DE1908288A1 - Einrichtung zur Steigerung der Leistung von Brennkraftmaschinen und zur Erleichterung des Kaltstartes - Google Patents
Einrichtung zur Steigerung der Leistung von Brennkraftmaschinen und zur Erleichterung des KaltstartesInfo
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Description
Einrichtung zur Steigerung der leistung von Brennkraftmaschinen
und zur Erleichterung des Kaltstartes
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Steigerung der leistung von Brennkraftmaschinen mit Selbstzündung und
solchen mit !Fremdzündung sowie zur Erleichterung des Kaltstartes.
Die Einrichtung soil sowohl bei Brennkraftmaschinen anwendbar sein, die nach dem Zweitaktverfahren arbeiten, als
auch bei solchen, die nach dem Viertaktverfahren arbeiten. Die erfindungsgemäße Einrichtung ist neben der üblichen Einrichtung
für die Aufbereitung und Zuführung von Kraftstoffen vorgesehen, wobei mit dem Ausdruck "übliche Einrichtung"
die Saugleiuung mit dem Vergaser bei Brennkraftmaschinen
mit Fremdzündung oder die Einspritzpumpe bei Brennkraftmaschinen mit Selbstzündung gemeint ist.
Es sind bereits Einrichtungen zur Leistungssteigerung bekannt, die als Einspritzeinrichtungen aasgebiidet sind, deren
Punktion auf dem Kraftstoffdruck begründet ist.
233-(S 6040 J 3465)Z;)F(8)
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Abgesehen von den verhältnismäßig hohen Herstellungskosten solcher Einrichtungen und deren hohen Störanfälligkeit infolge
der Kompliziertheit der einzelnen Organe, besteht der gemeinsame Nachteil solcher bekannter Einrichtungen darin, daß sich
ein Anwachsen der Leistung des Motors in nennenswertem Maße erst nach Erreichen der halben Höchstdrehzahl bemerkbar macht.
Aufgabe der Erfindung ist es, die genannten Nachteile zu vermeiden und eine Einrichtung zu schaffen, die es gestattet,
die Leistung von Brennkraftmaschinen bei Herabsetzung des Verbrauchs
des Kraftstoffes zu steigern, wobei gleichzeitig die Temperatur der Abgase und der Anteil der in ihnen enthaltenen
schädlichen Stoffe herabgesetzt werden soll. Außerdem soll der Kaltstart im Winter verbessert werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Einrichtung
gelöst, die einerseits aus einem drucklosen Kraftstoffzw°eig,
andererseits aus einem durch den Gasfußhebel gesteuerten Druckluftzweig besteht, wobei die beiden Zweige in einen mit der
Saugleitung der Brennkraftmaschine verbundenen Mischkammer münden.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung besteht der drucklose Kraftstoffzweig aus einem Kraftstoff-Ausgleichsbehälter
mit einem Überströmventil, welches die Strömung des Kraftstoffes durch Gefalle in einer Leitung in eine Schwimmkammer
ermöglicht, die weiter durch eine Yerbindungsleitung mit dem Mischer verbunden ist, wobei der Druckluftzweig aus einer
Luftleitung und aus einem durch den Gasfußhebel betätigten Luft-rfgulierventil besteht, welches durch eine Luftleitung mit
einem Sperrventil ebenfalls mit dem Mischer verbunden ist, aus dem das Kraftstoff-Luftgemisch in die Saugleitung der Brennkraftmaschine
gedrückt wird.
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Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
daß sie einen Behälter für eine andere Kraftstoffart enthält,
welcher durch eine Kraftstoffleitung mit der Schwimmerkammer
verbunden ist.
Im Mischer ist vorteilhafterweise ein Glühkörper angeordnet,
■welcher in den elektrischen Kreis des Kraftfahrzeuges eingeschaltet
ist.
Die Erfindung soll nun mit Hilfe der beiliegenden, ein Ausführungsbeispiel schematisch darstellenden Zeichnung näher
erklärt werden.
Eine Brennkraftmaschine 1 mit einer Saugleitung 4 und einem luftfilter 5 ist mit einer Einspritzdüse 42 versehen, die durch
eine Hochdruck-Kraftstoffleitung 41 mit einer Einspritzpumpe 3
verbunden ist.
Ein Kompressor 2 ist an der Brennkraftmaschine 1 angeordnet durch diese angetrieben und ist weiter durch die' Luftleitung
29 mit einem absperrbaren Zweiweghahn 39 mit einem Luftbehälter 8 verbunden, der mit einem Überdruckventil 10
und einem Ablaßventil 38 ausgestattet ist.
