DE1919599A1 - Verfahren zum Einkapseln von vorzugsweiser zum Rauchfiltern und/oder Filteranfeuchten von Rauchartikeln dienenden fluessigen Substanzen - Google Patents

Verfahren zum Einkapseln von vorzugsweiser zum Rauchfiltern und/oder Filteranfeuchten von Rauchartikeln dienenden fluessigen Substanzen

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24DCIGARS; CIGARETTES; TOBACCO SMOKE FILTERS; MOUTHPIECES OF CIGARS OR CIGARETTES; MANUFACTURE OF TOBACCO SMOKE FILTERS OR MOUTHPIECES
    • A24D3/00Tobacco smoke filters, e.g. filter tips or filtering inserts; Filters specially adapted for simulated smoking devices; Mouthpieces of cigars or cigarettes
    • A24D3/06Use of materials for tobacco smoke filters
    • A24D3/061Use of materials for tobacco smoke filters containing additives entrapped within capsules, sponge-like material or the like, for further release upon smoking

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Description

DIPL,-INQ. H. STEHMANN es Nürnberg 2
E88ENWEIN8TRA8SE 4-« DIPL.-PHYS. DR. K. SCHWEINZER TEL: KANZLE| mm 37 PRIVAT:
.ATEHTANLTB 1919599 iHL l E EXGRO^rDRESS
BANKKONTEN:
DEUTSCHEBANKAG1NORNBERGNB-MIIm POSTSCHECKKONTO: NORNBERG i7M1
Nürnberg, den 24.6.69 l8/4o
BRITISH-AMERICAN TOBACCO COMP. LIMITED, V/estminster House '[, Millbank, London S.W. 1, England
"Verfahren zum Einkapseln von vorzugsweise zum Rauchfiltern und/oder Pilteranfeuchten von Rauchartikeln dienenden flüssigen Substanzen"
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einkapseln von vorzugsweise zum Rauchfiltern und/oder Filteranfeuchten von Rauchartikeln dienenden flüssigen Substanzen, insbesondere von Wasser oder einer wässrigen Lösung.
Es sind verschiedene Substanzen bekannt, die Tabak oder Rauchfiltermaterial zur Vabesserung oder Steigerung der Qualität des Rauches zugesetzt werden können, deren Wirkung beispielsweise darin besteht, ihre eigenen Aromaeigonschaften dem Rauch des brennenden Tabaks zu erteilen.
Ein Nachteil beim Gebrauch solcher Substanzen ist darin zu sehen, daß einige der begehrten Substanzen, ζ. Β. Menthol, flüchtig sind und sich insbesondere nach Öffnen der Packung aus den Rauchwaren verflüchtigen.
Demzufolge ist vorgeschlagen worden, Aromastoffe einzukapseln und in eingekapselter Form der Rauchware oder dem Filter zuzugeben. Dort können diese Aromas'eof fe entweder unmittelbar vor dem Rauchen durch Aufbrechen der Kapsel(n) oder während des Rauchens durch Zerstörung der Kapsel(n) durch die Wärmeeinwirkung des brennenden Tabaks freigesetzt werden.
Weiterhin ist vorgeschlagen worden, das Einkapseln als Mittel zum Bereitstellen einer filternden Substanz oder einer Filterani'euchtungssubstanz zu verwenden, die unmittelbar vor dem Rauchen freigesetzt wird.
BAD ORIGINAL
-2-
FUr das Auiirags ,aihaiir^ jilt ii-> Gebührenordnung der Deulsäien Patentanwaltskammer.-Gerichtsstand für Leistung und Zahlung. Nürnberg
his ür.· fernsprecher haben keine reditsverbindildi· Wirkung.
M9599 ^
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,ein Verfahren zu vereinfachten Herstellung von flüssigkeitsgefüllten Kapseln, insbesondere zur Verwendung in Rauchwaren, zu einem der oben angegebenen Zwecke anzugeben. :.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Rohr mit der flüssigen Substanz gefüllt, bis zum Erstarren dieser flüssigen Substanz eingefroren und anschließend in Längsabschnitte zerteilt wird, daß die Enden der Längsabschnitte zur Bildung der [ Kapseln versiegelt werden und daß schließlich die Rohrabschnitte bzw. Kapseln erwärmt werden, bis die eingekapselte Substanz wieder flüssig wird.
Gemäß vorteilhaften Ausgestaltungen der Erfindung kann das Rohr entweder vollständig mit Flüssigkeit oder abschnittsweise mit voneinander getrennten Plüssigkeitsmengen gefüllt werden.
Vorteiihafterweise wird als Material für das Rohr flexibler ther- moplastischer Kunststoff verwendet.
Es kann runden oder abgeflachten Quersdmitt aufweisen.
Das Einfrieren erfolgt vorteilhafterweise dadurch, daß das Rohr in ein Kühlmedium eingetaucht oder durch dieses hindurchgeführt f wird. ;
Die Enden der Rohrabschnitte können entweder in bekannter Weise versiegelt werden oder derart mit abbrechbaren Kappen versehen werden, daß die Siegel oder Kappen abbrechen, wenn die mit Flüssigkeit gefüllte Kapsel gedrückt wird.
Das Verschließen der Enden der Längsabschnitte kann daher durch Eintauchen in aushärtendes Siegelmedium, durch Zuschmelzen, Selbstkleben oder durch Verwendung von Kappen erfolgen, die mittels Selbstkleber, aufgetragenem Klebstoff oder Verschmelzen angebracnt werden.
