DE1915501B2 - Verfahren zum Verbinden einer integrierten Schaltung mit äußeren elektrischen Zuleitungen - Google Patents
Verfahren zum Verbinden einer integrierten Schaltung mit äußeren elektrischen ZuleitungenInfo
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Description
35
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden einer integrierten Schaltung mit äußeren elektrischen
Zuleitungen, bei dem die integrierte Schaltung in ein Loch eines isolierenden Substrates mit darauf befindlichen
elektrischen Leiterbahnen eingesetzt wird und die Leiterbahnen mit den entsprechenden Stellen der integrierten
Schaltung elektrisch verbunden werden.
Integrierte Schaltungen werden nach bekannten Verfahren mit an der Schaltung selbst freigeätzten
Leiterbahnen in ein Substrat eingesetzt. In der Zeitschrift »The Western Electric Engineer«. Dezember
1967, ist auf den S. 16 bis 26 die Verbindung in Beam-Lead-Technik einer integrierten Schaltung mit äußeren
Zuleitungen beschrieben. Nach diesem Verfahren werden die Leiterbahnen an der integrierten Schaltung
selbst beispielsweise durch Aufdampfen befestigt und die elektrische Verbindung mit den äußeren Zuleitungen
außerhalb der integrierten Schaltung über diese Leiterbahnen hergestellt. Dazu ist es erforderlich, daß
die Leiterbahnen an der integrierten Schaltung freigeätzt werden, derart, daß sie frei über den Rand des Substrates
der integrierten Schaltung ragen. Dieses Ätzverfahren erforcWt eine große Genauigkeit, und ist
deshalb schwierig durchzuführen. Ferner benötigen die Leiterbahnen auf der integrierten Schaltung Platz,
wenn sie zuerst nur dort festgemacht werden. Dies steht aber gerade der eifcrenüichen Zielsetzung der integrierten
Schaltung, nämlich auf möglichst kleinem Raum möglichst viele Bauelemente unterzubringen. (>5
entgegen. Integrierte Schaltungen mit vorstehenden Leiterbahnen sind ferner schwjerig zu handhaben, da
sie ieicht mechanisch beschädigt werden.
Es sind weiterhin Verfahren bekannt, bei denen die Verbindung zwischen der integrierten Schaltung und
ihren ?ußeren Zuleitungen über dünne Drähte erfolgt. Dabei muß jeder Draht einzeln sowohl an der Zuleitung
als auch an der integrierten Schaltung festgemacht
werden, was eine große Anzahl von Verfahrensschritten erfordert Die Verbindung über Kontaktdrähte
ist deshalb aufwendig und schwierig durchzuführen.
Es ist weiterhin bekannt (US-PS 3 176 191), einen Transistor in ein Loch eines Substrates einzusetzen,
wobei auf dem Substrat Leiterbahnen verlaufen, die über den Rand des Loches ragen. Über das Material
des Substrates und das Loch selbst werden keine näheren Angaben gemacht, so daß davon auszugehen ist.
daß das Loch auf mechanischem Wege durch Bohren oder Stanzen hergestellt wird. Auch werden bei diesem
bekannten Verfahren die Leiterbahnen zunächst als Metalirahmen gefertigt und dann in die entsprechend
bearbeitete Oberfiäche des Substrates eingesetzt, so daß große Genauigkeiten erforderlich sind.
Schließlich ist es auch bekannt (US-PS 3 325 882). einen Füllstoff in den freien Raum zwischen einem Substrat
und einer in ein Loch des Substrates eingesetzten integrierten Schaltung einzubringen, um so eine Unterlage
für die später herzustellenden Leiterbahnen zu haben. Der Füllstoff muß jedoch wieder entfernt werden.
wozu ein zusätzlicher Verfahrensschritt erforderlich ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren anzugeben, das die Herstellung einer einfachen Verbin
dung zwischen einer integrierten Schaltung und äußeren Zuleitungen mit möglichst wenigen Verfahrensschritten erlaubt. Dabei sollen die Vorteile der Beam
Lead-Technik weitgehend ausgenutzt werden können
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zunächst auf die Oberfläche des isolierenden
Substrates Leiterbahnen aufgedampft oder galvanisch abgeschieden werden und dann das Loch derart in das
isolierende Substrat geätzt wird, daß die inneren Enden der Leiterbahnen frei über den Rand des Loches ragen.
