DE1920308U - Wandplatte zur auskleidung von fahrzeuginnenraeumen. - Google Patents
Wandplatte zur auskleidung von fahrzeuginnenraeumen.Info
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Description
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U. in Öl'0*11.5-65 ~~ *
PATENTANWÄLTE
=»L.-INQ. FRITZ THIELEKE DR.-INQ. RUDOLF DÖRING DR. JOACHIM FRICKE
BRAUNSCHWEIG - MÜNCHEN
Pappenfabrik Wendhausen Iietmann & Co·
Wendhausen ü/Braunsehweig
"Wandplatte zur Auskleidung von Fahrzeuginnenräumen11
Die Neuerung betrifft eine Wandplatte zur Auskleidung von Fahrzeuginnenräumen,
bei der eine Trägerplatte mit einem schall- und/ oder wärmedämmenden Werkstoff, vorzugsweise Schaumstoff, belegt
oder beschichtet und der Schaumstoff raumseitig mit einer Abdekkung aus Gewebe oder einer Kunststoffolie oder dergl. verkleidet
ist.
Bekannte Platten der eingangs genannten Art dienen zur Auskleidung
der Innenräume von fahrzeugen. Sie erfüllen dabei mehrere Funktionen. Zunächst dienen sie dazu, Innenrippen, Aussteifungen,
Streben, Stoßstellen und andere in den Innenraum des Fahrzeuges vorspringende Erhebungen, die sieh dureh die Konstruktion und den
Aufbau der Karosserie ergeben, zu verdecken und glatte, insbes. ansehnliche Innenwandungen der Fahrzeuginnenräume zu schaffen.
Eine weitere Aufgabe dieser Wandplatten besteht darin, die Fahr- und Motorgeräusehe zu dämpfen, insbes. aber deren Sindringen in
den Innenraum zu verhindern. Schließlich dienen die Wandplatten noch als Wärmeisolation und übernehmen häufig auch noch die Auf-
gäbe, den Fahrzeuginnenraum gegen Zugluft abzudichten·
Bekannte Wandplatten der eingangs genannten Art werden mittels
üblicher Klipps, Karosserieschrauben oder dgl. an der lahrzeugkarosserie
befestigt, wobei Kederstreifen, lalzsehienen, Abdeckleisten
oder ähnliche Elemente dazu dienen, die Stoßfuge zwischen zwei benachbarten Platten zu überbrücken oder zu verdecken. Derartige
Hilfsmittel sind jedoch ungeeignet, wenn eine dauerhafte sehall-, wärme- und zugluftdiehte Auskleidung eines Fahrzeuginnenraumes
erzielt werden soll, weil die Erschütterungen und Vibrationen, die sich bei der Fahrt ergeben, gewisse Alterungs- und
Ermüdungserscheinungen und andere Einflüsse dazu führen, daß trotz der Abdeckleisten oder anderen Hilfsmittel lugen und Spalträume
entstehen. Durch diese Spalträume treten fahr- und Mötorgeräusehe
ungedämpft in den Fahrzeuginnenraum ein. Zugluft kann ebenfalls eindringen. Spalte und Fugen können auch dadurch entstehen, daß
dureh Fertigungstoleranzen Abweichungen von den Konstruktionsmaßen verursacht werden. Außerdem führen benachbarte Platten unter
dem Einfluß der Fahrtvibration und Motorerschütterungen in bezug
aufeinander und in bezug auf die abdeckenden Hilfselemente Relativbewegungen aus, die im Laufe der Zeit zu einem Yersehleiß und
zu einer Beschädigung oder Zerstörung der Kanten der Platten führen.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zu Grunde, diese Nachteile bekannter
Wandplatten zu vermeiden und eine Wandplatte der eingangs genannten Art so auszubilden, daß sie bei vereinfachter Ausbildung
ohne Verwendung der geschilderten Hilfsmittel eine sehall-, wärme-
und Zugdichte Auskleidung eines Fahrzeuginnenraumes und gleieh-
zeitig den Ausgleich von lertigungstoleranzen ermöglicht, die
sieh durch Widerstandsfähigkeit und große Lebensdauer auszeichnet.
