DE1915532C3 - Verfahren zur Hartverlötung von Schaufelteilen oder -rohlingsteilen - Google Patents

Verfahren zur Hartverlötung von Schaufelteilen oder -rohlingsteilen

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DE1915532C3
DE1915532C3 DE1915532A DE1915532A DE1915532C3 DE 1915532 C3 DE1915532 C3 DE 1915532C3 DE 1915532 A DE1915532 A DE 1915532A DE 1915532 A DE1915532 A DE 1915532A DE 1915532 C3 DE1915532 C3 DE 1915532C3
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    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • B23P15/00Making specific metal objects by operations not covered by a single other subclass or a group in this subclass
    • B23P15/04Making specific metal objects by operations not covered by a single other subclass or a group in this subclass turbine or like blades from several pieces
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    • Y10T29/49341Hollow blade with cooling passage

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Turbine Rotor Nozzle Sealing (AREA)

Description

Die Erfindung bc/iclit sich auf ein Verfahren der im Oberbegriff des Anspruchs I angegebenen Gat-UlIlU.
Bei der Herstellung von I urbinenschaiileln für (iiisttirbineiislriihltriebwerkc, die hohen Temperatu-ΓιΜ"ι iiiiil iilelcli/cilig höhen Drücken ausgesel/l sinil. ist eine Kiihlungdcs Schiiiifelblatlcs und der Schuiifelbliitlloimen zur Vermeidung einer Ühcrhit/uug notwendig. I 'in dein uuleischicdlichcn Tenipcralurverliiiil I,mgs der Schaulclobei Mache gerecht zu werden, müssen dic*e \om I liebwei'kskoinpressor mit Kiilil-IuK gespeis Ie η Kanäle oll relativ koinpli/iei lc Ii innen aufweisen, die durch Bohren auch auf eleklmlvtisi'Ik'Iii Wem MK 111 hei iic-icHt weiden können. Au1-diesem Grunde ist es häufig erforderlich, derartige Turbinenschaufeln aus zwei Schaufelhülften herzustellen, in deren Trennebene die Kühlluftkunüle zu liegen kommen sollen. Die Kühliuftkanäle können dann als Nuten in eine oder beide der zu verbindenden oberflächen der SchaufelhälKen eingebracht werden und es ist -dann erforderlich, die Schaufeliiälften unlösbar miteinander zu verbinden, se daß sich dn einheitlicher Schaufelaufbau ergibt, der den mechanischen Belastungen selbst bei den auftretenden hohen Temperaturen widerstehen kann.
Diese Verbindung durch Hartverlötung erfolgte bisher in einem Arbeitsgang, welcher der weiteren Bearbeitung der Schaufel vorgeschaltet war. Hiermit suchte man einen einstückigen Schaufelrohling zu erhalten, der als Ausgangswerkstück jenen Schaufelrohlingen entsprach, die von Haus aus einstückig gefertigt waren und entweder keine Kühliuftkanäle benötigten, oder bei denen die Kühliuftkanäle auf andere Weise eingeformt werden konnten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Herstellung einer ursprünglich aus zwei Schaufelrohlingshälften bestehenden Schaufel zu vereinfachen, die Herstellung zu beschleunigen und die Herstellungskosten zu senken.
Gelöst wird die gestellte Aufgabe verfahrensmäßig durch die im Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale.
Die Erfindung beruht demgemäß auf der Erkenntnis, daß die bisher üblichen Schritte der Verlötung und der Glühbehandluiig der Schaufel zusammengefaßt werden können, so daß eine getrennte Aufhetzung für den Hartlötvorgang entfallen kann. Während der Verlötung wird demgemäß gleichzeitig das erforderliche Lösungsglühen durchgeführt und es werden Spannungen abgebaut. Es hat sich gezeigt, daß durch das erfindungsgemäße Verfahren eine noch bessere Verlötung erreicht wird als dies hr-her möglich war. Die Gründe hierfür sind noch nicht restlos erforscht, scheinen jedoch darin zu liegen, daß wenn die zu verlötenden Schaufelteile beispielsweise bei Temperaturen von l()()()° C arbeiten, diese Teile während der Herstellung irgendwann einmal einer Wärmebehandlung unterworfen werden müssen, um diese Temperatur aushalten zu können. Wenn die Teile somit während der normalen Wärmebehandlung, d.h. beim Lösungsglühen verlötet werden, dann widerstehen die Teile und die verlötete Zone den Arbeitstemperaturen, da durch das Lösungsglühen auch die Vcrlötungszoiie mit crfiilji wird.
Durch das crfiudungsgcmäße Verfahren lassen sich gleichbleibend reproduzierbar gute Ergebnisse erzielen.
Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen des erfin-(.!ungsgemäßen Verfahrens ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Nachstehend wiril ein Ausführungsbcispiel des erfindungsgemäßen Veifahrens anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigt
f ig. I eine schemaiiselic perspektivische Darstellung eines zweiteiligen Schuufelrohlings.
I ig. 2 eine scheinatische Ansicht des Rohlings nach I ig. I in Richtung des l'lciles 2 eeinaü Hg. I betrachtet.
Hg. } eine tier I-ig. 2 entsprechende Ansieht, wobei jedoch die beiden'Teile des Kohlings umeinander μι.·Irennt sind.
I in. I eine schcuialischc Ansicht eines der Teilt'
in Richtung ties Pfeiles 4, gemäß Fig. 3 betrachtet.
In Fig. 1 ist ein Schaufelrohling 10 dargestellt, aus dem eine stromlinienförmig gestalti ._ Schaufel 11 hergestellt werden soll, die in Fig. 2 strichliert angedeutet ist. Die Schaufel 11 ist beispielsweise eine Turhinenrotorschaufel einer Hochdruckturbine eines Gasturbinenstrahltriebwerks.
Der SchaufHrohling 10 ist aus zwei Teilen 12 und 13 zusammengesetzt, die mit benachbarten konkaven bzw. konvexen, paßgerecht aneinanderfügbaren Oberflächen 14, 15 versehen ist. Wie in Fig. 3 angedeutet, besitzen die Oberflächen 14, 15 keine genau zylindrische Gestalt und sie können sich daher nicht relativ zueinander drehen. Die Oberfläche 14 weist einen Abschnitt 16 auf, der exakt zylindrisch ist, und einen Krümmungsradius r aufweist, jedoch geht der Abschnitt 16 glatt in einen flachen Abschnitt 17 über, der tangential hierzu verläuft. Der Abschnitt 17 ist in einem Winkel 0 von z. B. 60° gegen die Normale 18 an den Seiten des Schaufeirohlings 10 angestellt.
Statt dessen könnten die Schaufelteile 12, 13 auch mit einem in der Mitte liegenden zylindrischen Abschnitt 16 und flachen tangcntialen Abschnitten 17 auf beiden gegenüberliegenden Seiten ausgestattet sein.
Die Oberflächen 15 sind komplementär geformt.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist die Oberfläche 14 mit Kühlluftnuten 20, 21, 22 ausgstattet und gleiche Kühlluftnuten können auf die ersteren ausgerichtet in der Oberfläche 15 vorgesehen werden. Die Oberfläche 14 und die Kühlluftnuten 20, 21, 22 darin sind durch elektrische Bearbeitungsverfahren in dem entsprechenden Schaufelteil ausgearbeitet, z. B. durch Funkenbearbeitung.
Der Schaufelteil kann aus einer Stange hergestellt werden, indem diese gedreht und aufgeteilt wird, bevor die Kühlluftkanäle eingeformt werden. Der Schaufelteil 12 kann vor der Funkenbearbeitung geschmiedet v. irden und die Oberfläche 14 kann mit einem Endschliff versehen werden, z. B. durch ein elektrolytisches Schleifverfahren, bei welchem eine Graphitschleifscheibe benutzt wird.
Die Schaufel teile 12,13 werden dann entgratet und miteinander hart verlötet, so daß ein vollständiger Schaufelroi.-Iing 10 gebildet wird, wobei ein Blatt 23 aus Lötmaterial zwischen die Oberflächen 14, 15 der Schaufeiteile 12, 13 gelegt wird.
Der Lötwerkstoff des Blattes 23 besteht aus einer Mischung einer Legierung und einem synthetischen Kunsthaizmaterial, welches verdampft. Das Lötmaterial geht mi! dem Werkstoff der Schaufelteile 12. 13 eine Diffusionsverbindung ein. Die Schaufeiteile 12, 13 können aus einer Nickellegierung folgender Zusammensetzungen (in Gewichtsprozenten) hergestellt sein.
Elemente
Nickellegierung
Nr. 1
Nickellegierung
Nr. 2
Elemente Nickellegierung Nickellegierung
Nr. 1 Nr. 2
C 0,12 0.12
max 0.20
Si 1.0 1.0
max max
Cu 0.2 (I.?
max max
Ic 1.0 1.0
max max
Mn 1,0 1.0
max max
Cr
Ti
Al
ld Co
Mo
ι j
Zr
Pb
14,0
15,7
0,-J
1,5
4,5
4,9
lfc,0
22,0
4,5
5,5
0,003
0,010
0.15
max
0.0015
max
0,015
max
Rest
14,0
16,0
3,5
4.5
4,5
5,5
13,0
15,5
3.0
5,0
0,01(1
0.025
0,i5
max
0,0015
tr. ■■.
0,0 i 5
max
Rest
Bei Verwendung dieser Nickellegierung'-.·!! kann ein Lötinaterial benutzt werden, welches zu 60' r au> einer Nickellegierung und zu 40% aus Acrylharz besteht. Die Nickellegierung hat dabei vorzugsweise folgende nominelle Zusammensetzung:
C bis 0.7%. Si 4.5%. Cr 14%, B 3.5%. Ie 4.5%. Ni Rest.
Das Blatt 23 kann z. ti. hergestellt werden, indem gesinterte Pillen einer Mischung von Legierung und Kunstharz hergestellt werden, woraus dann das Blatt 23 durch Pressen dieser Pillen zwischen erhitzten Paletten hergestellt wird.
Das Blatt 23 wird auf den Schaufelteil 13 mit einem Acrylglaskleber aufgebracht und es werden dünn in der Zeichnung nicht dargestellte Schlitze in dem Blatt 23 angebracht, nachdem es auf dem Schaufelteil 13 aufgelegt ist. Die Schlitze weisen eine den Nuten 20 bis 22 entsprechende Gestalt auf und sind auf diese ausgerichtet.
Dann werden die Schaufelteile 12. 13 mit dem dazwischen befindlichen Blatt 23 zusammen in einer nicht dargestellten Vorrichtung angeordnet. Diese Vorrichtung dient nur dazu, die Schaufeiteile 12. 13 relativ zueinander in ihrer ordnungsgemäßen Lagt· zu haltern und es wird keine positive Druckkraft ausgeübt, um die Schaufeiteile gegeneinander zu pressen. So wird während der weiter unten beschriebenen Wärmebehandlung, bei der der Schaufelteil 12 über dem Sehaufclteil 13 liegt, keine Kraft ausgeübt, um ein solches Zusammenpressen zu bewirken, sondern es wirkt nur die Schwerkraft, so daß nur eine geringe Gefahr besteht, daß Lötmaterial seillich ausgequetscht wird.
Die Vorrichtung wird dann in einen Ofen eiinji·- bracht, der unter crhöhterTemperatur gehalten'wird, bis das Lötmaterial schmilzt, Die Wärmebehandlung wird im Vakuum durchgeführt und Wärme- und Vakuumbedingungen bewirken eine EnNernung des Acrylhar/binders des Blattes 23. was /in Folge hat. daß sich der Schaufelteil 12 unter Wirkung der Schwerkraft auf dcf\ Schaufelteil 13 hin bewegt.