Die versiegelten Längsabschnitte, die Kapseln, können dann in Zigarettenfilter oder Zigaretten eingefügt werden.
909844/0393 original inspected
η 19599 _
Die Erfindung ist mit besonderem Vorteil anwendbar auf das Einkapseln von wässrigen Lösungen, die sich beim Einfrieren ausdehnen und sich wieder zusammenziehen, wenn die Kapseln sich erwärmen können, wodurch ihr Inhalt wieder in den flüssigen Zustand übergeht.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von Ausführungsbeispielen.
Beispiel I
Ein weicher Polyvinylchloridschlauch von ungefähr 1 m Länge und einem Außendurchmesser von 6,7 mm - o,l mm und einem Innendurchmesser von 5 mm wurde mit Wasser gefüllt und 4 bis 5 Minuten lang in eine Aceton-Trockeneis-Mischung eingetaucht.
Der Sehlauch wurde mit seinem gefrorenen Inhalt aus der Mischung herausgenommen und in Längsabschnitte von je 7 mm Länge zerteilt. Es hat sich hierbei herausgestellt, daß das Zerteilen leichter vonstatten ging, wenn der Schlauch sich zuerst leicht, d. h. 3o see. lang bei Raumtemperatur, erwärmen konnte.
Die Enden eines jeden Längsabschnittes wurden sofort versiegelt durch Eintauchen in ein Bad aus geschmolzenem Siegeraaterial auf Harzbasis.
Es handelt sich hierbei um ein unter der Handelsbezeichnung "Pioneer E. 15 resin" von der Firma Frederick Boehm Ltd. vertriebenes Material.
Die versiegelten Kapseln wurden anschließend bei Raumtemperatur erwärmt, so daß die Wasserfüllung schmolz.
Es wurden so versiegelte Kapseln mit abbrechbaren Enden erhalten.
Beispiel II
Ein dem in Beispiel I beschriebenen entsprechender weicher Polyvinylchloridschlauch wurde mit Wasser unter Verwendung einer
909844/0393 "4~
ORfSlNAL INSPECTED
ί 919599
peristaltischen Pumpe gefüllt, die abwechselnd mit Wasser und Luft gefüllte Abschnitte von je 12 mm Länge erzeugte. Der Schlauch wurde, wie in Beispiel I beschri&en, eingefroren und in Längsabschnitte von 24 mm Länge durch Halbierung der luftgefüllten Abschnitte zerteilt.
Die Enden der Längsabschnitte wurden, wie in Beispiel I, durch Eintauchen in ein Bad aus geschmolzenem Siegelmaterial auf Harzbasis versiegelt; durch aufbrechbare versiegelte Kapseln gebildet wurden.
Gemäß der Erfindung hergestellte Kapseln können entweder lediglich mit Wasser oder mit Lösungen oder Emulsionen oder Suspensionen von Substanzen gefüllt sein, von denen bekannt ist, daß sie die Qualität von Tabakrauch verbessern oder steigern.
Solche Substanzen enthalten u. a. Natriumacetat, Zinkacetat, Trinatriumphosphat und Menthol.
;Die eingekapselten Substanzen, wie die oben erwähnten anorganl·- !schen Salze und/oder Polyäthylenimine können vorteilhafterweise ^in dem Rauchartikel im Tabakteil oder im Filterteil oder zwischen !diesen Teilen eingefügt werden, wo ihre den Rauch verändernde Wii» jkung ausgelöst oder gesteigert wird, wenn der Kapselinhalt frei wird.
Kapseln, die mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten gefüllt sind, die selbst auch Filtereigenschaften aufweisen, oder durch Anfeuchten die Filtereigenschaften von anderem Filtermaterial verbessern, können in den Filter eines Rauchartikels eingefügt werden.
iDas in Verbindung mit diesen Kapseln verwendete Filtermaterial kann aus fadenförmige/im, fasrigemBlattmaterial oder aus Schaum-Istoff bestehen.
Es kann auch mehr als ein Filterteil verwendet werden. Selbst wenn lediglich, keine Zusätze enthaltendes,Jtfasser dem Filtermaterial zugesetzt wird, ergibt fäies eine beträchtliche
909844/0393 original inspected
•919599
Verbesserung von dessen Filtereigenschaften.
Die folgende Tabelle gibt die bei vergleichbaren Zigarettenfiltern von 15 mm Länge erhaltenen Rückstände an, und zwar bei zwei verschiedenen Arten von Filtern jeweils im trockenen Zustand und nach Anfeuchtung mit loo mg Wasserzugabe.
Papierfilter
Filter aus fasrigem Celluloseacetat
abgeschiedene
Bestandteile
% Ausscheidung naß % Ausscheidung- naß
trocken 4o trocken 28
Teer (nach dem
Trocknen)
42 4o 24 28
Nikotin 42 48 24 78
Phenole 48 64 35 7o
Säuren 49 16 4o weniger
als Io
Aldehyde
j
weniger als
Io
43 weniger als
Io
52
Zyanwasserstoff 22 17 2o weniger
als Io
Schwefelwasser
stoff
weniger als
Io
weniger als
Io
!Weiterhin können die Enden der gefüllten, eingefrorenen Längsabschnitte auch mit Kappen aus klarem, klebendem, zelluloseartigen Band, wie es beispielsweise von der Firma Minnesota Mining and Manufacturing Comp. Ltd. unter der geschützten Warenbezeichnung "Scotch" vertrieben wird, verschlossen werden.
ORIGINAL INSPECTED
- Ansprüche -
90984Λ/0393