Zur Lösung dieser Aufgabe kennzeichnet sich eine Platte der eingangs
genannten Art neuerungsgemäß dadurch, daß die Abdeckung an vorbe stimmt en Kanten der Platte über die SJrägerplatte hinaus
zu einer Lasche verlängert ist, welch© hinter die jeweils benachbarte Platte greift und die Trennfuge zwischen den benachbarten
Platten überbrückt.
Durch diese Ausbildung wird eine gegenseitige Überlappung der einzelnen Wandplatten ermöglicht, die gemeinsam eine Auskleidung
eines Pahrzeuginnenraumes ergeben. Durch die Lasehe, die aus dem
Gewebe oder der Folie der Abdeckung gebildet ist, findet eine sichere Überbrückung der Stoßfuge zwischen benachbarten Platten
statt. Auf die Verwendung und zusätzliche Befestigung der bereits erwähnten Hilfsmittel, wie Kederstreifen, Palζschienen, Abdeekleisten
und dgl·, kann somit verziehtet werden. Darüber hinaus
ist das Material der Abdeckung der neuen Platte flexibel und gestattet eine Eelativbewegung benachbarter Platten, ohne daß dabei
eine Relativbewegung in bezug auf eine Abdeckleiste oder dgl. stattfindet. Im Zuge der Eelativbewegung zwischen benachbarten
Platten wird bei der neuen Ausbildung lediglieh die Lasche ständig
verformt. Da das Material der Lasche flexibel ist, üben die ständigen Verformungen keine nachteiligen Wirkungen aus. Zugleich
werden aber auch die Klappergeräusehe und andere Nebengeräusche,
die sich ergeben, wenn die Stoßkanten bekannter Platten an den Abdeeksehienen
oder dgl. schleifen und reiben, unterbunden.
Die bekannten Platten werden auf Grund ihres bereits erwähnten Aufbaues mittels Klipps oder Halteelemente an der Fahrzeugkarosserie
befestigt. Die neue Ausbildung einer Wandplatte gestattet u.a. auch eine Befestigung, bei der keine Klipps oder Halteelemente
sichtbar sindj*. denn, wenn beispielsweise alle Kanten
einer Platte mit Lasehen ausgerüstet sind, können diese an Bippen
und Holmen der Karosserie unsichtbar befestigt werden.
Bevorzugt wird die neue Platte weiterhin so ausgebildet, daß der Schaumstoff mit in die Lasche einbezogen ist.
Diese Ausbildung hat den Vorzug, daß die dämmende und isolierende Wirkung des Schaumstoffes auch in die Lasehe einbezogen wird und
daß durch den in der Lasehe befindlichen Schaumstoff der Übergang von einer Platte zur anderen aueh bei einer größeren Puge fast
unsichtbar bleibt.
Zweckmäßig ist es nach einem weiteren Merkmal der leuerung, wenn
die Abdeckung an den Außenkanten der Lasehen umgeklappt und auf der Rückseite der Trägerplatte befestigt ist.
Diese Ausbildung gewährleistet unabhängig davon, ob der Schaumstoff
in die Lasche einbezogen ist oder nicht, durch die Verdoppelung der Wandstärke der Lasche eine erhöhte Festigkeit gegenüber mechanischen
Beanspruchungen.
Ein Ausführungsbeispiel der neuen Platte ist in den Zeichnungen
dargestellt.
fig. 1 zeigt eine Draufsieht auf die neue Platte,
fig. 2 und 3 stellen Schnitte durch zwei bevorzugte Ausführungsformen der neuen Platte dar.
fig. 4 und 5 zeigen Anwendung sb ei spiele der neuen Platte.
fig. 4 und 5 zeigen Anwendung sb ei spiele der neuen Platte.
