DE1919601B2 - Phasengesteuerte rollstabilisierungseinrichtung fuer schiffe - Google Patents
Phasengesteuerte rollstabilisierungseinrichtung fuer schiffeInfo
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Description
55
Die Erfindung betrifft eine Rollstabilisierungseinrichtung für Schiffe, bestehend aus einem langgestreckten
Tank, der sich querschiffs im allgemeinen über die ganze Schiffsbrcilc erstreckt und zur Aufrechlcrhallung
einer freien Oberfläche teilweise mit Flüssigkeit gefüllt ist und mit Vorrichtungen zum
Füllen und F.ntlecren des Tanks zur Erhöhung oder Absenkung des Flüssigkcilsspiegcls versehen ist.
Bisher war es schwierig, während des Betriebes einer derartigen Rollstabilisierungscinrichlung die
richtige Phasenbeziehung zwischen der Tankwasserschwingung, die in einem passiven Rollstabilisierungslank
mit freier Oberfläche auftritt, und der Rollbewegung des Schiffes aufrechtzuerhalten. Der
Tank arbeitet immer dann, wenn eine derartige Phasenverschiebung außerhalb der vorgeschriebenen
Grenzen füllt, mit weniger als dem maximalen Wirkungsgrad. Zur Korrigierung dieses Zustande wurden
Nüherungsmethodcn verwendet, nach denen zur Optimierung des Tankbetriebs der Flüssigkeitsspiegel
auf Grund von Versuchen oder Erfahrungswerten durch manuelle Einstellung erhöht oder erniedrigt
wurde. Die entsprechenden Einstellungen wurden durch einen Bedienungsmann vorgenommen, der
kontinuierlich Ablesungen der Rollperioden vornahm und den Tankflüssigkeitsspiegel entsprechend seinen
Überlegungen einstellte,
Weiterhin ist es bei einem sogenannten Frahmschen Schlingertank bekannt, zur Erzielung einer
phasenrichtigen Bewegung der Dämpfungsmasse bezüglich der zu dämpfenden Schiffsschwingung ein lediglich
die Phasenverschiebung ermittelndes Phasenmeßgerät vorzusehen und dieses in Regelverbindung
mit den zur Beeinflussung der Phasenverschiebung vorgesehenen Mitteln zu bringen. Bei dieser bekannten
Vorrichtung wird die Phasenverschiebung durch in die Flüssigkcitsverbindungsleitungen und Luftverbindungsleitungen
eingebaute Drosselklappen bewirkt. Nachteilig bei dieser bekannten Vorrichtung ist, daß durch die Beeinflussung der Dämpfungsmittel
die Stabilisierungsanlage, bezogen auf die vorhandene Dämpfungsmasse, nicht mit dem optimalen Wirkungsgrad
arbeitet. Weiterhin beeinflußt die die zu dämpfende Schiffsschwingung überwachende Steuervorrichtung
die Größe der eingeschalteten Dämpfungsmittel ständig was zu einem instabilen Verhalten der
Steuerung führen kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, bekannte Rollstabilisierungseinrichtungen
für Schiffe in der Weise zu verbessern, daß die Größe der Dämpfungsmasse durch eine automalisch arbeitende und stabil regelnde Vorrichtung
der jeweiligen Schiffsschwingung angepaßt wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Rollstabilisierungseinrichtung der eingangs beschriebenen
Art dadurch gelöst, daß Einrichtungen zum Messen der Tankflüssigkeitsschwingungen und der
Rollschwingungen des Schiffes vorhanden sind, die Signale erzeugen, die über eine Reglereinheit selektiv
die Vorrichtungen zum Füllen und Entleeren des Tanks regeln, bis eine Phascnnacheilung der Tankflüssigkeitsschwingung
von etwa 90° erreicht ist, worauf die Vorrichtungen zum Füllen und Entleeren des
Tanks in einem vorher eingestellten Bereich der Phasenverschiebung nicht aktiviert werden. Durch die erfindungsgemäße
Ausbildung der Rollstabilisierungseinrichtung ist einmal eine maximale Stabilisatorleistung
gewährleistet und zum anderen sichergestellt, daß die vorhandenen Regeleinrichtungen stabil arbeiten.
