuppelt, welches mit einer Seite der Sitzplatte
17 des Schleudersitzes verbunden ist, so daß die Verbindung zwischen diesem starren Rohr 16 und dem Gehäuse trotz einer
Relativeinstellung zwischen dem Schleudersitz 17 und dem Sitzrahmen 18 aufrechterhalten werden kann.
Das untere Ende des starren Rohres 16 ist gasdicht an das hintere
Ende einer Brennkammer oder eines Zylinders 19 angeschlossen, der anschließend beschrieben wird und an einer Seite des Schleudersitzes
17 festgemacht ist.
Die obere Schneidkante der Messerschneide 12 ist zur Achse der Bohrung $ abgeschrägt und verläuft im wesentlichen parallel zu den
oberen und unteren Wandungen der die Leine aufnehmenden Aussparung 9, wobei das Messer wie eine Guillotine arbeitet.
Der Kolben 11 wird normalerweise im unteren Teil der Bohrung 7>
in der er gasdicht mit Gleitpaßsitz läuft, mit Hilfe eines unter Federdruck stehenden Stempels 20 gehalten, der in der rückwärtigen
Wandung des Gehäuses sitzt und mit seinem unteren oder mnneren Ende von einer querverlaufenden Aussparung 21 im Rand des
- 11 -
_ ι -ι _
Kolbens 11 aufgerLOinmen wird. Der Stempel 20 und die Aussparung
21 sind so ausgebildet, daß bei Beaufschlagung des Kolbens mit
Gasdruck der Kolben sich selbst von dem Stempel freimacht und im Gehäuse 1 hochsteigt, so daß die vom Kolben getragene Schneide
12 durch die die leine aufnehmende Aussparung 9 hindurchtritt und die in der Aussparung liegende Leine 12 zertrennt.
Um die Fallschirmleine 10 normalerweise in der nach unten geneigten,
die leine aufnehmenden Aussparung 9 in dem Schneidkopf 8 zu halten und die Leine zu schützen, während gleichzeitig ein
seitliches, d. h. quer zur Achse verlaufendes Einsetzen in und aus der Aussparung 9 ermöglicht werden soll, ist ein gelenkig
angebrachter Deckel 22 von im wesentlichen TJ-förmigem horizontalen
Querschnitt vorgesehen, welcher den Mund der Aussparung überbrückt und so geformt ist, daß es sich der Yorderfr^om des
Gehäuses 1 abpaßt. Dieser Deckel 22 ist mit einem Paar von Armen 23 Versehen, die zwischen sich den oberen Teil 2 des Gehäuses
aufnehmen, Die hinteren Kanten 24 der Arme 23 des Deckels haben
sinusförmige Gestalt, si» daß die unteren Teile dieser Kanten der Kreisform des unteren Teiles der die Leine aufnahmenden Aussparungen
9 entsprechen, während die oberen Teile der Kanten umgekehrt
gekrümmt sind, so daß, wenn die Leine quer zu ihrer Länge aus der Aussparung 9 herausgezogen wird, die Leine über das
Deckelglied 22 nach außen und unten schwingt und den Mund der die Leine aufnehmenden Aussparung freigibt. Der Deckel 22 wird
in seine geschlossene Stellung durch einen Pederstempel 25 ge-
- 12-
drückt, der in einem Ansatz 26"verschiebbar montiert ist, welcher
sich in Längsrichtung auf einer Seite des Gehäuses 1 erstreckt, wobei der Endteil des Stempels 25 gegen einen seitlich vorstehenden
Ansatz 27 einer der Seitenarme 23 des Deckels 22 anschlägt.
Die obere genannte Brennkammer 19 (Pig. 5 bis 8) enthält einen
an
Zylinder 28, der mit Befestigungs/sätzen 29 versehen ist, durch die er an der Seitenvrandung der Sitzfläche 17 des Schleudersitzes im wesentlichen in horizontaler Stellung befestigt werden kanm. Der hintere Teil des Zylinders 28 geht in das untere Ende des oben erwähnten starren Rohres 16 über, welches zu dem den Kolben 11 tragenden Gehäuse 1 führt.
