DE1908643B1 - Verfahren zum Brennen von quarzhaltigen keramischen Produkten in einem Tunnelofen und Tunnelofen zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Brennen von quarzhaltigen keramischen Produkten in einem Tunnelofen und Tunnelofen zur Durchfuehrung des Verfahrens

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DE1908643B1
DE1908643B1 DE19691908643 DE1908643A DE1908643B1 DE 1908643 B1 DE1908643 B1 DE 1908643B1 DE 19691908643 DE19691908643 DE 19691908643 DE 1908643 A DE1908643 A DE 1908643A DE 1908643 B1 DE1908643 B1 DE 1908643B1
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DE
Germany
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zone
gases
tunnel kiln
quartz
cooling
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Withdrawn
Application number
DE19691908643
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Juergen Frank
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Keller Ofenbau GmbH
Original Assignee
Keller Ofenbau GmbH
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Publication date
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Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B9/00Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity
    • F27B9/30Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types
    • F27B9/3005Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types arrangements for circulating gases

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Tunnel Furnaces (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Brennen von quarzhaltigen keramischen Produkten in einem Tunnelofen und einen Tunnelofen zur Durchführung des Verfahrens.
  • Die schweizerische Patentschrift 22493 offenbart einen Kanalofen, bei dem Gase aus der Vorwärmzone mittels eines Ventilators abgesaugt und unter Beimischung von Gasen aus der Brennzone wieder in die Vorwärmzone eingeblasen werden. Ein zweiter Ventilator saugt Luft aus der Kühlzone an und führt sie zusammen mit Heizgasen in die Brennzone wieder ein, um eine intensive Verbrennung der Heizgase zu bewirken. Es findet dort also eine Querumwälzung der Gase in der Vorwärmzone unter Beimischung von Gasen aus der Brennzone und eine Längsdurchleitung der Luft durch den Ofen statt, wobei die Luft zuerst die Kühlzone, dann die Brennzone und zuletzt die Vorwärmzone erreicht, wo sie abgesaugt und mit der Luft aus der Vorwärmzone vermischt der Vorwärmzone wieder zugeführt wird. Ein Teil dieser Luft wird durch den Kamin ins Freie geführt.
  • Der durch diese Druckschrift offenbarte Kanalofen ist ein einfacher Durchzugsofen, wie er in der Ziegelindustrie nicht mehr verwandt wird. Nachteilig ist hierbei besonders die Randgängigkeit der Gase, die eine ungleichmäßige Temperaturverteilung und in der Folge Schäden am Brenngut entstehen lassen.
  • Aus ist die direkte Kühlung des Brenngutes von Nachteil, da das Brennt schnell ohne Rücksicht auf die kritische Temperatur, die bei etwa 5750 C liegt, abgekühlt wird, wodurch eine Rissebildung im Brenngut auftritt. Bei dieser kritischen Temperatur tritt nämlich eine Quarzumwandlung des Tones ein, und zwar wandelt sich der Alpha-Quarz des Tones bei der Aufheizung in Beta-Quarz um. Bei der Abkühlung wandelt sich wiederum der Beta-Quarz in Alpha-Quarz um. Hier tritt also ein Sprung in der Schwindung im Quarzanteil des Tones ein, und es entstehen Spannungen, die nach außen nicht bemerkbar sind, jedoch in den Steinen zu Rissen führen, wenn bei der kritischen Temperatur von 5750 C schnell gekühlt wird.
  • Es ist bei einem Tunnelofen ferner nicht mehr neu, Gase in der Anwärmzone nur an einer einzigen Stelle abzusaugen.
  • In Tunnelöfen muß zwischen Einsatz und Ofenmauerwerk aus Gründen der Sicherheit beim Vorschub des Brenngutes ein mehr oder weniger breiter Spalt offengelassen werden. Es ist nun eine bekannte Erscheinung, daß die Gase durch diese freien Spalten längs der Wände und der Decke bevorzugt strömen und so eine ungleichmäßige Temperaturverteilung und in der Folge Schäden am Brenngut entstehen lassen.
  • Die Schäden entstehen insbesondere in den Zonen der Quarzumwandlung (etwa 5750 C), wo infolge der sprunghaften Volumenänderung das quarzhaltige Einsatzgut auf ungleichmäßige Temperaturverteilung besonders empfindlich reagiert.
  • Es wurde verschiedentlich versucht, die Randgängigkeit der Gase durch Aufrauhen der Wände und der Decke oder durch Einbau von Störieisten zu vermindern. Der Erfolg dieser Maßnahmen ist jedoch nur gering.