Denn die Regeleinrichtungen werden nicht durch jede Phasenabweichung aktiviert, sondern nur, wenn
die Phasenverschiebung aus einem vorher eingestellten Bereich heraustritt. Die erfindungsgemäße RoII-slabilisierungseinrichtung
arbeitet zu jeder Zeit mit etwa maximalem Wirkungsgrad.
Rollt ein Schiff mit einer Frequenz, die beträchtlich außerhalb seiner natürlichen Rollfrequenz liegt
— was eine Funktion des Beladungszustandes des Schiffes ist — könnte ein freier Oberflächentank mit
einem festen Flüssigkeitsspiegel eine leichte Destabilisierung
hervorrufen. Bei der erfindungsgemäßen
Ausbildung der Rollstabilisicrungseinrichtung kön- sprechende elektrische Signale umwandelt, kumm'cn-
nen derartige Deslabilisierungen nicht auftreten. den Signal verglichen wird, Die Vergleichseinheit 20
Die Reglcreinheit kann zusätzlich eine Einrichtung erzeugt Signale, die die Phasenverschiebung zwischen
enthalten, die bewirkt, daß die Vorrichtungen zum den Tankflüssigkeitsschwingungen und den Roll-Füllen
und Entleeren des Tar.ks bei.Überschreiten 5 schwingungen darstellen, und wirkt auf die Pumpendes
vorher eingestellten Bereichs erst dann aktiviert reglereinheit 22, die ihrerseits wiederum an ihrem
wird, wenn dieses Überschreiten bei mehreren aufein- Ausgang 23 nur dann Stellgrößen abgibt, wenn die
anderfolgetaden Rollschwingungen erfolgt. Phasenverschiebung die vorgeschriebenen Grenzen
Zweckmäßigerweise schließen in an sich bekannter überschreitet. Die Stellgrößen werden der Pumpe 16
Weise die Vorrichtungen zum Füllen und Entleeren >o zugeführt, die daraufhin je nach dem zugeführten Sides
Tanks eine Pumpe ein, die so ausgebildet ist, daß gnal Flüssigkeit in den Tank zuführt oder aus diesem
sie sieh nach entsprechender Umschaltung auch im abzieht. Die Pumpe 16 bleibt so lange in Betrieb und
Handbetrieb steuern läßt. ändert die Füllung des Tanks 10 mit Arbeitsflüssig-
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung schließt keil 12 so lange, bis die Phasenbeziehung des Ausdie
Einstelleinrichtung in an sich bekannter Weise 15 gangssignals der Einrichtung 18 zur Messung der
einen Reservetank an Bord des Schiffes zur Auf- Tankflüssigkeitsschwingungen wieder innerhalb des
nähme der Tankflüssigkeit ein. Weiterhin kann die vorgeschriebenen Bereichs im Verhältnis zu den
Einrichtung zur Messung der Tankflüssigkeitsschwin- Rollschwingungen des Schiffes liegt,
gung in an sich bekannter Weise wenigstens eine Für den wirkungsvollsten Betrieb unterliegen die Druckfühleinrichtung, die in der Nähe der Flügclteilc ao Anhalt-, Füll- und Abziehvorgänge einer Hysterese, des Tanks unter dem Flüssigkeitsspiegel angeordnet die nachstehend beschrieben wird. Ein Ausgang der ist, und einen Umsetzer einschließen, der die Druck- Pumpenreglereinheit 22 führt zu einer Anzeigevorvariationen der druckempfindlichen Vorrichtung richtung 24, von der die Überwachungsperson ablcfühlt und entsprechende elektrische Signale erzeugt. sen kann, wann und in welcher Richtung der Flüssig-
gung in an sich bekannter Weise wenigstens eine Für den wirkungsvollsten Betrieb unterliegen die Druckfühleinrichtung, die in der Nähe der Flügclteilc ao Anhalt-, Füll- und Abziehvorgänge einer Hysterese, des Tanks unter dem Flüssigkeitsspiegel angeordnet die nachstehend beschrieben wird. Ein Ausgang der ist, und einen Umsetzer einschließen, der die Druck- Pumpenreglereinheit 22 führt zu einer Anzeigevorvariationen der druckempfindlichen Vorrichtung richtung 24, von der die Überwachungsperson ablcfühlt und entsprechende elektrische Signale erzeugt. sen kann, wann und in welcher Richtung der Flüssig-