Claims (6)

919599 Ansprüche
1. Verfahren zum Einkapseln von vorzugsweise, zum Rauchfiltern und/oddr Pilteranfeuchten von Rauchartikeln dienenden flüssigen Substanzen, insbesondere von Wasser oder einer wässrigen Lösung, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rohr mit der flüssigen Substanz gefüllt, bis zum Erstarren der flüssigen Substanz eingefroren und anschließend in Längsabschnitte zerteilt wird, daß die Enden der Längsabschnitte zur Bildung der PCapseln versiegelt werden und daß schließlich die Rohrabscnnitte bzw. Kapseln erwärmt werden, bis die eingekapselte Substanz wieder flüssig wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr vollständig mit Flüssigkeit gefüllt Tirird.
5· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr abschnittsweise mit voneinander getrennten Flüssigkeitsmengen gefüllt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis j5, dadurch gekennzeichnet, daß als Material für das Rohr flexibler thermoplastischer Kunststoff verwendet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis K, dadurcr. gekennzeichnet, daß die Kapsel in einen Rauchartikel eingefügt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5* dadurch gekennzeichnet, daß eine Flüssigkeit mit nach Befreiung an der Kapsel die Qualität des Rauches des Rauchartikels verbessernden bzw. steigernden Eigenschaften verwendet wird.
0 9 8 4 4/0393 BAD ORIGINAL
DE19691919599 1968-04-19 1969-04-17 Verfahren zum einkapseln von vorzugsweise zum rauchfiltern und/oder filteranfeuchten von rauchartikeln dienenden fluessigen substanzen Granted DE1919599B2 (de)

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GB08560/68A GB1234802A (en) 1968-04-19 1968-04-19 Improvements relating to the packing of liquids

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US3614851A (en) 1971-10-26
GB1234802A (en) 1971-06-09
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C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
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