DE1914902A1 - Verfahren und Einrichtung zum Aufspalten von sproeden Feststoffen,wie Glimmer - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Aufspalten von sproeden Feststoffen,wie Glimmer

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DE1914902A1 DE19691914902 DE1914902A DE1914902A1 DE 1914902 A1 DE1914902 A1 DE 1914902A1 DE 19691914902 DE19691914902 DE 19691914902 DE 1914902 A DE1914902 A DE 1914902A DE 1914902 A1 DE1914902 A1 DE 1914902A1
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03B—SEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B1/00—Conditioning for facilitating separation by altering physical properties of the matter to be treated

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  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)
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Description

  • Verfahren und Einrichtung zum Aufspalten von spröden Feststoffen, wie Glimmer Die Erfindung bezieht sich auf dieZerteilung oder Aufspaltung von spröden PeststoPfen in ultrafeine Partikel, auf eine Einrichtung zum Durchführen einer solchen Aufspaltung und auf die hierbei erhaltenen Produkte. Die Erfindung bezieht sich im besonderen auf die orientierte Aufspaltung eines Minerals, wie Glimmer, in eine Vielzahl von in einem Strömungsmittel suspendierten ultradiinnen Partikeln oder Flocken.
  • Gegenstand der Erfindung ist allgemein das Aufspalten leicht spaltbarer Materialien in feine Partikel und im besonderen das Aufspalten von Mineralien1 wie Glimmer, Glas, Kieselerde, Asbest usw. in kleine dünne Flocken oder Schuppen, die aktive Flächen und ein ungewöhnlich gleichmäßiges Verhältnis Oberfläche s Dicke aufweisen, und deren Größe innerhalb eines verhältnismäßig schmalen Größenbereichs liegt. Diese Partikel können durch Agglomeration zu Papier, Oberflächenbelägen, Belegen von Kondensatoren, Konstruktionseinheiten, Laminaten, Pappe, Bänder, Platten, Röhren, Zylinder und zu anderen Produkten mit jeder gewiinschten Gestalt und Jedem Profil verabeitet werden, wobei die einzelnen langgestreckten Partikel in einer gegebenen Ebene vorwiegend parallel zu einander orientiert sind.
  • Die Aufspaltungseinrichtung nach der Erfindung ist in erster Linie für die Aufspaltung von Glimmer eingerichtet, kann Je doch auch zum Aufspalten von anderen Materialien im besonderen von anderen Mineralien mit Erfolg verwendet werden, die bei einem Erhitzen molekular gebundenes Wasser oder Kristallisationswasser freisetzen.
  • Die genannten Katerialien können für verschiedene Zwecke verwendet werden0 ZoBo sind die freien Partikel oder die unorientierten, leicht wieder dispergierbaren Agglomerate solcher Partikel als Pigmente und Füllstoffe für Farben oder anderen Beschichtungazusammensetsungen , für harzhaltige Kunststoffe, für elastomere Zusammensetzungen oder auch als AdsorPtionsmittel oder Träger für andere Materialien usw. von Nutzen. Die Partikel können in Form von orientierten Agglomeraten als Isolatoren oder Beschichtungen bei elektrischen Bauteilen, als Konstruktionsmaterialien usw, Verwendung finden.
  • Voraussetzungen für die Erfindung Glimmer bildet eine Gruppe von Silikaten, welche Mineralien gekennzeichnet sind durch ihre atark ausgeprägte Fähigkeit, sich in der kristallinischen Hauptebene leicht aufspalten zu lassen, jedoch weniger leicht in der zur erstgenannten Ebene im wesentlichten senkrechten Kristallebene und noch weniger leicht in einer anderen Ebene. Derartige Mineralien--weisn daher kristallographisch eine blattartige Struktur auf, die hUchst biegsani, elastisch und kräftig ist, und die in sehr dünne Flocken oder Schuppen aufgespalten werden kann.
  • Glimmer tritt auf in verschiedenen Kristallgrößen, wobei große Kristalle ziemlich selten sind, sowie in verschiedenen chemischen Zusammensetzungen, wie Muskovit, Phlogopit, Biotit usw.
  • Wegen der ausgezeichneten dielektrischen und mechanischen Eigenschaften, der chemischen Stabilität und der Widerstandsfähigkeit gegen hohe Temperaturen wird Glimmer für verschiedene industrielle Zwecke verwendet, wobei der höchstwertige Glimmer hauptsächlich in der Elektroindustrie als Isoliermaterial verwendet wird. Die Eigensohsfte und die Verwendbarkeit sind Jedoch stark unterschiedlich und hängen nicht nur von der Grundsorte des Glimmers ab sondern bei einer gegebenen Sorte auch von der genauen chemischen Zusammensetzung. Die chemische Zusammenaetzung des natürlichen Glimmerstist sehr unterschied~ lich sogar in einem einzelnen Kristall. Die genaue chemische Zusammensetzung bestimmt daher den thermischen Widerstand einzelner Glimmerkristalle, und wenn die kritische Dehydrierunge temperatur eines gegebenen Glimmerstückes überschritten wird, im allgemeinen mehr als 5000C, so wird der Glimmer dehydriert, quillt auf und zerfällt Je nach der Temperatur und der Dauer der Erhitzung. Einige synthetische Glimmersorten weisen die gleichen Merkmale auf.
  • Stand d e r T e c h n i k Natürlicund synthetische Glimmerkristalle können in verhältnismäßig feine Flocken aufgespalten werden. In der Industrie werden Jedoch immer mehr größere und dünnere Flocken mit einer großen Oberfläche verlangt. Aus diesem Grunde wurde versucht, den Glimmer in noch dininere Plocken aufzuspalten und diese Flocken mit oder ohne Bindemittel zu zusammenhängenden Bogen oder Blättern zu vereinigen, die eine große Oberfläche aufweisein. Die älteren Verfahren zum Herstellen von Produkten mit einer großen Oberfläche aus Glimmerpartikeln, die eine Dicke von ungefähr 0,010 bis 0,030 mm aufweisen, haben sich als sehr mühsam erwiesen, wobei verhältnismäßig wenig Glimmer verwendet wurde, während die hergestellten Produkte ziemlich ungleich förmig und außerdem noch teuer sind. Ferner weisen diese Produkte keine Oberflächenhaftkräfte auf.