In vorteilhafter Weise werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Leiterbahnen auf das isolierende
Substrat verlegt. Dadurch entfällt das schwierig durchzuführende Ätzverfahren zum Freilegen der Leiterbahnen
an der integrierten Schaltung selbst. Die Dimensionierung des laches, in das die integrierte Schaltung
eingesetzt wird, braucht keine große Genauigkeit aufzuweisen. Ferner ist der Platzbedarf der Leiterhahnen
auf der integrierten Schaltung gering, da die Kontakte integrierte Schaltung - Leiterbahnen nur eine elektrische
Verbindung herstellen müssen, und nicht zur Befestigung von frei herausragenden Leiterbahnen dienen.
Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines
Ausführungsbeispiels an Hand der Figuren. Es zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf ein isolierendes Substrat mit einer eingebauten integrierten Schaltung, wobei ein
wärmeleitender elektrischer Isolator weggelassen wurde,
F i g. 2 einen Querschnitt durch die Anordnung nach F i g. 1, wobei der wärmeleitende elektrische Isolator in
einer ersten Ausführungsform dargestellt ist,
F i g. 3 einen Querschnitt durch die Anordnung nach F i g. 1, wobei der wärmeleitende elektrische Isolator in
einer zweiten Ausführur.gsform dargestellt ist.
Auf ein isolierendes Substrat I werden nach einem der bekannten Aufdampf- oder Galvanikverfahren
Leiterbahnen 2 aufgebracht. Diese können beispielsweise Goldleitbahnen sein. Anschließend werden diese
Leiterbahnen freigeätzt, so daß im isolierenden Substrat
1 ein Loch 3 entsteht, dessen Dimensionierung keine große Genauigkeit aufzuweisen braucht. An den
der integrierten Schaltung 4 abgewandten Enden der Leiterbahnen 2 werden am Ranö des Substrates 1
durch Lötung, Schweißung odor Thermokompression Kontakte 5 angebracht. In dem Loch 3 wird eine integrierte
Schaltung 4 untergebracht, die an die Leiterbahnen 2 beispielsweise angeschweißt wird. Wesentlich an
dem erfindungsgemäßen Verfahren ist, daß das Substrat S aus einem gut ätzbaren Isolator besteht. Als besonders
vorteilhaft hat es sich erwiesen, für das Substrat Glas oder oxidiertes Silicium zu verwenden.
In einer Weiterbildung der Erfindung ist es zweckmäßig, die gesamte Anordnung mit einem wärmeleitenden
elektrischen Isolator zu vergießen oder zu verkleben. Es ist beispielsweise möglich, das Loch 3 mit der
eingesetzten integrierten Schaltung mit einem gut wärmeleitenden Stoff 6 auszugießen (F i g. 3). In vorteilhafter
Weise ist es weiterhin möglich, auf der Oberfläche der gesamten Anordnung eine Platte 8 aufzukleben, die
die Wärme leitet, aber elektrisch isoliert (Fig.2).
Durch diese Maßnahmen wird eine gute Wärmeableitung der in der integrierten Schaltung entstehenden
Verlustwärme gewährleistet. Vorteilhafterweise wird
ίο für die Leiterbahnen 2 das gleiche Material wie für die
Kontaktflecken 7 der integrierten Schaltung verwendet. Dadurch ist es möglich, die integrierte Schaltung
einfach mit den Leiterbahnen zu verschweißen. Zudem wird das Entstehen von Thermospannungen vermieden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zum Verbinden einer integrierten Schaltung mit äußeren elektrischen Zuleitungen, bei
dem die integrierte Schaltung in ein Loch eines isolierenden Substrates mit darauf befindlichen elektrischen
Leiterbahnen eingesetzt wird und die Leiterbahnen mit den entsprechenden Stellen der integrierten
Schaltung elektrisch verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, daß zunächs1.
auf die Oberfläche des isolierenden Substrates (1) Leiterbahnen (5) aufgedampft oder galvanisch abgeschieden
werden und dann das Loch (3) derart in das isolierende Substrat (1) geätzt wird, daß die inneren
Enden (2) der Leiterbahne.i (5) frei über den
Rand des Loches (3) ragen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aJs isolierendes Substrat GJas verwendet
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als isolierendes Substrat oxydiertes Silicium
verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das isolierende Substrat
(1) mit der eingesetzten integrierten Schaltung
(4) mit einem wärmeleitenden Isolator (5) umgeben wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf das die Leiterbahnen
enthaltende isolierende Substrat (I) eine gut wärmeleitende, elektrisch isolierende Platte (8) aufgeklebt
wird.
Priority Applications (13)
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