Zylinder 28, der mit Befestigungs/sätzen 29 versehen ist, durch die er an der Seitenvrandung der Sitzfläche 17 des Schleudersitzes im wesentlichen in horizontaler Stellung befestigt werden kanm. Der hintere Teil des Zylinders 28 geht in das untere Ende des oben erwähnten starren Rohres 16 über, welches zu dem den Kolben 11 tragenden Gehäuse 1 führt.
Die Brennkammer 19 nimmt eine -Patrone 30 auf, welche am vorderen
Ende mit einem Zündhütchen 31 versehen ist, das beim Einsetzen der Patrone in die Kammer 19 innerhalb des vorderen Endes der Kammer
sitzt, in der ein beweglich eingeschraubter Zündblock 32 untergebracht ist, weicher in der Mitte eine koaxial zur Kammer stehende
Zündnadel 33 trägt. Die Zündnadel 33 steht unter Pederspannung,
so daß sie zwangsläufig in Richtung der Verbrennungskammer 19
nach innen gedrückt wird. Die Zündnadel wird normalerweise durch edm wegziehbares Auslösestück 34 in ihrer unwirksamen Stellung
öhr gehalten, welches sich diametral durch einen nade^förmigen
äußeren Endteil 35 des Zündstiftes erstreckt. Die äußere Kante
- 13 -
der Auslösevorrichtung greift gegen eine Rolle 36 innerhalb des
gabelförmigen äußeren Teiles 35 des Zündstiftes, während die andere
oder innere Kante des Auslösers 34 sich gegen die äußere Abschlußoberfläche des Zündblockes 32 der Brennkammer preßt. Der
Auslöser 34 ist im wesentlichen keilförmig, so daß er beim Abziehen aus dem gabelförmigen Ende 35 der Zündnadel 33 zum Zünden
der ^atrone 30 die Zündnadel zuerst detwas abzieht, um die leder
39 der Zündvorrichtung zu sapannen, bevor die Zündnadel zum Zünden
frrQegegeben wird.
Das Abziehen der Auslösevorrichtung erfolgt durch einen von Hand zu betätigenden Zündhebel 38. Dieser Hebel ist durch einen Iienkör
am vorderen Ende mit dem Auslöser 34 und am hinteren Ende gelenkig
mit den Planschen 39 am hinteren Emde der Brennkammer 19 verbunden.
Der von Hand zu betätigende Zündhebel 38 weist gleichseitig dreieckige Form in Seitenansicht auf, ist in einer senkrech ten
Ebene angeordnet und drehbar gelagert, wobei der Dreieckscheitel das Drehende des Hebels bildet. Ein Durchbruch 40 im
vorderen Teil des Hwbels ermöglicht dem Benutzer ein leichtes Erfassen des Hebels. Der untere Teil des Zündhebels sitzt normalerweise
zwischen den hochstehenden Flanschen 29 der Brennkammer 19, die dazu dienen, den Zündhebel wenigstens im ersten Teil
seiner Zündbewegung einzustellen und zu führen.
- 14 -
Um zu verhindern, daß der Zündhebel 38 zufällig betätigt wird,
ist eine Klinke vorgesehen, welche durch Finger- oder Daumendruck vom Benutzer des Hebels lösbar ist. Diese Klinke besteht
aus einem hakenförmigen Element 41, das am hinteren Teil des
Hebels 38 vor dem Drehlager des letzteren an der Brennkammer drehbar gelagert ist, wobei das hakenförmige Ende 42 der Klinke
über einen Stift 43 greift, der an der Brennkammer oder den Verlängerungsflanschen 29 derselben foeiestigt ist. Auf der anderen
Seite des Drehstiftes, auf der der hakenförmige Teil der Klinke sitzt, weist letztere einen Arm 44 auf, welcher in
einen diametralen Schlitz 45 im rückwärtigen Ende eines Stempels
46 greift, der in Längsrichtung in dem Zündgriff 38 verschiebbar ist. Dieser Stempel wird durch eine Druckfeder 47
nach vorne gedruckt, damit die Hakenklinke 41 in ifarer Sperrstellung
im Zündhebel verbleibt, bis auf das vordere Ende des Stempels 46, beispielsweise mit dem Daumen, gedrückt wird, wenn
der Zündhandgriff 38 zum Wegziehen des Auslösers 34 betätigt werden soll.