In den fig. 1 Ms 3 ist eine neue Eaum- ©der Wandplatte 1 gezeigt,
die aus einer Trägerplatte 2 besteht. Auf die Trägerplatte ist
eine Schäumstoffschicht 3 aufgebracht und raumseitig mittels einer
Abdeckung 4 aus einem textlien Gewebe oder einem Kunststoff oder dgl. verkleidet. Die Trägerplatte 2 kann in an sich bekannter
Weise aus Pappe, Hartpappe, Preßglatten oder ähnliche plattenförmigen
Werkstoffen bestehen. Die Schäumstoffschicht 3 besteht
bevorzugt aus wärme- und sehalldämmenden Schaumstoffen auf Kunststoff
basis, sie kann jedoch auch dureh fasermatten oder ähnliche Einlagen ersetzt werden. Die in fig. 1 gezeigte, im wesentlichen
viereckige form der Wandplatte 1 ist der Einfachheit halber gewählt worden. In der Praxis werden Wandplatten zur Auskleidung
von fahrzeuginnenräumen meist andere formen aufweisen, da sie der Gestalt der fahrzeuginnenräume angepaßt sein müssen. Auch die in
den fig. 2 und 3 gezeigte ebene form der Platte ist lediglich der Einfachheit halber gewählt worden. In der Praxis gestattet es eine
entsprechende Auswahl des Werkstoffes für die Trägerplatte 2, die Wandplatte 1 so zu wölben und zu krümmen, daß der bekannte abgerundete
und kanten- und eckenfreie Verlauf der Innenwände von fahrzeuginnenräumen erzielt wird. Die Trägerplatten 2 können aber
auch bereits vorgeformt sein.
Wie aus den fig. 1 bis 3 zu erkennen ist, sind ausgewählte Kanten
der Platte 1 mit einer Lasche 5 ausgerüstet. Diese lasche wird
dadurch gebildet, daß die Abdeckung 4 an der "betreffenden Kante über die Trägerplatte hinaus verlängert, umgeklappt und auf der
Rückseite der Trägerplatte 2 befestigt wird. In diese lasehe 5 kann, wie lig. 3 zeigt, auch der Schaumstoff ©der die an seiner
Stelle verwendete Dämm- und Isolierschicht 3 mit einbezogen werden.
Die Lasche 5 wird zweekmäßigerweise mit löchern β versehen,
die das Durchführen von Befestigungselementen, wie Karosserieklipps oder -sehrauben, gestattet.
Aus der Fig. 4 ist zu erkennen, daß die neuen Platten 1 an Sippen einer Fahrzeugkarosserie 8 mittels Karosserieschrauben 9 oder unsichtbaren
Halteklipps 11 befestigt werden. Dabei sind die Platten so angeordnet, daß die lasche 5 eier einen Platte unter oder hinter
die Trägerplatte 2 der benachbarten Platte greift. Eine Stoßfuge 10 , die zwischen zwei benachbarten Platten verbleibt, wird durch
die lasche 5 überbrückt und auf diese Weise zug- und schalldicht verschlossen. Aus der !ig. 4 ist deutlieh zu erkennen, daß der
durch die eine Platte 1 hindurchgeführte Schaft der Karosserie«!
schraube 9 auch dureh die lasche 5 der benachbarten Platte hindurehgeführt
ist. Dureh Überlappen benachbarter Platten mittels der laschen 5 wird eine vollkommen dichte Auskleidung des Sahrzeuginnenraumes
geschaffen, wobei Material und Werkstoff eingespart wird; denn die bisher üblichen Abdeekelemente, Abdeekleisten,
Kederstreifen oder dgl., werden nicht benötigt.
Die Fig. 5 zeigt, daß es dureh die neue Ausbildung der Platten 1
aueh möglich ist, Ecken dicht auszubilden, indem lasehen 5 in
geeigneter Weise an der Karosserie 8 "befestigt weilen. Die in
der Ecke erforderliche Karosseriesehraube 9 zeigt aber auch, daß
die neue Ausbildung der Wandplatten 1 eine Befestigung ermöglicht, bei der sichtbare Befestigungselemente, wie die Karosseriesehrauben
9 oder Klipps, vermieden werden. Zu diesem Zweck brauchen lediglich alle Kanten der Platte 1 mit einer Lasehe 5 ausgerüstet
zu werden und diese in der Weise an der Karosserie 8 befestigt zu werden, wie es Pig. 5 für die Eckausbildung zeigt.