An Hand der Zeichnung wird nachstehend ein 35 keitsspiegel im Tank 10 im Fall eines gewünschten
Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Handbetriebes der Pumpe 16 zu ändern ist. Die Ein-
Fig. 1 ist ein Fließschema der erfindungsgemäßen richtung 18 zum Messen der Tankflüssigkeitsschwin-
Anordnung; gungen kann eine Einrichtung 26 zum Messen der
F i g. 2 zeigt Frequenzgangkurven für Schiffe unter Druckunterschiede enthalten, auf die Backbord- und
verschiedenen Stabilisierzuständen. 30 Steuerborddruckrohre mit Eingangsoffnungen 28 und
Die in F i g. 1 gezeigte Einrichtung umfaßt einen 30 wirken, die unter der Oberfläche der Arbeitsflüs-Passivstabilisierungstank
mit freier Oberfläche, der sigkeil 12 in gegenüberliegenden Bereichen des mit 10 bezeichnet ist und in dem Schiff (nicht gezeigt) Tanks 10 angeordnet sind. Die Meßvorrichtung kann
so angeordnet ist, daß sich seine Längsabmessung entweder mit einer direkten oder indirekten Anzeigequerschiffs
erstreckt. Gemäß üblicher Praxis ist der 35 vorrichtung gekoppelt sein. Sie muß nur unverzüglich
Tank 10 teilweise mit einer Flüssigkeit 12 bis zu einer entweder den Unterschied der Höhen der Flüssig-Höhe
gefüllt, die an die Tankgeometrie und die in- keitsspiegel, der Kräfte oder der Gewichte der Arnere
hydraulische Dämpfung angepaßt ist, so daß die beitsflüssigkeit an den Meßstellen physikalisch mes-Tankflüssigkeitsoszillation
auf die Rollfrequenz des sen. Eine druckempfindliche Einrichtung zum Mes-Schiffes
abgestimmt ist und eine ideale Phasennachei- 40 sen der Tankflüssigkeit wird bevorzugt, obwohl eine
lung von 90° hat. Die Flüssigkeit 12 kann aus jeder Einrichtung zum Messen des Oberflächenspiegels,
geeigneten Flüssigkeit wie Heizöl, Bunkeröl, ver- wie ein Schwimmer, eine verstellbare elektrische
schiedenartigen Flüssigkeiten der Ladung oder be- Brücke oder eine Kapazitätsmeßvorrichtung, in gleisonderen
Feststoffsuspensionsfluiden bestehen, wie eher Weise geeignet sein kann. Zweckmäßigerweise
Bohrschlamm. 45 wird die Einrichtung zum Messen der Tankflüssig-
Arbeitsfluide wie diese können von einem Bord- keitsschwingungen unter dem Flüssigkeitsspiegel inreservetank
14 geeigneten Fassungsvermögens züge- geordnet, da stark unterschiedliche Wellen mit wechführt
werden, der zweckmäßigerweise durch eine An- selnden Profilen und Höhen auftreten können, die
zahl von Zwischenwänden unterteilt ist, damit ver- sich aus der Tankgeometrie ergeben. Es können auch
hindert wird, daß durch den Tank 14 die metazentri- 50 mehrere Meßstcllen einer Meßvorrichtung vorgesesche
Höhe verringert wird oder ein unerwünschtes hen werden, wobei diese von der Mittellinie des
Moment auf das Schiff zusätzlich wirkt. Eine wech- .. Tanks aus die gleichen Abstände nach Backbord und
selseitig wirkende Pumpe 16 ist für das Zuführen Steuerbord haben, so daß Maximal- und Minimaloder
Abziehen der Arbeitsflüssigkeit zu oder von phasen gemessen werden können,
dem Tank 10 in jeder geeigneten Lage vorgesehen. 55 Die Phascnvergleichseinheit 20 kann aus einem
dem Tank 10 in jeder geeigneten Lage vorgesehen. 55 Die Phascnvergleichseinheit 20 kann aus einem
Für den Fall, daß Meerwasser als Arbeitsflüssig- Phasendiskriminator bestehen, der ein Wechselstrom-
keit verwendet wird, steht die Pumpe 16 mit dem signal übereinstimmend mit der Phasenverschiebung
Meer (nicht gezeigt) in Verbindung. der Eingangssignale erzeugt. Der Rollfühler 21 kann