Damit der Zündhebel 38 nicht zufällig in seine Normalstellung
zurückkehrt, wenn er betätigt ist, um die Leine 10 zu zertrennen, wird die untere Kante des hakenförmigen Klinkenelementes 41 so
angeordnet, daß sie wieder auf den an der Brennkammer 19 sitzenden Stift 43 greift, jedoch auf die obere Seite dieses Stiftes,
so daß der Rücklauf oder das Herunterdrücken des Zündehebels
- 15 -
in seine Ausgangsstellung verhindert ist, "bis der Stempel 46 zum
Lösen der Klinke 41 vom Stift betätigt wird.
Wenn somit der Pilot den Auslösestempel 46 naoh rückwärts drückt,
löst er den Zündhebel 38 und kann ihn danach nach oloen ziehen,
wobei er den Auslöser 34 vom Zündstift 33 wegzieht, letzteren zuerst vorspannt und ihn dann freigibt, so daß die Patrone 30
gezündet wird. In der Brennkammer 19 entsteht nunmehr hoher Gasdruck, welcher über das feste starre Rohr 16 und das biegsame
Rohr 15 zum Zylinder 7 übertragen wird, in dem der das Schneidmesser tragende Kolben 11 montiert ist. Letzterer wird dann mit
Kra.ft nach oben gedrückt und die durch die Aussparung 9 verlaufende
Leine 10' wird durchtrennt, wobei der Personenfallschirm vom Hilfsfallschirm und vom Schleudersitz gelöst wird, Dies erfolgt
jedoch/im Hotfall und wenn es notwendig ist, den Personenfallschirm vom Hilfsfallschirm und vom Schleudersitz zu lösen.
Die Art und Weise, in der der Zündhebel 38 angeordnet ist, um zum
Lösen der Klinke im Notfälle beizutragen, durch die der Pilot in
seinem Schleudersitz festgelegt ist, soll im folgenden insbesondere unter Bezugnahme auf die Pig. 5 und 9 der Zeichnungen näher
erläutert werden.
Der Zündhebel 38 ist mittels eines Lenkers 47 an eine Kurbel 48 angeschlossen, die auf eine horizontale Welle 49 aufgekeilt ist,
- 16 -
welche si oh. quer über die Unterseite der Sitzfläche 17 des Schleudersitzes
erstreckt. Die Welle 49 trägt aufgekeilt weitere Kurbeln 50, die jeweils drehbar an eine Welle 51 angeschlossen sind, die
sich nach rückwärts erstreckt und drehbar am hinteren Ende mit Hilfe einer Kurbel 52 an eine im wesentlichen senkrecht stehende
Torisionswelle 53 angeschlossen ist, welche die Sperrglieder 54 für die Sitzgurtsperre des Schleudersitzes trägt. Man. erkennt
somit, daß bei einer Aufwärtsbewegung des lenkers 47 durch Verschiebung
des Zündhebels oder Handgriffes 38 die Querwelle 49 gedreht wird, wodurch die Kurbeln 50 die Wellen 51 nach vorne
ziehen und derart die lorsionswelle 53 um ihre Achsen gedreht wird, so daß sich die Sperrglieder 54 der Sitzgurtsperren in die
EntsperrStellungsrichtung bewegen.
Auf der Querwelle 49 sind ferner nach unten verlaufende Kurbeln 55 montiert, an deren unterem Ende drehbar Arme 56 befestigt sind,
die selbst wieder mit gArmen 57 drehbar verbunden sind, welche auf einer zweiten Querwelle 58 fixiert sind, die die Sperrglieder
59 für die Pilotenbeinhalterungsleinen 60 trägt. Bei einer Drehung der Querwelle 49 wird somit eine entsprechende Drehung
der zweiten Querwelle 58 eingeleitet. Bei der Drehung dieser Welle werden die Beinhalterungsleinen-Sperrglieder 59 zurückgezogen,
so daß die Beine des Piloten vom Schleudersitz freikommen.
