DE1909462C - Zubringerfahrzeug für Großflugzeuge - Google Patents

Zubringerfahrzeug für Großflugzeuge

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DE1909462C
DE1909462C DE1909462C DE 1909462 C DE1909462 C DE 1909462C DE 1909462 C DE1909462 C DE 1909462C
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English (en)
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Georg 8560 Lauf Behrmann
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Description

Die Erfindung betrifft Zubringerfahrzeuge für Großflugzeuge mit einer Fahrzeugplattform, die durch ein mit seinen einen Lenkerenden an ihr angreifendes Scherenlenkergetriebe anhebbar ist.
Die Be- bzw. Entladung von Großflugzeugen kann entweder unmittelbar an mit besonderen Fluggastoder Ladekais versehenen Abfertigungsgebäuden oder auf dem Vorfeld des Flughafens erfolgen. Da mit Fluggast- bzw. Ladekais versehene Abfertigungsgebäude nur in sehr großen Flughäfen und normalerweise nur im Endstationsverkehr wirtschaftlich sind, hat die Abfertigung auf dem Vorfeld, insbesondere im Zwischenlandungsbetrieb, nach wie vor große Bedeutung.
Zum An- und Abtransport der Fluggäste und/bzw. der Fracht zum bzw. vom Flugzeug dienen Omnibusse vorzugsweise niedriger Flurhöhe und Fracht-• fahrzeuge, deren Flurhöhe den jeweils im Abfertigungsgebäude vorhandenen Frachttransportanlagen angepaßt ist. Der Ein- oder Ausstieg der Fluggäste ins Flugzeug bzw. aus dem Flugzeug heraus erfolgt üblicherweise durch als Selbstfahrer ausgebildete und höheneinstellbare Treppen, während das Ein- bzw. Ausladen der Fracht meist mittels Hubladern erfolgt.
Es finden indessen auch Zubringerfahrzeuge mit heb- bzw. senkbarer Fahrzeugplattform Anwendung, wobei für den Fluggasttransport die Plattform mit einem Aufbau mit Inneneinrichtung und stirnseitigen Ein- bzw. Ausstiegspforten versehen ist, während für den Frachttransport die Plattform mit Fördermitteln ausgerüstet ist. Derartige Zubringerfahrzeuge mit jeweils auf die Flurhöhe des Abfertigungsgebäudes bzw. des Fluggast- oder Ladedecks des betreffenden Flugzeuges einstellbarer Fahrzeugplattform haben den Vorteil, daß die Fluggäste sowohl im Abfertigungsgebäude als auch im Flugzeug flurgleich umsteigen können und auch die Fracht flurgleich übergeben werden kann, so daß die Fluggäste und die Fracht mit Bezug auf die Fahrzeugplattform nur Horizontalbewegungen ausführen. Dadurch werden nicht nur Treppenfahrzeuge und Hublader entbehrlich, sondern es wird auch infolge der Einsparung eines Umsteige- bzw. Umladevorganges kostbare Zeit eingespart. Im allgemeinen ist die Fahrzeugplattform dieser Zubringerfahrzeuge mit einer stirnseitigen, um eine horizontale Querachse neigbaren, an die Flugzeugeinstiegpforte bzw. die Flugzeugfrachtluke ansetzbaren Brücke versehen, welche den Übergang der Fluggäste bzw. der Fracht vom Zubringerfahrzeug zum Flugzeug bzw. umgekehrt erleichtert. Die stirnseitigen Pforten des Fluggast-Plattformaufbaues derartiger Zubringerfahrzeuge sind häufig mit Faltbälgen zum Schutz der Fluggäste gegen Witteiungsunbill und bei angehobener Plattform beim Übergang zum bzw. vom Flugzeug mögliche Schwindelgefühle verschen. Als Hubmittel für das Anheben der Fahrzeugplattform kommen im allgemeinen Druckmittelantricbe vorzugsweise in Verbindung mit Schercnlenkergetrieben zur Anwendung, welch letztere eine größere Stabilität der angehobenen Fahrzeugplattform sicherstellen. Die Hubmittel und die Scherenlenkergelriebe greifen einerseits am Fahrzeugrahmen und andererseits an der Fahrzeugplattform an. Mit Rücksicht auf die leichte Zugänglichkeit der Fahrzeugräder müssen die unteren Enden der Scherenlenker des Scherenlcnkcrgctriebes zwischen den Längsträgern des Fahrzeugrahmens geführt werden, so daß die Breite des Scherenlenkergetriebes auf den zwischen den Fahrzeugrahmenlängsirägern verfügbaren Abstand beschränkt ist Dies hat wiederum zur Folge, daß trotz des Vorhandenseins zusätzlich ausfahrbarer Stützbeine am Fahrzeugrahmen die seitliche Kippstabilität des Fahrzeugs bei voll angehobener Fahrzeugplattform nicht sehr groß ist. Auch die Seitenstabilität des Scherenlenkergetriebes in sich ist umso geringer, je