  • Verfahren zum Herstellen von Bogen oder Blättern aus Glimmer partikeln mit einer großen Oberfläche und mit einer Dicke von weniger als 0,01 mm, z030 von 0,002 bis 0,008 mm sind seit mehr als fünfzig Jahren bekannt. Jedoch haben die schlechten physikalischen und mechanischen Eigenschaften der Produkte verhindert, dass diese in der Industrie Bedeutung erlangt haben. Neuere Verfahren z.B. nach den amerikanischen Patentschriften Nr.
  • 2 405 576 (Eexman) oder 2 549 880 (Bardet) haben eine gewisse Bedeutung erlangt besonders deswegen, weil die mechanischen Eigenschaften der Produkte besser sind als die der älteren Produkte. Obwohl diese neueren Verfahren nunmehr kälter als zwanzig Jahre sind, so haben sie doch niemals weitgehende Verwendung gefunden. Diese neueren Verfahren konnten nur zum Teil die älteren-Verfahren ersetzen, nach denen Partikel mit einer Dicke von mehr als 0,01 mm erzeugt werden könnten, da die physikalischen und besonders die mechanischen und dielektrischen Eigenschaften immer noch viel zu wünschen übrig lassen. Außerdem ist die Verarbeitung schwierig, das Glimmerrohmaterial wird nur unvollständig ausgenutzt, und die Betrlebskosten sind hoch E r f i n d u n g g e g e n s t ä n d e Die Erfindung sieht vor: ein Verfahren zum Erzeugen von feinen Feststoffpartikeln, wie dünnen Glimmerflocken -mit einer großen spezifischen Oberfläche und mit neuen und besseren Eigenschaften, die solche Partikel besonders wertvoll machen als Agglomerationsmittel oder Pigmente sowie für die Herstellung von aggregierten oder agglomerierten Produkten, neue oder verbesserte Verfahren und Einrichtungen sum orientierten Aufspalten eines spröden kristallinischen Feststoffes, wie Glimmer, hauptsächlich in der Hauptkristallisa tionsebene und zweitens in einer weiteren Kristallisationsebene, während die AuBspaltung in anderen Ebenen begrenzt wird, wodurch die Herstellung und wahlweise Gewinnung von Partikeln oder Flocken ermöglicht wird, die die gewünschte große spezifische Oberfläche, eine geometrisch langgestreckte Gestalt und eine Dicke in der Größenordnung von einigen Zehnteln oder sogar Tausendsteln eines Mikron oder weniger aufweisen, Verfahren und Einrichtungen, mit denen aus den feinen Glimmerflocken'eine Suspension in einem Gas oder einer.Flüssigkeit hergestellt und aufrecht erhalten werden kann, die später entweder zu einem Agglomerat oder zu frei schwebenden Partikeln umgewandelt wird, die als Pigment oder dergleichen verwendet werden können, die Herstellung eines verbesserten Glimmerpapiers oder anderer Produkte entweder allein aus den feinen Glimmerflocken oder aus einem Gemisch solcher Flocken mit anderen üblicherweise verwendeten Hilfsmaterialien, wie B2ndemittel, Füllstoffe usw. und im besonderen von Glimmerpapieren mit einer Dicke von weniger als 20 Mikron0 Die Erfindung wird nunmehr ausführlich beschrieben. In den beiliegenden Zeichnungen ist die Fig.1 eine uebersicht eines Verfahrens, das mit der Zubereitung einer Menge Rohmaterial (A) beginnt, das durch eine Aufspaltungsstufe (B) geführt wird, wonach aus den Partikeln eine Suspension (C) hergestellt wird, und schließlich erfolgt eine Formgebung in der Stufe (s) mit oder ohne einer zwischengeschalteten Agglomerationsstufe (D), Fig.2 eine graphische Darstellung, aus der zu ersehen ist, welche Wassermenge (in %, y-Aehße) aus einer Glimmermenge verlorengeht,die allmählich auf höhere Temperaturen (x-Achse in 00) erhitzt wird, bis ein Anhydridgewicht erreicht wird, Fig.3 eine graphische Darstellung, die die Vergrößerung des Volumens des Glimmere (in %, y-Achse) in bezug auf die Zeit (in Sekunden, x-Achse) bei einer Erhitzung von 1800 auf 88500 zeigt, doh die Wirkung der Geschwindig keit der Erhitzung in bezug auf den Grad des erreichten Aufquellens, Fig.4 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Zugfestigkeit (in kg/mm2 y-Achse) und der Dicke des Glimmers (in Mikron, x-Achse>, nachdem der Glimmer zwischen zwei komplementär ausgestalteten Flächen mit einem Z-förmigen Profil bei einer Belastung von 10 kg/cm2 gebogen worden ist, Fig .5 ein senkrechter Schnitt durch die ein Z-förmiges Profil aufweisende Vorrichtung, die zum Biegen des Glimmers (Fig.4) benutzt wurde, Fig.6 eine mikroskopische Darstellung einer Gruppe von typischen Glimmerpartikeln, wie sie nach den älteren Verfahren, zoBv nach dem Bardet-Verfahren erhalten werden, wobei die unregelmäßige Form und die sehr unterschiedliche Größe der Partikel zu erkennen ist, Fig.? ein stark vergrößert gezeichneter senkrechter Schnitt durch ein in der Fig.6 dargestelltes Partikel, Fig.8 eine mikroskopische Darstellung einer Gruppe von typischen Glimmerpartikeln, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erzeugt werden, und die vorwiegend eine rechteckige Form und eine innerhalb eines schmalen Bereichs liegende Größe aufweisen, Fig.9 ein stark vergrößert gezeichneter senkrechter Schnitt durch ein nach dem erfindungsgemäßen Verfahren eraeugtes typisches Partikel, das eine im wesentlichen ebene und von Unregelmäßigkeiten freie Oberfläche aufweist, Fig.10 ein senkrechter Schnitt durch eine Ablagerung von verhältnismäßig dicken und unbiegsamen Glimmerpartikeln auf einer festen Unterlage, die nach den älteren Verfahren hergestellt sind, wobei zwischen einigen