17 -
Die Querwelle 49 ist mit einem Handüberlaufsteuerhebel 60 verwelien,
der allein dazu dient, um die Smtzgurt sperr en und die Beinhalterungsleinensperre
unter normalen Umständen zu lösen, damit die Querwelle 49 "betätigt werden kann, ohne daß der Zündhebel
für die Trennvorrichtung betätigt wird. Die diese Welle mit dem Zündhandgriff verbindende Lenkeranordnung 47 ist so. angeordnet,
daß eine Ieerlaufbewegung entsteht und zwar in den beiden Teilen
61 und 62, die sich teleskopartig zueinander bewegen, wobei der Teil 62 mit einem Ansatz 63 versehen ist, so daß bei Betätigung
des Zündhebels 38 der lenker 47 die Bewegung dieses Hebels auf die Kurbel 48 und die Querwelle 49 überträgt, wenn jedoch die
Querwelle unabhängig vom ersten Hebel betätigt wird, beispielsweise mit Hilfe des Steuerhebeln 60, keine Bewegung auf den
Hebel übertragen werden kann.
Es ist selbstverständlich, daß die Neuerung, obwohl sie im Zusammenhang
mit der Anwendung auf einen Plugzeugschleudersitz und das Freimachen des daraufsitzenden Piloten o. dgl. beschrieben ist,
auch in anderer Weise Anwendung finden kann, insbesondere auf dem Gebiete der Eaketentechnik. Beispielsweise kann man sie auf das
Ablösen einer Kaspel öl dgl. von einer Rakete oder einem anderen
Raumfahrzeug anwenden.
Schutzansprüche ι
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Claims (1)
- In die Luft ausgschleuderbarer Körper odgl« mit einem Hauptkorper, lösbaren Vorrichtungen zur Befestigung eines Hilfskörpers am Hauptkörper, einem Hilfsfallschirm, der sieh nach dem Auswerfen des Körpers entfallet, einer den Hilfsfallschirm mit dem Hauptkörper verbindenden Leine und/Vorrichtungen, die automatisch die Hilfsfallschirmleine vom Hauptkörper nach dem Entwickeln des Hilfsfallschirmes lösen und gleichzeitig im BOrmalbetrieb das Lösen der Befestigungsvorrichtung "bewirken, gekennzeichnet durch eine Leinentrennvorrichtung (1-3) am Hauptkörper (6) zum Abtrennen der Leine (Io) für den Pail, daß sie sich nicht automatisch vom Hauptkörper (6) löst. Vorrichtungen (16), die die Leinentrennvorrichtung Ob-3) mit den Auslösevorrichtui£en (38) für die Befestigungsvorrichtungen verbinden und durch Vorrichtungen (39?47) zur Betätigung der Leinentrennvorrichtung zum Trennen der Leine (lo) vom Hauptkörper (6) und gleichzeitigen Lösen der Befestigungsvorrichtung,2, KLugzeugschleudersetelitz mi feinem Hilfsfallschirm, einem Personenfallschirm und einer den Hilfsfallschirm mit dem Personenfallschirm verbindenden Leine, gekennzeichnet durch eine Leinentrennvorrichtung (1-3) zum Zertrennen der Leine (lo) im Notfall mit einer von Hand zu betätigenden Vorrichtung (38) und mit Vorrichtungen (47, die bei Betätigung der Leinentrennvorrichtung- 19 -(1-3) automatisch die Sperren lösen, durch die der Pilot oder dgl ο an dem Schleudersitz (6) fixiert ist»3« Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leinentrennvorrichtungs-Betätigungsvorrichtungen aus einem von Hand betätigbaren He"bel (38) bestehen, der gleichzeitig als Überlaufhandsteuerung zum Auslösen der Sperren am Schleudersitz (6) dient.4ο Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 oder 3? dadurch gekennzeichnet, daß in den die Leinentrennvorriehtungs-Beiätigungsvorrichtung mit den Sperren verbindenden Vorrichtungen (47) eine Leerlaufbewegungsvorricb.tu.ng (6lT63) vorgesehen ist, so daß die Sperren ohne Betätigung der Betätigungsvorrichtung für die Leinentrennvorrichtung (1-3) durch gesonderte Vorrichtungen lösbar sind.5. Vorrichtung nach Anspruch 4S dadurch gekennzeichnet, daß die die Leinentrennvorrichtungs-Betätigungsvorrichtung mit den Sperren verbindenden Mittel aus einer zweiteiligen Teleskopwelle (61,62) mit Anschlägen (63) zur Begrenzung der Streckung dieser Welle zur Übertragung der Spannung bei Betätigung der Betätigungsvorrichtungen (38) für die Leinentrennvorrichtung (1-3) bestehen.2o -- 2ο -δ» Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Vorrichtungen (4-1-47) zur Verhinderung einer unbeabsichtigten Bewegung der Betätigungsvorrichtung (38) für die Leinentreiinvorrichtuiig (1-3) in die Betriebesteilung.