ίο geringer die Abstützbreite des Getriebes ist. Wird berücksichtigt, daß die Fahrzeugplattform bis auf 5 m und höher über Flur angehoben werden muß, daß ferner die Plattform bei Fluggastbeförderung mit bis zu 250 Personen besetzt werden muß bzw. bei Frachtbeförderung eine Plattformbelastung bis zu 35 t erreicht wird, und daß auf Flughäfen Windgeschwindigkeiten bis über 100 km/h vorkommen können, so werden die sich bei derartigen Konstruktionen ergebenden Schwierigkeiten offenbar. Außerdem ergibt
ao sich, daß das Scherenienkergetriebe vom Fahrzeugrahmen aus nach oben arbeiten muß, so daß die Scherenlenker gerade zu Beginn der Anhebebewegung eine ungünstige Stellung einnehmen und folglich gerade zu Beginn der Anhebebewegung unverhältnis-
as maßig große Kräfte zum Heben der Fahrzeugplattform erforderlich sind. Schließlich liegt bei dieser Scherenlenkeranordnung die Fahrzeugplattform in abgesenkter Stellung wegen des von dem eingezogenen Scherenlenkergetriebe eingenommenen Raumes
oberhalb des Fahrzeugrahmens verhältnismäßig hoch über der Fahrbahn, so daß durch Anordnung entsprechend hoher Einstiegtreppen besondere Vorsorge für eine Ein- bzw. Ausstiegmöglichkeit von bzw. zur Fahrbahnebene getroffen werden muß.
Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, bei Zubringerfahrzeugen für Großflugzeuge mit durch Scherenlenkergetriebe anhebbarer Fahrzeugplattform eine günstigere Abstützbreite für das Scherenlenkergetriebe und eine günstigere Ausgangs-
lage der Scherenlenker zu Beginn des Anhebens der Fahrzeugplattform sowie eine möglichst geringe Einstieghöhe bzw. Ladehöhe bei abgesenkter Fahrzeugplattform zu erzielen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch
gelöst, daß zwischen der Fahrzeugplattform und dem Fahrzeugfahrwerk schnell lös- und kuppelbare Verbindungsmittel vorgesehen und die anderen Lenkerenden des Scherenlenkergetriebes mit Längsholmen verbunden sind, die bei fahrbereitem Fahrzeug durch die Scherenlenker in von der Fahrbahn abgehobener Stellung gehalten und zum Heben der Fahrzeugplattform auf der Fahrbahn abgestützt sind. Die Längsholme sind vorteilhaft, um eine möglichst breite Stützbasis zu erhalten, in beiderseits des Fahrzeugfahrwerkes außerhalb der Fahrspur gelegenen Vertikalebenen bewegbar und durch horizontale Querstreben zu einem verwindungssteifen Rahmen zusammengefaßt.
Gemäß einer aus baulichen und betrieblichen Gründen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zubringerfahrzeuges ist das Fahrzeugfahrwerk zweiteilig und in diesem Falle sind die die Längsholme miteinander zu einem verwindungssteifen Rahmen verbindenden Querstreben so zwisehen den beiden Teilen des Fahrzeugfahrwerkes angeordnet, daß diese bei entkuppelter und angehobener Fahrzeugplattform und sich auf der Fahrbahn abstützenden Längsholmen nach vorn bzw. hinten
zwischen diesen herausfahren bzw. herausgefahren Die Fahrzeugplattform 5 ist vorzugsweise als ver-
werden können. Für große Fahrzeuge ist mindestens windungssteife Platts oder als verwindungssteifer
einer der beiden Teile des Fahrzeugfahrwerks als Rahmen ausgebildet. An der Falirzeugplattfonn 5 ist
Mehrachsfahrgestell bzw. als Lenkdrehgestell aus- ein nach unten arbeitendes Scherenlenkergetriebe 7
gebildet, wobei vorzugsweise mindestens einer der 5 bis 9 angelenkt, welches von zwei Scherenlenker-
beiden Teile des Fahrzeugfahrwerks als Schlepp- paaren 7, 8 gebildet wird, die jeweils durch einen
fahrzeug ausgebildet ist Gelenkzapfen 9 zusammengehalten werden. Die obe-.