  • Es ist auch bekannt, Gase aus der Vorwärmzone abzuziehen und in die Kühlzone zu leiten. Es werden damit jedoch die speziellen Probleme der Verlangsamung des Temperaturanstieges in der Vorwärm- zone bzw. bei der Kühlung im Temperaturbereich der Quarzumwandlung sowie der Störungen durch die Randgängigkeit der Gase nicht gelöst. Es haben sich deshalb diese Systeme in der Praxis nicht eingeführt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Brennen von quarzhaltigen keramischen Produkten in einem Tunnelofen sowie einen Tunnelofen zur Durchführung des Verfahrens aufzuzeigen, durch welche die Randgängigkeit der Gase und ein in den Zonen der Quarzumwandlung infolge der sprunghaften Volumenänderung des quarzhaltigen Einsatzgutes entstehender Schaden ausgeschaltet werden.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß diese erwärmten Gase zusammen mit der Kühlzone entnommen er Warmluft hinter die Brennzone im Bereich der Kühlzone in den Brenukanal eingeblasen werden und diesen in Richtung der Vorwärmzone durchströmen.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung werden die Gase in der Brennzone stärker aufgeheizt.
  • Zweckmäßig sind die der Kühlzone entzogenen Heißluftmengen relativ groß, so daß die zwischen der Heißluftabsaugung und dem Bereich des Einblasens der Gase strömende Luftmenge vermindert wird derart, daß in diesem Abschnitt eine langsame Kühlung erfolgt.
  • Vorteilhaft sind bei dem Tunnelofen zur Durchführung des Verfahrens in der Vorwärmzone Schlitze vorgesehen, welche über Kanäle mit Schlitzen in der Kühlzone verbindbar sind.
  • Nach der Erfindung werden die Gase aus der Vorwärmzone aus verschiedenen Querschnitten abgesaugt, so daß eine Gemischtemperatur von 450 bis 5500 C ensteht, welche unter der Temperatur der Quarzumwandlung liegt. Dies hat zur Wirkung, daß die Ofentemperatur im Bereich der Qiiarzumwandlung langsam ansteigt, da in diesem Bereich eine große umgewälzte Gasmenge strömt, welche einen hohen Wärmeinhalt besitzt und sich nur langsam am einfahrenden Brenngut abkühlt. Das Absaugen der Gase erfolgt in mehreren, hintereinanderliegenden Querschnitten, und zwar über Schlitze, welche ringsherum um den Breunkanal verlaufen. Damit wird die Randschicht der Gase abgesaugt, welche sonst durch ihr Voreilen gegenüber dem Gasstrom, der den Einsatz durchsetzt, Störungen verursacht. Man wird die Absaugquerschnitte so auswählen, daß ein Teil der Gase mit Temperaturen von 600 bis 6500 C abgesaugt wird, womit die Randströmung unmittelbar über dem Temperaturbereich der Quarzumwandlung abgesaugt wird. Ein anderer Teil der Gase wird mit 300 bis 4000 C abgesaugt, so daß die gewünschte Mischtemperatur von 450 bis 5500 C entsteht. Um die notwendigen Reguliermöglichkeiten sicherzustellen, erfolgt der Anschluß der verschiedenen Absaugquerschnitte an die Gassammelleitungen über einstellbare Schieber.
  • In der Brennzone werden heiße Brenngase hinzugesaugt, wobei die Entnahmemengen durch Schamotte-Schieber reguliert werden können. Man wird die Einstellung der Schieber so vornehmen, daß das Gasgemisch eine Temperatur von 600 bis 6500 C hat, d. h. eindeutig über der Temperatur der Quarzumwandlung liegt.
  • Unmittelbar vor den Ventilatoren wird Heißluft aus der Kühlzone angesaugt, wobei durch eine Drosseiklappe die Menge so reguliert wird, daß das Gasgemisch eine Temperatur hat, welche derTemperatur der Quarzumwandlung (5750 C) möglichst nahe liegt.
  • Es ist gut möglich, diese Regulierung automatisch durchzuführen, da die Heißluft eine Temperatur von 150 bis 2000 C hat und somit keine materialtechnischen Schwierigkeiten für die Regulieraufgabe bestehen.
  • Das Absaugen von Heißluft aus der Kühlzone hat den weiteren Vorteil, daß zwischen dem Ort der Absaugung und dem Ort des Wiedereinblasens im Brennkanal weniger Luft strömt, womit die Kühlung langsamer erfolgt. Dieser Effekt ist erwünscht, da dieser Abschnitt der langsameren Kühlung im gefährlichen Temperaturbereich der Quarzumwandlung liegt.
  • Das Einblasen der Gase in den Brennkanal hinter der Brennzone erfolgt über ringsum laufende, schmale Schlitze i;n den Seitenwänden und im Gewölbe, wodurch die Randströmung mit Sicherheit unterbrochen wird. Durch das Einblasen der Gase bei einer genau gesteuerten Temperatur kann eine Haltezeit im kritischen Bereich der Quarzumwandlung erreicht werden. Da es sich um große eingeblasene Gasmengen handelt, wird auch eine rasche wirkungsvolle Kühlung des Einsatzgutes von der Brenntemperatur bis zur Temperatur der Quarzumwandlung erreicht (Sturzkühlung).