In dem Tank 10 ist eine Einrichtung 18 zur Mcs- aus einer herkömmlichen Kreiseleinheit oder einem
sung der Tankflüssigkeitsschwingungen angeordnet, 60 gleichwirkcnden Element bestehen,
die die abgetasteten Tankflüssigkeitsschwingungen in Die Reglereinheit 22 kann aus einer bekannten Siein elektrisches Signal umwandelt. Vorzugsweise gnalabtastvorrichtung bestehen, die das Wechselslcllt der Ausgang der Einrichtung 18 elektrisch eine Stromsignal von der Phasenvergleichseinheit 20 emp-Messung des auf das Schiff ausgeübten Moments dar. fängt und dementsprechend die Pumpe 16 steuert. Das aus der Einrichtung 18 kommende Signal wird 65 Wenn das empfangene Signal innerhalb eines vorherauf eine elektrische Phasenvergleichseinheit 20 gege- bestimmten Bereichs liegt, erzeugt die Punipenreglerben, in der es mit einem von dem Rollfühler 21, der einheit 22 am Ausgang 23 ein Signal, das auf der Andie Rollschwingungen des Schiffes abfühlt und ent- Zeigevorrichtung 24 anzeigt, daß sich der Tankflüs-
die die abgetasteten Tankflüssigkeitsschwingungen in Die Reglereinheit 22 kann aus einer bekannten Siein elektrisches Signal umwandelt. Vorzugsweise gnalabtastvorrichtung bestehen, die das Wechselslcllt der Ausgang der Einrichtung 18 elektrisch eine Stromsignal von der Phasenvergleichseinheit 20 emp-Messung des auf das Schiff ausgeübten Moments dar. fängt und dementsprechend die Pumpe 16 steuert. Das aus der Einrichtung 18 kommende Signal wird 65 Wenn das empfangene Signal innerhalb eines vorherauf eine elektrische Phasenvergleichseinheit 20 gege- bestimmten Bereichs liegt, erzeugt die Punipenreglerben, in der es mit einem von dem Rollfühler 21, der einheit 22 am Ausgang 23 ein Signal, das auf der Andie Rollschwingungen des Schiffes abfühlt und ent- Zeigevorrichtung 24 anzeigt, daß sich der Tankflüs-
sigkeilsspiegcl in annehmbarer Höhe befindet. Wenn aber die Phasenvergleichseinheit 20 anzeigt, daß die
Phasenverschiebung den vorherbestimmten Bereich überschritten hat, der in der Pumpenreglereinheit 22
festgelegt ist, so verläßt diese am Ausgang 23 ein Signal, das die Pumpe 16 in der erforderlichen Richtung
arbeiten läßt und eine entsprechende Anzeige an der Anzeigevorrichtung 24 bewirkt. Bei einer nur in einer
Richtung arbeitenden Pumpe können geeignete Venoder Abziehen einmal begonnen, wird es so lange
forlgesetzt, bis der Nacheilwinke! in dem annehmbaren
Betriebsbereich von 85 bis 90° Nacheilung gut eingestellt ist.
Um zu vermeiden, daß die Pumpentätigkeit durch zufällige, kurzfristige Schwingungsbewegungen in unnötiger
Weise eingeschaltet wird, sind zweckmäßigerweise Einrichtungen vorgesehen, die bewirken, daß
die Pumpe nur eingeschaltet wird, wenn die Phasen-
tile zur Umkehr der Pumpenwirkung vorgesehen sein, io nacheilung jenseits der vorherbestimmten Grenzen
die von der Pumpenreglereinheit 22 gesteuert wer- für eine bestimmte Anzahl von Schwingungszyklen
den. Die Pumpenreglereinheil 22 betreibt die Pumpe auftritt. Wenn beispielsweise die Schaltanordnung
16 so lange, bis das Ausgangssignal der Phasenver- vorher so festgelegt wurde, daß der Betriebsbereich
gleichseinheil 20 wieder etwa in die Mitte des vorbe- von 80 bis 90° Phasennacheüung als für den Betrieb
stimmten Bereichs fällt. Sobald dieser Punkt erreicht 15 akzeptabel angenommen wird, gibt die Pumpenregist,
wird die Pumpenreglereinheit 22 in der Weise des- Iereinheit22 nur dann Schaltsignale ab, wenn die
aktiviert, daß an ihrem Ausgang Haltesignale abge- vorherbestimmten Grenzen über einen Zeilraum von
geben werden. zehn Zyklen überschritten wurden.