Als besonders betriebssichere schnell kuppel- bzw. ren freien Enden der Scherenlenker 7 sind in Längslösbare Verbindungsmittel sind zwischen der Fahr- schlitzen 10 der Fahrzeugplattform 5 geführt, wähzeugplattform und dem Fahrzeugfahrwerk einerseits io rend ihre unteren freien Enden über das Lager 11 in F^.hrzeugquerrichtung horizontal verlaufende an horizontalen Längsholmen 12 angelenkt sind. Die Wellenzapfen und andererseits an diese Wellen- unteren freien Enden der Scherenlenker 8 sind in zapfen anlegbare und in angelegtem Zustand diese Längsschlitzen 13 dieser * Längsholme 12 geführt, Wellenzapfen zangenartig umgreifende Lagerungs- während ihre oberen freien Enden durch das Lager backen vorgesehen. Sie sind, um Bedienungsfehler 15 14 an der Fahrzeugplattform 5 angelenkt sind. Die möglichst auszuschließen, derart mit dem Scheren- Betätigung des Scherenlenkergetriebes 7 bis 9 erfolgt lenkergetriebe gekuppelt, daß jeweils vor dem Aus- in üblicher Weise durch in der Zeichnung nicht darfahren des Scherenlenkergetriebes die Verbindung gestellte Druckmittelantriebe derart, daß das Scherenzwischen der Fahrzeugplattform und dem Fahrzeug- lenkergetriebe 7 bis 9 entweder von der Fahrzeugfahrwerk gelöst bzw. nach dem Einziehen des 20 plattform 5 aus nach unten ausgefahren wird, so daß Scherenlenkergetriebes und dem Aufsetzen der sich die Längsholme 12 auf die Fahrbahn aufsetzen Fahrzeugplattform auf das Fahrzeugfahrwerk diese und die Fahrzeugplattform 5 bei von den Wellen-Verbindung wiederhergestellt wird, zapfen 6 gelösten Lagerungsbacken 4 durch die
Die Fahrzeugplattform kann zur Erhöhung der Reaktionskraft des Scherenlenkergetriebes 7 bis 9 mit Querstabilität des Scherenlenkergetriebes als selbst- as Bezug auf die auf der Fahrbahn aufliegenden Längstragende, verwindungssteife Platte ausgebildet sein. holme 12 nach oben angehoben wird, oder daß das
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen Scherenlenkergetriebe 7 bis 9 betätigenden Druckmit-
der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt telantrieb erforderliche Druckmittelpumpe ist vor-
F i g. 1 eine Seitenansicht eines als Fluggast· zugsweise auf dem Schleppfahrzeug 1 angeordnet und omnibus ausgeführten Zubringerfahrzeuges mit ab- 30 durch Schläuche mit an den Längsholmen 12 vergesenkter Fahrzeugplattform, plattform in die geöffneten Lagerungsbacken 4 ein-
Fig. 2 eine Vorderansicht des in Fig. 1 dar- rasten können. Die zur Beaufschlagung der das
gestellten Fahrzeuges, Scherenlenkergetriebe 7 bis 9 betätigten Druckmittel-
F i g. 3 eine Seitenansicht des in den F i g. 1 und 2 antriebe erfordernde Druckmittelpumpe ist vorzugsdargestellten Zubringerfahrzeuges mit angehobener 35 weise auf dem Schleppfahrzeug 1 angeordnet und Fahrzeugplattform, durch Schläuche mit an den Längsholmen 12 ver-
Fig.4 eine Vorderansicht des in Fig. 1 bis 3 dar- legten Druckmittelleitungen verbunden, von welchen