benachbarten Partikeln sowie zwischen diesen und der Unterlage Hohlräume bestehen, Pig.ii ein ßenkrechter Schnitt durch eine dichte Ablagerung von nach der Erfindung hergestellten dünnen, ebenen und biegsamen Partikeln, die sich an die Oberfläche einer festen Unterlage anschmiegen, die mit der Unterlage nach der Fig. 10 vergleichbar ist, Fig.12 ein senkrechter Schnitt durch eine Ausfiihrungsform der Einrichtung zum Aufspalten von Materialien, wie Glimmer, nach der Erfindung, die vorzugsweise zusammen mit einem flüssigen Suspensionsmittel verwendet wird, Fig.13 eine Draufsicht auf die irn der Fig.12 dargestellte Einrichtung, von der Linie 13-13 in der Fig.12 aus gesehen, Fig.14 ein Ausschnitt aus einem senkrechten Schnitt durch eine andere Ausführung der in der Fig.12 dargestellten Einrichtung, wobei die Produktpartikel aus der ufspaltungskwnmer durch einen weiten Ablauf mit Hilfe elektrostatischer Mittel abgeführt werden, wobei nur eine geringe Menge der Flüssigkeit abfließt, und wobei die Partikel der Größe nach in verschiedene Fraktionen sortiert werden, und die Fig.15 ein Ausschnitt aus einem senkrechten Schnitt durch eine weitere andere Asführung der in der Fig.12 dargestellten Einrichtung, bei der die Produktpartikel aus der Aufspaltungskammer mittels Elektrophorese unter Verwendung eines sich bewegendes Bandes abgeführt werden, das als eine Elektrode dient, an der die Produktpartikel haften bleiben und von der die Partikel mittels eines Schabers entfernt werden, Pigmente, Füllstoffe und aktive Agglomerationsmittel In der vorliegenden Beschreibung bezieht sich der Ausdruck "Pigmente" auf fein zerteilte Feststoffe, die Farben oder anderen flüssigen Beschichtungszusammensetzungen, Glasuren und dergleichen zugesetzt werden, während der Ausdruck nFüllstoffe11 sich auf fein zerteilte Feststoffe bezieht, die Pormharzen, Pulvern, Pasten, elastomeren Gemischen, Graphitzusammensetzungen, Isólierzusammensetzungen, Papier usw0 zugesetzt werden als Schichten frei schwebender Feststoffe, die als thermische oder akustische Isolatoren verwendet werden sollen. Der Ausdruck WAgglomerationemittel" bezieht sich auf feine Glimmerpartikel mit aktiven Flächen oder mit Adsortionsfähigkeit, die die Partikel als Träger für aktive Substanzen, wie Insektiziden oder Herbiziden, oder als Bestandteile bei Filtern, oder als Träger für Pigmente oder anderen Farbstoffen oder für-Eaterialien wie Silber oder Titandiozidpulver oder dergleichen für die Herstellung von Halbleitern geeignet machen Aus den Figuren 8 und 9 ist zu ersehen, dass die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Glimmerpartikel die erforderliche Gestalt auBweisen, dohb eine geringe Dicke und eine verhältnismäßig große und ebene Oberfläche innerhalb eines verschältnismäßig schmalen Größenbereichs. Je nach den Anforderungen weisen die nach der Erfindung hergestellten Flocken eine sehr viel größere spezifisuche Oberfläche auf als die nach den älteren Verfahren hergestellten Flocken, d.h. eine Oberfläche von mehr als 7 m2/g (d.h. nach dem bekannten BE erfahren unter Messung der Gasadsorption bestimmt), z.3.bei gewissen Glimmersorten von mehr als 7 bis 700 oder sogar 2.500 mi/g, Die größte Abmessung der neuen Flocken oder Partikel kann entsprechend den Anforderungen vorherbestimmt werden und je nach der gewünschten spezifischen Oberfläche, welche Abmessungen 1 oder mehr Eillimeter, Zehntel oder Hundertstel eines Millimeters und in bestimmten Fällen 1 oder mehr Mikron, Zehntel oder Hundertstel oder sogar Tausendstel eines Mikrons betragen können besonders in vorherbestimmten schmalen Größenbereichen, die innerhalb eines Gesamtbereiches von ungefähr 30 Millimeter bis herunter zu 2 Millimikron liegen. Z.B. bestehen die in den Figuren 8 und 9 dargestellten Flocken erwünschtermaßen vorwiegend aus Partikeln mit einem großen Verhältnis Länge : Dicke in der Größenordnung von 1000 : 1 bis zu 5.000o000 s 1.
  • Mit den nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Pigmenten, Füllstoffen und Agglomerationsmitteln können neue Verwendungsgebiete erschlossen und neue Verfahren entwickelt werden, die bisher nicht durchgeführt werden konnten, da die neuen Partikel im physikalischen Sinne vollständig neue Eigenschaften aufweisen. Z.3. verhalten sich die fein zerteilten Partikel in einem geeigneten Mittel dispergiert wie Kolloide und weisen eine überraschende Fähigkeit auf, Partikel anderer Materialien an der Oberfläche zu adsorbieren, und sich an Unterlagen verschiedener Gestalt anzuschmiegen, ohne zu brechen.
  • Das Verfahren nach der Erfindung Die Fig.1 zeigt in schematischer Darstellung eine Folge von Verfahrens stufen und zwar die Stufe A - Zubereitung des Rohmaterials Bei dem Verfahren nach der Erfindung können alle verfügbaren Sorten Glimmer, natürlicher oder synthetischer Glimmer verwendet werden. Das Glimmerrohmaterial wird auf eine herkömmliche Weise gereinigt und von organischer Materie, Schutz und Fremdmineralien befreit, wobei vorzugsweise ein Rohmaterial mit einem Reinheitsgrad von mindestens 90% erzeugt wird. Die Erfindung weist u.a. den Vorzug auf, dass zugleich Gemische von Glimmerkristallen behandslt werden können, die eine unterschiedliche chemische Zusammensetzuig und eine sehr unterschiedliche Größe aufweisen.