Die Zuverlässigkeit der Einrichtung wird erreicht Die automatische Steuerung kann beispielsweise
und eine Instabilität vermieden, indem die Pumpe 16 20 auch in der Weise abgeändert werden, daß Konlrolietwa
in dem Zeitpunkt abgeschaltet wird, in dem der Leuchten anzeigen, daß der Flüssigkeitsspiegel in
Flüssigkeitsspiegel in dem Tank 10 so eingestellt ist, dem Tank 10 entweder zu niedrig oder zu hoch für
daß zwischen den Rollschwingungen und den die richtige Phasenbeziehung ist. Eine Handbedie-Schwingungen
der Arbeitsflüssigkeit die optimale nung kann durch Betätigung der Aus- bzw. Um-Phascnbczichung
besteht, und indem der Bereich, 25 schalteinrichtung 25 vorgenommen werden. Die Vordcsscn
Cr:nzcn zur Einschaltung der Pumpentätig- richtung kann auch zur automatischen Steuerung
keit überschritten werden müssen, wesentlich größer
ist als der zur Abschaltung der Pumpe 16. So erscheint beispielsweise während des Betriebs an dem
Ausgang 23 der Pumpenreglereinheit 22 ein Haltesi- 30
gnal, solange die Tankflüssigkeitsschwingungen dem
Rollwinkel des Schiffes in dem Bereich von 70 bis
110( nacheilen. Bei oder unter einer Nacheilphase
von 70° setzt die Pumpenreglereinheit 22 die Pumpe
ist als der zur Abschaltung der Pumpe 16. So erscheint beispielsweise während des Betriebs an dem
Ausgang 23 der Pumpenreglereinheit 22 ein Haltesi- 30
gnal, solange die Tankflüssigkeitsschwingungen dem
Rollwinkel des Schiffes in dem Bereich von 70 bis
110( nacheilen. Bei oder unter einer Nacheilphase
von 70° setzt die Pumpenreglereinheit 22 die Pumpe
16 in Beirieb, wodurch der Arbeitsgang des Abzie- 35 der Arbeilsflüssigkeit hat, der für Resonanz bei der
hens von Flüssigkeit beginnt und so lange fortgesetzt natürlichen Rollfrequenz des Schiffes eingestellt ist.
wird, bis der Rollwinkcl 85° Nacheilung erreicht hat, Die Kurve C gilt für ein Schiff mit einem Stabilisator
bei der die Pumpenreglereinheit 22 ein Hallesignal gemäß Kurve B, bei dem jedoch die vorliegende Erabgibt
und das Abziehen von Tankflüssigkeit unter- findung Verwendung findet. Aus der Kurve B folgt,
bricht. In entsprechender Weise beginnt das Füllen 40 daß dem System von außen an den äußeren Enden
des Tanks nicht, bevor die Tankflüssigkeitsschwin- des Frequenzbereiches eine geringe Destabilisierung
gungen den Rollschwingungen des Schiffes um 110° aufgeprägt wird. Diese Destabilisierung ergibt sich
oder mehr nacheilen. Der Füllvorgang wird bei 110° aus einer wesentlichen Verschiebung der Tankflüssigeingeleitet
und fortgesetzt, bis die Größe des Nacheil- keitsschwingungen aus der idealen 90° Phasennacheiwinkels
auf etwa 90° reduziert ist, bei dem die Pum- 45 lung gegenüber den Rollschwingungen des Schiffes,
penrcglereinheit 22 wiederum ein Haltesignal abgibt. Erfindungsgemäß wird die Phasennacheüung der
Auf diese Weise beginnt das Füllen oder Abziehen Tankflüssigkeitsschwingungen bei 90° gehalten, so
von Arbeitsflüssigkeiten nur, wenn die vorherbc- daß eine Destabilisierung vermieden und ein maximastimmten
Grenzen von 70 oder 110° Nacheilwinkel ler Stabilisierungswirkungsgrad über den ganzen Freunter-
oder überschritten werden. Ist mit dem Füllen 50 quenzbereich erzielt wird.
oder Anzeige des genauen Füllgrades verwendet werden, wenn der Tank erstmalig für den Beirieb gefüllt
wird.