gestellten Fahrzeuges mit angehobener Fahrzeug- das Druckmittel wiederum über Schläuche in die
plattform, Zylinder der nicht dargestellten Druckmittelantriebe
F i g. 5 eine Aufsicht auf das in den F i g. 1 bis 4 40 gelangt. Da beim Ausfahren bzw. Einziehen des
dargestellte Zubringerfahrzeug, und Scherenlenkergetriebes 7 bis 9 nur verhältnismäßig
F i g. 6 eine Seitenansicht eines als Frachtfahrzeug geringfügige Relativbewegungen zwischen den Längsausgebildeten Zubringerfahrzeuges. holmenl2 und dem Schleppfahrzeug 1 auftreten,
Das Fahrwerk des in den F i g. 1 bis 5 dargestell- sind die genannten Schlauchverbindungen ohne ten Zubringerfahrzeuges besteht aus zwei Fahrwerks- 45 Schwierigkeit herzustellen. Zur Erhöhung der Seitenteilen, dessen eines als zweiachsiges Schleppfahr- Stabilität des Scherenlenkergetriebes 7 bis 9 können zeug 1 und dessen anderes als zweiachsiges Lenk- die beiden Gelenkzapfen 9 durch ein kräftiges Querdrehgestell 2 ausgebildet ist. Das Fahrerhaus 3 des verbindungsrohr 15 miteinander verbunden sein. Schleppfahrzeuges 1 befindet sich ganz an der Seite Andere, in den Zeichnungen nicht dargestellte Querdes Vorderendes des Schleppfahrzeuges 1. 50 verbindungen zwischen den Scherenlenkern 7 und 8
An den Oberseiten sowohl des Schleppfahrzeuges 1 können zur Versteifung vorgesehen sein,
als auch des Lenkdrehgestelles 2 sind jeweils an bei- Die beiden Längsholme 12 können durch in den den Fahrzeugseiten vorzugsweise druckmittel- Zeichnungen nicht gezeigte Querverbindungen zu betätigte Lagerungsbacken 4 angeordnet, in welchen einem starren, möglichst verwindungsaeifen Rahmen an der Unterseite der Fahrzeugplattform 5 befestigte, 55 zusammengefaßt sein. Diese Querverbindungsglieder in Querrichtung horizontal verlaufende Wellen- sind bei den in den Zeichnungen dargestellten Auszapfen 6 gelagert sind. Diese Lagerungsbacken 4 sind führungsformen des Zubringerfahrzeuges so zwiar ihren den Wellenzapfen 6 zugewandten Seiten dem sehen den beiden Fahrwerksteilen 1 und 2 angeord-Durchmesser der Wellenzapfen 6 entsprechend kon- net, daß diese letzteren bei gelösten Lagerungskav gerundet, so daß die Lagerun"sbacken 4 in an- 60 backen 4 und angehobener Fahrzeugplattform 5 gelegtem Zustand die Wellenzapfen 6 zangenartig nach vorn bzw. hinten zwischen den Längsholmen umgreifen und so schnell kuppel- und lösbare Ver- 12 herausfahren bzw. herausgefahren werden können, bindungsmittel zwischen dem Schleppfahrzeug I bzw. Für diesen Fall ist das Scherenlenkergetriebe 7 bis 9 dem Lenkdrehgestell 2 einerseits und der Fahrzeug- mit vorzugsweise selbsttätig wirkenden Arretierungsplattform 5 andererseits darstellen, welche in ge- 65 mitteln versehen, wobei die zwischen dem Schleppkuppeltem Zustand in begrenztem Maße Nick- fahrzeug 1 und den an den Längsholmen 12 verbewegungen der beiden Fahrwerksteile relativ zur legten Druckmittclleitungen befindlichen Druck-Fahrzeugplattform 5 zulassen. mittelschläuche lösbar sein müssen.