ο Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Verhinderung einer unbeabsichtigten Bewegung der Betätigungsvorrichtung (38) für die Leinentrennvorrichtung (l-3) aiis einem Anschlag (45) bestehen, der normalerweise durch eine Feder (47) in. eine Stellung gerückt wird, in der er eine Irennvorrichtungs-Betätigungsbewegung des Hebels verhindert, jedoch durch einen Druckknopf (46) in eine den Hebel (38) freigebende Stellung beweglich ist.8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine unbeabsichtigte Rücklaufbewegung der die Leinentrennvorrichtung (1-3) betätigenden Vorrichtung (38) aus der Betriebsstellung in eine unwirksame Stellung verhindernde Mittel (41,43)»9= Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leinentrennvorrichtung au.s einem Schneidkopf mit einem einseitig offenen, eine Aussparung (9) zur Aufnahme eines Teiles der Leine (lo) bildenden Amböß (g) besteht, ein für eine geführte Bewegung durch die- 21 -Aussparung zur Abtrennung der leine montiertes Messer (12) besitzt, einen durch Gasdruck betätigten Kolben (11) aufweist, der das Messer in die Richtung zum Zertrennen der Leine bewegt, eine eine Explosionspatrone (3o) aufnehmender Brennkammer (19) vorgess&en ist, Leitungen (16) vorhanden sind, die den in der Brennkammer (19) entwickelten Gasdruck zum Kolben (11) weiterleiten und außerdem eine Zündvorrichtung (33) zum Entzünden der Patrone (3°) vorgesehen ist, wobei die Beiätigungsvorrichtung (38) für die Leinentrennvorrichtung (1-3) so angeordnet ist, daß sie die Zündvorrichtung (33) betätigt„10. Vorrichtung nach Anspruch 9+in Abhängigkeit von Anspruch 2,dadurch gekennzeichnet, daß Schneidkopf (8,9), Messer (12) und Kolben (11) in der Nähe des Oberteils (5) des Schleudersitz-(19) rahmens (6) angeordnet oder anzubringen sind und die Brennkammer/ die Zündvorrichtung (33) und die Betätigungsvorrichtung (38) an der Seite des Sitzes (17) oder an der Eücklehne angeordnet oder anbringbar sind.11. Vorrichtung nach Anspruch Io, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung einen beweglichen Teil (15) enthält, der eine Bewegung des Sitzes (17) relativ zum Sitzrahmen (18) ermöglicht.ο Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Halterung der Leine (lo) in der Aussparung _ (9) ein Deckel (22) vorgesehen ist, der durch Federkraft (25-27)- 22 -in Richtung der Leinenhalterungsstellung gedrückt wird, jedoch zum Herausziehen der Leine "bewegbar ist,13« Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 "bis 12,dadurch gekennzeichnet, daß die Zündvorrichtung (33) durch einen mit der Betätigungsvorrichtung (38) für die Leinentrennvorrichtung verbundenen Auslöser (34-36,39) hetätigbar ist.Kt i..we?is·. Diese Unterloge f^i Schutzanspr.) is) die zulefzl eingereishle, sie ÄSicht *on der (Vonfassung do» ursprünglich eingereichten Unterlogen ob. Die rechtliche 8edeu!ung der Abweichung isl nicht geprüft: Di* urs.wimgiich eingereichten Unterlagen befinden iich in Jen Amtsokten. Sie können jederzeit ohne Naohwis vK rouhtllch«n Interesses gebührsnfrei sintjesehen «erden. Auf Vnfroo werden hiervon ouch Fototopisn οάκ Fijwizu c(eo üblicher Preisen geliefert Oeiitsches Pateotcmri, Gebrouchsmus{<?fsteite,
Applications Claiming Priority (1)
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