  • Stufe B - die Aufsaltung Bei dem Verfahren zum wahlweisen orientierten Auf spalten des Glimmers nach der Erfindung erfolgt eine Aufspaltung des Glimmers vorwiegend in zwei Richtungen, d.h. in erster Linie in der Ebene mit der geringsten Kohäsion (der Hauptebene) und weiterhin in einer die nächstschwächere Kohäsion aufweisenden Ebene, die im wesentlichen senkrecht zur erstangenannten Ebene verläuft.
  • In anderen Richtungen treten keine Wirkungen auf, die gegebenen falls von der Elaetizität des Glimmer unterdrückt werden, so dass die mechanische Kohäsion des Glimmer in diesen Richtungen nicht nennenswert unterbrochen wird.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die fortlaufend zugeführten Glimmerstücke der Einwirkung der erforderlichen mechanischen oder der Einwirkung mechanischer und thermischer Kräfte ausgesetzt und zwar in einer oder mehreren Aufepaitungskammern, die nach einander oder parallel angeordnet sind0 Die Kräfte wirken auf die großen Stücke des Rohmaterials in einem, vorzugsweise inerten Strömungsmittel so lange ein, wie der Größe der einzelnen Partikel entspricht, welche Zeitspanne Bruchteile einer Sekunde bis zu einigen Minuten umfassen kann. Die pulsierenden, vibrierenden, beschleunigenden oder abbremsenden StrUmungen des Strömungsmittels, das in einer bestimmten Orientierung wirbelt, bewirken eine Aufspaltung der Glimmerpartikel vorwiegend von der Außenseite der Partikel nach innen, bis die ursprünglichen Partikel bis zu dem gewünschten Grad aufgespalten sind. Bei bestimmten Glimmersorten und je nach dem-Verwendungszweck kann das Verfahren in einer einzigen Kammer durchgeführt werden, während in anderen Fällen die Auf spaltung in mehreren gleichen oder verschiedenen Aufspaltungskammern durchgeführt wird, z.3. zuerst bei der Umgebungstemperatur in einem flüssigen Mittel und danach bei einer höheren Temperatur in einem gasförmigen ßtrömungsmittel. Das Verfahren kann natürlich auch abgeändert werden, so dass z.B0 die Glimmerstücke vor dem Eintragen in die Einrichtung erhitzt oder thermisch behandelt werden, vorzugsweise in einem inerten oder Schutzgas, wie Argon oder Wasserstoff.
  • Wen die Glimmerflocken ihre vorherbestimmten geometrischen Abmessungen und damit eine aktive, i.h adsorbierende Oberfläche erreichen, ao werden die Flocken sofort abgeschieden und zur nächsten Verfahrensstufe befördert. In einigen Fällen können Bindemittel oder andere Stoffe zugesetzt werden, wie organische oder anorganische Fasern, Plättchen und dergleichen, um die Glimmerflocken im Produkt gleichmEßig zu verteilen.
  • Die endgültige Größe der Flocken kann als höchstzulässige Ab messung oder Durchmesser oder besser noch als zulässiger Partikelgrößenbereich ausgedrückt werden, z*B. 10 - 30 Mikron, oder 0,1 - 1 Mikron usw. Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens können die Partikel in allen Spaltungsebenen aufgespalton werden, es können Partikel mit dem höchsten Feinheitsgrad erzeugt werden, und ferner können bei dem Verfahren die Wirkungen der hohen Geschwindigkeit des Aufspaltungsmediums (100 Meter pro Sekunde und mehr), hochfrequenter Wellen (20 kHz und mehr) ausgenutzt werden sowie die Beschleunigung und Abbremsung der Partikel mit den hiermit verbundenen Kavitationen. Das Verfahren wird noch wirksamer, wenn das Aufspaltungsmittel in die Reakfionskammer intermittierend eintritt und daher Pulsationen erzeugt. Die in den Figuren 12 - 15 dargestellte Einrichtung ist mit Vorrichtungen ausgestattet, die die genannten Effekte erzeugen, so dass durch Bestimmen der betreffenden Veränderlichen, z.3. durch Erhöhen der Geschwindigkeit des Aufspaltungsmittels, durch Vermehrung der Düsen usw., Pigmente, Füllstoffe oder Agglomerationsmittel in verschiedenen Größen und mit verohiedenen Verhältnissen Partikellänge t Dicke hergestellt werden können.
  • Stufe a - Zubereitung einer Suspension na ion Aus den aktive Flächen aufweisenden Glimmerpartikeln wird in dem bereits vorliegenden oder in einem anderen Schutzmedium eine Suspension hergestellt oder aufrechterhalten. Je nach den Erfordernissen der späteren Verwendung können verschiedene Kombinationen von gasförmigen oder flüssigen Aufspaltungsmitteln verwendet werden. Es können fortlaufend Zwischenprodukte erzeugt werden, und je nach den Anforderungen der nächsten Verfahrensstufe kann die Suspension konzentriert oder nur abgeändert werden. Die Aufrechterhaltung einer Suspension dieser Partikel wird am besten mit der Strömung des genannten Mediums bewirkt und nur durch mechanische Mittel, wobei es in einigen Fällen von Nutzen sein kann, zusätzlich die Wirkung eines elektrischen Feldes auszunutzen.
  • Die Suspension der Partikel mit der geeigneten Konzentration kann dann fortlaufend oder schubweise einer Aggiomerationestufe zugeführt werden oder direkt einer anderen Schlussbehandlungs stufe, wie später noch beschrieben wird.