Normalerweise sind die Vorfelder von großen -brücken verschen sind. An der dem zu bedienender Flughafen eben betoniert, so daß durch das Auf- Flugzeug zugewandten Stirnseite ist die Fahrzeug
setzen der Längsholme 12 auf der Fahrbahn e'ne ge- plattform 5 mit einer zungenartig vorschiebbaren, it
nügend sichere Standfestigkeit des ausgefahrenen den F i g. 2 und 4 ersichtlichen Brücke 18 ausgestattet
Scherenlenkergetriebes 7 bis 9 und der angehobenen 5 Diese Brücke 18 ist einer stirnseitigen Übergangs Fahrzeugplattform 5 erzielt wird. Zum Vergrößern pforte 19 des Fluggastraumaufbaucs 17 zugeordnet
der Standfestigkeit können jedoch die Längsholme 12 welche zusammen mit der Brücke 18 in Querrichtung
im Bereich der Lager 11 bzw. der Längsschlitze 13 relativ zur Flugzeugplattform 5 verschiebbar ist. Di<
der ihnen zugeordneten Enden der Schcrenlenker 7 der Übergangspforte 19 zugeordnete Stirnwand 2(
und 8 mit vorzugsweise druckmittelbetätigten, nur io des Fluggastraumaufbaues 17 ist demgemäß als FaIt
geringfügig ausfahrbaren und/oder seitlich aus- balg ausgeführt. An die Übergangspforte 19 schließ
schwenkbaren Stützfüßen 16 versehen sein. sich ein lang ausziehbarer Faltbalg 21 an, welchei
Die Scherenlenker 7 und 8 und die an ihnen an- mit der Brücke 18 so gekuppelt ist, daß er die Brücke
gelenkten Längsholme 12 sind in vertikalen Ebenen 18 in allen Stellungen funktionsrichtig umgibt unc
beiderseits außerhalb der Fahrspur zumindestens des 15 allen Bewegungen der Brücke 18 zu folgen vermag.
Lenkdrehgestelles 2 auf- und abbewegbar. Dies hat Aus den F i g. 3 und 4 der Zeichnung ist ersieht
den Vorteil, daß das Scherenlenkergetriebe 7 bis 9 lieh, daß die angehobene Fahrzeugplattform 5 mit
auch in weit ausgefahrenem Zustand eine sehr gute dem darauf befindlichen Fluggastraumaufbau 17 dar
Standfestigkeit und seitliche Kippstabilität hat. Der Wind eine erhebliche Angriffsfläche bielet. Bei seit' Umstand, daß das Scherenlenkergetriebe 7 bis 9 von ao Hch auftreffendem Wind ergeben sich folglich be
der Fahrzeugplattform 5 aus nach unten ausgefahren Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h seht
wird, hat den Vorteil, daß zu Beginn des Ausfahr- große Kräfte, welche versuchen, das Scherenlenker
Vorganges, an welchem die Scherenlenker 7 und 8 eine getriebe 7 bis 9 mit der hochgefahrenen Fahrzeug'
mit Bezug auf die sie antreibenden Druckmittel- plattform 5 und dem darauf befindlichen Fluggast
antriebe ungünstige Stellung einnehmen, die Eigen- 35 raumaufbau 17 nach der Seite umzukippen. Dies
schwerkraft dieser Scherenlenker 7 und 8 und das wird dadurch verhindert, daß die Fahrzeugplatt
Gewicht der Längsholme 12 dazu beitragen, das form 5 als verwindungssteife Platte ausgebildet isi Scherenlenkergetriebe 7 bis 9 auszufahren. Haben und daß die vorzugsweise durch Querverbindunger
sich die Längsholme 12 auf die Fahrbahn aufgesetzt, zu einem massiven, verwindungssteifen Rahmen zu
so haben die Scherenlenker 7 und 8 mit Bezug auf 30 sammengefaßten Längshohne 12 beiderseits des Fahr'
die Längsholme 12, den Fahrzeugrahmen 5 und die werkes verhältnismäßig weit außerhalb der Fahrspui
in den Zeichnungen nicht dargestellten Druckmittel- liegen und damit der gesamten Anordnung eine sehi
antriebe bereits eine so günstige Winkelstellung er- breite Standfläche bieten.