Die Einbeziehung der Schaumstoff- oder Isolierschicht 3 in die
Lasche 5 ändert an den in Pig. 4 und 5 gezeigten Einbaubedingungen
der Platte nichts. Die Schaumstoff- oder Isolierstoffschicht 2 läßt sich nämlich zusammendrücken, so daß die Laschen nicht unzulässig
stark auftragen. Der Torteil, der dureh Einbeziehung der Schaumstoffschieht 3 in die Lasche 5 erzielt wird, besteht aber
nicht nur darin, daß die Wärme- und Sehallisolation an der Stoßfuge 10 verbessert wird, sondern auch noch darin, daß die Einspannung
oder Einpressung der Schaumstoffschicht eine dauerhafte
und vibrationsfeste Halterung der Wandplatten 1 gewährleistet. Die Elastizität der Schaumstoffschicht kompensiert nämlich auch
beim Ermüden oder Lockern der Karosseriesehrauben 9 äas entstehende
Bewegungsspiel durch das Zurückfedern der ursprünglich zusammengepreßten Schäumstoffschicht.
-/8
Claims (3)
1. Wandplatte zur Auskleidung von Pahrzeuginnenräuiien, bei der
eine Trägerplatte mit einem sehall- und/oder wärmedämmenden
Werkstoff, vorzugsweise Schaumstoff, belegt oder "beschichtet und der Schaumstoff raumseitig mit einer Abdeckung aus einem
Gewebe, einer Kunststoffolie oder dgl. verkleidet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung
(4) an vorbestimmten Kanten der Platte (1) über die Trägerplatte (2) hinaus zu einer Lasehe (5) verlängert ist,
welche hinter die jeweils benachbarte Platte greift und die Trennfuge (10) zwisehen den benachbarten Platten überbrückt.
2. Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeieh net, daß der Schaumstoff (3) mit in die lasche (5) einbezogen
ist.
3. Platte nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet
, daß die Abdeckung (4) an den Außenkanten der laschen (5) umgeklappt und auf der Rückseite der
Trägerplatte (2) befestigt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1965P0025268 DE1920308U (de) | 1965-05-11 | 1965-05-11 | Wandplatte zur auskleidung von fahrzeuginnenraeumen. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1965P0025268 DE1920308U (de) | 1965-05-11 | 1965-05-11 | Wandplatte zur auskleidung von fahrzeuginnenraeumen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1920308U true DE1920308U (de) | 1965-07-22 |
Family
ID=33366253
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1965P0025268 Expired DE1920308U (de) | 1965-05-11 | 1965-05-11 | Wandplatte zur auskleidung von fahrzeuginnenraeumen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1920308U (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19533532A1 (de) * | 1995-09-11 | 1997-03-13 | Deutsche Waggonbau Ag | Einrichtung zur Befestigung von Isolierungen am Wagenkasten eines Fahrzeuges, insbesondere eines Schienenfahrzeuges |
| DE29814539U1 (de) * | 1998-08-13 | 1999-12-23 | Wegmann & Co Gmbh, 34127 Kassel | Einrichtung zum Schutz des Innenraums eines personenbefördernden Fahrzeugs gegen Aufheizung durch Wärmestrahlung |
-
1965
- 1965-05-11 DE DE1965P0025268 patent/DE1920308U/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19533532A1 (de) * | 1995-09-11 | 1997-03-13 | Deutsche Waggonbau Ag | Einrichtung zur Befestigung von Isolierungen am Wagenkasten eines Fahrzeuges, insbesondere eines Schienenfahrzeuges |
| DE29814539U1 (de) * | 1998-08-13 | 1999-12-23 | Wegmann & Co Gmbh, 34127 Kassel | Einrichtung zum Schutz des Innenraums eines personenbefördernden Fahrzeugs gegen Aufheizung durch Wärmestrahlung |
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