Aus dem Luftbehälter 8 wird die Luft weiter über das Überdruckventil
10 durch eine Leitung 30 in eine Luftleitung 31 geführt, die mit einem Luft-Regulierventil 9 verbunden ist.
Dieses Luft-Regulierventil 9 wird durch eine Zugstange 32 gesteuert, die an einen Gashebel 35 der Kraftstoff-Einspritzpumpe
3 befestigt ist. Der Gashebel 35 wird durch den Gasfußhebel 43 mittels einer Zugstange 44 gesteuert. Aus dem Luft-Regulierventil
9 wird die Druckluft durch eine Leitung 33 mit
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einem Sperrhahn 34 in einen Mischer 13 weitergeleitet.
Die Kraftstoffeinspritzpumpe 3 enthält eine Förderpumpe 6, die durch eine Kraftstoffleitung 17 mit einem Kraftstoffbehälter
7 verbunden ist. Aus der Förderpumpe 6 führt "eine Kraftstoffleitung 18 in ein Kraftstoffilter 19 und von
dort führt eine Kraftstoffleitung 20 in eine Überdruckkammer
21 der Kraftstoff-Einspritzpumpe 3 bis zum Überdruckventil
22.
Ein Kraftstoff-Ausgleichsbehälter 11 wird über eine Leitung 23 aus dem Überdruckventil 22 gefüllt. Aus dem Ausgleichsbehälter
11 strömt der Kraftstoff durch eine mit einem
Sperrhahn 25 versehene leitung 24 in eine Schwimmerkammer 12,
die durch eine Leitung 15 mit dem Mischer 13 verbunden ist.
Der überschüssige Kraftstoff wird aus dem Ausgleichsbe-r
hälter 11 durch ein Ausgleichsventil 26 über eine Leckleitung
27 in die Kraftstoffleitung 17 zurückgeführt.
Im Kraftstoffkreis befindet sich ein Hilfsbehälter 16,
der mit einem Kraftstoff anderer Art gefüllt sein kann, um das ψ Anlassen zu erleichtern und aus dem der Kraftstoff über ein
Sperrventil 37 durch eine Leitung 36 ebenfalls in die
Schwimmerkammer 12 und von dort weiter durch die Verbindungsleitung 15 in den Mischer 13 strömt.
Nun folgt eine Beschreibung der Funktion der erfindungsgemäßen Einrichtung:
Zuerst wird die Brennkraftmaschine 1 durch eine nicht dargestellte
Anlaßeinrichtung in Drehung versetzt. Luft wird durch das in der Saugleitung 4 angeordnete Luftfilter 5 angesaugt.
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Durch die Saugleitung 4 gelangt die angesaugte Luft in die Zylinder der Brennkraftmaschine 1. Gleichzeitig wird durch die
Förderpumpe 6,Kraftstoff durch die Kraftstoffleitung 17. ausJ
dem Kraftstoffbehälter 7 angesaugt und durch die Leitung, Ϊ8
in das Kraftstoffilter 19 gedrückt. Yon dort gelangt dann
der Kraftstoff durch die Leitung 20 in die Überdruckkammer 21
der Einspritzpumpe 3. Dann wird der Kraftstoff durch die Hochdruckleitung 41 in die Einspritzdüsen 42,gedrückt, durch
welche er in den Verbrennungsraum der Brennkraftmaschine 1 zerstäubt wird.
Die Brennkraftmaschine 1 treibt den Kompressor 2 an. Dieser saugt Luft durch das Filter 26 an und fördert sie weiter durch
die Leitung 29 durch den ständig geöffneten Sperrhahn 39 in den Luftbehälter 8.
Weiter soll nun die Funktion des Kraftstoffzweiges der
eigentlichen Einrichtung beschrieben, werden, welche den Gegenstand dieser Erfindung bildet. Der Kraftstoffzweig erstreckt
sich aus der Überdruckkammer 21 der Einspritzpumpe 3 über das Ausgleichventil 22 durch die Leitung 23 in den Kraftstoff-Ausgleichsbehälter
11. Von dort strömt der Kraftstoff durch die Leitung 24 über den Sperrhahn 25 in die Schwimmerkammer 12,
von wo er durch die Leitung 15 in den Mischer 13 geführt wird.
