DE191955C - - Google Patents

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DE191955C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43MBUREAU ACCESSORIES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B43M1/00Fixing seals on documents

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  • Coating Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anbringen eines mit Hilfe vorübergehend bildsamen Stoffes und eines passenden Petschaftes erzeugten Siegels auf Briefkuverts, Dokumenten u. dgl. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß das Versiegeln in rein mechanischer Arbeitsweise erfolgt und in jedem Falle nur die erforderliche Menge Siegellack zur Verwendung gelangt.
Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt
Fig. ι einen senkrechten Mittelschnitt durch die Vorrichtung in Verbindung mit einem Anheizbrenner,
Fig. 2 einen senkrechten Mittelschnitt durch die Vorrichtung während des Gebrauches und Fig. 3 eine Unteransicht der Fig. 2.
Die zur Herstellung des Siegels zu verwendende, vorübergehend bildsame plastische Masse, also der Siegellack, wird in flüssigem Zustande in einen büchsenartigen Behälter a eingefüllt, der mit einem Handgriff b ausgerüstet ist und am oberen Ende durch einen Deckel c verschlossen werden kann. Der Siegellackbehälter α wird in seiner Längsachse von einem Kanal durchlaufen, der aus dem Rohr d besteht, durch welches ein Ringraum für die Aufnahme des Siegellacks geschaffen wird. Das untere Ende des Behälters α ist zweckmäßig kegelförmig verjüngt und mit dem mittleren Rohr d dicht verbunden. Für den Austritt des Siegellacks aus dem Ringraum des Behälters α dienen zwei oder mehrere in dem Rohr d in der Nähe des unteren Endes vorgesehene Löcher f, die während des Nichtgebrauchs der Siegelvorrichtung durch einen in dem Rohr d eingepaßten Hohlkolben g verschlossen werden. In dem Deckel h des Kolbens ist ein Loch 2 vorgesehen, durch das eine Spindel k dringt; diese trägt innerhalb des Kolbens den Stempel /, in dessen Unterfläche m ein Namenszug eingeschnitten sein kann. Die Spindel k ragt durch ein Loch η des Behälterdeckels c und endigt in einem Druckknopf ο. Eine Schraubenfeder τρ, die mit ihrem oberen Ende gegen einen Bund q der Spindel k, mit ihrem unteren Ende gegen einen Ringflansch r des Rohres d ruht, bringt die Spindel k und damit den Stempel / selbsttätig in die in Fig. ι gezeigte Ruhelage zurück, wenn der Druckknopf 0 freigegeben wird. Eine zweite Schraubenfeder s, die mit ihrem einen Ende gegen den Bund t der Spindel k, mit ihrem anderen Ende gegen den Deckel h des Hohlkolbens g anliegt, vermittelt eine nachgiebige Verbindung zwischen der Spindel k und dem Hohlkolben g, zu dem Zweck, den letzteren an der Niederbewegung der Druckspindel k teilnehmen zu lassen, wenn die Vorrichtung gebraucht werden soll. In dem Hohlkolben g sind entsprechend der Stellung der Durchtrittsöffnungen f des Rohres d Löcher u vorgesehen, die, wenn sie den Löchern f gegenüberstehen, den Austritt des flüssigen Siegellacks aus dem Behälter α zulassen.
Vor dem Gebrauch ist das untere Ende des Behälters α über einer Flamme zu erhitzen, so daß der darin untergebrachte Siegellack flüssig wird. Mittels des Hand-
griffes b wird dann der Behälter α an der Siegelstelle so aufgesetzt, daß das Rohr d die von dem Siegel einzunehmende Stelle umgrenzt. Durch Druck auf den Knopf ο werden die Spindel k und mit dieser der Stempel I sowie der Hohlkolben g nach unten bewegt, wobei durch die einander gegenübergebrachten Löcher f, u eine ausreichende Menge Siegellack austritt, um ein in allen
ίο Teilen gut geprägtes Siegel durch den folgenden Petschaftstempel / zu erzielen. Bei Freigabe des Druckknopfes ο zieht die Feder ρ die Spindel k und der Stempel / den Hohlkolben g in die in Fig. ι gezeigte Ruhelage zurück, in welcher der Austritt des Siegellacks versperrt wird.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Siegelvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Einfüllen des vorübergehend bildsamen Stoffes bestimmte, mit einem Handgriff (b) versehene Behälter (a) in einer mittleren, durch ein eingesetztes Rohr (d) gebildeten Längsöffnung einen federbeeinflußten Petschaftstempel (I) aufnimmt, der bei Druck auf eine mit ihm verbundene, über dem Behälter (a) in einem Knopf (0) endigende Spindel (k) nach unten bewegt wird und bei dieser Abwärtsbewegung Öffnungen für den Austritt einer bestimmten Mengg des flüssig gemachten bildsamen Stoffes freilegt, bevor er seine Stempelarbeit verrichtet.
  2. 2. Siegelvorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsöffnungen (f) für.den vorübergehend bildsamen Stoff im unteren Ende des mittleren Rohres (d) vorgesehen sind und daß in das Rohr (d) ein von der Bewegung des Petschaftstempels (I) abhängiger Hohlkolben (g) dichtpassend eingesetzt ist, der mit Durchtrittslöchern (u) in' solcher Anordnung versehen ist, daß diese am Ende der Abwärtsbewegung des Hohlkolbens den Austrittslöchern (f) gegenüberliegen.
  3. 3. Siegelvorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Petschaftstempel (I) in dem Hohlkolben (g) aufgenommen wird, wobei die Stempelspindel (k) durch ein Loch (i) im Kolbendeckel (h) hindurchragt und eine die Abwärtsbewegung des Hohlkolbens regelnde nachgiebige Verbindung mit dem Petschaftstempel durch eine Schraubenfeder (s) herbeigeführt wird, die mit ihrem einen Ende gegen einen Bund (t) der Stempelspindel (k), mit ihrem anderen Ende gegen den Hohlkolbendeckel (h) abgestützt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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