In F i g. 2 ist eine Frequenzgangkurve A für den
Fall eines nicht stabilisierten Schiffes dargestellt. Die Kurve B gilt für den Fall des gleichen Schiffes, das
mit einem Passivtankslabilisator mit freier Oberfläche betrieben wird, der einen festgelegten Spiegel
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
- Patentansprüche:I. Rollstabilisicrungscinrichtung für Schiffe, bestehend aus einem langgestreckten Tank, der sich querschiffs im allgemeinen Über die ganze Schiffsbreite erstreckt und zur Aufrechterhallung einer freien Oberfläche teilweise mit Flüssigkeit gefüllt ist und mit Vorrichtungen zum Füllen und Entleeren des Tanks zur Erhöhung oder Absenkung des Flüssigkeitsspiegels versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen (26, 28, 30, 21, 20) zum Messen der Tankflüssigkcitsschwingungen und der Rollschwingungen des Schiffes vorhanden sind, die Signale erzeugen, die über eine Reglereihheit (22) selektiv die Vorrichtungen (14, 16) zum Füllen und Entleeren des Tanks (10) regeln, bis eine Phasennacheilung der Tankflüssigkeitsschwingung von etwa 90° erreicht ist, worauf die Vorrichtung (14, 16) zum Füllen und Entleeren des Tanks (10) in einem vorher eingestellten Bereich der Phasenverschiebung nicht aktiviert werden.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reglereinheit (22) zusatzlieh eine Einrichtung enthält, die bewirkt, daß die Vorrichtungen (14, 16) zum Füllen und Entleeren des Tanks (10) bei Überschreiten des vorher eingestellten Bereiches erst dann aktiviert werden, wenn dieses Überschreiten bei mehreren aufeinanderfolgenden Rollschwingungen erfolgt.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise die Vorrichtungen (14, 16) zum Füllen und Entleeren des Tanks (10) eine Pumpe (16) einschließen, die auch von Hand steuerbar ist.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise ein Reservetank (14) an Bord des Schiffes zur Aufnahme der Tankflüssigkeit vorgesehen ist.
- 5. Einrichtung nach einem der Ansprüche I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Messung der Tankflüssigkeitsschwingung in an sich bekannter Weise wenigstens eine Druckfühleinrichtung (28, 30), die in der Nähe der FIügclleile des Tanks (10) unter dem Flüssigkeitsspiegel angeordnet ist und einen Umsetzer (26) einschließt, der die Druckvariationen der druckempfindlichen Vorrichtung führt und entsprechend elektrische Signale erzeugt.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US72264268A | 1968-04-19 | 1968-04-19 | |
| US72264268 | 1968-04-19 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1919601A1 DE1919601A1 (de) | 1969-11-06 |
| DE1919601B2 true DE1919601B2 (de) | 1972-06-08 |
| DE1919601C DE1919601C (de) | 1973-01-11 |
Family
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL6906075A (de) | 1969-10-21 |
| US3521593A (en) | 1970-07-21 |
| JPS5417239B1 (de) | 1979-06-28 |
| ES366234A1 (es) | 1971-05-01 |
| GB1239195A (de) | 1971-07-14 |
| SE347222B (de) | 1972-07-31 |
| NO127961B (de) | 1973-09-10 |
| FR2006591A1 (de) | 1969-12-26 |
| IL32034A (en) | 1971-10-20 |
| YU32103B (en) | 1974-04-30 |
| JPS5211120B1 (de) | 1977-03-29 |
| YU94369A (en) | 1973-10-31 |
| DE1919601A1 (de) | 1969-11-06 |
| IL32034A0 (en) | 1969-06-25 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| SH | Request for examination between 03.10.1968 and 22.04.1971 | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |