DE1918110C3 - Reibscheibe mit einem zwischen zwei Führungsplatten angeordneten Reibbelagträger - Google Patents

Reibscheibe mit einem zwischen zwei Führungsplatten angeordneten Reibbelagträger

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DE1918110C3
DE1918110C3 DE19691918110 DE1918110A DE1918110C3 DE 1918110 C3 DE1918110 C3 DE 1918110C3 DE 19691918110 DE19691918110 DE 19691918110 DE 1918110 A DE1918110 A DE 1918110A DE 1918110 C3 DE1918110 C3 DE 1918110C3
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Jean Paris Maurice
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Valeo SE
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Francaise du Ferodo SA
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Reibscheibe, deren Reibbelagträger von zwei Führungsplatten mindestens teilweise umgeben ist, zwischen welchen elastische Elemente innerhalb von zur Plattenmittelebene konvexen Ausbauchungen derselben vorgesehen sind.
Aus der US-PS 26 13 785 ist eine derartige Reibscheibe bekannt; bei dieser Reibscheibe werden die als Schraubendruckfeder ausgebildeten elastischen Elemente rundum von den Ausbauchungen umhüllt; die Enden der Federn stützen sich an den senkrecht zum Reibbelagträger verlaufenden Seitenwandabschnitten der Ausbauchungen ab; die elastischen Elemente sind unmittelbar von den Ausbauchungen umgeben und haben innerhalb derselben kein Spiel; aus diesem Grunde hat auch der Reibbelagträger in bezug auf die Plattenmittelebene kein Spiel.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Reibscheibe des eingangs erwähnten Typs die elastischen Elemente auf besonders einfache Weise an den besonders biegesteifen Führungsplatten abzustützen.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß die Ausbauchungen in den Führungsplatten von in bezug auf anschließende, zur Plattenmittelebene dazu entgegengesetzt gerichtete Einbuchtungen durch gemeinsame geradlinige Trennschnitte begrenzt sind und daß die durch die Trennschnitte gebildeten Kanten als Endabstützungen der elastischen Elemente ausgebildet sind.
Auf der einen Seite ergibt sich eine besonders einfach herstellbare Reibscheibe, wobei nicht nur den elastischen Elementen, also z. B. den Dämpfungsfedern, eine besonders gute und sichere Abstützung verliehen wird, sondern auch bei der Herstellung insofern ein entscheidender Vorteil erreicht wird, als beim etwaigen Härten der Führungsplatten kein Verzug eintreten Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Einbuchtungen in ihrem mittleren, von Trennlinie zu Trennlinie verteufenden Bereich zur Abstützung von Reibbacken abgeflacht
Als besonders zweckmäßig hat sich die Herstellung der bei der erfindungsgemäßen Reibscheibe verwendeten Führungsplatten aus Flußstahl erwiesen. Auf diese Weise wird nicht nur die Steifigkeit der Führungsplatten vergrößert, sondern es wird auch möglich, den Reibbelagträger und die Führungsplatten aus dem gleichen Material herzustellen, so daß eine derartige Reibscheibe den Betriebsbedingungen besser angepaßt werden kann. Die Abstützung der elastischen Elemente an den Kanten der Trennabschnitte führt z. B. bei einer
is Herstellung der Führungsplatten aus Flußstahl dazu, daß praktisch eine Abnutzung an dieser Stelle nicht eintreten kann; auch ist es möglich. Federn verschiedener Durchmesser bei gleich ausgebildeten Ausbauchungen und Einbuchtungen — also bei den gleichen
Führungsplatten — zu verwenden.
Auf der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung dargestellt, die nachfolgend näher beschrieben werden. Es zeigt
F i g. 1 eine teilweise Draufsicht auf eine Reibscheibe, F i g. 2 einen Schnitt nach Linie 11-11 in F i g. 1,
Fig.3 einen Teilschnitt nach Linie Ml-Ii! in Fig. 1 und
F i g. 4 bis 9 Teilschnitte — entsprechend dem Teilschnitt von F i g. 3 — durch abgewandelte Ausführungs- formen.