reicht, daß für den weiteren Anhebevorgang nur Die für den Frachttransport bestimmte Ausverhältnismäßig geringe Kräfte erforderlich sind. Der 35 führungsform des Zubringerfahrzeuges nach F i g. f Umstand, daß die Scherenlenkergetriebe7 bis 9 von gleicht im wesentlichen der in den Fig. 1 bis 5 darder Fahrzeugplattform S aus nach unten arbeiten und gestellten Ausführungsform und unterscheidet sicti in Vertikalebenen beiderseits außerhalb der Fahrspur von dieser nur dadurch, daß der Fluggastraumaufbau der Fahrwerksteile bewegt werden, ist auch insofern 17 fehlt und die zungenartig vorschiebbare Brücke von Vorteil, als dadurch für den Fall des Personen- 40 18 durch eine vorzugsweise druckmittelbetätigte transportes die Einstiegebene bzw. für den Fall des Klappbrücke 22 ersetzt ist
Frachttransportes die Ladeebene der abgesenkten Sowohl bei der Ausführungsform des Zubringer- Fahrzeugplattform 5 verhältnismäßig niedrig ge- fahrzeuges nach den F i g. 1 bis S als auch bei dei
halten werden kann. Bei entsprechender Gestaltung Ausführungsform nach F i g. 6 können am Schlepp-
der beider. Fahrwsrksteile lassen sich in der Praxis 45 fahrzeug ! und am Lenkdrehgeste!! 2 jeweils beid
noch günstigere Höhenverhältnisse erreichen als sie seitige Vertikalzapfen 23 angebracht sein, die mil
in den Zeichnungen dargestellt sind. Schloßschellen 24 zusammenwirken, weich letztere an
Die Antriebe für die Lagerungsbacken 4 und die Armen 25 der Längsholme 12 befestigt sind und beAntriebe zur Betätigung des Scherenlenkergetriebes 7 wirken, daß die beiden Fahrwerksteile 1 und 2 stets bis 9 sind wirkungsmäßig bzw. steuerungsmäßig so 50 den richtigen Abstand zueinander und zur Fahr miteinander gekuppelt, daß ein Ausfahren des ein- zeugplattferm 5 haben, welcher für ein ordnungsgezogenen Scherenlenkergetriebes erst dann möglich gemäßes Einrasten der Wellenzapfen 6 in die ge ist, wenn zuvor die Lagerungsbacken 4 gelöst wurden öffneten Lagerungsbacken 4 erforderlich ist Soller bzw. ein Schließen, d. h. Anlegen der Lagerungs- das Schleppfahrzeug 1 und das Lenkdrehgestell 1 backen 4 erst dann möglich ist, wenn das aus- 55 nach vorne bzw. hinten zwischen den Längsholmer gefahrene Scherenlenkergetriebe 7 bis 9 so weit ein- 12 ausfahren bzw. ausgefahren werden, so wender gezogen ist, daß die Wellenzapfen 6 der Fahrzeug- die vorzugsweise druckmittelbetätiglen Schloß plattform 5 voll zwischen die geöffneten Lagerungs- schellen 24 zu diesem Zwecke geöffnet, so daß sie die backen 4 eingerastet sind. Vertikalzapfen 23 nach vorne und hinten freigeben
Bei der für den Personentransport bestimmten 60 Die Länge der Vertikalzapfen 23 ist mit Bezug aui Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zubringer- die Form und die Länge der Anne 25 so gewählt, dal
fahrzeuges ist auf die Fahrzeugplattform 5 ein die Längsholme 12 bequem zwischen ihrer in den
vorzugsweise in Leichtbauweise ausgeführter Frag- Fig. 1 und 6 gezeigten angehobenen Stellung und
gastraumaufbau 17 aufgesetzt Dieser Fluggastraum- ihrer unteren Grenzstellung, in welcher sie bzw. die
aufbau 17 kann in üblicher Weise mit in den Zeich- 65 Stützfuße 16 auf der Fahrbahn aufsitzen, atrf- bzw.
nungcn nicht dargestellten seitlichen und/oder stirn- abbewegl werden können.
scitigcn Zugangspforten verseilen sein, die mit aus- An Stelle der beschriebenen Fahrwerksteile kön-
ziehbaren oder ausklappbaren Einstiegtreppen bzw. neu auch zwei nicht angetriebene Fahrgestelle odei
2 4 9 C π-
aber zwei angetriebene, funktionsmäßig miteinander gekuppelte Fahrzeuge vorgesehen sein. Im ersteren Fall muß dann ein besonderes Schleppfahrzeug als Vorspann vorgesehen werden. Die schnell kuppel- bzw. lösbaren Verbindungsmittel 4 und 6 können auch andere Form haben und beispielsweise als Vertikalzapfen ausgeführt sein, die mil entsprechenden verstellbaren, vorzugsweise kugelig gelagerten Hallebacken zusammenwirken. Schließlich können die Längsholme 12 mit festen oder ausschiebbaren seitlichen Ansätzen versehen sein, durch welche die Standfläche der Anordnung bei auf der Fahrbahn aufliegenden Längsholmen 12 verbreitert wird.
Die Fahrzeugplattform und gegebenenfalls die an ihr angeordnete vorschiebbare Brücke können mit vorzugsweise angetriebenen Rollen und üblichen zugehörigen Steuerungs- und Anschlagmitteln zum Transport von Lasten bzw. Lastträgern ausgestattet

Claims (11)

Patentansprüche:
1. Zubringerfahrzeug für Großflugzeuge mit einer Fahrzeugplatlform, die durch ein mit seinen as einen Lenkerenden an ihr angreifendes Scherenlenkergetriebe anhebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Fahrzeugplattforn (S) und dem Fahrzeugfahrwerk (Schleppfahrzeug 1, Lenkdrehgestell 2) schnell lös- und kuppelbare Verbindungsmittel vorgesehen und die anderen Lenkerenden des Schcrenlenkergetriebes (7 bis 9) mit Längsholmen (12) verbunden sind, die bei fahrbereitem Fahrzeug durch die Scherenlenker (7 und 8) in von der Fahrbahn abgehobener Stellung gehalten und zum Heben der Fahrzeugplattform auf der Fahrbahn abgestützt sind.
2. Zubringerfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsholme (12) in beiderseits des Fahrzeugfahrwerks außerhalb der Fahrspur gelegenen Vertikalebenen bewegbar sind.
3. Zubringerfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsholme (12) durch horizontale Querstreben zu einem verwindungssteifen Rahmen zusammengefaßt sind.
4. Zubringerfahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrzeugfahrwerk zweiteilig ist und daß die die Längsholme (12) miteinander verbindenden Querstreben so zwischen den beiden Teilen des Fahrzeugfahrwerks angeordnet sind, daß diese bei entkuppelter und angehobener Fahrzeugplattform (5) und sich auf der Fahrbahn abstützenden Längsholmen nach vorn bzw. hinten zwischen diesen herausfahren bzw. herausgefahren werden können.
5. Zubringerfahrzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Teilen des Fahrzeugfahrwerks lotrechte Führungen (23) angebracht sind, an welchen druckmittelbelätigte, an den Längsholmen (12) befestigte Schloßschellen (24) gleitbar angreifen, derart, daß die gegenseitige Lage der Teile des Fahrzeugfahrwerks und der Fahrzeugplattform (5) zum ordnungsgemäßen Einrasten der Wellenzapfen (6) in die kuppelbereiten Teile der schnell kuppel- bzw. lösbaren Verbindungsmittel beim Absenken der Fahrzeugplattform sichergestellt ist.
6. Zubringerfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsholme (12) und gegebenenfalls die diese verbindenden Querstreben mit nach unten ausfahrbaren, gegebenenfalls auch seitlich ausschwenkbaren Stützfüßen (16) versehen sind.
7. Zubringerfahrzeug nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der beiden Teile des Fahrzeugfahrwerks als Mehrachsfahrgestell bzw. als Lenkdrehgestell (2) ausgebildet ist.
8. Zubringerfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrzeugfahrwerk angetrieben ist bzw. mindestens einer der beiden Teile des Fahrzeug-
" fahrwerks als Schleppfahrzeug (1) ausgebildet ist.
9. Zubringerfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als schnell kuppel- bzw. lösbare Verbindungsmittel zwischen der Fahrzeugplattform (5) und dem Fahrzeugfahrwerk einerseits in Fahrzeugquerrichtung horizontal verlaufende Wellenzapfen (6) und andererseits an diese Wellenzapfen anlegbare und in angelegtem Zustand diese zangenartig umgreifende Lagerungsbacken (4) vorgesehen sind.
10. Zubringerfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die schnell kuppel- bzw. lösbaren Verbindungsmittel (4, 6) zwischen der Fahrzeugplattform (5) und dem Fahrzeugfahrwerk derart mit dem Scherenlenkergetriebc (7 bis 9} gekuppelt sind, daß jeweils vor dem Ausfahren des Scherenlenkergetriebes die Verbindung zwischen der Fahrzeugplattform und dem Fahrzeugfahrwerk gelöst bzw. , nach dem Einziehen des Scherenlenkergetriebes und dem Aufsetzen der Fahrzeugplattform auf das Fahrzeugfahrwerk diese Verbindung wieder hergestellt wird.
11. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrzeugplattform (5) als selbsttragende, verwindungssteif e Platte ausgebildet ist
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
209633/341
249D

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