  • StuSe D - die Agglomeration In der nächsten Verfahrensstufe kann eine orientierte Agglomeration der Partikel aus der genannten gasförmigen oder flüssigen Suspension in einem Schutzmedium erfolgen, wobei verschiedene Arten von Produkten entweder direkt durch Agglomeration dieser Suspension erzeugt werden können, oder es wird zuerst ein Glimmerpapier hergestellt. Das agglomerierte Produkt kann dann in der Verfahrensstufe E weiterbehandelt werden, oder es können zwei Verfahrens stufen mit einander vereinigt werden0 Stufe E - die Schlusebehandlung Wie in der Fig01 dargestellt, können in dieser Verfahrensstufe aus den in der Verfahrens stufe D erzeugten Agglomeraten Produkte hergestellt werden, und ferner können die in der Verfahrensstufe B erzeugten Füllstoffe, Pigmente und Agglomerationsmittel weiter umgewandelt werden, r;oB. durch Vermischen oder Überziehen mit anderen Materialien.
  • Die Binrichtung nach der Erfindung Die in den Figuren 12 und 13 dargestellte Einrichtung weist eine axial symmetrische Aufspaltungskammer in Form eines Zylinders oder vorzugsweise in Form eines umgekehrten Kegelstumpfes 50 mit einem kreisrunden Querschnitt auf 0 Unvollständig aufgespaltene Glimmerstücke werden in die Aufspaltungszone in Richtung der senkrechten Hauptachse zurückgeleitet und wieder in Umlauf gesetzt. Die soweit beschriebene Einrichtung eignet sich besonders zum Aufspalten von Glimmer in einem flüssigen Medium, wie Wasser oder ÄthylaLkohol, obwohl ein Betrieb mit einem gasförmigen Medium gleichfalls möglich ist. Die Einrichtung kann entweder bei der Umgebungstemperatur betrieben werden, oder die Betriebstemperatur kann unter den Gefrierpunkt des Wassers abgesenkt werden, wenn ein geeignetes nicht wässeriges Medium verwendet wird. Andererseits kann die Betriebstemperatur auch erhöht werden, z0B0 über die Temperatur, bei der der Glimmer gebundenes Wasser freisetzt Der Kessel 50 ist mit einem Deckel 51 versehen, der in der Mitte d einen Trichter 52 trägt, durch den die aufzuspaltenGn Glimmerstücke eingefüllt werden können. Der Trichter 52 setzt sich in einem rohrförmigen Element 53 vorzugsweise in Form eines sich nach unten erweiternden Kegelstumpfes fort, welches Element mit Abstand von einem Staukörper 54 endet, der an der Seitenwandung des Kessels 50 befestigt ifBto Oberhalb einer drehbaren Tragplatte 56 sind kanalbildende Elemente in Porm von Schaufeln 55 auf Zapfen 57 verschwenkbar und bewegbar gelagert, welche Zapfen an der Tragplatte 56 befestigt sind. Die gesamte Aufspaltungsanordnung wird von einem Motor 58 gedreht Im oberen Teil des Kessels 50 sind die Stauglieder oder Rippen 59 in senkrechter Stellung an der Außenwandung des Kessels 50 und am rohrförmigen Glied 53 befestigt. An der Außenwandung des Kessels 50 können ferner Vorrichtungen 60 zum Erzeugen von Schall- und Ultraschallschwingungen angebracht werden, die dem Staukörper 54 zugewandt sind. Am unteren Teil des Kessels 50 ist ein Ablauf 61 mit einem Ventil 62 vorgesehen, der zum periodischen Reinigen des Kessels sowie für andere Zwecke benutzt werden kann.
  • Am oberen Teil des Kessels 50 ist ein tfberlauf für das fertige Produkt vorgesehen (63). Am unteren Teil der Wandung des Kessels 50 ist ein den kanalbildenden Elementen 55 zugewandtes Richtungselement in Borm eines Ringes 64 angeordnet. Die Elemente 55 können leicht entfernt und durch anders ausgestaltete Glieder und in einer anderen Anzahl ersetzt werden. Die Form und die Güte der arbeitenden senkrechten Flächen 65 und 66 der kanalbildenden Elemente 55 sind so gewählt, dass sie ein elastisches System von Kanälen mit nach außen schmaler werdenden waagerechten Querschnitt bilden. Bei der Drehung bilden die Glieder ein System von im wesentlichen senkrecht orientierten flächenartigen Strömungen des Aufspaltungsmediums, die zwischen benachbarten Gliedern radial nach außen verlaufen. Es ist möglich, die gegenseitige Beziehung zwischen dem unteren Teil der Wandungen des Einfüllrohres 53, dem Staukörper 54 und den Arbeitsflächen der Glieder 55 dadurch zu beeinflussen, dass diese in bezug auf einander versetzt werden, wodurch das Strömung muster in der Einheit verändert wird. Die einzelnen Bauteile der Einrichtung werden aus den geeigneten Werkstoffen hergestellt, z.B. aus nichtrostendem Stahl oder anderen Metallen, aus Kunststoffen, keramischen Materialien usw. Die Einrichtung kann jede Größe aufweisen. Es ist z¢Bo möglich für Laboratoriumßzwecke Einrichtungen mit Aufspaltungskammern zu bauen, die am Boden einen Durchmesser von ungefähr 35 cm und weniger und eine Höhe von z oBo 50 cm aufweisen, während für gewerbliche Zwecke Einrichtungen gebaut werden können, deren Aufspaltungskammern am Boden einen Durchmesser von 1 - 2 Metern und mehr und eine Höhe von 3 - 10 Metern und mehr aufweisen.
  • Im Betrieb werden in den Trichter 52 fortlaufend gereinigte Glimmerstücke jeder Art und Größe eingefüllt, Durch den Trichter 52 wird ferner die erforderliche Flüssigkeitsmenge eingelassen ZbBO gewichtsmäßig 500 Teile Flüssigkeit pro ein Teil Glimmer0 Der zugeführte Glimmer und das Aufspaltungsmedium werden dann angesaugt durch den Dreheffekt der Elemente 55, und zwar zum Teil vom Speiserohr 53 aus und zum Teil aus dem Rum zwischen der Innenwandung des Richtungselementes 54 und dem unteren Teil des Speiserohres 53. Ungenügend aufgespaltene Partikel werden in die Aufspaltungszone zurückgeführt und wieder in Umlauf gesetzt, bis sie zum gewünschten Feinheitsgrad aufgespalten worden sind.