  • Die in die Kühlzone eingeblasenen Gase durchströmen anschließend die Brennzone und die Vorwärmzone, bis sie wieder abgesaugt werden. Man erhält damit eine intensive Durchströmung des Einsatzes in diesen Zonen, womit der Brand wesentlich verbessert wird und man auch sehr dicht gesetzte Einsatzpakete bis in den Kern gleichmäßig durchbrennen kann.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren bringt somit eine Reihe von Vorteilen, welche bei keinem anderen System gleichzeitig vorhanden sind. Diese Vorteile sind: 1. langsamer Temperaturanstieg im kritischen Bereich der Quarzumwandlung in der Brennzone, 2. besserer Durchbrand des Einzelgutes in der Brennzone, 3. wirkungsvolle und automatisch regulierte Sturzkühlung mit einer anschließenden langsamen Abkühlung des Einsatzgutes im Bereich der Quarzumwandlung, 4. Unterbindung der schädlichen Randstörungen in den kritischen Bereichen der Vorwärmzone und der Kühlzone.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch veranschaulicht.
  • Es zeigt F 1 g. 1 einen Längsschnitt durch den erfindungsgemäßen Tunnelofen, Fig. 2 einen Horizontalschnitt durch den Tunnelofen nach Fig. 1, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch die Vorwärmzone nach der Linie III-III in F i g. 1, Fig. 4 einen senkrechten Schnitt durch die Brenn zone nach der Linie IV-IV in Fi g. 1.
  • F i g. 5 einen senkrechten Schnitt durch die Kühl zone nach der Linie V-V in Fig. 1.
  • Der Tunnelofen besitzt eine Vorwärmzone 1, ein Brennzone 2, welche z. B. über Schürlöcher 7 vol oben befeuert wird, und eine Kühlzone 3.
  • Die Brennwagen4, beladen mit dem Brenngut5 durchlaufen den Brennkanal 6 des Tunnelofens. Die Schubrichtung der Brennwagen 4 ist mit X bezeichnet, während die Gase entgegengesetzt zur Schubrichtung X in Richtung Y den Tunnelofen durch strömen.
  • Di;e Ventilatoren 8 saugen über die Kanäle 9 und die Schlitze 10 Gase aus der Vorwärmzone 1 ab, wobei die Menge und die Verteilung durch die Schieber 11 reguliert werden können.
  • In der Brennzone 2 werden über die Öffnungen 12 heiße Gase hinzugesaugt, wobei die Menge mit den Schiebern 13 reguliert werden kann.
  • Unmittelbar vor den Ventilatoren 8 wird über die Leitungen 14 Heißluft aus der Kühlzone 3 angesaugt.
  • Die Menge der Heißluft wird über die Drosselklappen 15 gesteuert.
  • Die Ventilatoren 8 drücken das Gasgemisch über die Kanäle 16 und die Schlitze 17 in den Brennkanal 6. Die Verteilung der Gase auf die einzelnen Schlitzel7 kann mit Hilfe der Schieber 18 vorgenommen werden.
  • Patentansprtiche: 1. Verfahren zum Brennen von quarzhaltigen keramischen Produkten in einem Tunnelofen, mit einer Vorwärmzone, einer Brennzone und einer Kühlzone, wobei aus der Vorwärmzone Gase abgesaugt und nach Zumischung mit Gasen der Brennzone erwärmt werden, d a durch g e -kennzeichnet, daß diese erwärmten Gase zusammen mit der Kühlzone (3) entnommener Warmluft hinter die Brennzone (2) im Bereich der Kühlzone(3) in den Brenakanal (6) eingeblasen werden und diesen in Richtung der Vorwärmzone (1) durchströmen.
  • 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gase in der Brennzone (2) stärker aufgeheizt werden.
  • 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die der Kühlzone (2) entzogenen Heißluftmengen relativ groß sind, so daß die zwischen der Heißluftabsaugung und dem Bereich des Einblasens der Gase strömende Luftmenge vermindert wird, derart, daß in diesem Abschnitt eine langsame Kühlung erfolgt.

Claims (1)

  1. 4. Tunnelofen zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Vorwärmzone (1) Schlitze (10) vorgesehen sind, welche über Kanäle (9, 16) mit Schlitzen (17) in der Kühlzone (3) verbindbar sind.
DE19691908643 1969-02-21 1969-02-21 Verfahren zum Brennen von quarzhaltigen keramischen Produkten in einem Tunnelofen und Tunnelofen zur Durchfuehrung des Verfahrens Withdrawn DE1908643B1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0199032A3 (en) * 1985-03-25 1987-11-11 Firma Ludwig Riedhammer Gmbh Installation to ensure the separation of gas flows from different atmospheres

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH22493A (de) * 1900-07-04 1902-01-31 Rappold & Steiger Kanalofen

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