An einer Nabe 10 sind zwei parallel verlaufende Tellerscheiben 11,12 befestigt, welche an deren runden Flansch 13 mit Nieten 110 befestigt sind. Ringscheiben Ul, 112 verstärken die Tellerscheiben 11,12 im Bereich der Nieten 110. Eine Reibscheibe 14 ist an ihrem Rand mit Reibbelägen 15, 16 versehen und im mittleren Bereich beidseitig durch Ringe 17,18 verstärkt, welche mit Nieten 14A (F i g. 2) befestigt sind. Schraubenfedern 20/4, 20ß sind in Fenstern 22, 23, 24 angeordnet, die im Kranz 17, in der Reibscheibe 14 und im Kranz 18 vorgesehen sind; zwei Sätze von je vier Federn 20Λ, 20ß mit unterschiedlicher Steifigkeit sind abwechselnd in der Reibscheibe vorgesehen; Reibkränze 26, 27 sind zwischen dem Kranz 17 und der Tellerscheibe 11 sowie zwischen dem Kranz 18 und der Tellerscheibe 12 anschließend an den Flansch angeordnet.
Die Tellerscheiben 11 und 12 bestehen aus Flußstahl. Es ist daher möglich, die Tellerscheiben mit Ausbauchungen bzw. Einbuchtungen zu versehen, statt sie auszuschneiden; um die Halterung der Federn 2OA 20ß und damit eine elastische Verbindung der Reibscheibe 14 mit der Nabe 13 sicherzustellen, sind abwechselnd die Ausbauchungen 121A 125Λ und die Einbuchtungen 121 ß,125ß vorgesehen.
Jede Einbuchtung 125ß ist seitlich durch zwei Schulterflächen 126 begrenzt, die sie mit den benachbarten Ausbauchungen 125/4 gemeinsam haben. Diese Schulterfläche 126 bildet eine Abstützung für eine Feder 20/4 längs einer Sehne, die in der Nähe von der Federlängsachse liegt. Dies ergibt eine gute Abstützung für die Federn 20/4 und erleichtert das Einsetzen von entsprechenden Federn 20/4 in gleichachsiger Anordnung, wie in Fig.2 schematisch mit der strichpunktierten Linie 150 angedeutet ist.
Man kann die Ausbauchungen bzw. Einbuchtungen der Tellerscheiben 11, 12 durch eine Behandlung, beispielsweise durch !Carbonitrieren, so weit härten, daß ihre Härte mit den aus Kartstah! hergestellten
Tellerscheiben vergleichbar ist
Außerdem sind die Ausbauchungen 121A, 125/4 mit Beobachtungsöffnungen 127 A, 1284 versehen, welche eine Oberprüfung der Stellung der Federn 2OA bzw. 20ß ermöglichen.
Nach einer Ausführungsform haben die Fenster 22, 23,24 von zwei Federn 2OA die gleiche Winkelöffnung wie die der zugeordneten Ausbauchungen 121A, 125A während für die Federn 20ß die Fenster 22, 23, 24 eine Winkelöffn ing haben, die größer als diejenige der ι ο entsprechenden Ausbauchungen 121A, 125Λ der Federn 20/4 ist und auch größer als diejenige der Einbuchtungen 121ß, 125ß. Für die beiden anderen Federn 2OA liegt die Öffnung der Fenster 22, 23, 24 in der Mitte zwischen derjenigen der entsprechenden Ausbauchungen 121/4, 125A der beiden ersten Federn 20A und derjenigen der Einbuchtungen 121B, 125ßder Federn 20ß.
Der Reibkranz 27 liegt axial zwischen der Reibscheibe 14 und einer Ringscheibe 120, weiche senkrecht zum Reibbelagträger verlaufende Vorsprünge 121 aufweist, die in öffnungen 122 in der Tellerscheibe 12 eingreifen. Diese Ringscheibe ist mit der Tellerscheibe 12 somit drehfest verbunden.
Zwischen der Ringscheibe 120 und der Tellerscheibe 12 ist eine elastische Spannscheibe 125 mit mehreren am Rand verlaufenden Wellen, beispielsweise mit vier Wellen, angeordnet.
Die Reibkränze 26,27, die aus der Reibscheibe 14 und die von dieser getragenen Verstärkungskränze 17, 18 gebildete Baugruppe kann sich axial in einen Ra im verlagern, der von den Tellerscheiben 11, 12 begrenzt ist.