Diese Hartvcrlötung wird während der normalen Wärmebehandlung des Maleria Is der ScIi au fei teile 12. 13, d. h. während des Lösungsgliihcns bewirkt. Wenn /. B. die Scliaufelteile aus iMiier NirkcMi'iMiTiinii \jr ι
hergestellt sind, ihinn wird die aus Schaulcltcilcn 12. 13 iiihI Hliill 23 bestehende I inlieil einem I nsmitsglühen während vier Slinulen hei I I 5(1 < imterwoiien und dann einer weiteren Behandlung hei 1050 < I fi Stinulen lang, während dann, wenn die Schaufeiteile 12. 13 ;ms einer Nickellegierung Nr. 2 hergesielli sind, die Wärmebehandlung I ' , Stunden hei I ! 1Jl) ( dauert, wobei eine Ahkühlung sun I I1Ki (' mil KK)(I C erfolgt undd;in;ich eine schnelle Ahkiihliing aiii Kaiimlenipenitur hewirkl winl.
\ <n der Wiirmchehiiiulhmg kann jede der Nuten 20. 22 mil einem Üher/ugsmalerial ausgestattet sein, das eine Adhäsion von l.iitmatcrial verhindert. So kann das I !her/ugsmaterial heispielsweisc eine Suspension \(ui ('hr(iino\id in einem organischen I lage sein. Wahrend der Vcrlotiing \erkohlt die l-arhe uiu es ergihl sich ein schwaivcr Stauli. iiher den die I olle gierung nicht lliclil.
Am Itule iler Wiiriiiehehandlung sind die heidei Schaulelteile 12. 13 durch Dillusionsverlotting mr einander verbunden. So wird ein /weileiliger Schau lelroliling geformt, tlessen \erhindiing bei Sehaiilel helriehstemperaturen so fest ist. wie die Legierung au der sie bestehen, so daß hei einer relativ nieilrigei Temperatur keine (ielahr de> Sehniel/ens lieslelil Aus diesem Schaufelrohling kann die fertige Schaule Il ilanach dutch irgendein geeignetes Verfuhren her uestclll werden.
Hierzu 1 ülalt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Hartlötung vu:i Schaufel- oder Schaufelrohlingsteilen, von denen wenigstens der eine in seiner Lötfläche mit Kühlluftkanälen versehen ist, unter Verwendung eines zwischen den Leitflächen eingefügten Hartlotes, das durch Erhitzung der zu verlötenden Teile eine Diffusionsbindung zwischen diesen herstellt, dadurch gekennzeichnet,
a) daß die Schaufelteile (12, 13) mit einem dazwischen gefügten Blatt (23) aus Lötmaterial aneinandergefügt werden,
b) daß jedes Blatt (23) mit wenigstens einem Schlitz versehen ist, der in Breite und Gestalt auf den entsprechenden Kühlkanal ausgerichtet ist, und
c) daß dir Hartvcrlötung der Schaufelteile oder der Sciuufelrohlingsteile (12, 13) während der normalen Lösungsglühbehandlung erfolgt.
2. Verlahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Blatt (23) aus Lötmaterial aus einer Mischung einer Legierung und eines synthetischen Kiinstharzmatciiars besteht, welch letzteres während der Wärmebehandlung verdampft.
.1. Verfahren nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze in dem Blatt (23) eingebracht werden, nachdem das Blatt (23) auf dem mit ilen Kühlni'delkanälen ausgestattetem Teil aulgeklel.t ist.
4. Verfahren nach den Aiispr "ichen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Verlötiing die Kühlmittclkanäle (20, 21, 22) mit einem Überzugsmaterial überzogen werden, das während der Verlötiing verkohlt und das Lötmittel abstößt.
i. Verfahre η nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dall die Lötllächen (14. IS) mit gekrümmten Abschnitten (16) und anschließend flachen Abschnitten (17) derart versehen werden, elaß beim Übercinandcrfügen keine Relativverelrehuug erfolgen kanu, und daß die Teile während der Verlötiing nur durch Schwerkraft übcrcinaneler liegen.
(κ Verfahren nach Anspruch I. dadurch gekennzeichnet, dall das Lösungsglühen im Vakuum erfolgt.
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