DE19134C - Verfahren zur Herstellung von Lederschnitzerei auf mechanischem Wege - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Lederschnitzerei auf mechanischem Wege

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DE19134C
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carving
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H. MARGOT in Berlin W., Leipzigerstrafse 87
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 11: Buchbinderei.
In Lederschnitzerei ausgeführte Gegenstände, wie Bucheinbände, Albumdeckel, Schmucktruhen u. s. w., sind wegen ihrer sehr hohen Herstellungskosten, weil es Handarbeit ist, seltener geworden, trotz des guten Aussehens, das solche Gegenstände zeigen, und trotz ihrer Haltbarkeit. Die Wiedereinführung der Lederschnitzerei hängt deshalb lediglich von einer billigeren Herstellungsweise ab. Während früher, vom Mittelalter, wo diese Kunst besonders blühte, bis auf den heutigen Tag, alle Lederschnitzerei mit der Hand gemacht wurde, giebt die vorliegende Erfindung ein Verfahren an, dieselbe auf mechanischem Wege herzustellen. Um die Vortheile des neuen Verfahrens klarer darzulegen, gebe ich zunächst eine Beschreibung der alten Herstellungsweise.
Sehr starkes Kalbleder wird in einen Rahmen gespannt, braun gebeizt und die Zeichnung aufgepaust; dann die Contouren mit einem Messer senkrecht umschnitten, jedoch nicht tiefer, als bis zur Hälfte der Lederdicke. Dies ist nöthig, um bei dem darauf folgenden Niederklopfen des Grundes oder Fonds mit Stahlpunzen die Arabesken u. s. w. hoch und freistehend zu erhalten, und damit überhaupt der Fond sich niederklopfen läfst, ohne die Arabesken zu verletzen. Alsdann werden mit einem Modellirholz die aus dem niedergeklopften Fond herausstehenden Theile in der Weise bearbeitet, dafs die tiefliegenden Stellen von oben heruntergedrückt und die Erhöhungen von unten, von der Rückseite des Leders herausgetrieben werden. Bei Blattformen u. s. w. werden aufserdem noch kleine, flache Einschnitte gemacht, welche, da die Arbeit nur in feuchtem Leder vorgenommen wird, später etwas aus einander trocknen.
Die Arbeit des Modellirens und Schneidens erfordert grofse Geschicklichkeit der Hand, da ein falscher Schnitt nicht wieder zu verdecken ist, wogegen das Niederpunzen sehr mühsam und zeitraubend ist.
Die neue mechanische Herstellungsweise ist nun folgende:
Statt in Leder wird die Zeichnung in Modellirwachs modellirt. Vom Wachsmodell wird ein galvanoplastischer Abdruck genommen, welcher als Matrize dient und von welchem wiederum eine Patrize von Papiermache' hergestellt wird. Diese Patrize wirkt beim Pressen von unten, die Matrize von oben auf das dazwischen liegende angefeuchtete Leder. Letzteres wird vorher mit einem Stahlschnitt, welcher genau den Contouren der Zeichnung entspricht und bis zur Hälfte der Lederdicke eindringt, mit einem Druck der Presse umschnitten. Das so geprefste Leder sieht eben so schön aus, wie das von Hand bearbeitete, und ist die Herstellung eine bedeutend billigere.

Claims (1)

  1. P ATENT-Anspruch:
    Die mechanische Herstellung sogenannter Lederschnitzerei durch Einschneiden des Musters in das Leder mittelst einer schneidenden Stahlplatte und darauf folgender Pressung.
DENDAT19134D Verfahren zur Herstellung von Lederschnitzerei auf mechanischem Wege Active DE19134C (de)

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