Der Reibkranz 27, der in der Nähe der Ringscheibe 120 und damit der elastischen Spannscheibe 125 liegt, kann aus einem Material hergestellt sein, das einen Reibungskoeffizienten aufweist, welcher niedriger ist als derjenige des Reibkranzes 26.
Der Kranz 27 kann aus einem Material hergestellt werden, dessen Reibungskoeffizient etwa 0,05 bis 0,10 beträgt, während der Kranz 26 aus Asbestpappe hergestellt werden kann, die mit verschiedenen Harzen getränkt ist und einen Reibungskoeffizienten von etwa 0,25 bis 0,36 hat. Die Dicke des Kranzes 27 ist geringer als diejenige des Kranzes 26.
Die Wirkungsweise einer solchen Reibscheibe ist an sich bekannt und wird nachfolgend nur kurz beschrieben.
Wenn z. B. ein Drehmoment auf die Reibacheibe 14 ausgeübt wird, wird es zunächst nur auf die Nabe 10 durch zwei bzw. acht Federn 2OA übertragen, dann durch alle Federn 2OA und schließlich durch sämtliche Federn 2OA, 20ß mit einer gleichzeitigen winkeligen Verlagerung der Reibscheibe 14 und der Nabe 19 in bezug aufeinander. Diese Verlagerung erfolgt einerseits entgegen der Wirkung der Federn 2OA, 20ß und andererseits entgegen der Dämpfungskraft, welche durch die Reibkränze 26, 27 ausgeübt wird; diese Dämpfungskraft wird durch die elastische Spannscheibe unabhängig von der Abnutzung der Kränze ständig erhalten.
Bei einer möglichen Fliehkraftwirkung kommen die Federn 2OA, 20ß nicht mit dem scharfkantigen und harten Rand der Fenster 22, 23, 24 in Berührung, sondern mit den abgerundeten Seitenflächen der Ausbauchungen 121A, 125A. Hierbei wird unterstellt, daß die zwischen der Reibscheibe 14 (oder der Verstärkungskränze), den Tellerscheiben 11, 12 und der Reibkränze 26. 27 gebildeten Reibbereiche in der Nähe der Flansche 13 entstehen.
Bei den nachfolgend beschriebenen Abänderungsformen können diese Reibbereiche auch auf der Höhe des Randes der Tellerscheiben 11, M oder annähernd im Mittelbereich auf der Höhe der Einbuchtungen 124ß, 125ß auftreten.
Bei der in F i g. 4 dargestellten Abänderungsform ist der Reibkranz 27 durch einen Kranz 127 ersetzt, der eine solche Stärke hat, daß die Einbuchtungen 121 ß Reibberührung, d. h. Metall mit Metall, mit dem Verstärkungskranz 17 der Reibscheibe 14 besitzen. Hierdurch wird die Reibscheibe 14 in Richtung auf die Tellerscheibe 11 verschoben, so daß aufgrund der Ausbauchungen der Reibkranz 26 weggelassen werden kann.
F i g. 5 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform, bei welcher der Reibkranz 26 durch einen Reibkranz 326 ersetzt ist, der im Randbereich der Tellerscheibe 11 angeordnet ist, während der Reibkranz 27 in der Nähe des Flansches 13 verblieben ist. Eine Halterung des Reibkranzes 26 kann durch Ankleben oder durch axiale Vorsprünge vorgesehen werden, die an der Tellerscheibe U oder am Kranz 17 der Reibscheibe 14 vorgesehen sind; diese Vorsprünge können entweder mit dem Außenrand oder mit dem Innenrand des Kranzes 326 zusammenwirken. Bei dem dargestellten Beispiel sind die Flansche 370 angeordnet, die den Außenrand des Reibkranzes 326 in Form von Klammern umgreifen.
Nach F i g. 6 sind zwei Federn 2OA, 20ß im Mittelbereich der Einbuchtungen 121ß, 125ß zeichnerisch geschnitten; die in Verbindung mit Kig. 1 bis 3 beschriebenen Reibkränze 26, 27 sind hier durch Kranzsegmente 226 und durch Reibbacken 227 ersetzt, die im Bereich der Einbuchtungen 125ß vorgesehen sind.
