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Schutzkanalschaltung Die Erfindung betrifft eine Schutzkanalschaltung
für Richtfunksysteme, welche sowohl der trägerfrequenten Gesprächsals auch der Fernseh-Programmübertragung
dienen.
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Mit wachsender Ubertragungskapazität der Richtfunksysteme steigen
die Anforderungen an deren Zuverlässigkeit. Sie wird im wesentlichen von der Betriebssicherheit
der Geräte und den Ausbreitungsbedingungen in den verschiedenen Funkfeldern bestimmt.
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Damit sich Störungen, welche durch diese Ursache hervorgerufen werden,
nicht auf die Übertragung auswirken, werden in bekannter Weise Reservekanäle, sogenannte
Schutzkanäle, parallel zu den Betriebakanlen geführt. Die Schutzkanäle beginnen
und enden In je einem Sohutzschaltgerät, welches
den Betriebszustand
aller Kanäle überwacht und bei Störung eines Betriebskanales diesen automatisch
auf den Schutzkanal umschaltet. In diesem Zusammenhang haben sich zwei Systeme herausgebildet,
welche je nach Bedarf eine Ersatzschaltung entweder in der Zwischenfrequenzebene
oder in der Basisfrequenzebene gestatten.
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Eine solche Ersatzschaltung wird üblicherweise abschnittsweise vorgenommen,
wobei die Grenzen solcher Schaltabschnitte sowohl End- als auch Relaisstellen sein
können. Für der Sprachübertragung dienende Trägerfrequenzlinien fällt die Grenze
eines Schaltabschnittes oft mit der eines Modulationsabschnittes zusammen, wohingegen
der Bildübertragung dienende Fernsehlinien, vorwiegend in der Zwischenfrequenzebene,
zum Zweck der Programmverteilung weitergeführt werden.
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Auf solchen Stellen wurden bisher vorwiegend ZF-Sc-hutzschaltgeräte
eingesetzt. Für die an dieser Stelle zu modulierenden und zu demodulierenden Trägerfrequenzlinien
wird für deren Modulatoren und Demodulatoren zusätzlich eine Geräteersatzschaltung
vorgesehen.
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Diese Lösung, Schutzschalttechnik nur in der ZF-Ebene einzusetzen,
hat den Nachteil, dass für die erforderlichen Modulationsgeräte eine zusätzliche
Modulationsgeräteersatzschaltung erforderlich wird, welche nur durch zusätzlichen
Aufwand automatische Ersatzschaltung gestattet und außerdem vier zusätzliche
Schaltelemente
im Zuge der Übertragungsleitung erfordert, wodurch die Übertrgungszuverlässigkeit
vermindert wird.
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Andererseits ist es auf solchen Stellen Ublich, ein Schutzschaltsystem
in der ZF-Ebene zum Schutz der der Bildübertragung dienenden TV-Linien und ein weiteres
in der BF-Ebene zum Schutz der der Sprachübertragung dienenden TF-Linien einzusetzen.
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Diese Lösung erfordert pr Schutzabschnitt einen zweiten Schutzkanal
mit zweitem Schutzschaltgerät.
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Ziel der Erfindung ist es, eine vom Geräteaufwand und von der Betriebzuverlässigkeit
oder gesehene optimale Lösung zu finden, welche die oben geschilderten Nachteile
vermeidet.
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Ausgehend von der eingangs beschriebenen Schutzkanalschaltung wird
deshalb erfindungsgemäss vorgesohlagen, dass bei Ausfall eines TF-Kanales dieser
var der jeweiligen sendeseitigen Modulationsstufe Ueber einen Verteilschalter, die
Modulationsstufe, einen Schalter und einen Vertelischalter auf den Schutzkaral geschaltet
wird und empfangsseitig über einen Verteilverstärker der Demodulationsstute des
Sohutzkanals zugerUhrt wird, von wo das demodulierte Signal uber einen Verteilschalter
und nachfolgende Kanalschalter dem jeweiligen TF-Kanal nach dessen Demodulationsstufe
zugeführt wird und dass bei Ausfall eines Bildkanals dieser sendeseitig Uber Kanalschalter
und einen
Verteilschalter direkt auf den Sender des Schutzkanals
geschaltet wird und empfangsseitig von einem Verteilverstärker über einen Verteilschalter
und nachfolgende Kanalschalter auf den Ausgang des dem TV-Kanal zugeordneten Empfängers
geschaltet wird.
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In der Figur ist schematisch dargestellt, wie die erfindungsgemässe
Schutzkanalschaltung aufgebaut ist: Das teilweise dargestellte Richtfunksystem besteht
aus der Sendeseite, dem Funkfeld und der daran sich anschliessenden Empfangsseite.