  • Die Intensität der Aufspaltung kann bestimmt werden durch die Geschwindigkeit der Drehung der'Rotoranordnung56, der Weite und der Gestalt der Kanäle zwischen benachbarten Elementen 55 und zwischen den Außenseiten dieser Elemente und dem Außenring 56, durch die Viskosität des Auf spaltungsmediums usw. Z.B. kann die von der Platte 56 getragene Anordnung mit einer Drehzahl von ungefähr 20 bis 500 U/min und mehr betrieben werden, und die Kontraktionsweite der Kanäle zwischen einzelnen Elementen 55 kann von 50 mm nahe an der Mitte des Kessels his zu 1 mm und weniger nahe am Rand betragen. Selbstverat§ndlich wird die Arbeitsweise von der Weite der einzelnen elastischen Kanäle beeinflusst, und je schmaler der Ausgang des Kanals ist, desto wirksamer ist die Aufspaltung, wenn die senkrecht orientierten Glimmerpartikel im Aufspàitungsmedium hindurchgeführt werden.
  • Diese soweit beschriebene Binrichtung weist den wichtigen Vorzug auf, dass das Glimmerrohmaterial beim Ansaugen zwischen den Aufspaltungselementen 55 entsprechend orientiert wird und zwar derart, dass die Hauptfläche eines jeden Glimmerstückes im wesentlichen parallel zur Richtung der Strömung des Mediums durch die genannten Kanäle und zu den laminaren Flächen der resultierenden Strömungen verläuft, Die Glimmerstücke behalten diese Orientierung im wesentlichen bei während des gesamten Aufspaltungsvorganges zwischen den Elementen 55, nach dem tangentialen Abführen aus den Kanälen, beim Lauf längs des Richtungsringes 64 und bei der Aufwärtsbewegung in den oberen Teil des Kessels, selbst wenn die Vibratoren 60 in Betrieb sind.
  • Diese Orientierung herrscht vor sowohl bei den neu eingetragenen Glimmerstücken als auch bei den wieder in Umlauf gesetzten Glimmerstücken.
  • Die Aufspaltungselemente 55 bilden im Verlaufs des Verfahrens eine nachgebend elastische Anordnung mit höchst wirksamen Arbeitsflächen, die sich selbst reinigen und daher nicht als Hindernis wirken können. Die Wirkung der Anordnung kann leicht dadurch verändert werden, dass der Durchmesser und/oder die Höhe der Elemente vergrößert wird, dass deren Fläche vergrößert wird (wie bei 65a und 66a dargestellt) und dass die Anzahl der Elemente vergrößert wird0 Die gesamte wirksame Arbeitsfläche kann auch durch Vergrößern der Fläche der Richtungselemente 54 und 64 vergrößert werden.
  • Die Wirkung der Aufspaltung beruht in der Hauptsache auf dem Effekt der hochgeschwinden und laminaren Strömungen des Strömungsmittels, die im wesentlichen parallel zu den Hauptflächen der orientierten Glimmerpartikeln wirken. Bei diesem Verfahren erhöht sich die Geschwindigkeit der Strömung in der Zentrifugal richtung, was'trend die Weite der Kanäle und damit die laminaren Strömungen in der Richtung radial nach außen kleiner werden0 Im Betrieb werden die einzelnen Kanäle schmaler oder weiter je nach der Dicke der hindurchwandernden Glimmerstücke.
  • Bei der bei 65a und 66a dargestellten Ausführung der Aufspaltungselemente werden zusätzlich gewisse Verzögerungskammern geschaffen, und es wird die Anzahl der schmalsten Kanäle oder Durchlesen erhöht, durch die der Glimmer im Verlauf des Verfahrens hindurchbefördert wird. Hierbei wird eine pulsierende Strömung erzeugt und die Auf spaltung weiterhin geförderte Die Geschwindigkeit der Strömung ändert sich entsprechend dem Kanalquersohnitt und ist daher im Mittelteil des Kessels am niedrigsten und in den am Umfang gelegenen Teilen am höchsten, Der Glimmer wird daher aufgespalten als Folge der Einwirkung einer raschen laminaren Strömung und der inderungen deren Geschwindigkeit, d«ho der Beschleunigung und Abbremsung, sowie als Folge der raschen Erhöhung der Geschwindigkeit der Strömung in der Richtung radial nach außen und der resultierenden Kavitation und Vibration oder Pulsation längs der sinusförmigen Flächen 65a und 66a. Wenn diese Effekte nicht ausreichen, um in einem besonderen Falle den gewünschten Grad der Aufspaltung zu erreichen, so kann die Wirkung der Aufspaltung noch durch die Verwendung der Vorrichtungen 60 verstärkt werden, die Schall- oder Ultraschallsohwingungen im Bereich von 10kHz bis zu 1 MHz erzeugen können0 Wenn die aufgespaltenen Partikel die gewünschte Größe erreicht haben, so werden sie beständig abgeschieden, nach oben geschwemmt und mit der durch den Abfluss 63 überfließenden Flüssigkeit entfernt und weiterbefördert. Die Hauptveränderliche, die den Umlauf und den Wiederumlauf der Partikel in der Aufspaltungskammer beeinflusst, ist die Drehzahl der Anordnung im unteren Teil des Kessels; jedoch kann auch die Geschwindigkeit der Flüssigkeitszirkulation durch die Einheit so bestimmt werden, dass die in einem bestimmten Größenbereich liegenden Partikel aus der Einheit ausgeschwemmt werden.