Die Kranzsegmente 226 sind beispielsweise mit der Tellerscheibe 11 verklebt, während die Reibbacken 227 in den Fenstern 253 der Tellerscheibe 12 angecrdnet sind. In diesem Fall erfolgt die axiale Einspannung durch radial verlaufende elastische Lamellen oder Laschen 254, die außerhalb der Tellerscheibe 12 befestigt sind. Jede Lasche 254 ist an ihrem einen Ende mit der Nabe 13 durch einen der Nieten 110 fest verbunden und liegt mit ihrem anderen Ende an den Reibbacken 227 an. Jeder Backen 227 besteht aus einem Reibbelagmaterial, das auch als Reibbelag 15 oder 16 verwendet wird.
Nach Fig. 7 sind die Reibkränze 26, 27 durch Reibkränze 326,327 ersetzt; auch eine Ringscheibe 320 mit abgewinkelten Haltelaschen 321 bzw. eine elastische Spannscheibe 325 wird im Randbereich der Tellerscheiben U, 12 angeordnet. In radialer Richtung ist der Kranz 326 durch Vorsprünge 370 gesichert, die an der Ringscheibe 17 angebracht sind; die Ringscheibe 320 übergreift mit ihren Laschen 321 die Spannscheibe 325; die Laschen 321 greifen in Ausschnitten 322 der Tellerscheibe 12 ein. Der Reibkranzteil 327 ist entweder an der Ringscheibe 320 oder an der Tellerscheibe 12 angeklebt.
Bei der in F i g. 8 dargestellten Ausführungsform sind die Ringscheibe 320 und die elastische Spannscheibe 325 durch Reibbacken 327' und elastische radiale Laschen 354 ersetzt; die Reibbacken 327' liegen in Fenstern 353 der Tellerscheibe 12.
Bei der in F i g. 9 dargestellten Ausführungsform sind ein Randreibkranz 326 und im Bereich der Einbuchtungen 121 ß, 125ß Reibbacken 227 und ferner elastische radiale Laschen 254 vorgesehen, wie sie im Zusammenhang mit F i g. 6 beschrieben werden.
Es kann auch nach einer nicht dargestellten Ausführungsfoim das Einspannen der Reibkränze 26,27 der in F i g. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform durch elastische radiale Laschen der in Verbindung mit F i g. 6, 8 oder 9 beschriebenen Art sichergestellt werden.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Reibscheibe, deren Reibbelagträger von zwei Führungsplatten mindestens teilweise umgeben ist, zwischen weichen elastische Elemente innerhalb von zur Plattenmittelebene konvexen Ausbauchungen derselben vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausbauchungen (121Λ 125AJ in den Führungsplatten (11, 12) von in bezug auf anschließende, zur Plattenmittelebene dazu entgegengesetzt gerichtete Einbuchtungen (121 ß, i25B) durch gemeinsame geradlinige Trennschnitte begrenzt sind und daß die durch die Trennschnitte gebildeten Kanten als Endabstützungen der elastischen Elemente (2OA, 20B) ausgebildet sind.
2. Reibscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einbuchtungen (121B, \25B) in ihrem mittleren, von Trennlinie zu Trennlinie verlaufenden Bereich zur Abstützung von Reibbakken (226,227; 327'; 227) abgeflacht sind.
3. Reibscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsplatten (11,12) aus Flußstahl hergestellt sind.
DE19691918110 1968-04-09 1969-04-09 Reibscheibe mit einem zwischen zwei Führungsplatten angeordneten Reibbelagträger Expired DE1918110C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR147428 1968-04-09
FR147428 1968-04-09

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1918110A1 DE1918110A1 (de) 1970-10-15
DE1918110B2 DE1918110B2 (de) 1977-07-07
DE1918110C3 true DE1918110C3 (de) 1978-02-23

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4011496A1 (de) * 1990-04-10 1991-10-17 Fichtel & Sachs Ag Torsionsschwingungsdaempfer fuer hohe belastung
DE19712203B4 (de) * 1996-03-27 2012-04-19 Schaeffler Technologies Gmbh & Co. Kg Reibbelag

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DE4011496C2 (de) * 1990-04-10 1999-02-11 Mannesmann Sachs Ag Torsionsschwingungsdämpfer für hohe Belastung
DE19712203B4 (de) * 1996-03-27 2012-04-19 Schaeffler Technologies Gmbh & Co. Kg Reibbelag

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