Der überschüssige Kraftstoff kehrt aus dem Kraftstoff-Ausgleichsbehälter
11 über das Ausgleichsventil 26 durch die Leitung 27 in die Kraftstoffleitung 17 zurück, aus der er
wieder in die Förderpumpe eintritt.
Der Luftzweig der erfindungsgemäßen Einrichtung ist durch
das Überdruckluftventil 10 an den Luftbehälter 8 angeschlossen. Aus dem Überdruckventil 10 wird die Luft durch die Leitungen .
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und 31 in das Luft-Regulierventil 9 geführt. . ...,.-.
Durch Herabtreten des Gasfußhebels 43 wird über die Zug- _
stange 32 das Luft-Regulierventil 9 betätigt, wodurch die
Luft in Abhängigkeit von der Lage des Gasfußhebels 43 über den Sperrhahn 34 und die Leitung 33 in den Mischer 13durchgelassen
wird. .
Im Mischer erfolgt eine intensive Mischung des Kraftstoffes mit der Luft und dieses Gemisch wird in die Saugleitung 4
des Motors 1 gedrückt.
Die erfindungsgemäße Einrichtung kann auch zur Erleichterung
des Anlassens der Brennkraftmaschine im Winter verwendet
werden. Zu diesem Zweck ist im Mischer 13 ein Glühkörper 14 angeordnet, der in den elektrischen Kreis des Wagens geschaltet,
und vom Instrumentenbrett betätigt wird.
Aus dem zusätzlichen Behälter 16, der- eine leichtere
Art des Kraftstoffs enthalten kann, strömt der Kraftstoff —
durch den Sperrhahn 37 und die leitung 36 in die Schwimmerkammer
12 und von dort durch die Verbindungsleitung 15 in den Mischer 13.
Die Funktion des Luftzweiges der erfindungsgemäßen Einrichtung ist beim Anlassen im Winter die gleiche, bloß mit
dem Unterschied, daß der Zutritt der Luft in den Luftbehälter durch den Eufthahn 39 gesperrt wird, wodurch gleichzeitig der
Durchgang der Luft in die Luftverbindungsleitung 40 geöffnet
wird.
Das Kraftstoff-Luft-Gemisch wird dann durch den erhitzten Glühkörper 14 gezündet und die auf diese Weise hervorgerufene
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!Flamme wird gleichzeitig mit der Luft aus der leitung 4, die durch diese "Flamme ebenfalls vorgewärmt wird,in die Zylinder
der Brennkraftraaschine 1 angesaugt.
Die erfindungsgemäße Einrichtung eignet sich sowohl für luftverdichtende Brennkraftmaschinen mit Selbstzündung, als
aucli, nach entsprechender Anpassung, für Brennkraftmaschinen
mit Fremdzündung.
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Claims (4)
1. Einrichtung zur Steigerung der Leistung von
Brennkraftmaschinen mit Selbstzündung und solchen mit Fremdzündung sowie zur Erleichterung des Kaltstartes, dadurch
gekennz eichn et, daß sie einerseits aus einem drucklosen Kraftstoffzweig, andererseits aus einem durch, den
Gasfußhebel (43) gesteuerten Druckluft zweig "besteht, wobei die beiden Zweige in einen mit der Saugleitung (4) der Brennkraftmaschine (1) verbundenen Mische: (13) münden.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der drucklose Kraftstoifsweig aus einem Kraftstoff-Ausgleichsbehälter
(11) mit einem Überströmventil (26) besteht, welches
die Strömung des Kraftstoffs durch Gefalle in einer leitung (24) in eine Schwimmerkammer (12) ermöglicht, diejweiter durch eine
Verbindungsleitung (15) mit dem Mischer (13) verbunden ist,
wobei der Druckluftzweig aus einer Luftleitung (31) und
aus einen durch den Gasfußhebel (43) betätigten Luft-Regulierventil (9) besteht, welches durch eine Luftleitung (33) mit
einem Sperrventil (34) ebenfalls mit dem Mischer (13) verbunden ist, aus dem das Kraftstoff-Luftgemisch in die Saugleitung
(4) der Brennkraftmaschine (1) gedrückt wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Behälter (16) für eine andere Kraftstoffart
enthält, welcher durch eine Kraftstoffleitung (36). mit der Schwimmerkammer (12) verbunden ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß ein in den elektrischen Kreis.des Kraftfahrzeuges eingeschalteter Glühkörper (14) im Mischer (13) angeordnet ist.
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