  • Anstelle die aufgespaltenen Partikel in einer überfließenden Flüssigkeitsströmung zu entfernen, wie in der Fig.12 dargestellt, kann das Abführen der Partikel bei einer sehr geringen Blüssigkeitsmenge unter Benutzung der in den Figuren t4 oder 15 dargestellten Anordnungen erfolgen. Wie aus der Fig.14 zu ersehen ist, bleibt das flüssige-Medium fast vollständig in der Aufspaltungskammer 50 zuriick, wobei am Ueberlauf 63 zwei auf Abstand stehende Elektroden 151 und 152 angeordnet sind, so dass die aufgespaltenen Partikel nahe an der Oberfläche der Flüssigkeit aufgeladen werden, aus der Flüssigkeit herausspringen und von der anderen Elektrode angezogen werden, von der die Partikel schließlich entfernt werden. In eine solche Anlage kann ein inertes Gas, wie Argon oder Neon, eingelassen werden um einen Zerfall der Produktpartikel als Folge eines Kontaktes mit Luft oder Sauerstoff zu vermeiden. Durch Anordnen einer Reihe von Sammeibehältern unterhalb der beiden auf Abstand stehenden Elektroden könnten die die Aufspaltungseinrichtung verlassenden Glimmerpartikel zugleich dem Gewicht nach in verschiedene Fraktionen sortiert werden, wobei die schwersten Partikel zuerst herausfallen, während die feineren Partikel an Stellen herunterfallen, die vom Ausfluss mehr oder weniger weit entfernt gelegen sind.
  • Bei der in der Fig.15 dargestellten Anordnung ist im oberen Teil der Aufspaltungeinrichtung ein bewegbares Band angeordnet, und es wird ein elektrisches Feld erzeugt, das eine Aufladung der Produktpartikel nahe an der Oberfläche des flüssigen Mediums in der Kammer 50 bewirkt mit der Folge, dass die Partikel durch Elektrophorese zu dem entgegengesetzt auf geladenen und sich bewegenden Band befördert werden, an dem die Partikel haften bleiben, bis sie vom Band abgestrichen und gesammelt werden.
  • B e i sg~i el 1 In den Trichter 52 der in der Fig.12 dargestellten Einrichtung werden gereinigte Muskovitatücke mit einem Durchmesser von 3 bis 100 mm eingefüllt0 Zugleioh wird eine Menge von 800 Teilen reines Wasser pro ein Teil Glimmer eingefüllt, wobei das Gemisch zwischen die Drehelemente am unteren Teil der Aufspaltungseinrichtung befördert und der Glimmer in kleine Partikel unter der Einwirkung der Wasserströmung und der von den Vorrichtungen 60 erzeugten hochfrequenten Schwingungen von100 kHz aufge--spalten wird Der Rotor wird mit einer Drehzahl von 100 U/min angetrieben. Erreicht ein Partikel eine spezifische Oberfläche von 5 m2/g, so wird es sofort im Wasser nach oben geschwemmt und abgeschieden, während die gröberen Partikel sich in der Wasser Strömung absetzen und nach unten zu den sich drehenden Elementen zurückkehren, wobei eine weitere Aufspaltung erfolgt.
  • Die resultierende Suspension aus Glimmerflocken mit der geeigneten Größe fließt in ein in der Silo12 nicht dargestelltes Sammelgefäß und wird nach Herstellung der ordnungsgemäßen Konzentration der Feststoffs in die Kammer einer Papiererzeugungsmaschine eingetragen und zu Papier verarbeitet.
  • B e i s » 1 e 1 2 In eine Einrichtung nach den Figuren 12, 13 und 14 werden fortlaufend gereinigte Stücke aus Phlogopitglimmer eingetragen und unter der Einwirkung der laminaren Strömungen des flüssigen Mediums und der von den Vibratoren 60 erzeugten Ultraschallwellen in dünne Partikel aufgespalten. Die aufgespaltenen Partikel werden von dem zwischen den Elektroden 151 und 152 erzeugten elektrischen Peld sofort ausgeschieden. Das AurspPltungsmedium besteht in diesem Falle aus wasserfreiem Äthylalkohol. Die Glimmerpartikel mit einer spezifischen Oberfläche von 5 m2/g und mehr werden unter der Einwirkung des elektrischen Feldes beständig ausgeschieden und weiterhin in drei Fraktionen a, b und c' unterteilt, wie in der Fig.14 dargestellt.
  • Die aus den feinsten Partikeln mit einer spezifischen Oberfläche von ungefähr tO m2/g bestehende Fraktion c wird als eine 0,5%die Suspension in Alkohol weiterbehandelt und in eine Glimmerfolie mit einer Dicke von 12,5 Mikron umgewandelt.
  • Die Fraktion b, die Partikel mit einer spezifischen Oberfläche von ungefähr 7 m²/g enthält, wird in ein Glimmerpapier mit einer Dicke von ungefähr 15 Mikron-umgewandeltX Die Fraktion a, die die gröbste ist und Partikel mit einer spezifischen Oberfläche von ungefähr 5 m2/g enthält, wird als Figment verwendet0 Die beschriebenen neuen Glimmerprodukte weisen wesentlich bessere mechanische, elektrische und andere physikalische Eigenschaften auf als die bisher zur Verfügung stehenden ähnlichen Glimmerprodukte, so dass mit den neuen Glimmerprodúkten auch neue Verwendungsmöglichkeiten erschlossen werden können, Die aus dem neuen Material, doh. aus den ultrafeinen Glimmerflocken hergestellten Erzeugnisse weisen besondere Vorzüge auf. Wegen der außerordentlich geringen Dicke der neuen Glimaerflocken de können nunmehr selbsttragen und zusammenhEngende Glimmerfolien, Glimmerbeläge und Laminate mit einer Dicke Von nur einigen Mikron hergestellt werden.
  • Die wichtigsten Teile der Einrichtung nach der Erfindung weisen eine große Kapazität und verhältnismäßig kleine Abmessungen auf, eo dass mit einer gegebenen Anlage eine zehnfache Ausbeute als bisher erzieltwerden kann. Außerdem ist das Aufspaltungsverfahren nach der Erfindung insofern außergewöhnlich vorteilhaft, als zugleich verschiedene Arten von Glimmer, wie Muskovit und Phlogopit, verwendet werden können sowie sehr unterschiedlich große Glimmerpartikel. Ferner können mit dem erfindungsgemäßen Verfahren im wesentlichen 100% des Rohmaterials in die gewünschten Produkte umgewandelt werden.