Die der TF-Übertragung dienenden TF-Kanäle 1, 2, 3 fUhren über zugehörige Modulationsstufen
M1, M2 und M3 zu den nachgeschalteten Sendern Sel, Se2 und Se3. Durch die Sender
erfolgt die Nachrichtenübertragung auf drahtlosem Wege über das Funkfeld. Die Nachrichten
werden auf der Empfangsseite durch die den einzelnen TF-Kanälen zugeordneten Empfänger
El, E2, E3 empfangen und in den nachgeschalteten Demodulationsstufen Dl, D2, D3
in an sich bekannter Weise weiterverarbeitet. Die TF-Kanäle liegen hierbei im Basisfrequenzband,
in der Figur mit BF bezeichnet.
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Die der TV-0bertragung dienenden Kanäle, in der Figur mit 7, 8 und
9 bezeichnet, gelangen auf der Sendeseite direkt zu den zugehörigen Sendern Se7,
Se8 und 8e9, welche die Information abstrahlen, so. dass diese aus dem Funkfeld
durch die zugehörigen Empfänger E7, E8, E9 auf der Emprangsseite empfangen werden
können. Die Empfängerausgänge leiten die
empfangenen Informationen
im Zwischenfrequenzband in an sich bekannter Weise weiter.
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Wenn durch irgendeine Störung einer der TF-Knäle (in der Figur beispielsweise
1, 2 oder 3) ausfällt, so wird mittels an sich bekannter Steuerschaltungen der jeweilige
TF-Kanal über einen Verteilschalter VS 1 der Modulationsstufe M, dem Kanalschalter
S, dem Verteilschalter VS 3 dem mit SK bezeichneten Schutzkanal zugeführt. Vom Ausgang
dieser Modulationsstufe gelangt die Information zum Sender Se des Schutzkanals,
welcher die Ausstrahlung über das Funkfeld Ubernimmt.
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Auf der Empfangsseite wird dieses Signal einem Verteilverstärker VV
zugeführt und gelangt anschliessend von dem einen Ausgang dieses Verteilverstärkers
zu der nachgeschalteten Demodulationsstufe D, die ihrerseits mit einem weiteren
Verteilschalter VS 2 verbunden ist. Dieser Verteilschalter wird ebenfalls in an
sich bekannter Weise so gesteuert, dass das ankommende Signal über entsprechende
Kanalsohalter Sl, S2 bzw. S3 dem gestörten TF-Kanal-auf der Empfangsseite nach dessen
Demodulationsstufe Dl, D2 bBw. D3 zugeführt wird.
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Bei Ausfall eines TV-Kanals wird durch die erfindungsgemässe Schutzschaltung
das zu übertragende Signal von dem gestörten TV-Kanal vor dessen zugehörigem Sender
8e7, Se8 bzw. Se9 über den Jeweiligen Kanälen zugeordnete Xanalsobalter S7, S8 bzw.
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39 enem.Verteilschalter VS 3 zugeführt, der seinerseits mit dem Sender
Se des Schutzkanals in Verbindung steht Auf der
Empfangsseite gelangt
das vom Sender Se ausestrahlte Signal des Schutzkanals auf den Verteilverstärker
VV und danach über einen weiteren Ausgang an den Verteilschalter VS 4.
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Dieser Verteilschalter wird, wie die anderen bereits erwähnten Verteilschalter
und die zugehörien Kanalschalter in an sich bekannter Weise gesteuerte derart, dass
das vom Schutzkanalsender ausgestrahlte und empfangene Signal dem zugehörigen TV-Kanal
auf der Empfangsseite dem Ausgang des jeweiligen Empfängers E7, E8 bzw. E9 aufgeschaltet
wird.
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Die eingangs beschriebene Zuordnung der Kanäle zu den Prequenzbereichen
(ZF bzw. BF) kann natürlich geändert werden so wie auch die Zuordnung bestimmter
Ubertragungsarten (TF bzw. TV) an den Grenzen eines Schaltabschnittes verschieden
sein kann.
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Die Gewinnung der erforderlichen Uberwachungskriterien für den Schutzkanal
auf der Empfangsseite erfolgt durch die ständig angeschlossene Demodulationsstufe
D des Schutzkanals.
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Um eine möglichst rasche Durchschaltung des gestörten Kanals auf den
Schutzkanal zu erhalten, werden die einzelnen Verteilschalter und Kanalschalter
vorzugsweise durch Halbleiterdioden verwirklicht.
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Die erfindungsgemässe Schutzschaltung ermöglicht somit bei nur einem
Schutzkanal sowohl für die TFe als auch ftlr die TV-KanUle eine einwandfreie und
rasohe Ersatzßohsltung bot einem Minimum an Schaltaufwand.