  • pas erfindungsgemäße Verfahren ist außerordentlich abwandlungsfähig und ermöglicht die Verwendung verschiedener Arten von AuBspaltungseinrichtungen, die den gewünschten Produkten entsprechend hintereinander oder parallel angeordnet werden können.
  • Mit der Einrichtung nach der Erfindung kann z.B. Glimmerpapier fortlaufend in Mengen von mehreren hundert Metern in der Minute hergestellt werden, während mit den älteren Verfahren höchstens einige Meter Glimmerpapler pro Minute hergestellt werden können.
  • Es wird noch darauf hingewiesen, dass in der verstehenden Beschreibung, sofern nichts anderes angegeben ist, alle Prozentsätze und Anteile sich auf das Gewicht beziehen. An den beschriebenen Ausführungsbeispielen für die Erfindung können von Sachkundigen im Rahmen des Erfindungsgedankens Änderungen, Abwandlungen und Ersetzungen vorgenommen werden. Die erfindung selbst wird daher nur durch die beiliegenden Patentansprüche abgegrenzt.
  • .Patentanspru¢he

Claims (8)

  1. Patent anspr4Jche 1o Verfahren zum Äufsalten eines kristallinischen laminaren Feststoffes in ultradünne Flocken, dadurch gekennzeichnet, dass (a) ein flüssiges Medium durch Öffnungen an einem unteren Teil einer allgemein kreisrunden Umwandlungszone hindurchgetrieben wird, welche Öffnungen senkrecht zur Höhe der Zone verlaufen, wobei die durch die Öffnungen am unteren Teil hindurchgetriebene Flüssigkeit ein System wirbelnder Strömungen bildet, deren Orientierung sich der kreisrunden Bahn der Umwandlungszone annähert, dass (b) verhältnismäßig grobe Stücke des Feststoffes in das System wirbelnder Flüssigkeitsströmungen eingetragen werden, wobei die Stücke hauptsächlich in Ebenen aufgespalten werden, die den beiden Hauptachsen des Kristallgitters des Feststoffes entsprechen, dass (c) die resultierende flüssige Suspension mit dem zerkleinerten Feststoff vom genannten unteren Teil aus nach oben im Umfangsteil der Zone in einen oberen Teil hinein in Umlauf gesetzt wird, dass (d) nicht genügend zerkleinerte Feststoffpartikel aus der nach oben strömenden Suspension zurück in den unteren Teil wieder in Umlauf gesetzt und in den wirbelnden Strömungen weiter zerkleinert wird, und dass (e) die die geforderte Feinheit aufweisenden Feststoffpartikel aus der Umwandlungszone entfernt werden.
  2. 2. Verfahren zum Aufspalten von Glimmer in dünne ebene Flocken, dadurch gekennzeichnet, dass eine Suspension aus nicht genügend feinen Glimmerstücken in einer im wesentlichen inerten Flüssigkeit zu einem unteren Teil einer sich nach oben erstreckenden und einen im wesentlichen kreisrunden Querschnitt aufweisenden Umwandlungszone geleitet wird, dass das Gemisch nahe am unteren Teilder Umwandlungszone in zentrifugaler Richtung durch enge Kanäle getrieben wird, die im wesentlichen senkrechte Wandungen und eine sich nachgebend verändernde Weite aufweisen, so dass das Gemisch beim 1?urohströmen der Kanäle stärker gedrosselt wird, dass das Gemisch in der Umwandlungszone nach oben in Umlauf gesetzt wird, so dass die die gewünschte Feinheit aufweisenden Glimmerpartikel zum oberen Teil der Um-.wandlungseone aufsteigen und aus dieser entfernt werden, während die nicht genügend feinen Partikel zum Mittelteil der Umwandlungszone absinken, die schmalen Kanäle nochmals durchströmen und weiter aufgespalten werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Kanäle mit einander abwechselnde größere und kleinere Weiten aufweisen.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Glimmerpartikel aus der Umwandlungszone durch elektrostatische Mittel entfernt werden0
  5. 5. Verfahren nach Aspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Glimmerpartikel- durch Flotation entfernt werden.
  6. 6. Einrichtung zum Zerkleinern von Feststoffen, die in einem flüssigen Medium suspendiert sind, gekennzeichnet durch einen Kessel, der eine Seitenwandung mit einem allgemein kreisrunden Querschnitt aufweist, und der im unteren Teil eine Aufspaltungskammer und im oberen Teil eine Schlamszone bildet, durch in der genannten Kammer angeordnete Aufspaltungsmittel, die aus mehreren kanalbildenden Gliedern mit im wesentlichen senkrechten Wandungen bestehen und von dem in der Mitte gelegenen Teil der Kammer aus allgemein radial nach außen verlaufen, welche Glieder Kanäle mit einer sich nachgebend verändernden Weite bilden, welche Kanäle vom genannten Mittelteil zum Umfang der Kammer hin allgemein schmaler werden und kurz vor dem genannten Umfang enden, durch Mittel, die die kanalbildenden Glieder in der genannten Kammer drehbar lagern, durch Mittel, die mit den genannten Gliedern in Verbindung stehen und diese drehen, und durch eine am Kessel vorgesehene Einrichtung zum Eintragen von Feststoffen in dem flüssigen Medium in den Mittelteil der Kammer, sowie durch Mittel zum Abführen des Produktes aus d er genannten Schlänwizone.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Kessel oberhalb der kanalbildenden Glieder ein Staumittel angeordnet ist, das die Aufspaltungskammer von der Schlämmzone trennt.
  8. 8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Staumittel eine Wandung aufweist, die mit Abstand parallel zur Seitenwandung des Kessels verläuft und die zerkleinerten Partikel nach oben längs der Peripherie der Seitenwandung führt, wenn die Partikel aus der genannten Kammer zur Schlämmzone in Umlauf gesetzt werden.
    L e e r s e i t e
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